DIY Tarps aus Bettlaken m. Silikonbeschichtung

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  • Hallo,

    ich recherchiere gerade wie ich mich unterwegs noch besser gegen Nässe schütze. Dabei bin ich auf u.g. Video eines Amerikaners gestoßen

    Der Mann imprägniert Standard-Baumwoll-Bettlaken mit einer Mischung aus Silikon und Rohbenzin. und stellt daraus Tarps her, die eine gute Wassersäule haben.

    Scheinbar sind die wasserabweisenden Eigenschaften lange haltbar, ähnlich wie alt hergebrachte Öl-Tarps. Gegenüber Polyesther ist Baumwolle langlebiger.

    Hier ist das Video:

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    Ich stelle mir natürlich eine Reihe von Fragen, und finde es spannend weil alle Materialien günstig zu bekommen sind.

    Weiß jemand von euch mehr zu dem Verfahren?

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (24. August 2023 um 19:54)

  • Weiß jemand von euch mehr zu dem Verfahren?

    Das funktioniert. Ich habe einiges mit Silikon beschichtet, insbesondere Zeltböden. Zeltböden sind oft innseitig PU beschichtet. Irgendwann depolemisiert die PU Beschichtung, während das Silicon Nylon Außenzelt noch in Ordnung ist. Die Außenseite des Innenzelt Bodens ist aber unbeschichtet Nylon. Diese Seite habe ich mit Silikon beschichtet. Das Funktioniert sehr gut. Ich habe viel mit der Mischung experimentiert und Papier und Pappe beschichtet. Das hält, ist flexibel und wasserdicht. Als Lösemittel habe ich Waschbenzin genommen. Immer draußen an der frischen Luft damit experimentieren. Waschbenzin soll man nicht einatmen.

  • Moin,

    ich denke nicht das Bettlaken Baumwolle robuster als Polyester ist.............

    Die für Oilskink Tarps verwendete Baumwolle ist meist ein Canvas Material in verschieden starken Gewichten pro Quadratmeter.

    Und ich wäre vorsichtig beim Kochen unter einem Benzin getränktem Tarp.......🔥😳🤣

    Gruß von der Ostsee

  • Da habe ich meine Zweifel: Dicke Stoffe sind strapazierfähiger als dünne – und wenn man Baumwolle mit Chemie vollballert, geht imo auch deren spezieller Charme verloren.

    Das große Problem bei Polyesther ist, dass die Kunststoff-Fasern durch Wechselbelastung und UV-Licht brüchig werden. Ein Poly-Tarp wird bei häufiger Benutzung irgendwann den Geist aufgeben. Deshalb nimmt man besser Nylon, aber halt viel teurer, und das ist auch silikonbeschichtet.

    Scheinbar kann man alles mit der DIY-Methode beschichten, solange die Verdünnung nicht das Material, sprich irgendwelche Kunstofffasern oder synth. Farben angreift.

  • Das funktioniert. Ich habe einiges mit Silikon beschichtet, insbesondere Zeltböden. Zeltböden sind oft innseitig PU beschichtet. Irgendwann depolemisiert die PU Beschichtung, während das Silicon Nylon Außenzelt noch in Ordnung ist. Die Außenseite des Innenzelt Bodens ist aber unbeschichtet Nylon. Diese Seite habe ich mit Silikon beschichtet. Das Funktioniert sehr gut. Ich habe viel mit der Mischung experimentiert und Papier und Pappe beschichtet. Das hält, ist flexibel und wasserdicht. Als Lösemittel habe ich Waschbenzin genommen. Immer draußen an der frischen Luft damit experimentieren. Waschbenzin soll man nicht einatmen.

    Super, dass hier schon einer Erfahrung hat.

    Ich würde das gerne einmal testen. Mir kam Kleidung in den Sinn, weil auch nicht zu aufwändig. Meinst Du das geht?

    Ich dachte an einen Hoodie zum experimentieren. So hätte ich Nässe und Kälte-Schutz in einem Pullover, wenns denn auch klappt.

  • Moin,

    ich denke nicht das Bettlaken Baumwolle robuster als Polyester ist.............

    Die für Oilskink Tarps verwendete Baumwolle ist meist ein Canvas Material in verschieden starken Gewichten pro Quadratmeter.

