Ich nehme mittlerweile doch wieder etwas Abstand von der Idee, die Daune "einzublasen": Das funktioniert sicher gut bei durchgesteppten, durchgehenden, am anderen Ende offenen U-Kammen (also nahezu perfekten Luftstromkanälen). Anders bei luftdurchlässigen Stegen dazwischen, wie in meinem Fall, die den Luftstrom in gewünschter Richtung praktisch sofort zusammenbrechen lassen würden.
Ausserdem macht mir der Umstand Sorge, dass ich so oder so in jeder Kammer einzeln nachstopfen muss, also auch dafür eine Technik benötige, und die Menge am Ende stimmen muss, bevor ich jede Kammer zunähen kann. Von möglichen Überdruck-Plopps ganz abgesehen...
Deshalb werde ich also lieber gleich jede Kammerfüllung kontrolliert einzeln wiegen, reinstopfen und sofort verriegeln, und dann zur nächsten Kammer.
Damit das Gestöber-frei (bzw.-arm) abläuft, habe ich mir Material für folgenden Befüllofant besorgt, mein guter Freund Alex hat mir dabei auch sehr geholfen:

Der Befüllofant ist eine grosse, durchsichtige Plastikhülle einer Matratze, mit Klebeband oder Klemmen verschlossen und am Tisch aufgehängt. Der Rüssel ist entweder eine 80..100cm Snakeskin oder ein PVC-Rohr, mal sehen, was besser geht.
Wie man evtl. erkennen kann, kommt das erste 250g-Daunenkissen von hinten in den Befüllofant - Öffnung wieder gut verschlossen. Im Inneren wartet eine Schere oder Messer, eine Wage plus Eimer o.ä. sowie ein Stössel (Stab mit angeschraubtem Plastikbecher oder so).
Alles wird über angeklebte Gummihandschuh-Eingriffe bedient. Notizbuch, Stift und Quiltrechner-Laptop liegen (aussen) bereit. Auch ein Staubsauger mit Nylonstrumpf über das Saugrohr gezogen steht in Bereitschaft, falls was schief geht.
Der Rüssel wird tief in die Quiltkammer eingeschoben und die nötige (berechnete und gewogene) Daunen-Menge reingestopft, dann der Rüssel vorsichtig wieder rausgezogen und die Kammer wie den Rüssel mit Klemmen vorübergehend verriegelt. Ggf. gleich vernäht, mal sehen.
Dann evtl. kurz die Umgebung des Rüssels absaugen und auf zur nächsten Kammer.
Irgendwann das zweite 250g-Daunenkissen gleichsam von hinten nachschieben. (Der Arme!)
Wenn alles gut klappt, werde ich noch Bilder posten. Wenn es nicht klappt, vorr auch. (?)
(Für ein Video müsste ich noch Helferlein engagieren...?)
EDIT: Eine Sorge ist noch die Elektrostatik, also wie viel der Daune an der Wand "klebt" und mir die Sicht oder die "Thermik" im Magen des Fanten verdirbt. Zum Glück geht letztlich ja kaum Daune "verloren", muss halt nur darauf achten, dass die richtige Menge pro Kammer ankommt, was auch durch Wiegen des Quilts zwischendurch zusätzlich sichergestellt werden kann. Eile sollte man jedenfalls keine haben...
(Erfahrungen von Euch?)
Aber bis dahin ist noch viel Zeit, erst muss das Material noch kommen. Ach ja und nähen muss ich ja auch noch...