Packrafts: Haltbarkeit

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  • Hallo an alle, die ein TPU Packraft haben.

    Mich würde interessieren, wie lange ihr eure Boote schon habt, wie oft ihr sie benützt und ob ihr schon Schäden hattet, die dazu geführt haben, dass ihr ein neues Boot brauchtet.

    Ich bin nämlich auf der Suche nach einem neuen Boot und überlege, ob ich TPU als Material wirklich vertrauen kann, oder ob die Boote doch eine nur eher kurze Lebensdauer haben. Die Stoffe sind ja doch recht dünn und machen einen empfindlichen Eindruck. Wie schätzt ihr die Abriebfestigkeit und Lebensdauer ein? (Z.B. im Vergleich mit den Gumotex- Booten, die viele Jahre halten). Ich wohne ja an einem See, paddle das ganze Jahr über und will damit nicht wandern. Aber ich muss das Boot schon eine eher schmale Treppe hinunter tragen und das durchaus 2-3mal am Tag. Ich möchte also ein nicht zu schweres (wenn möglich unter 6 kg), aber langlebiges Boot.

    Wie sind eure Erfahrungen mit TPU, habt ihr schon mal ein Boot geschrottet oder habt ihr seit Jahren dasselbe Boot und seid glücklich damit?

  • Hallo,

    Ich habe ein Sigma und ein Sigma TXL von Anfibio. Ich habe die Boote aber noch nicht im Langzeitgebrauch. Im September bin ich über ordentlich Äste und Gestrüpp geschrubbelt (die Eider war recht zugewachsen) und da habe ich hinterher noch nicht mal einen Kratzer gesehen am Boot. Die Boote spielen allerdings vor allem bei Packmaß und Gewicht ihre Stärke aus. Da sind Sie unschlagbar, unter 6 kg wird es schwer, etwas Vergleichbares zu finden. Ich bin lange Seekajak und auch Faltboot gefahren, der Geradeauslauf und die Performance gerade auf ruhigen Gewässern ist bei anderen Bootstypen schon besser. Interessant wird es im Wildwasser. Da dort auch immer mehr Packrafts benutzen, halte ich persönlich!! das Material ausreichend stark, vor allem, wenn man nicht über die Steine dauernd hopst, sondern auf deinem See paddelt. Hier gibt es bestimmt Paddelnde, die über längere Packrafterfahrung als meine bescheidenen 2 Jahre verfügen.

  • Hallo,

    ich hab meins schon 5 Jahre ... Hab schon unendlich viele Touren gemacht und es ist nach wie vor dicht. Es macht mega Bock damit die Wasserwelt und tolle Hängematten - Plätze am Wasser zu erkunden.

    Es wiegt 3,5kg ... Ein kleines Löchlein hatte ich mir beim anlegen an einem Baum zugezogen. Hab es geflickt wie von Anfibio empfohlen und der Flicken hält schon 2 Jahre.

    Hab es nie bereut mir eins zugelegt zu haben.

    Grüße 👋🏼

  • Ich bin lange Seekajak und auch Faltboot gefahren, der Geradeauslauf und die Performance gerade auf ruhigen Gewässern ist bei anderen Bootstypen schon besser.

    Das ist sicher richtig: Länge läuft, aber es wird damit auch unhandlicher und schwerer. Ich komme mit kürzeren Booten dann gut zurecht, wenn sie eine Finne haben. Das macht viel aus. Und, dass man nicht zu weit hinten, sondern eher in der Mitte sitzt.

  • Das ist sicher richtig: Länge läuft, aber es wird damit auch unhandlicher und schwerer. Ich komme mit kürzeren Booten dann gut zurecht, wenn sie eine Finne haben. Das macht viel aus. Und, dass man nicht zu weit hinten, sondern eher in der Mitte sitzt.

    Genau :) Das neue Sigma TX hat auch eine Otpion auf einen mittleren Sitz. Das MRS Nomad hatte ich mal bestellt (etwas schnittiger, Spritzdecke), das war mir aber zu schwer für ein Packraft, liegt aber noch unter 6 kg.

  • Das MRS Nomad

    Das - oder Nachbauten z.b. auf Kleinanzeigen wären meine Empfehlung für das Szenario See. Läuft einfach besser und schneller geradeaus.

    Omorotschka hat seine Packrafts schon wirklich lange und viel im Einsatz. Mater ialermüdung durch Alterung ist da eigentlich kein Thema. Und für Seen muss man sich in Sachen Grundberührung etc. ja eigentlich auch keine Sorgen machen.

  • Und für Seen muss man sich in Sachen Grundberührung etc. ja eigentlich auch keine Sorgen machen.

    Das Problem ist, dass ich nur über ein schmale Treppe mit z.T. Betonstufen in den See und wieder raus komme, d.h. das Boot hat regelmäßig Kontakt mit dem rauen Beton.

    Und im See liegen im Uferbereich viele - im Laufe der Jahre - in den See gefallene Bäume, an deren abgebrochenen Ästen man je nach Wasserlage doch mal entlang schrappt oder drüberfährt .

    Die Wassertiefe ist tatsächlich nicht das Problem, da der See 25m tief ist...

