Newbie - Leichte Hängematte zum Wandern gesucht

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  • Rediov

    So wie 22kN es sagt, kann man ja nur von der eigenen Erfahrungen berichten und es ist nicht übertragbar, aber ggf. hilfreich. Bei mir lief der Einstieg bzgl. Hängematte so:

    Im April letzten Jahres war ich für einen Kurzausflug erstmalig mit einer superkurzen 9' Hängematte zwei Tage wandern und habe da für eine Nacht auch nur mit einer Isomatte und einem mittelmäßigen Schlafsack drin geschlafen. Das ging für eine einzelne Nacht absolut, auch wenn es natürlich keine besonders gute Nacht war. Vorher hatte ich auch noch nie in einer Hängematte geschlafen bzw. übernachtet, sondern nur gelegentlich zur Entspannung herumgehangen. Dennoch war die ganze Aktion so klasse und ich war so angefixt, dass ich unbedingt eine andere und bessere Hängematte haben wollte. Diese eine Nacht hat jedenfalls total gezündet. Vorher gab es nur Erfahrung auf Campingplätzen und 3-4 x habe ich auf andere Art und Weise draußen schlafen.

    Ich glaube jedenfalls, dass du z.B. mit einer Onewind Hängematte, einer Isomatte und deinem Schlafsack sehr gut testen kannst, ob das Thema etwas für dich ist. Vor allem weißt du ja jetzt, dass es durchaus viele Möglichkeiten gibt, das ganze später noch bequem und angenehm zu gestalten. Insofern musst du dich nicht abschrecken lassen, wenn es für eine Nacht mal etwas unbequem ist. Im Wald kann es eh sein, dass du anfangs sehr wachsam sein wirst und mehr Halbschlaf als Schlaf bekommst.

    Die Onewind ist als Chillmatte ja nicht verschenkt, falls du merkst, dass das alles gar nichts für dich ist.

    Bin gespannt, welche Erfahrungen du machen wirst.

  • Falls eine Isomatte, dann:

    • kombiniere sie unbedingt mit einer doppellagigen Hängematte

    Vorteil: Die Isomatte bewegt sich nicht. Nachteil: Die Isomatte bewegt sich nicht. Wenn die Isomatte nicht richtig liegt, musst Du raus aus der Matte. Jetzt schaue man sich die Form einer Isomatte an und eine leere Hängematte. Relativ rutschiger Stoff tut den Rest. Das Ding verrutscht gerne. Die Ecken der Isomatte, die diagonal von innen an den Saum stoßen, sorgen dafür, dass im Nacken-/Schulterbereich Kanten sind.

    Abgesehen davon: Wenn Du direkt auf der Matte liegst bewegt sich auch nix mehr, aber Du kannst sie dahin schieben, wo du sie haben willst.

    Ich hatte mir genau mit der Überlegung eine doppellagige Traveler gekauft und nicht eine Nacht mit der Isomatte zwischen den Stoffschichten verbracht. Isomatte in die Hängematte, reinlegen, dahin schieben wo sie sein soll und gut ist.

    Offline ist am schönsten!

  • Hallo zusammen,

    ich wollte euch ein kurzes Status-Update geben...


    Ich habe zum Einsteigen eine Onewind 12" HM mit Netz gekauft.

    Entsprechend euren Ratschlägen habe ich zuerst mal zu Hause einen Test gemacht :)

    Zwischen 2 Wand-Pfosten (nicht freistehend) musste ich die Matte leider höher befestigen als sinnvoll... egal, war ja nur mal zum Aufhängen testen...

    10 Minuten später war alles fertig und ich konnte mal Test-Sitzen und Liegen.

    Irgendwie ist es mich dann überkommen und ich habe die selbstaufblasende Exped SIM 3.8 Isomatte reingelegt und bin gestern abend mit dem Deuter Astro 500 um ca. 22:30 Uhr rein gelegen.

    Hier meine Erkenntnisse:

    IHR HATTET EIGENTLICH MIT ALLEM RECHT ;)

    - Ja, Isomatte in HM ist suboptimal

    - Ja, wenn man nicht auf der Matte liegt und die HM-Wand berührt, wirds schattig

    - Bewegungsfreiheit im Mumienschlafsack ist sehr eingeschränkt

    - Ich brauche dringend ein Kissen... oder es lag an der viel zu hohen Aufhängung an den Pfosten (ging nicht niedriger Bauart-bedingt)

    - Ridgeline war viel zu straff, wollte aber nicht nochmal raus...

