Projekt "Hängender Wikinger"

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  • Hallo zusammen,

    wie in meinem Vorstellungsfaden Grüße und direkt mal ganz spezielle Fragen beschrieben such ich für LARP Zwecke die heilige Dreifaltigkeit aus Matte, Isolation und (zumindest halbem) Baumersatz zur unheiligen Dreifaltigkeit aus BILLIG, rustikal und leider doch irgendwie verpackbar ohne Speditionsauftrag.

    Es darf schwer, es darf sperrig, aber ich hab derzeit nur einen Ford CMAX und würde gerne auf Anhänger verzichten...

    Mein bisher unbedarft naiver Entwurf sieht folgendermaßen aus:

    Wie man hoffentlich erkennen kann, soll es ein Zweibein sein. Die Einbeinlösung zB dieser HandyHammock Nachbau

    Mittagsfrost
    30. Juli 2016 um 17:28

    erweckt nicht wirklich mein Vertrauen, wenn da schwere Baumwolltarps im Wind dran hängen sollen. Der Author schien zufrieden... bin da noch skeptisch. Vielleicht als einzelne Stütze, um die Tarpline zu entlasten?

    Bei einem Dreibein sehe ich oft das dritte Bein unbelastet, weshalb der originale Turtledog mittlerweile ja auch zum Turtlebug (siehe Youtube) weiterentwickelt wurde, wo das nur noch gelegentliche "Stützräder" sind. (Wer denkt sich eigentlich diese komischen Namen aus?)
    Oder aber das dritte Bein müsste in Richtung HM zeigen, um die Zuglast aufzunehmen? Wie stark müssten die sein, in welchem Winkel dürfen die stehen? Aus optischen Gründen geht da bei mir nur Holz.

    Da bin ich mir dann auch unsicher, ob das Tarp auf einem Seil hängen soll - hängt halt schon arg durch mit dem Gewicht - oder ob da eine Stange, sprich Turtledog besser wäre. Da müsste die Stange ja den Zug der HM zwischen Baum und 123-Bein unterbinden, da kommts also drauf an, dass die Stange nicht am Stamm vorbeirutscht... hat da jemand Erfahrungen?
    Und so eine Stange müsste ja 3-4m lang sein.(?) Muss ich teilbar machen. Da gabs ja auch gute Überlegungen beim Hantelständer-Faden

    RomanskyPolansky
    16. Januar 2021 um 20:38

    .
    Ich überlege, ob man da mit einer japanischen Holzverbindung mit Holzkeil irgendwas schick ohne Beschläge lösen kann. Hab aber auch keine Erfahrung mit Holzverarbeitung und erst recht keine Ahnung, wie viel Kraft da auf die Latte übertragen wird.


    Die eigentliche Hängematte, da hab ich wie beschrieben bisher eine Stabhängematte aus Stoff. Gut, ist kostenlos. Schlecht (?) die Möglichkeiten zur Isolation, und evtl. der Schlafkomfort? Wobei ich da bislang gut drin gelegen habe, trotz Wackelei. Könnte mir vorstellen, da mit Steppbett, Wollstoff, Lammfell was zu basteln, und der Vorschlag aus meinem Vorstellungsfaden mit Gardinenstoff als Bugnet fand ich auch gut.

    Wie ist denn so Eure Erfahrung mit Stabhängematten?

    Und was genau ist eigentlich der Vorteil der Ridgeline (abgesehen vom RLO)? Wie Ihr seht möchte ich das Tarp hoch aufhängen (200-220cm), um ein "Zelt" mit Stehhöhe zu haben. Da zieh ich dann zur Not mehrere Seile zwischen den "Bäumen" für Tarp, Bugnet oder was auch immer...


    So viele Fragen... :huh:

  • Also zu den Stützen kann ich dich zu einem Zweibein ermutigen, welches gut mit einem 30cm Hering an einem (Kunst-)Hanfseil abgespannt wird. Drei halbe Schläge, wie mans kennt. Der Herin muss bis auf Anschlag im Boden sein, sonst zieht dir der Hebel den Hering aus dem Boden. Bei mir hats aber bis 160kg gehalten (zwei Personen). Entweder du besorgst dir Fichtenstangen selbst im Wald oder schnappst dir Zaunpfähle aus dem Baumarkt. Letztere sind aber oft hässlich mit dem grünen Zeug Kesseldruckimprägniert.

    Hier wird dann auch der Sinn der Ridgeline (RL) klar. Gemütlich in der Gathered End Hängematte liegt man, wenn man diagonal drin liegt. Dafür darf sie nicht voll auf Zug gespannt sein. Die RL sorgt dafür, dass die Hängematte selbst immer den perfekten Durchhang hat. Bezüglich der RL-Länge hat sich circa 83% der Länge der Hängematte etabliert.


