Beiträge von Riippumatto-Joerg

    Ok, das bestätigt dann zumindest meine Annahme. Selbst wenn ich eine komplizierte Wanne für diagonales Liegen austüftle, brauche ich vermutlich Tieouts oder zumindest Spannung zur Ridgeline hin, damit das in Form bleibt und nicht ständig runter rutscht. Und wenn ich mich dann nachts seitlich lege, spannts wieder woanders, da die Wanne eben nur eine fixe Form haben kann. Eine GE wiegt zwar potentiell 20..30g mehr, passt sich aber immer automatisch an.

    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, verwendet der Warbonnet UQP beim mittleren Stoffstreifen luftdurchlässigeres Material? Zumindest wäre das meine Idee, die Verbreiterung zu erreichen und gleichzeitig etwas Dampfdurchlässigkeit unterhalb zurück zu gewinnen...

    Das Material ist noch nicht angekommen, hab derweil aber mit meiner 3x2m Discountmatte noch getestet. Und zwar beschäftigt mich der Gedanke, ob sich die Wannenform des UQ-Protectors der Form der Matte und dem UQ besser mit Gathered End am Protektor einstellt oder ob ich die Enden als geschwungene Dreiecke auslegen kann (und Stoffgewicht spare). Ich will ja die Seiten wie gesagt höher auslegen als die HM (180cm Breite?) und auch reichlich Länge geben, sodass ich bis an die Ridgeline ran bzw. sogar darüber legen kann. Man könnte die Form also mit Probeliegen exakt vorgeben. Oder der Grundform des halbkreisförmigen Moskitonetzes nachempfinden.

    Aber mein Gefühl sagt mir, GE (und Gummizüge an den Seiten) gelingt besser als ein genauer Wannen-Formschnitt.

    Erfahrungen?

    ... Jetzt habe ich nochmal die Testperson verändert (Länge, Gewicht, Form) und noch etwas Rüttelwind ins Spiel gebracht, da sieht die Situation schon etwas anders aus.

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    Man beachte auch: Liegewinkel im Vergleich zur Ridgeline-Linie oder im Vergleich zur Stoff-Mittellinie?

    ...hab mit meiner Miniaturmodellmatte und einer Trinkflasche ein video aufgenommen, was mit dem Liegewinkel passiert, wenn man die Ridgeline verkürzt bzw verlängert.

    Interessanterweise liegt man auch bei zu kurzer Ridgeline (reichlicher Durchhang) irgendwann mit knapperem Winkel als in Optimallage. Wie auch bei zu langer Ridgeline (knapper Durchhang).

    Letzten Winter hatte ich schon mal an meiner 11ft-General Electric mit einer 3x2m "Double"-Discount-Hammock als "UQ-Protector" recht erfolgsnah herumgetüftelt. (Link)

    Der nächste Winter naht.

    Mittlerweile hat sich meine Dutzendfuss mit Unterdaunen-Diagonal-Chilischote und geräumiger Mückennetz-Sommersocke als verlässliche Unterwegsmatte etabliert. Ein 12ft-Wintertarp wie auch ein leichteres 12ft-Sommertarp sorgen obenrum für guten Wetterschutz.

    Unten herum, und vor allem bei stärkerem Wind, brauch ich da aber für meine lange Unterwegsmatte noch was. (Ausserdem zittern meine Nähhände, und der rechte Nähmaschinen-Gasfuss ebenso.)

    Also 5m winddichtes RS-Nylon und diverses Gedöns bestellt (Details später) und nun strahle ich wieder über beide Ohren vor Vorfreude. :love:

    Im Kopf habe ich (noch verschwommen) einen reichlich gefassten UQ-Protektor, ungefähr so gross wie das Mückennetz, der an beiden Enden (vorr. mit Klettband) über die Ridgeline drüber gelegt wird. Der also die HM in ganzer Länge bis an die Aufhängungen heran schützt.

    Auch seitlich würde ich den Stoff gern deutlich über den HM-Rand hochziehen, um etwas seitlichen Windschutz auch dort zu bekommen. Muss ihn also deutlich breiter als 150cm bekommen, plane dazu "unter mir" einen Streifen Rest-Nylon geringerer Dichte einzunähen, der dann hoffentlich auch den Kondensationseffekt etwas reduziert (naja).

