Beiträge von Hammock Fairy

    Kommt darauf an, wie wärmebedürftig du bist und was "deutlich leichter" heißt. Die meisten mitteleuropäischen Hänger kommen im Sommer mit 20°F Quilts gut zurecht. Zu hoch sind die Nachttemperaturen für 20°F Quilts hier eher selten. Wenn du warm schläfst, kommst du vielleicht auch mit 40°F Quilts zurecht. In dem Fall würde ich aber KuFa vorziehen. Bei so wenig Isolierung ist es schwierig, die Daune gleichmäßig verteilt zu halten. Weiterhin kannst du mit einem 3/4 Underquilt Gewicht und Geld sparen.

    Ich verwende oben immer weniger Isolierung als unten, d.h. im Sommer unten einen 0°F Wooki und oben einen 20°F Hybridschlafsack. Würde ich wärmer schlafen, würde ich vermutlich unten 20°F und oben 30°F oder 40°F Isolierung verwenden.

    Bei den "Premium"-Hängematten zahlst du vor allem für das Design und für die Herstellung Nicht-ganz-so-Billiglohnländern wie den USA. Das Material für fast alle Hängematten kommt aus Fernost. Besonders robuste Hängematten sind aus schweren Materialien, die günstiger sind als leichtere Materialien sind. Wenn es dir rein um die Lebensdauer geht, musst du nicht viel Geld ausgeben. Ich wette, unter gleichen Bedingungen überlebt eine DD Frontline eine Warbonnet XLC locker um Jahre, einfach weil Stoff und Netz deutlich dicker sind.

    Ich habe die Frage in einen neuen Thread verschoben, weil sie nun wirklich nichts mehr mit dem ursprünglichen Thema Ticket to the Moon PRO Hammock zu tun hat.

    Mir ist kein Stoff bekannt, der über einen längeren Zeitraum nicht verschleißen würde. Vor allem UV-Strahlung ist tödlich für Kunststoffe wie Nylon. Der sicherste Weg, das Leben deiner Hängematte zu verkürzen, ist sie längere Zeit in der prallen Sonne hängen zu lassen. Als permanente Garteninstallationen taugen unsere auf Gewicht getrimmten Campinghängematten alle nichts.

    Und als Nachgang, wie lange eine Premium-Hängematte etwa lebt?

    Was verstehst du unter einer "Premium-Hängematte"? Sofern nicht ungeeignete oder minderwertige Stoffe verwendet wurden, sehe ich keinen Unterschied zwischen einer Billigsthängematte und einer Marken-Hängematte. Ich würde sagen, dass eine angemessen behandelte Hängematte aus einem 40D oder 70D Stoff jahrzehntelang hält. Meine ältesten Hängematten haben mittlerweile ihr 10jähriges Jubiläum gefeiert, und haben nur die Schäden, die ich ihnen durch Unachtsamkeit zugefügt habe.

    Es ist der selbe bewährte Stoff den wir seit Jahren bei tausenden Hängematten verwendet haben.

    Wirklich? Warum wird dann eine andere Kapazität angegeben? Die PRO Hängematte hat eine Kapazität von 150 kg, bei den originalen Hängematten steht: CARRYING CAPACITY 200 kg / 440 lbs

    Meiner Info nach sind die originalen Hängematten aus 70D Taffeta, was bei der angegebenen Kapazität gut passen würde.

    Es geht mir nicht darum, die Hängematte schlecht zu machen, sondern um eine realistische Einschätzung. So lange man weiß, worauf man sich einlässt ist alles gut.

    Bzgl. der Reißfestigkeit des Stoffes ist aber sicher auch das Gewicht des HM-Nutzers entscheidend. Die Amerikaner haben im Schnitt sicher mehr Gewicht als die Europäer... (wenn ich das amerk. Forum lese fällt mir immer wieder auf, wieviel Nutzer ein Eigengewicht von mehr als 100 kg angeben - das ist bei uns nicht so häufig)

    Ja, der durchschnittliche Amerikaner wiegt mehr als der durchschnittliche Deutsche. Laut diesem Artikel ist der Unterschied knapp 22 lbs bzw. 10 kg. Aber erstens holen sich die wirklichen Schwergewichte selten eine UL Hängematte, und zweitens glaube ich nicht, dass das plötzliche Versagen von 50 kg mehr oder weniger abhängt. Das Problem ist die Fadenstärke.