    Aber es gibt auch viel Positives zu berichten:

    - ursprünglich dachte ich, ich liege vllt ne Stunde und gehe dann ins Haus ins Bett, bin dann aber in der HM weggemümmelt und habe bis heute morgen um 6 Uhr geschlafen :-)))))

    - Trotz sicherlich nicht guter Aufhängewinkel bin ich erstaunlich gut gelegen

    - Musste 2x Austreten, hatte aber vorgesorgt und so ein Notfall-WC für Staus oder so mit in die HM genommen... funktionierte wirklich super!

    - Temperaturlogger hatte um 23 Uhr noch 9° C

    - Ich hatte Merino 150 lange Unterwäsche und 2 paar Socken an - und bin Anfangs fast gestorben vor Wärme...

    - alle Socken aus, Reissverschluss am Fussende ein wenig auf und Wärmekragen offen gelassen, dann war super

    - Heute morgen um 5 Uhr wars dann schattiger... 4° C, da habe ich den Reissverschluss unten geschlossen und Wärmekragen an Schlafsack zu gemacht... Wieder super... so lange ich die HM-Wände nicht ohne Isomatte dazwischen berührt habe (!)

    Tja, was soll ich sagen... ich glaub mich hats erwischt!

    Da die 1. Nacht bereits so angenehm war obwohl alles sicherlich nicht gut eingestellt ist und auch vom Equipment (Schlafsack, Isomatte) viel Luft nach oben ist, bin ich fest überzeugt, dass das die richtige Wahl für meine Outdoor-Wald-Übernachtungen sein wird.

    Ich möchte mich nochmals bei euch bedanken, dass ihr mit Geduld und ganz viel Erfahrung einem Newbie ein wenig Starthilfe gegeben habt, gleichwohl die meisten Fragen bestimmt schon 1000x gestellt wurden.

    Aber es hat sich ausgezahlt... die Gemeinschaft der HM-Jünger ist um 1 angestiegen ;)

  • Ist doch ne super Lernkurve - und alles im sicheren Umfeld vor einer Tour - besser geht's doch nicht.

    Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob der Kopf allein im Wald die Matte nicht doch noch zum Fehlkauf macht - Finger gedrückt!

    Dann viel Spaß beim Feintunen und weiter ran tasten.

  • Na ja, also ich bin da echt guter Dinge.... Bin 47 und (m)... Ausserdem nicht der Ängstlichste...

    Ich werde einfach noch 2-3 mal zu Hause über Nacht abhängen und dann den Vorteil haben, dass ich zwar "allein in unbekanntem Terrain" im Wald bin, aber durch die HM quasi ein "gewohntes Umfeld" um mich herum habe... Sozusagen halber Heimvorteil... 😁😁😁

  • Herzlich willkommen in der Häng-Gemeinde.

    So wie sich Dein Post liest, wirst du HM lieben lernen, und nicht mehr ohne aus dem Haus gehen wollen. Für Naturfreunde sind HM ein Segen. Bedenke aber, dass nicht jeder sofort super darin schläft. Es gibt für manche eine Eingewöhnungsphase.

    In Deinem Fall, weil du viel wanderst, würde ich direkt das leichteste aber leider auch teuerste beschaffen, was der Markt hergibt.

    HM, Tarp, Moskitonetz, UQ.

    Isomatte würde ich mich gar nicht erst mit befassen. Hast Du Deine erste bequeme Nacht in einem UQ hinter Dir, wirst du das wahrscheinlich ähnlich sehen. UQ u. Isomatte sind 2 verschiedene Planeten.

    Bevor du viel Geld ausgibst, kannst du natürlich zunächst viel testen (Z.B. Forum-Treffen), oder auch ein eigenes Nähprojekt überdenken.

    Viele kaufen als Einstieg die Onewind HM. Das habe ich auch so gemacht und habe es nicht bereut. Packmaß u. Gewicht würden für Deine Bedürfnisse reichen. Das schreibe ich unter Vorbehalt, weil ich nicht in der Trekking-Szene zuhause bin.

    Viel Spaß wünsche ich Dir auf Deinen Touren.

  • Tja, was soll ich sagen... ich glaub mich hats erwischt!

    Da die 1. Nacht bereits so angenehm war obwohl alles sicherlich nicht gut eingestellt ist und auch vom Equipment (Schlafsack, Isomatte) viel Luft nach oben ist, bin ich fest überzeugt, dass das die richtige Wahl für meine Outdoor-Wald-Übernachtungen sein wird.

    Ich möchte mich nochmals bei euch bedanken, dass ihr mit Geduld und ganz viel Erfahrung einem Newbie ein wenig Starthilfe gegeben habt, gleichwohl die meisten Fragen bestimmt schon 1000x gestellt wurden.

    Aber es hat sich ausgezahlt... die Gemeinschaft der HM-Jünger ist um 1 angestiegen ;)

    Deine Begeisterung wird sich nochmal steigern, wenn du in einem bequemen UQ liegst.

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