    Die Seitenflanken werde ich aber mit kurzen, vertikalen Reissverschlüssen versehen, um abends oder morgens auch mal rausschauen zu können und (noch wichtiger) um den Einstieg zu erleichtern. Und natürlich soll das ganze in Diagonallage dem UQ genug Raum lassen, müsste also ggf. etwas asymmetrisch abnähen - schauen wir noch, wie genau.

    Ob ich dann den UQ-Protektor irgendwann noch oben herum (mit RVS und atmungsaktivem Stoff oder Mückengitter) zur gänzlichen Wintersocke erweitere, da bin ich auch schon gespannt wie ein Flitzebogen.

    Aber eigentlich werde ich mich noch ganz in Ruhe hier umsehen, das Zeug kommt ja sowieso in frühestens zwei Wochen hier an. Und nehme wie immer gerne Eure Tipps/Erfahrungen/Verweise auf Projekte entgegen!

    Endlich kann ich mich auf den Herbst und Winter wieder freuen! :love:

    aber nur weil im vorletzten Satz das Wort "Hängematten" einmal auftaucht würde ich jetzt nicht unbedingt behaupten wollen, dass es in dem Artikel um "Verbrauchertipps zum Einsatz der Hängematte" geht.

    Richtig erkannt. Aber trotzdem meine ich, dass im Artikel eines klar zum Ausdruck kam: Lieber einfach mal nichts tun! Und das dann sogar noch am Beispiel einer Hängematte. Ich finde, das passt dann schon 100% hier her! ^^

    Aber wie man sieht, es gibt auch noch andere weit ausgeholte und doch amüsant verwandte Konsumtips rund um die Hängematte. Zum Beispiel Ultraleicht mit Slimfast. Oder: Lass doch einfach mal die Zahnbürste zu Hause! Sicher fällt Euch noch mehr dazu ein!

    Dafür nun dieser Faden zum grenzenlosen Konsum und ungezügelter Phantasie rund um die Hängematte. (Fällt mir doch ein, ich wollte ja noch Material für ein UQP-Projekt bestellen!!!)

    Find ich auch, gute Arbeit und hast du sicher viel erfahren dabei.

    Ich denke übrigens darüber nach, den oberen (körpernahen) Stoff meines Selva 600 kürzer zu fassen, evtl. erst mal probeweise mit Klebeband. Davon verspreche ich mir (im Winter, wenn meine Chilischote nicht mehr ausreicht) vom Selva etwas mehr Differenzial-Durchhang auch unter strafferer Aufhängung und dadurch weniger Kompression der Daune am Hintern. Der Selva 600 verschenkt dort meiner Meinung nach etwas von seinem Isolationspotential - der Differenzialschnitt ist etwas sparsam, am Hintern ist er damit, trotz 600g Füllung, entsprechend meiner Erinnerung aus dem letzten Winter dünner als mein selbstgenähter UQ mit 250g Daune. Das muss ich zumindest noch mal vergleichend testen.

    Aber wie das bei deinem Selva ist, kann ich nicht sagen. Ist ja ein ganz anderes Modell mit anderer Füllung und anderem Differenzial. Jedenfalls straffer an den Körper ran sollte besser sein, das hast du sicher schon bemerkt?

    ...bin erst mal wieder zurück an den Anfang, da die Isolation eben wichtiger Teil meiner Thermomatte ist. Mit Unterkniekissen erreiche ich eigentlich in Originalausführung einen sehr ähnlichen Liegekomfort.

    Also Ergebnis: Unentschieden.

    Dann heute das ganze noch mal an einer anderen Discount-HM 3m (mit solchen angenähten Verbreiterungsstreifen und aus billigem also recht stretchigem Seidenstoff) getestet.

    Ergebnis nach Mittenverkürzung: Wadenkalb unerträglich, Komfortverbesserung in optimaler(?) Lage fraglich, finden der Optimallage: schwierig.

    Also bei kurzen und elastischen Stoffen ist mein Ergebnis klar negativ.