    Das "D" in 20D steht für "Denier" und gibt an, wieviel Gramm 9000 m Faden wiegen. Dementsprechend wiegen 9000 m 20D Garn 20 g, und 9000 m 40D Garn 40 g. Ich weiß nicht, ob die Reißfestigkeit 1:1 mit der Garnstärke korreliert, aber ein 40D Faden dürfte deutlich mehr Gewicht aushalten als ein 20D Faden.

    Natürlich kommt dazu, wie dicht der Stoff gewebt ist. Mehr 20D Fäden tragen mehr Gewicht als weniger 20D Fäden. Allerdings wiegt ein dichter gewebter Stoff mehr. Wenn das Ziel Gewicht sparen ist, macht es also nur bedingt Sinn, einen extrem dicht gewebten 20D Stoff zu verwenden, weil er irgendwann genauso viel wiegt wie ein 40D Stoff, aber deutlich teurer ist. Dann kann man gleich einen 40D Stoff verwenden.

    Das Hauptproblem bei so dünnen Stoffen dürfte sein, dass sie nicht viel Puffer haben. Wenn ein Faden beschädigt wird, müssen die Nachbarfäden mehr Gewicht tragen. Gibt einer der Nachbarfäden auf, wird das Gewicht auf noch weniger Fäden verteilt. Es entsteht ein Dominoeffekt.

    Wie geschrieben habe ich noch nie davon gelesen, dass eine 40D oder 70D Single Layer einfach so gerissen ist - obwohl die richtigen Schwergewichte solche Hängematten benutzen. Und bei den 20D bzw. 30D Single Layer Hängematten lagen die Benutzer die gepostet haben unterhalb des maximal empfohlenen Gewichts. Ich würde mich deshalb nicht in Sicherheit wiegen, nur weil ich 50 kg statt 100 kg wiege.

    Sofern der 20D Stoff aus Nylon ist, wie angegeben, und nicht aus UHMWPE, gibt es keine großen Unterschiede. Soweit mir bekannt ist, ist Nylon 6.6 das stärkste Nylon - aber das verwenden mittlerweile die meisten Hängemattenhersteller.

    20D ist definitiv ein ultraleichter Stoff. Bei Hängematten aus so leichten Stoffen geht es in erster Linie darum, das Gewicht so weit wie möglich zu reduzieren. Dabei bleibt die Langlebigkeit natürlich auf der Strecke. Es gibt einfach keine eierlegenden Wollmilchsäue. Wenn es keine Nachteile gäbe, würden alle Hängemattenhersteller UL Hängematten aus 20D Ripstop Nylon anbieten.

    Ich lese jetzt seit über 10 Jahren auf HammockForums mit, und während dieser Zeit gab es diverse Berichte über gerissene Hängematten. Sofern keine groben Nutzerfehler im Spiel waren, waren ausnahmslos ALLE gerissenen Hängematten einlagig und aus Stoffen unter 40D. Das heißt nicht, dass eine 20D SL Hängematte nicht jahrelang halten kann. Aber im Gegensatz zu einer 40D oder 70D Single Layer, kann eine 30D oder 20D Single Layer eben sehr plötzlich ohne Vorwarnung reißen. Eine minimale Schwäche im Stoff oder eine kleine Beschädigung reichen.

    Natürlich gibt es einen Markt für UL Hängematten. TTTM ist nicht der einzige Hersteller, der einlagige Hängematten aus 20D oder 30D anbietet. Aber wer UL Hängematten anbietet, muss die Reklamationen mit einpreisen.

    Selbst wenn ich in einer 20D/30D SL Hängematte gut schlafen könnte, würde ich keine auf Tour mitnehmen, weil ich lieber 100 g mehr trage, als unverhofft auf dem Boden schlafen oder die Tour abbrechen zu müssen. Echte Ultralighter sehen es genau umgekehrt. Das ist alles eine Frage der Prioritäten.

