Warbonnet Blackbird XLC Modifikation

  • Hallo zusammen liebe Hängende,


    nach langen Jahren des passiven Konsums all dieses geballten Hängemattenwissens, möchte ich mich jetzt auch aktiv beteiligen. Ich habe mit nach nun über 10 Jahren Hängen meinen Traum erfüllt und vor einigen Wochen endlich eine Warbonnet Blackbird XLC inklusive Wookie gekauft. Ich habe die lightweight double layer Variante gewählt, mit dem Hintergrund dort mit einem zusätzlichen dünnen Underquilt, einer Daunendecke oder ggfs einer Jacke in Grenzbereichen niedriger Temperatur flexibler meinen Wärmehaushalt gestalten zu können.


    Meine vorige Matte war eine Hennessy 4season Expedition, welche auch eine double layer Matter ist. Hennessy hat am gathered end eine Schlaufe zwischen beiden layern, an der die mitgelieferte Schaumstoffisomatte befestigt wird. Ich habe diese Schlaufe dafür genutzt stattdessen zusätzlich zum normalen Underquilt eine Jacke oder eine Daunendecke in der Hängematte zu befestigen, wenns zu kalt wurde.


    So unfassbar bequem und durchdacht die Blackbird XLC auch ist - diese Schlaufen sind dort nicht angebracht, was ich gerne ändern würde.


    Hat jemand einen Tipp oder schon Erfahrung darin? Was muss ich beachten, wenn ich das gathered end auseinander baue und wie schwer wird es, dieses wieder zusammen zu bekommen?


    Zusätzlich kam mir noch der Gedanke, dass ich gerne zwischen den Layern weitere Ösen zum befestigen hätte - macht das in euren Augen Sinn? Wie gut kann man diese im double layer annähen? Riskiert man dann eine Sollrissstelle oder macht die Matte ggfs anderweitig kaputt? Ich selbst bin leider absoluter Noob im Thema Nähen - habe aber in der Verwandtschaft durchaus fähige Menschen.


    Vielen Dank für eure Gedanken und Hilfe vorab!


    wellwasted

  • Moin!


    Also zu deinem Vorhaben mit Ratschlägen weiterzuhelfen, da müssen andere Experten ran.


    Aber zwei Verständnisfragen habe ich an dich:

    1. Wird ein Underquilt zwischen den beiden Lagen nicht ziemlich plattgedrückt? Ich dachte immer diese Lage wäre ausschließlich für den Einschub einer Luft- bzw. Schaumstoffmatte?

    2. Warum nimmst du keinen Underquilt unter die Matte bzw. warum legst dich auf den Bereich zwischen diesen Lagen fest?

  • 1. Wird ein Underquilt zwischen den beiden Lagen nicht ziemlich plattgedrückt? Ich dachte immer diese Lage wäre ausschließlich für den Einschub einer Luft- bzw. Schaumstoffmatte?

    2. Warum nimmst du keinen Underquilt unter die Matte bzw. warum legst dich auf den Bereich zwischen diesen Lagen fest?

    Zu 1: Sicherlich wird eine zusätzliche Decke, Jacke oder Underquilt dazwischen etwas platt gedrückt und verliert an Effizienz. Einen deutlichen Effekt habe ich aber trotzdem immer gemerkt, sogar schon bei einer Softshelljacke hat mich diese ausreichend isoliert, wo ich ohne vorher an der Stelle gefroren hatte.

    Zu 2: ich habe den Wookie Underquilt, den ich unter der Hängematte habe. Der Bereich zwischen den Lagen ist für mich nur dafür da, um zusätzliche Isolation einzubringen, wenn es zu kalt wird.

  • Stimmt, du hattest ja ganz oben "inkl. Wookie" geschrieben. Ok, vielleicht gar keine schlechte Idee in der Zwischenlage mit einer Zusatzisolierung zu "stacken".


    PS. Vor kurzem ging es um das Waschen der Hängematte und um das Öffnen des Whippings in diesem Zusammenhang. Hier wurde seitens Hammock Fairy davon abgeraten, siehe hier

    Edited 2 times, last by BX.33: Link optimiert ().

  • Welchen Wooki hast du denn gekauft? Und wieso nicht etwas dicker, wenn du jetzt schon weißt das du an die Grenzen des machbaren kommen wirst?

    Es ist ein hervorragendes System das ziemlich problemlos und zuverlässig isoliert, gerade wenn das ganze Setup von WB kommt und somit bestens aufeinander abgestimmt ist. Da nun mit zusätzlichen Jacken oder Einschüben zu experimentieren sehe ich, zumindest in Sachen Komfort, eher als nachteilig :/


    Da auch die XLC den Warbonnet Whip hat, kann ich mir vorstellen, dass die Matte an den Enden ebenfalls nur zusammengerafft ist. Hatte sie aber selber noch nicht auf und verweise da auch lieber noch mal an die Profis.

