Hängematten und die Notdurft

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  • Hallo,

    als Bodenschläfer unterm Tarp oder im Zelt verlasse ich immer selbiges und gehe ein paar Meter. Ich habe in der Nacht kein Problem aufzustehen, mache ich zu Hause ja auch. :D

    Als Hängemattennutzer, würde ich selbiges tun. Raus aus der Matte, paar Meter weit weg und laufen lassen. Auch wenn es regnet.
    Gerade in der Hängematte den Pippimann raus zuhalten wäre mir zu riskant. Nachher habe ich das ganze in der Hängematte.

    Ich habe aber von einigen gehört, die das "mal raus hängen lassen" praktizieren. Aber ob das auch in einer Bridgehammock funktioniert, werde ich wie beschrieben nicht ausprobieren.

    Grüße
    Naturapfel

    Hang the Whoopie Sling on the knot, not on the toggle!

    Hammocks and Tents. These two worlds can live together in peace and harmony. ;)

  • Ich habe die gleiche Blase wie der Beitragstarter.
    2-3 mal in der Nacht muss ich raus. Nervig.

    Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass einfach in der HM bleiben und "ihn" raus hängen, bei mir nicht funktioniert.
    Es ist ein Unterschied ob man liegt oder ob man, wie sonst, steht.
    Die Schwerkraft, die einem ja sonst dabei hilft, ist um 90° gedreht.
    Ergebnis, eine verpieselte HM.
    Ausgewaschen am See, getrocknet, alles gut.

    Aber ich werde weiterhin aus dem Schlafsack kriechen und etwas weiter weg pullern.
    Auch weil direkt drunter meine Gearhammock hängt und darunter die BW Isomatte als "Bettvorleger".

    • Offizieller Beitrag

    In warmen Nächten schwinge ich den Topquilt beiseite, setze mich auf, steige in in die Latschen und gehe im Halbschlaf ein paar Schritte. Zurück in die Hängematte, Beine hoch, Topquilt drüber, zurückfallen lassen, Augen zu und weiterschlafen. Öfter als ein Mal muß ich selten.

    Wenn es aber richtig kalt ist, versuche ich weiterzuschlafen (was nur ganz selten klappt). Wenn ich mich dann doch endlich aufgerafft habe mein warmes "Bettchen" zu verlassen, fummele ich am Reißverschluß des Schlafsackes rum oder schiebe die Decken vorsichtig beiseite, damit keine runterfällt. Nun beginnt das Abenteuer Schuhe anziehen. Meist ist nun mindestens ein Fuß nass oder voller Schnee. Nun stoße ich mit dem Kopf gegen das Tarp, die Mütze fällt runter und wird nass. Dann hebe ich eine der runtergefallenen Decken auf und überlege, ob ich dann noch die nasse(n) Socke(n) wechsele. Ich mache mein Geschäft und bin sauer, weil ich jetzt richtig munter bin. Zurück in der Hängematte fummele ich eine Viertelstunde rum, bis ich endlich wieder warm und bequem liege. Wenn alles perfekt ist, merke ich, daß ich eigentlich schon wieder mal müsste. Manchmal gelingt es mir einzuschlafen, meist wälze ich mich aber eine Stunde rum, bevor ich mich doch wieder rausquäle. Dabei wird dann die andere Decke/Socke nass. Eventuelle Mithänger werden jetzt durch mein lautes Fluchen wach, Rehe und Wildschweine flüchten in Panik. Nach dem Pinkeln überlege ich mir ernsthaft, ein Lagerfeuer zu entfachen und den Rest der Nacht munterzubleiben. Doch die Illusion, eventuell doch wieder einschlafen zu können, treibt mich zurück in die Hängematte. Dort beginnt das Spiel von neuem.
    Ein paar mal hab ich es mit einer Weithalsflasche versucht, aber auch das ist eine fummelige Angelegenheit, bei der man sich konzentrieren muß. Ergebnis: ich bin wach. Beim Über-Bord-Laufen-Lassen muß man sich ja noch mehr konzentrieren. Sobald Druck, Anstellwinkel und Richtung nicht perfekt berechnet sind geht die Sache schief. Das Risiko wäre mir zu groß. Eventuell wäre ein Stück Gartenschlauch eine Lösung ;)

  • Muahhhhh - da fällt mir was ein ... für Dich wäre doch so ein System Ratsam:
    Kondomkatheter mit Auffangbeutel.
    Abends anlegen. Hinlegen. Schlafen. Aufwachen. Ablassen. Ausziehen. Fertig.

    Total Simpel.

    :yes:

    immer noch besser als in die Trinkflasche zu pieseln. Oder?!

