Review: Full Moon Tarp von Ticket to the Moon

  • Ich habe dieses Tarp von Ticket to the Moon zur Verfügung gestellt bekommen.

    Hätte es mir aber auch gekauft. :thumbup:




    Nachdem 2018 der Moonquilt kam und die TTTM Hängematten schlechtwettertauglich wurden,

    gibt es jetzt ein "Wintertarp" mit Türen und Tie Outs. =O


    Geliefert wurde dieses Expemplar noch ohne Moonbag. Diese war zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig.

    Die Serienware wird natürlich mit dem traditionellen Moonbag ausgestattet.


    Das Tarp ist auch mit einem Band nochmal zusammen geknotet.

    Im Lieferumfang sind 6 (!) UL Karabiner sowie eine Ersatzabspannleine und ein Reparaturset aus Nahtkleber, Pinsel und Flicken.

    Das alles in einem separaten Beutel mit Kordelzug und Tanka.



    Das Full Moon Tarp kann auch bei Neumond aufgebaut werden.

    Sowohl im A Frame Modus als auch im Door Modus.

    Hierfür sind auf beiden Seiten zusätzliche Abspannpunkte samt Spannschnur und Aufbewahrungsfach angebracht.


    Auch die Türen können nochmal mit Schnallen zugemacht werden.



    Mittig auf jeder Seite befinden sich die Tie Outs.

    Zwar hat man auch ohne sie ausreichend Platz darunter.

    MIT den Tie Outs wirds nochmal geräumiger.



    Man kann also in die HM ein und aussteigen ohne dass man mit dem Kopf am Tarp ist.

    Ob zum Boden hin oder mit einem Stock abgespannt macht wenig Unterschied.





    Die Ridgeline welche um den Baum gelegt wird ist blau und mit einem TTTM Karabiner ausgestattet.

    Colorcoded!

    So erkennt man sofort, was ein Abspannpunkt und was eine Ridgeline Schnur ist.

    Hier ebenfalls eine Schnalle zum schnellen Abbau und stufenlosen Einstellen.




    Mittig auf der Tarp Innenseite befindet sich noch eine weitere Schlaufe.

    Dort kann man zB eine Lampe einhängen.

    Oder das Tarp in der Mitte zum Trocknen.


    Ich habe das Tarp im März bei einer nächtlichen Tiefsttemperatur von 2,1°C getestet.

    Es war mit einem DIY UQ und Savotta Yukon kuschelig warm.

    Kein Wind pfeiffte hindurch und trug die Wärme fort.

    Ich konnte mich am Morgen auch ungestört darunter umziehen.



    Man kann das Tarp noch etwas tiefer aufhängen um den Abstand zum Boden hin zu minimieren.

    Dadurch verliert man natürlich an Stehhöhe unter dem Tarp.


    Hier die technischen Daten:


    Es hat eine UVP von 195€, was für ein Sil Nylon 20d Tarp in der Größe, Ausstattung und Verarbeitung okay ist.

    Bestellbar bei Ticket to the Moon hier.


    Wer möchte darf sich das Tarp gerne ausleihen.

    Versandkosten 50/50.


    Mir hat das Full Moon Tarp ebenso gut gefallen wie das Lightest Tarp.

    Und nicht, weil es mir zum Testen und Reviewen zur Verfügung gestellt wurde.

    Ich wollte die Tarps eigentlich normal bestellen und zahlen.


    Beide Tarps sind aus 20den Sil Nylon und echt geil genäht.

    Keine abstehenden Fäden, alles sauber verwahrt.

    Tolle Taschen aus Mesh für die Abspannleinen,

    Colorcoded Schnüre, Tie Outs und Doors.

    Geilo!

  • Na das finde ich doch nett von TicketToTheMoon. Kaum habe ich ein bißchen genörgelt, daß mir das Lightest Tarp für Mistwetter etwas zu klein wäre, schon bringen sie ein mistwettertaugliches Tarp raus. Das nenne ich auf Kundenwünsche eingehen! ;)


    Bei der Angabe 3,10 x 2,95 ist 3,10 die Firstlänge, Bernd?


    Melde hiermit Testgelüste an. Meine Adresse hast Du sicher noch in der Datenbank, oder soll ich sie noch mal per PN durchgeben?

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ja, das ist doch mal ein klasse Tarp! Ein echter Kandidat für den Titel Lieblingstarp.

    Gemessene Stofflänge 304,5 cm, Breite zwei mal 145 cm. Wunderbar vielseitig. Abspannpunkte satt. So kann man es neben der üblichen Satteldach- oder Pultdachform als Windschutz aufhängen ...



    ... oder diagonal ...



    ... oder an die Form der Hängematte angepasst mit Pseudotüren.



    Dank der Schnellspanner ist das Umspannen kinderleicht.



    Klick!