    Gestern noch die Schnurbart- oder Kamelkurve (oder "Zweikurvenkurve") probiert, und ja das wird noch mal besser (Schulter).

    Eine Nebenwirkung der Mittenverkürzung habe ich allgemein noch festgestellt: Man liegt jetzt leicht neben der bisherigen optimalen UQ- Isolationslinie, muss man also ggf. nachstellen...

    Folgende Erfahrungen:

    Mit Mittenverkürzung 8cm w.o. war wie gesagt die Überstreckung in den Knien weg.

    Also angenehmer als "normal".

    Aber meine Frau (die in der HM meist liest und sowieso kleiner ist als ich) meinte, dass es vorher irgendwie bequemer war.

    Ich selbst hatte noch bemerkt, dass die Schulter am Rand weiter raus rutscht als sonst. Nicht schlimm aber merklich. Dachte aber, das liegt an meiner gewählten knapperen Verkürzung innerhalb 120cm Breite.

    Also Umkehrprobe: Verkürzungen wieder raus und noch einmal wie ursprünglich aufgehängt.

    Ergebnis: Knie ohne Unterkissen wieder leicht überstreckt und die Schulter wieder sicher innerhalb der Mattenkante.

    Dann nochmal neu gewhippt, auch diesmal verkürzt 8cm aber mit sanfterer Kurve über die gesamte Breite 145cm:

    Wieder ist die Knieüberstreckung weg und wieder (ähnlich wie vorher) rutscht die Schulter recht weit raus an den Rand.

    Hab dann mit Hin-und-herrutschen probiert, ob ich den Oberkörper weiter in die Mitte bekomme bzw. worans liegt:

    Das Rausrutschen am Rand ist offenbar der veränderten Schwerpunktlage geschuldet: Die mittig (gegenüber) liegende Schulter liegt nun "höher am Hang" im Vergleich zur äußeren Schulter, die resultierenden Kraftkomponenten verschieben den Optimalbereich für den Oberkörper weiter nach aussen = zur Kante hin.

    Werde nun über einen asymmetrischen Kurvenverlauf nachdenken, oder (wie bei Waldläufer70 ) die Verkürzung ggf. wieder etwas verringern. Oder mich einfach an die bessere Aussicht auf meiner linken Seite gewöhnen. (?) Richtig unangenehm ist das eigentlich nicht.

    Nachvollziehbar? Deckt sich das mit Euren Erfahrungen?

    Edit: Fussteil höher hängen hilft m.E. auch etwas (gerade getestet).

    Hab jetzt auch das zweite Ende verkürzt, und nach mehreren Whip-Versuchen mit teilweisem Durchrutschen einen Aufbau, der erst einmal die Kurven (und mich) hält.

    Bin bei ungefähr 8cm Gesamtverkürzung innerhalb 120cm auf knapp 11 Fuss, die Nutzlänge ist jetzt aber sicher durch den (temporären) Whipp generell etwas kürzer geworden, als es vorher war.

    Ich denke, der Liegekomfort geht in Ordnung und gerader ist es natürlich auch geworden (rein logisch und visuell gesehen), den Unterschied so genau zu spüren wage ich jetzt aber noch nicht zu behaupten.

    Das Baby-Kalb in der Wade ist nicht deutlich weniger aber auch nicht deutlich stärker geworden, mein schlapp aufblasbares Kniekissen wird also sicher hin und wieder noch Einsatz finden. Aber definitiv hab ich auch ohne Kniekissen praktisch keine durchgedrückten Knie mehr.

    Ridgeline ist jetzt erst mal raus (da ich die Whips für diese Experiment komplett neu gestaltet habe). Ersetze ich später, wenn ich mir sicher bin.

    Jetzt lass ichs erst mal ne Weile dabei, dann sehen wir weiter...

    Edit:

    Für die Aufhängung hatte ich noch zwei Dogbones frei. Die Maurerschnur habe ich immer noch drin, da die Whips sonst zu leicht bis zur Naht des alten Tunnels durchgerutscht waren und damit die Kurven wieder weg. Auch Whip nach youtube rutschte mit Dogbones durch. Geht sicher mit Endlosschlaufen besser(?). Für die entgültige Version nähe ich also vielleicht die Kanten noch mal neu...