    Und ich wäre vorsichtig beim Kochen unter einem Benzin getränktem Tarp.......🔥😳🤣

    Gruß von der Ostsee

    Druck pro cm2 wird mit Sicherheit geringer sein, aber die Wechselbelastung wird wohl besser sein. Je häufiger du ein Poly-Tarp faltest, stopfst o. aufhängst, wird es immer weiter an Stabilität verlieren.

    Das mit der Entflammbarkeit könnte ein Problem sein. Danke.

  • Ich dachte an einen Hoodie zum experimentieren. So hätte ich Nässe und Kälte-Schutz in einem Pullover, wenns denn auch klappt.

    Für mich gingen alle meine Experimente um Reparaturen und ich war mit dem Ergebnis zufrieden.

    Dinge, die ich für mich herausgefunden habe:

    • feinmaschige wenig dehnbare Kunstfaser funtkionieren am besten
    • ich würde das nicht direkt an der Haut haben wollen, also eher Hardshells (Regenjacke, Poncho), Zelte, Tarps etc.
    • es gibt Qualitätsunterscheide unter den Reinigungsbenzinen, billige könnten dann am Ende etwas ölig wirken
    • der Geruch, der am Anfang stark ist, geht nach ein paar Tage an der Luft weg
    • am besten für Dinge, die nicht oft gewaschen werden müssen
  • Und ich wäre vorsichtig beim Kochen unter einem Benzin getränktem Tarp.......🔥😳🤣

    Guter Punkt. Doch wäre der brennbare Stoff nicht verdampft und zurück bliebe eine Silikonbeschichtung? Silikon ist brennbar, aber nicht leicht entflammbar.

  • Für mich gingen alle meine Experimente um Reparaturen und ich war mit dem Ergebnis zufrieden.

    Dinge, die ich für mich herausgefunden habe:

    • feinmaschige wenig dehnbare Kunstfaser funtkionieren am besten
    • ich würde das nicht direkt an der Haut haben wollen, also eher Hardshells (Regenjacke, Poncho), Zelte, Tarps etc.
    • es gibt Qualitätsunterscheide unter den Reinigungsbenzinen, billige könnten dann am Ende etwas ölig wirken
    • der Geruch, der am Anfang stark ist, geht nach ein paar Tage an der Luft weg
    • am besten für Dinge, die nicht oft gewaschen werden müssen

    Der Mann hier schmiert damit seine Motorradjacke ein. So in etwa hatte ich mir das gedacht als ersten Test. Danke für Deine Hinweise.

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  • Wie lange ein Stoff UV Belastungen aushält bevor es brüchig wird hängt sehr davon ab wie stark die UV Strahlung ist und von welcher Qualität das Grundmaterial besteht sowie womit es wie stark beschichtet ist.........

    Mein 1995 gekauftes Hilleberg 10XP Tarp z.B. (3-fach Silikon beschichtetes Polyester) ist nach sehr vielen Einsätzen immer 100% wasserdicht und ich nehme es sogar heute noch ab und zu mit raus.

    Auch mein über 20 Jahre altes Tatonka Silnylon Tarp ist immer noch 100% dicht, war allerdings nicht so oft draußen wie das Hilleberg.

    Mir ist kein einziger Hersteller bekannt, der für seine Zeltböden eine Silikon Beschichtung verwendet............ Silikon auf Polyester oder Nylongewebe ist nicht sehr abriebfest.

    Die allermeisten Zelthersteller vertrauen auf einer PU Beschichtung und ein paar wenige nehmen das schwerere TPU. Es gab auch mal Zelte mit Neopren beschichteten Böden, die sich allerdings auch als wenig abriebfest erwiesen haben.

    Oilskin oder Waxed Canvas Zeltböden sind mir auch keine bekannt.......ich kenne dieses Material nur als Material für Kleidung oder Tarps/Zelte ohne Böden bzw. mit Böden aber dann aus anderen Materialien.

    Das Hauptproblem ist einfach, dass Silikon beschichtete oder Oilskin und Waxed Canvas Stoffe deutlich weniger abriebfest als PU beschichtete Materialien sind..............wasserdicht sind sie aber auch.

    Oilskin und Waxed Canvas sind je nach Stärke der "Tränkung" zusätzlich noch mehr oder weniger atmungsaktiv.

    Gruß von der Ostsee

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