    Und Klack! An der Schnur gezogen und es ist wieder straff gespannt.


    Dieses Tarp ist wirklich mit Liebe zum Detail gestaltet (und selbstverständlich sauber genäht) worden. Man kann die "Türen" unten oder in der Mitte zusammenhalten. So läßt es sich an einer Längsseite einfacher in das Tarp einsteigen (Verbindung unten) und an der anderen Seite ist die Hängematte besser regengeschützt (Verbindung oben). Mit einem zusätzlichen Satz Verbinder ließen sich sowohl unteres Ende als auch Mitte koppeln. Ob man diese Möglichkeit wirklich nutzen würde? Keine Ahnung. Das wird wohl die Praxis zeigen.


    Auch in anderer Hinsicht hat der Hersteller mitgedacht. Was nützt mir die gedeckteste Farbe beim versteckten Abhängen, wenn das Firmenlogo in knalligen Farben angebracht ist? Hier ist das Logo sehr dezent gehalten. Man muss schon genau hinsehen, um es zu erkennen.



    Die Täschchen für die Abspannschnüre und die Schlaufe im Innenraum zum Aufhängen von Deckenlampe, Smartfone oder Brille hat Bernd ja schon gezeigt. Sehr durchdacht!

    Gut gefallen haben mir auch die braun-orangen Heringe. Der Farbton ist auffällig genug, um die Heringe wiederzufinden und gedeckt genug, um aus der Ferne nicht bemerkt zu werden. Die Farbcodierung der Leinen (blau = Firstschnur, gelb = seitliche Abspannung) hilft sehr, wenn man das Tarp aus dem Packsack holt und aufhängen will.


    Was würde ich ändern / verbessern? Hm, schwierige Frage. Obwohl ich es sonst bevorzuge, die Abspannschnur dauerhaft am Hering zu befestigen (Stichwort: Verlierbarkeit), haben mir die Schnurtaschen am Tarp hier sehr gut gefallen. Trotz ausgiebigen Schüttelns gelang es mir nicht, hier eine Schwachstelle aufzudecken. Die Schnüre blieben da, wo sie sollten. Der große Vorteil dieser Verpackung ist, daß man die Schnüre immer dabei hat und nicht zu Hause vergessen kann. Ein Ersatzhering ist schnell geschnitzt oder mit einem abgebrochenen Aststück improvisiert.



    Eventuell würde ich beim Wildcampen die sonnengelb leuchtenden Abspannschnüre durch dunklere und weniger sichtbare ersetzen. Auf einem Campingplatz, wo die Gefahr besteht, daß andere über meine Abspannschnüre stolpern, haben natürlich auffällige Schnüre ihre Berechtigung.


    Jetzt muß es nur noch regnen, damit ich die Hauptfunktion des Tarps, nämlich den Regenschutz testen kann.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

    Edited once, last by Mittagsfrost ().

  • Einen richtigen Regentest kann man es nicht nennen, aber naß geworden ist das Tarp heute schon. Für einen echten Test fehlte der böige Wind und die Dauer. Den heutigen Regenschauer habe ich jedenfalls trocken überstanden. Es zeigte sich wieder mal, wie bequem die Schnurspanner sind. Da Nylon sich bei Nässe etwas dehnt und man deshalb das Tarp nachspannen sollte, ist es sehr von Vorteil, wenn man nur etwas an der Schnur ziehen muss und das Tarp sitzt wieder straff. Den trockenen Unterstand muss man dafür nicht verlassen.


    Mir gefällt das Tarp jedenfalls sehr gut. Wer will als nächster testen? Meldet Euch bei Bernd Odenwald !

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Das Tarp ist wieder frei für den nächsten Tester!


    Wenn Du das Tarp mal ausprobieren willst,

    melde Dich via PN bei mir!


    Der Test ist im Prinzip kostenlos.

    Nur der Versand an den Dir folgenden Tester fällt an.

    Versichert mit Sendungsverfolgung ist Pflicht. Dienstleister egal.

  • Habe jetzt das tarp 2 Mal aufgebaut und ich stelle mir die Frage, wie kommt ihr mit den Häringen zurecht. Bzw. es sind ja eigentlich nur 6 mitgeliefert. Bzw. wo setzt ihr die Häringe, damit das Tarp gut und sicher steht. Und dann die Frage zu den langen Abspannschnüren. Ich finde sie alle recht lang. Habt ihr da Tipps und Tricks. Besten Dank

  • Ich kam mit den Heringen recht gut zurecht. Auch die Länge der Abspannschnüre empfinde ich als angemessen. Lieber zu lang, als zu kurz. Mit den Schnellspannern kann man die Länge bequem regulieren.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

    • . Wie gesagt, bin bei Tarps noch Neuling und will mich da langsam einarbeiten. Daher bin ich für Tipps und Tricks sehr empfänglich. Hatte beim 2. Aufbau recht lang gebraucht, da ich die langen Schnüre nicht richtig verpackt hatte und dann Bandsalat hatte.Anfängerfehler. Haette es gern mal richtig stabil aufgebaut, d. H. auch mal für richtig Wind oder Sturm. Und da dachte ich mir, wo pack ich die 6 Haeringe am besten rein. Denn da komm ich dann doch insgrübeln. Vor allem, wenn ich die Türen schließen wollen würde. Dann noch die Frage:Tarp am Baum über oder unter der Befestigung der Matte. Und wie befestige ich den blauen Schnapper richtig. ?thumbnail=1?thumbnail=1

    Edited once, last by Seneca ().