    Ich dachte, bei den Standard-Hängematten wird ein 70D Stoff verwendet?

    Abgesehen davon, dass 20D zu viel Dehnung für mich hat, wäre mir das Risiko zu groß, dass die Hängematte plötzlich reißt. Dafür sind so leichte Stoffe leider bekannt. Mir wäre größere Robustheit 100 g mehr Wert.

    Gibt's dafür eigentlich auch nen calculator oder müsste ich jetzt tatsächlich anfangen selbst zu denken? :/

    Wenn ich keinen Denkfehler habe, müsste der Abnäher die halbe Seitenlänge des Quadrats tief sein. Und die Seitenlänge des Quadrats ist ein Viertel des Umfangs. Wenn der Packsack aus einem 40 cm breiten Stück Stoff genäht ist (nach Abzug der Nahtzugaben) wäre die Seitenlänge des Quadrats 40 cm : 4 = 10 cm. Die Abnäher müssten dann 10 cm : 2 = 5 cm tief sein. Also ein Achtel des Umfangs.

    Und was mich auch interessieren würde ist, ob dieses US Angebot evtl. eine nette Importeurin findet, die das der Community qualifiziert näher bringt ;)

    Diesen Satz hatte ich überlesen. Abgesehen von der Frage, ob Superior Gear überhaupt Interesse an Händlern hat, sehe ich zu viele Probleme mit so einem hochspezialisierten Produkt. Insofern: nein, ich habe nicht vor, Superior Hammocks zu importieren und zu verkaufen.

    "Insulated" oder "warm hammocks" gibt es schon eine ganze Weile. Bonefire (Review auf The Ultimate Hang) gibt es leider nicht mehr. Sheltowee gehört aber auch zu den alten Hasen (auch dazu eine Review auf The Ultimate Hang). Superior Gear ist eher ein Newcomer.

    Früher habe ich immer mal wieder überlegt, ob ich mir nicht so eine Hängematte zulege. Aber das Problem mit der regelmäßigen Reinigung hat mich zu sehr abgeschreckt. Außerdem gibt es nur sehr wenige Hängematten, die für mich bequem sind. Bevor ich so viel Geld in eine Hängematte stecke, müsste ich schon sehr sicher sein, dass ich gut darin schlafen kann. Denn das teuerste daran ist die Isolierung, und die lässt sich leider nicht mit einer anderen Hängematte verwenden. Seit ich den Wooki habe, haben sich auch alle Quilt-Probleme für mich erledigt. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, was eine isolierte Hängematte noch besser machen könnte.

    Das "einfach" bezog sich auf das Design und die Näherei. Von der Anwendung her gibt es keinen Unterschied in der Einfachheit.

    Beim Rundbodendesign bleiben die Schnittkanten offen und können später ausfransen - oder man muss die Kante extra umnähen. Beim Quadratboden näht man einfach auf rechts, näht auf links und wendet auf rechts -- und die Schnittkanten sind unsichtbar und gesichert.

    Wie gesagt: für einige Gegenstände ist der Rundboden super, aber ich würde mir nicht umsonst mehr Arbeit machen.

    Für ein Tarp geht es doch viel einfacher. Der Rundboden ist für unflexible, runde Gegenstände wie z.B. einen Topf super. Für flexible Sachen wie Tarps oder Klamotten ist es viel einfacher und sauberer, einen Sack mit Viereckboden zu nähen. Einfach alle Seiten bis auf die Öffnung zusammen nähen, und dann am Boden dreieckige Abnäher machen. Da spart man sich unnötige Messerei und Schneiderei.

    Mal aus Interesse: was kann im schlimmsten Fall passieren? Nachdem mittlerweile für fast alles ein Passwort erstellt werden muss, und man in seine Bankkonten auch nur noch mit drei- oder sogar vierfach Authentifikation rein kommt, ist meine Motivation für ein simples Forum zusätzlichen Aufwand zu betreiben eher gering. Da in meinem Forennutzerkonto keine Zahlungsinformationen hinterlegt sind, könnte ein Hacker doch einfach nur Spam in meinem Namen posten. Oder gibt es schlimmere Folgen?