Ich glaube jetzt hats mich entgültig erwischt. Ist wohl die Langeweile. Oder die Verwirrung im Alter. (?)
So fing es an:
Mit meiner synthetisch isolierten 11ft-Thermomatte bin ich Komfort-mässig äusserst zufrieden. Insbesondere schätze ich das leichte Aufhängen, den sicheren und bequemen Wärmeschutz durch Unverrutschbarkeit und (!) die beidseitige Knieabdeckung bei angewinkelten Beinen oder in Seitenlage. Diese Thermo-HM kommt auch mitterweile bis 8Grad runter, also OK als 3-Jahreszeitenmatte.
Aber sie ist halt schwer (und voluminös) und für Trekkingtrips (v.a. im Winter, wenn Zusatzisolation erforderlich wird) nur für starke Männer und Frauen geeignet (obwohl, stark war ich ja auch mal irgendwann).
Mit meinem Cumulus Selva 600 UQ für den Winter bin ich wie gesagt auch sehr zufrieden.
Es benötigt halt die vielen Kordeln, und am besten auch die Ridgelineverklingung um optimal zu hängen.
Die isolierte Kniefreiheit ist naja nicht ganz so perfekt wie mit meiner Vollbreiten-Thermomatte, aber als guter Kompromiss anzusehen. Ich vermute sogar besser als beim Wooki? (Wie breit ist dessen Isolierung an den Knien?)
Etwas Näherfahrung mit schwierigen Stoffen habe ich seit meinem Wintertarpprojekt nun auch, meine ich zumindest.
Ich bin also nun versucht, 3x1,5m 20...30g/m2 Nylon zu bestellen und meinen Cumulus-Selva nun asymookimässig damit zu vernähen. Höchstwahrscheinlich werde ich den inneren (UQ-überdeckten) Teil raustrennen, bzw. schräg aufteilen und die innen gewonnene Länge (ca. 50cm?) an den Aufhängungsseiten gewinnbringend einsetzen. Die geschätzten 100...120g Stoffgewicht (wenn ich den Stoffteil unterm UQ rausrechne) ersetzen dann praktisch das Gewicht der Gummikordeln und kleinen Karabiner, die ich dann nicht mehr bräuchte.
Natürlich ist das ein ziemlich unumkehrbarer Entschluss mit Risiken, da die Kanntenumrandung des Cumulus-UQ zwar nicht mit Daune gefüllt ist, aber dennoch sehr dünn, v.a. an den Stirnseiten (Kordeltunnel). Ggf. nähe ich erst mal separate Streifen ringsum an, um das Handling unter der Nähmaschine zu erleichtern, und erst daran dann die grösseren Stoffteile. Dann könnte ich notfalls sogar nachkorrigieren (Hänge-Passversuche mit angestecknadelten Stücken usw).
Selbstverständlich würde ich an zumindest einem Ende dann noch einen elastischen Zug vorsehen, den ich dann an meine HM-Länge anpassen kann, ggf. Whip-Knoten dazu, oder Daisy-Chain-Tunnelvernähungen, das kann ich später ja noch ausprobieren und dann entgültig entscheiden.
Hat hier im Forum schon mal jemand einen DAUNEN-UQ (zB Cumulus) so abgewandelt? Also einen Wooelva sozusagen?
Insbesondere interessiere ich mich dafür, ob die "Körperkurven"-Passform kritisch werden könnte (Selva-spezifisch differentieller Schnitt - Erfahrungen?). Bei den Wookies war das ja offenbar kritisch, je nachdem, welche Längenkombinationen zw. UQ und HM man da verwendet hatte. Ggf. müsste ich Gummi-Längsspanner (ala DD) hinzufügen, aber schöner wäre halt ohne.
Mit meinem Cumulus bisher (mit der ursprünglichen Gummikordelaufhängung, unter Ausnutzung der Ridgeline) hat die Kurvenanpassung immer gut geklappt. Aber gerade diese Gummikordeln will ich dann ja wirklich nicht mehr nutzen, das wäre ja gerade der Sinn.
Ein anderer Gedankengang ist natürlich, eine zweite 11ft Hängematte als "Daunen-Thermomatte" auszuführen. Dann hätte ich zwei bequeme Thermomatten, und eine davon mit gutem Gewichts-Isolationsverhältnis (allerdings etwas empfindlicher und kostbarer) für den Winter. Aber die Nahtspannungen (bei differentieller HM-Dehnung unter Gewicht) machen mir dabei Sorgen, das wäre bei einem separaten Wooelva sicher besser.
Was meint ihr???
LG Jörg