  • Seneca

    Zuerst muss ich meine Arbeit als Moderator machen.

    Sei doch bitte so lieb und achte mehr auf Deine Formatierung.

    Also nicht Deine, die Deines Textes.

    Du schreibst im einem fort, mit Punkt aber ohne Leerzeichen und Absatz.

    Dies liest sich sehr unangenehm.

    Du erreichst mehr Leser indem Du aufgelockerter schreibst.

    Ich nehme an Du hast an einem Tablet oder mobile Device geschrieben?


    Zum Tarp als Forenmitglied.

    Wenn ich an meine ersten Tarp aufbauten denke. Da sehen Deine doch gut aus!


    Ich würde an Deiner Stelle das Tarp nicht zwingend an gleicher Stelle wie die HM am Baum befestigen.

    Das kann im Sommermodus oder ohne Gefahr von Sturm, auch gerne höher sein.

    So kannst Du auch drunter stehen.


    Du hast bei den Tarpleinen einen Fehler.

    Die Leine hat auf der Hering Seite eine Schlaufe, die man in den Hering einhängen kann,

    dann spannst Du mit der Plastik Schnalle so, dass kaum Falten mehr im Silnylon sind.

    Den Rest der Schnur wickelst Du über Deine ausgestreckten Finger, dann zwei dreimal quer dazu,

    und das Bündel in die Tasche, welche dafür auf der Innenseite des Ecks eingenäht wurde.

    Die ist aus Mesh Gewebe worin nasse Tarpleine trocknen kann und mit Klett verschlossen.

    Du findest Du an allen 4 Ecken sowie oben an der Firstleine.

    Hier ist das Prinzip das Selbe!


    Beim Tie Out kannst Du das so machen wie auf Deinem Foto.

    Du erhälst aber mehr Raum unterm Tarp, wenn Du dafür einen Trekkingstock oder dünnen Ast nimmst.

    Also erst mit der Tarpleine des Tie Outs über den Ast, idealerweise hat der eine kleine Astgabel, und dann zum Hering in den Boden.

    So spannts mehr zur Seite weg und weniger auf den Boden hin.


    Im Sturm Modus würde ich jetzt die 6 Heringe so verteilen.

    Seitlich jeweils einen an der zweiten Abspannstelle.

    Dann je einen Mittig in zwischen den beiden Doors unten in den Boden.

    Dort dann die Tarpleinen der Ecken dran machen und fest ziehen.
    Zwischen dem Eck und der Firstleine ist ja auch nochmal eine Kunststoff Schnalle zum verschließen.


    Wenn Du die Möglichkeit hast auf eines unserer Treffen zu kommen, mach das!

    Da siehst Du so viele Tarp Möglichkeiten.

  • Lieber Bernd,

    vielen Dank für die sehr ausführliche und hilfreiche Antwort. Zunächst aber erst einmal möchte ich mich für die Form des letzten Posts entschuldigen. Es war tatsächlich eine mobil geschriebene Nachricht.

    Aber bevor ich auf dem Absatz kehrt mache, mache ich nun lieber einen Absatz ;)

    Ich werde mir deine Ratschläge morgen beim Aufbau direkt einmal zu Herzen nehmen und insbesondere die Abspanntechnik bei den Abspannseilen noch einmal genau berücksichtigen.

    Damit ich beim nächsten Mal kein Bandsalat habe, habe ich die Abspannseile auch schon ordnungsgemäß wieder in ihre Taschen gepackt, so dass ich morgen zügig anfangen kann.

    Ich werde berichten, wie es geklappt hat, um dann hoffentlich in naher Zukunft meine erste Trekkingtour statt mir Zelt mit Tarp und Hängematte anzugehen.

    Ich wünsche ein sonniges WE.

  • Abspanntechnik bei den Abspannseilen

    Ich ziele mit dem Seil jeweils möglichst genau in die Mitte des Firsts des Tarps. Ich habe den Eindruck, dass es dann am idealsten abgespannt ist. Vielleicht hilft das auch noch. Anders ausgedrückt: Alle Spannungslinien treffen sich oben in der Mitte des Tarps, alle Leinen zielen dort hin.

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