Asym DAUNEN-Underquilt vs. Daunen-Thermo-Hängematte selber nähen

  • Oh, lang ist’s her. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, hatte ich eine Längsseite angenäht und die andere nur grob geheftet. Nach dem Reinlegen, Testen und kleineren Korrekturen habe ich auch die andere Längsseite vernäht. Noch mal reinlegen, kontrollieren und die beiden Querseiten festnähen.

    Da es nur ein ¾ Quilt ist, waren die Korrekturen wesentlich geringer als beim DD Quilt.

    Über das Durchsteppen des UQ hatte ich nachgedacht, mich aber dagegen entschieden. Es funktioniert auch so hervorragend.


    Der Quilt sieht im Schnitt etwa so aus: =OOOO=

    Die ca. daumenbreiten daunenlosen und damit flachen Randstreifen erleichtern das Annähen an der Hängematte enorm.


    Mit Fotos kann ich frühestens am Wochenende dienen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Hab nun doch Material für einen 250g+ UQ mit ca. 4cm hohen Stegen bestellt. Plane momentan den Zuschnitt und die differenzielle Gestaltung, v.a. damit es nicht immer den Loft am Ärscherl zusammendrückt, aber ggf. auch, um dem Rücken etwas mehr Loft zu spendieren als den Beinen.

    Rechner für die differenzielle Abmessung der Daunenkammern und ergo des Aussenstoffes in Querrichtung gibts ja, aber in Längsrichtung habe ich noch keine gefunden.

    Also selber nachdenken.


    Pythagoras traue ich zwar auch nicht mehr über den Weg, aber so 30Grad Winkelversatz zw. Beinen und Rücken ist meine momentane Abschätzung (aufgrund Fotos).


    Da kann man die Stege innenseitig ja kürzen (falten oder trennen und schräg vernähen), und ausgelegt "formprüfen", bevor man sie innen annäht. Aussen dann mit Grösserer Stofflänge. So mein Gedanke.

    Spannend aber trotzdem, da nach aussen hin die differenzielle A****-Verlängerung ja abnehmen sollte, und auch die Enden am Rande speziell sind. Zusätzlich der Kammerdurchhang (Loft), die Quer-Faltung bei der realen HM-Aufhängung, Dehnung am Innenstoff, und die projizierte Schräglage. Vielleicht sollte ich das mal in 3D modellieren, paar Tage bis zur Ankunft des Pakets sind es ja sicher noch...


    Spannend!

    :love:

    Dieser Tag ein Leben!

  • Die 15% sind nach der wissenschaftlichen empirischen Formel:

    Pi * :thumbup:

    ermittelt.

    Ich habe die Stege in einer "geraden" Form geschnitten. An der Aussenhülle vernäht. Dann die Stege auf der Innenhülle angezeichnet und beim Annähen alle 10cm einen Abnäher von 15mm (15%) gemacht.


    Würde im Nachhinein die Abnäher am Steg mit Stecknadeln in der richtigen Größe vorheften und dann in einem Rutsch duchnähen.


    Viel Spaß!

  • Noch ne Frage,

    anders als mehrfach durchgeführt, wollte ich eigentlich die vorgeformten (bogenförmigen) Stege zunächst an der INNENSEITE annähen. Dann könnte ich diese Mimose nämlich schon mal in Realbedingungen probehängen und den Durchhang der Stege an den verdächtigen Körperkanten (meines Sohnemannes) noch ein letztes Mal prüfen, falls nötig noch abändern. Da jeder einzelne Steg um den Körper herum ja eine leicht andere Form einnimmt.

    Ausserdem kann ich dann mal am Hohlkonstrukt sehen, was genau gedehnt wird, wenn sich der Mensch bspw. auf die Seite dreht.

    Falls nötig dann noch den einen oder anderen Steg mit Schere und Faden lokal anpassen. Die Stege sind ja am Ende verdeckt, auf Schönheit kommts nicht an. Bei meinem Topquilt hatte ich die auch gestückelt.

