Einfach zu bauender Alu-Baum

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  • Inspiriert durch zahlreiche DIY-Projekte hier im Forum und den amüsant geschriebenen Projekt-Fäden von Riippumatto-Joerg u.a. zur ELWMS (bin jetzt auf der Suche nach einer günstigen, gebrauchten Nähmaschine :D) möchte ich hier kurz meinen Alu-Baum vorstellen.

    In meiner kurzen HM-Laufbahn hat mir bisher an Punkten mit Aussicht ein zweiter Baum gefehlt. Deshalb war mein Ziel ein Gestell zu bauen, das günstig sein sollte, leicht zu bauen (so dass es auch meine zwei linken Büro-Hände es hinbekommen) und eingeschränkt auch wandernd/mit dem MTB einsetzbar ist. In ein, vielleicht zwei Stunden zu Fuß einen schönen Hängeplatz erreichen, gemütlich was leckeres Essen, ggf. übernachten und zurück...

    Herausgekommen ist ein Alu-Baum, bestehend aus insgesamt 6 Alurohren (je 1m lang, 4x ca 3cm Durchmesser, 2x so, dass es in die anderen rein passt) und 3 Schrauben mit Muttern.

    Jeweils zwei Rohre (Durchmesser ca. 3 cm, Stärk 2,4mm) werden mit einer Schraube verbunden, so dass man sie spreizen kann.

    Das ganze wird auf jeweils auf ein weiteres Rohr gesteckt, in welchem ein (fast) passgenaues Rohr steckt (in der Mitte des unteren Rohres ist eine Schraube, dass das innere Rohr nicht weiter runter rutscht, man es aber trotzdem zum Transport ohne Schrauben lösen raus nehmen kann).

    Letztlich hat mein einen "Spreizfuß" mit zwei zweimeter-langen Stangen. Fixiert durch eine Firstschnur und zwei Seilen zum Abspannen. Man muss die unteren Rohre jeweils in der Mitte mit einem Loch versehen und die oberen am Ende auch. Schrauben durch, zusammenstecken, fertig. Die Konstruktion hat mit hartem Boden super gehalten und auch einem Schaukeltest durch einen übermotivierten Schwiegervater gehalten. Ich hatte Angst um mein eben zur Belohnung geöffnetes Bier. Es hat sich auch kaum was durchgebogen. Durch den Winkel war der Baumgurt bei ca. 1,70m angehängt.

    Das ganze wiegt (ohne Seile und Heringe) ca. 2,5kg und lässt sich seitlich an einen größeren Rucksack klemmen und hat knapp 50€ im Baumarkt gekostet.

    Fazit: es ist schnell und einfach (auf-) gebaut, einigermaßen günstig und hat einen ersten Belastungstest super überstanden. Für jeden easy machbar. Es gibt noch ein paar Dinge, die ich in der kommenden Zeit optimieren möchte: oben hätte ich gerne noch eine Schraube mit Öse für die Firstschnur und idealerweise so belastungsstark, dass ich noch einen Karabiner zwischen die Stangen dranhängen kann. Ausserdem andere Seile, Paracord oder so. Bei weicherem Boden bin ich nicht sicher, ob die Stangen verrutschen oder in den Boden eindringen.

    Vielleicht kommt auch ein zweiter Ständer dazu, um auch mal ganz auf Bäume zu verzichten. Ich werde ggf. berichten...

  • Ja, mir ist es auch schon ganz oft so gegangen, dass es nur einen tollen Baum gibt und ein zweiter passender nicht im richtigen Abstand vorhanden ist.


    Hast du als Heringe sowas wie Orange Srews (also Schraubheringe) genommen oder ganz normale? Oder zumindest Halbkreisgebogene?

    Weshalb hast du die Stangen 2m lang gemacht? Kürzere würden doch zumindest für das Kopfende locker reichen und du würdest noch etwas Gewicht sparen.

  • Als Heringe hatte ich normale, mit einem V-Shape, oder wie man das auch immer nennt. Orange screws sind aber schon im Hinterkopf ;)

    Lt dem Rechner von Ultimatehang.com müsste ich die Aufhängung ca 135cm überm Boden installieren um 50cm über dem Boden zu hängen, bei 15cm langen Baumgurten. Wenn ich die Stäbe aber zwecks Lastminimierung schief stelle, ca 60 grad, müssen die Stäbe schon ca 155 cm sein. Da es die im Baumarkt nur in 1m oder 2m Länge gibt, hab ich es so gemacht. Wenn ich mal eine längere Tour plane werde ich aber wohl kürzen, auch das Innere Rohr...

  • Lt dem Rechner von Ultimatehang.com müsste ich die Aufhängung ca 135cm überm Boden installieren um 50cm über dem Boden zu hängen,

    Die 1,35m hängen vom Abstand zum Baum ab und davon, ob du das Kopf- bzw Fußende gleichhoch oder verschieden hoch aufhängen willst.

    Es schadet aber sicher nicht die Stangen ca. 20 cm länger zu lassen als unbedingt nötig, weil du es dann leichter hast, wenn du ein Tarp befestigen willst - du hast dann einen angenehmeren Abstand.

  • Feine Sache! Auch ich habe einen Baum an einer Stelle im Garten, wo ich gerne hängen möchte, also bau ich dein Projekt eventuell mal nach.

    V.a. nehm ich gern vorliegendes Restmaterial aus vergangenen Projekten (bin ich ein Messie?). Z.B. das Holzgestell, aus den Überresten eines unserer Apfelbäume, wie in einem anderen Faden beschrieben. (In dessen Zusammenhang ich auch meine Hose flicken musste, da die Kettensäge ein Eigenleben entwickelt hatte.) Eines führt zum anderen, aber alles führt zur Hängematte... ^^

    Dieser Tag ein Leben!

    2 Mal editiert, zuletzt von Riippumatto-Joerg (13. Juli 2020 um 11:23)

  • Jetzt auch ohne Baum. Ich glaube, meine Frau hält mich für bescheuert ;)

    Am Setup muss ich noch etwas tüfteln. Anfangs hing ich zu niedrig. Dann war es mir zu straff. Hatte aber keine Lust die Heringe zu versetzen und bei dem Seil, welches ich fürs Abspannen benutzt habe, funktionert der Topsegelschotstek nicht wirklich gut.

    Dafür sind das die Momente, warum ich hin und wieder draussen übernachten oder zumindest bequem wartend abhängen möchte:

    Jetzt fehlt nur noch eine Lackierung der Stangen, andere Seile, das perfekte Setup,... :D

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