    Um das Tarp hoch hängen zu haben macht ebenfalls ein Seil sinn. Wenns nen Baumwolltarp ist, dann bestimmt auch (Kunst-)Hanf. Eine Stange würde bestimmt zu lang werden, es sei denn nur hast eine Bastelei zum Zusammenstecken, die seitliche Belastung abkann. Das Fragezeichen unten bezüglich Abstand Baum-Zweibein wird dann durch das Tarp definiert, das das ja länger als die Hängematte sein sollte. Ich vermute du wirst da circa bei 4m landen.


    Stabhängematten haben sich zum Schlafen scheinbar nicht wirklich durchgesetzt, vermutlich wegen der instabilen Liegeposition. Nah dran sind Brückenhängematten, die den Schwerpunkt unterhalb des Drehpunktes der Aufhängung haben und dadurch weniger Kippgefahr haben.

    Bezüglich Isolierung habe ich recht oft im Sommer nur eine dicke Wolldecke wie die von der Bundeswehr längs gefaltet unter mich gelegt. Dann kam ich ohne Underquilt zurecht. Mit Fell würde ich sagen, dass man da locker bis 15°C nachts warm bleibt.

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Und was genau ist eigentlich der Vorteil der Ridgeline (abgesehen vom RLO)?

    Hängematten haben eine integrierte Ridgeline, damit sie, auch wenn der Aufhängewinkel nicht exakt bei den empfohlenen 30° liegt, immer gleich durchhängen, also nicht zu flach oder zu gekrümmt sind. Die Ridgeline sollte dabei ca. 83 % der Länge des Hängemattenkörpers haben. Ich bevorzuge eher 85%, da kannst du ein bisschen rumspielen bis du die perfekte lange gefunden hast.

    Beim Aufhängen der Matte hilft dir die Ridgeline die richtige Spannung zu finden. Sie sollte nicht durchhängen, aber auch nicht sehr straff gespannt sein, wie eine Gitarrensaite.

    Ist die Ridgeline zu stramm, dann musst du die Aufhängung verlängern, ist sie zu schlaff musst du die Aufhängung verkürzen. Die Höhe der Matte reguliert man durch die Höhe der Aufhängungspunkte, nicht durch die Länge der Aufhängung.

    Tarps nutzen auch Ridgelines. Manche eine durchgängige, von Baum zu Baum, auf der das tarp aufliegt. Das ist die stabilste aufbauart. Manche tarps haben auch geteilte RL, also im Prinzip nur Abspannschnüre an den Enden des tarps. Für nicht zu große, leichte tarps kann das reichen. Für schweren Kram besser eine durchgehende.

  • Dein Aufbau steht und fällt mit den Bodenankern für deine Anspannung.

    Wenn Gewicht für dich keine Rolle spielt dann kannst du dir aus dem nächsten Baumarkt 40er Winkelstahl und Schraubösen besorgen. Aus dem Winkelstahl sägst du dir ca 40cm lange Stücke die du dann an einem Ende mit einer Spitze versiehst. Am anderen Ende kommt die Schrauböse dran.

    Davon versenkst du zwei Stück in nem seitlichem Abstand von ca. einem Meter bis zu den Ösen in die Wiese. (Guten Fäustel nicht vergessen) Abstand von deinen Pfosten 3 bis 5 Meter.

    Daran kannst du deine Tarpabspannung fest zurren. (Oder dein Auto den Baum rauf ziehen)

    Auf die Art mache ich eine sehr große Plane vor unserem Wohnwagen fest und die hat schon etliche Gewitterstürme ausgehalten.

    Vorraussetung ist aber das der Boden trägt. Auf nem sandigen Boden hält auch das nicht. Da bist du dann besser dann wenn du das Reserverad vom Auto senkrecht eingräbst und daran ab spannst.

    Als Seil nimm aber bitte kein Paracord oder sonst was dehnbarres ...

    Ist halt die robuste Lösung 8o

    Don't Panic

  • Dein Aufbau steht und fällt mit den Bodenankern für deine Anspannung.

    Sehe ich auch so.

    An deiner Stelle würde ich kein kompliziertes Gestell mit Zwei- oder Dreibein und Firststange bauen.

    Nimm dir einen stabilen Stab, ramm ihn in den Boden und spann ihn nach allen Seiten gut ab. Winkel ihn leicht an, wie in deiner Zeichnung, dann hast du etwas Abstand zum "Kipppunkt" und kannst vielleicht sogar noch das tarp dran befestigen.

    Dann brauchst du auch nicht so viel Platz im Auto und der Aufbau besteht nur aus Heringen, Schnur und der Stange. Da hast du sicher viele Optionen im LARP freundlichen Look.

    Wie erwähnt sollte das Seil möglichst wenig Dehnung aufweisen, zur Not einfach überdimensionieren.

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