    Dann die vorbereitete (in den Ecken evtl. schon eingefasste) Aussenhülle noch annähen und befüllen.


    Oder was spricht dagegen?


    (Etwas mehr Aufwand darfs dieses Mal ruhig sein, die 250g beste Daune will ich dieses Mal wirklich optimal ausnutzen.)

    Dieser Tag ein Leben!

  • Ok, werds so versuchen und selbstverfreilich Bild-dokumentieren. Der "Mehraufwand" beläuft sich ja eigentlich nur auf Aufhängen, den Sohn bestechen, und nachschauen.

    Nur WENN ich was abändern muss, kommt noch mehr Arbeit hinzu, aber dann bin ich ja eigentlich sehr froh darüber...

    Dieser Tag ein Leben!

  • Vier Zuschnittvarianten mal so hingeklexcelt, um mir das mal zu verdeutlichen bevor ich anfange.



    (Das sind natürlich die ungestauchten Draufsichten, in 3D habe ich das jetzt (noch) nicht geschafft...)


    Der weinrote Aussenstoff ist 2m lang (eigentlich habe ich sogar 2,50cm vorrätig - s.u.), der blaue Innenstoff ist 3m lang.

    Was meint ihr, welche von den Varianten wäre die beste, oder gibts noch weitere Vorschläge zum Zuschnitt?


    Ich überlege, aus den verbeibenden Stoffresten noch Wärmekragen, Aufhängungsverlängerungen und/oder Beutel zu nähen. Der Aufbewahrungsbeutel wird natürlich aus grober Maschenware genäht...


    Ich weiss, war jetzt bissel blöd von mir, den roten statt des blauen Stoffes mit 50cm Übermass zu bestellen. Das menschliche Gehirn ist dem menschlichen Gehirn eben unerklärlich...


    Die Farben an sich finde ich eigentlich super, auch wenn das mehr eine Notgeburt war, da nichts "dezenteres" in der Gewichts- und Preisklasse mehr vorrätig war. Aber warum nicht auch mal so. Ist ja für den Sommer. Verstecken muss man sich in Finnland im Wald ja nicht wirklich...


    Ach so, ich hab echt versucht, die liegende Person gelb-schwarz gestreift darzustellen, aber dazu haben meine Excel-Form-Füll-Kenntnisse nicht ausgereicht... (Vielleicht machen wir für Excel-Hilfen bei Hängematten- und Quiltrechnern noch einen separaten (gelb-schwarzen) Faden auf...:/)

  • Hab mich mal in verschiedenen Positionen in meine bestehende Matte gelegt und mit Sicherheitsnadeln die benutzten Bereiche abgesteckt, danach gemessen. Im Oberkörper-Bereich stimmt das recht gut mit dem Schnitt von dir short_handed_norse überein, im Fussbereich jenseits der Knie genügt mir anscheinend weniger Breite, offenbar liegen andere Hänger mit gespreizten Beinen, was ich bei mir noch nicht beobachtet habe (nur angewinkelt). Auch gut, kann ich etwas Volumen sparen und an anderen Stellen auffüllen.


    Bin über die Planungsphase aus Zeitgründen noch nicht hinaus gekommen, aber gut Ding will ja auch Weile haben.

    Dieser Tag ein Leben!

  • Zweiter Schritt: Zuschneiden.


    Differenziell erweiterte Breite und Länge am Unterteil angezeichnet, habe die Kammern im Mittenbereich einen Tick breiter als an den Enden vorgesehen, damit sich mein allerwertester richtig wohl fühlen kann. Die exakten Längen der Stege zeichne ich unten und oben noch genauer an und messe sie genau aus, und bereite die Stege entsprechend bogenförmig vor. Dann umnähen.


    Am Ende muss ich nur daran denken, die Stege NICHT an den Kreidestrichen des Unterteils anzunähen sondern auf der ggü.-liegenden Seite, hab den wohl typischen Fehler gemacht, doppelt zu spiegeln...=O

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!