    • Offizieller Beitrag

    Eigene Erfahrungen habe ich nicht beizusteueren -> als Frau hat man nicht wirklich eine Wahl und vielleicht ist die weibliche Blase nach jahrelangem Training (es ist auch in vielen anderen Situationen nicht so einfach, dem Ruf der Natur zu folgen) auch weniger empfindlich - aber hier trotzdem zwei weiterführende Links:

    1. Pee Bags von Dutchwaregear (mit etwas Googlen sicherlich auch in Europa zu finden)
    2. Diverse Diskussionen mit eben diesem Thema auf Hammockforums - die haben uns ein paar Jahre Erfahrung voraus.

    • Offizieller Beitrag

    So ein Pee Bag mag ja des Nachts recht bequem sein. Ich frage mich bloß, was man danach mit dem Ding macht. Einen Beutel mit Polymeren im Wald vergraben widerspricht dem Umweltschutz. Beim Trekking tagelang mit rumschleppen bis man den nächsten Abfalleimer findet, ist sicher auch nicht so toll. Auf dem Campingplatz mag es okay sein.

  • Hallo,

    ich als Brückenhängemattenschläfer habe es letztes Jahr in Schweden gemacht.
    Es hat in Strömen geregnet und ich hatte keine Lust raus zu gehen.
    Mußt nur aufpassen, daß die Schuhe nicht unter der Hängematte stehen. :eek:
    Rausgefallen bis ich nicht. Aber mit gerechnet hatte ich schon.
    Du schwingst halt schön hin und her.

    Gruss
    Konrad, der sich fragt, wieso es hier keinen Hängemattensmilie gibt.

    • Offizieller Beitrag

    Eine Idee hätte ich noch:
    Am einfachsten wäre natürlich ein ähm, nennen wir es einfach daumengroß :) jedenfalls ein Loch in der Mitte der Hängematte. Nix mehr mit Drüberhängenlassen. Einfach Plug & Play ;)

    Die Ränder müßten natürlich entsprechend verstärkt sein, sonst vergrößert sich das Loch recht schnell und zerreißt die ganze Hängematte. Die Isomatte braucht dann natürlich auch ein Loch an der selben Stelle. Ganz wichtig ist, daß die Isomatte während des Entleerungsvorganges nicht verrutscht! Abschersicherung! :)

    Nun hat man natürlich an der Stelle eine Wärmebrücke, d.h. es zieht an den Rücken. Da die kalte Stelle in der Nierengegend liegt, führt sie zu verstärktem Harndrang. Ein isolierender Stöpsel muß her. Man könnte ja das rausgestanzte Stück aus der Isomatte nehmen. Mit Klettband läßt es sich fixieren. Druckknöpfe wären auch eine Option. Wie auch immer - unseren MYOG-Bastlern wird schon was einfallen. :D

    • Offizieller Beitrag

    Ich stehe - wenn ich nachts überhaupt 'raus muss - auf... Wobei das bei mir eigentlich nur nach längeren Touren oder wenn's recht schnell sehr warm geworden ist passiert. Ansonsten habe ich in meiner (rundum geschlossenen) Hennessy Hammocks Explorer zu Hause seit einem 'kleinen' Unfall mit einer nicht ganz frischen Fischdose immer eine von den Pee Bags mit weiter Öffnung (ja, die gibt's auf Amazon unter verschiedenen Namen)...

  • Irgendwie mal so und mal so, je nach Setup, meist bleib ich aber gleich neben der HM stehen (noch unterm Tarp auf dem BW-Bettvorleger) und dann einfach .... ahhhhhhh... gut is... hoffentlich schlaf ich wieder ein... ein Schäfchen, zwei Schäfchen, drei Schäfchen, vieeeer.....

    Gruß
    Amon

  • [USER="14"]Mittagsfrost[/USER]

    da könnte man(n) doch so eine "Kabeldurchführung" benutzen ...

    [ATTACH=CONFIG]n5704[/ATTACH]

    obwohl, wenn ich dass jetzt so sehe ... raus wäre ja einfach - aber dann wieder zurück ... da würden die Laschen schon ziemlich beißen ...
    Also nee, das is nix.
    Da müsste der Rand weicher sein. Silikon?
    Erinnert dann aber sehr nach so einer ähm --- na Du weist schon

    ich hör jetzt mal auf hier.

    Gruß
    kahel

  • Wie ja schon verlinkt gibt es im Amiforum lebendige Diskussionen zu dem Thema.
    Ich persönlich steh auf. Wenn es regnet bleibe ich unter den Tarp stehen und pinkle "raus", wenn's trocken ist ein paar Schritte weiter.

    • Offizieller Beitrag

    Habe im Buch "Die Welt der Hängematte" eine zum Thema passende Stelle gefunden. Der Autor schreibt, daß in Südamerika Mütter mit kleinen Kindern Netzhängematten bevorzugen. Da bleibt nicht viel "hängen" und das Trocknen geht auch schneller.
    Ja, wenn's warm ist, hat man weniger Probleme mit der Notdurft.

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