  • Meine sind von Alpacka Raft. Das Scout ist das kleinste von denen. Dort passt meine kurze TAR Isomatte rein. Aber meistens setze ich mich aufs Gepäck oder nehme ein Stück Evazote Matte.

    Dann eins mit Verdeck für Wildwasser und eins für viel Gepäck wie Fahrrad oder etwas beengt zu zweit (Explorer 42). Das hat auch eine Bodenmatte.

    Wenn das Gepäck gut verpackt ist, verhält es sich auch wie ein Auftriebskörper.

    Da die Boote bisher gehalten haben, habe ich mehrere Luftkammern nicht vermisst. Und mit einem Boot mit z.b. 2 Kammern von denen eine defekt ist, sehe ich mich auch nicht mehr paddelnd ans Ufer fahren.

    Hier gibt's ein paar Bilder. Und ein ganz leichtes Boot ist auch wirklich aufgerissen worden. Aber das kann ja auch bei Hängematten passieren;)

    Hardcore-Paddeln in MV - Ultraleicht-Trekking Forum
    Teil 1 2015 zog ein Tornado über das Gebiet der Warnow und der Stadt Bützow. Bützow sah aus, wie man sich das nach einem Tornado im mittleren Westen so…
    ultraleicht-trekking.de

    Grüße, Martin

    2 Mal editiert, zuletzt von Omorotschka (28. November 2025 um 13:20)

  • Und mit einem Boot mit z.b. 2 Kammern von denen eine defekt ist, sehe ich mich auch nicht mehr paddelnd ans Ufer fahren.

    Nee, paddeln is dann nicht mehr..... aber man hat noch was, woran man sich im Notfall festhalten kann....

    Danke Omorotschka die Boote scheinen jedenfalls deutlich stabiler zu sein, als ich - den dünnen Stoffen nach - den Eindruck hatte, was ja beruhigend ist.

  • Nee, paddeln is dann nicht mehr..... aber man hat noch was, woran man sich im Notfall festhalten kann....

    Da wäre doch eine leichte Schwimmweste eine Option.

    Eine Anfibio Buoy Boy beispielsweise. Für Seen, und große, ruhige Flüsse reicht die allemal.

    Oder aber, wenn Dir das zu umständlich ist, die Weste mehrfach am Tag an und aus zu ziehen eine Restube.

    Zum Beispiel die Restube PFD. Umschnallen (wie einen Gürtel, im Notfall Kartusche auslösen und dann Nackengurt umlegen.

  • Da wäre doch eine leichte Schwimmweste eine Option.

    Eine Anfibio Buoy Boy beispielsweise. Für Seen, und große, ruhige Flüsse reicht die allemal.

    Oder aber, wenn Dir das zu umständlich ist, die Weste mehrfach am Tag an und aus zu ziehen eine Restube.

    Zum Beispiel die Restube PFD. Umschnallen (wie einen Gürtel, im Notfall Kartusche auslösen und dann Nackengurt umlegen.

    Ich finde die Restube Boje auch ganz gelungen, nehme sie eher zum Schwimmen/SUP mit. Bei Kajakfahren finde ich eine Feststoffweste schon besser, genau, weil die Packrafts nur eine Kammer haben. Die kann dann wirklich kein Loch bekommen und „platt“ sein. Ist natürlich nicht völlig ultraleicht, aber das ist hier ja auch nicht das Thema. 😊

  • Das Boot, das ich mir als Alternative überlegt hatte ist das hier:

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    In Größe M wiegt es 5,25 kg, was für mich okay wäre, weil ich damit ja nicht wandern will. Der Werbung nach scheint es sehr stabil zu sein, was mich beruhigt (s. min 0.30 - 0,40)

    Was mir daran auch gefällt ist, dass Bug und Heck nicht so voluminös sind wie bei den meisten TPU Packrafts, denn die sind dadurch sehr windanfällig und hier auf dem See gibt es oft durchaus kräftigen Wind, so dass ich manchmal schon kaum vorwärts gekommen bin. (Man kann es auch ohne die Bodenlöcher (Selbstlenzer) bestellen, was ich wahrscheinlich machen würde.) Mir gefällt auch, dass man recht hoch sitzt, denn ich bin bekanntlich nicht groß und kann dann deutlich besser paddeln. Bei meinen bisherigen Booten habe ich oft fast auf der Höhe der Seitenschläuche oben gesessen (2 Kissen übereinander), weil ich dann mit den Unterarmen genügend weit über den Schläuchen bin und gut paddeln kann.

    Wenn TPU würde ich mich gerade zwischen dem Anfibio Revo CL oder XL (https://www.anfibio.com/packrafting-gear/packrafts/revo-cl/) und dem Jaws Gaia (https://www.jaws-expe.com/products/packr…0?Couleur=Rouge) entscheiden.

    Ich freue mich, dass TPU anscheinend doch viel langlebiger ist als ich befürchtet habe (wenn Omorotschka seine Packrafts schon so lange in Gebrauch hat) und es scheint ja schon umweltfreundlicher zu sein, was auch nicht zu verachten ist.

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