  • Und wieso nicht etwas dicker, wenn du jetzt schon weißt das du an die Grenzen des machbaren kommen wirst?

    Genau das war auch mein erster Gedanke. Die zwei Lagen Stoff der XLC sind primär dazu da mehr Gewicht tragen zu können und sich dabei nicht so stark zu dehnen wie eine einlagige Matte. Das man dazwischen noch etwas Isolationsmaterial einschieben kann ist ein nettes Gimmick. In der Praxis macht das aber wenig Sinn. Es ist sinnvoller einen ausreichend dimensionierten (lieber etwas überdimensionierten) Wooki für den geplanten Einsatzbereich zu kaufen, statt einen dünneren und dann eine Jacke dazu verwenden die paar gesparten Gramm an Isolation zu ersetzen. Sparen würde ich da eher an der Isolation von oben, also dem Topquilt. Je besser die Isolation von unten ist, desto leichter kann die Isolation für oben ausfallen. Und wenn es dann mal zu kalt sein sollte, zieht man sich zusätzlich die Jacke an. Kleines Beispiel: Ich habe den 0F und den 20F Wooki. Der Gewichtsunterschied beträgt 76g. Wenn ich dazu den Cumulus Taiga 250 nutze, dann komme ich zusammen mit dem 20F Wooki bis ca 0 Grad, bis mir insgesamt von unten und oben kalt wird. Mit dem 0F Wooki hatte ich es bei -5 Grad noch kuschelig warm. Zweites Beispiel: 20F Wooki und Taiga 150 Topquilt funktioniert bis 10 Grad, dann müsste ich zum 170g schwereren Taiga 250 wechseln. Wenn ich aber meine Daunenjacke (bei unter 10 Grad eh immer dabei) anziehe, dann kann ich den Taiga 150 bis 4 Grad verwenden. Insgesamt spare ich durch die Ergänzung des Topquilt mit der Daunenjacke mehr Gewicht, als wenn ich einen Wooki mit weniger Füllung nehmen würde.

  • Vielen Dank vor allem für die kritischen Antworten auf mein Anliegen.


    Ich habe den Wookie 20F/-6°C und bin zuversichtlich, damit eben 99% aller Fälle ausreichend abzudecken. Neben der sowieso schon in meinen Augen ziemlich großen Investition (~780€) in den Umstieg auf Warbonnet wollte ich mir kein Equipment (respektive nicht noch mehr Geld ausgeben) für einen Bedarf kaufen, den ich vielleicht einmal in zwei Jahren habe. Ich gehe gerne auch im Frühling und Spätherbst raus, aber richtiges Wintercamping ist für mich die absolute Ausnahme in der ich eben auch sehr gut damit leben kann, eine zusätzliche Daunendecke (die ich sowieso schon besitze) mitzunehmen. Ich habe zwar lange mit der Entscheidung gehadert, war aber auch in den vergangenen Jahre immer ganz glücklich mit dieser Herangehensweise - zumal mein bisheriges Setup mich angenehm bis ~3-4°C gebracht hat und ich mit dem Wookie erwarte eher bis um die 0 Grad zu kommen.

    Dennis geht raus Aber danke für die Perspektive und die Beispielrechnung - mit so vielen Komponenten kann man sein Equipment toll für die verschiedensten Temperaturbereiche und Anforderungen zusammen puzzlen - hat was!


    Gibt es eine andere Möglichkeit, einen Loop durch das Whipping zu bekommen - eben ohne sie (ganz) zu öffnen?

  • Ich hatte heute noch den Gedanken, ob sich deine Loops (aus ggf. flachem Band) an der unteren Lage per Patch einkleben ließen, falls das Whipping erstmal geschlossen bleiben soll. Ich weiß natürlich nicht, wie stark die Bänder belastet werden, wenn da etwas befestigt wird. Bei meinem eher unfreiwilligen Experiment aufgrund eines Defektes bin ich jedenfalls erstmal positiv überrascht, wie gut die beiden Textilaufkleber, die ich mir besorgt habe, halten. Evtl. reicht das ja auch für deinen Ansatz aus.

    Ob sich die Stellen eignen um auf dem Nylon etwas anzunähen, ist ja bis jetzt noch unbeantwortet. Am Rand nähen einige zumindest Klettband fest um den Wookie am Verrutschen zu hindern. Ggf. helfen Dir auch zwei seitliche Bänder anstatt dieses einen in der Mitte?!

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