Tipps für die Verwendung von Topquilts

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  • Da in einem anderen Beitrag das Thema Pro und Contra von Topquilts neigte das ursprüngliche Thema zu verdrängen, möchte ich an dieser Stelle unsere Erfahrungen bei der Verwendung von Topquilts in der Hängematte und auf dem Boden bzw. der Isomatte als Tipps weitergeben und dazu anregen sie zu ergänzen.

    Nach unseren Erfahrungen sind folgende Dinge bei der Verwendung von Topquilts auf der Isomatte als Vorbereitung wichtig oder vorteilhaft:

    • Die Schlaufen sollte man auch benutzen, also unter die Isomatte ziehen. Dann verrutscht nichts wenn man sich dreht.
    • Damit die Schlaufen beim Ein- und Aussteigen nicht so stören kann man diese Handschuhhaken aus Kunststoff an ein Ende knoten und diese dann an den Ösen ein- und aushängen
    • Damit die Schlaufen nicht unter der Isomatte verschwinden sollte man sie auch als Schlaufe nutzen, also die Isomatte hineinstecken - dann bleibt auch der Handschuhhaken greifbar. Wenn der Quilt nur mit Kordeln ausgestattet ist, dann sollte man diese durch Schlaufen ersetzen.
    • Man kann zudem Ösen und Haken aus leuchtendem Kunststoff verwenden wenn man im Dunkeln nicht danach tasten mag.

    Während der Nutzung

    • ist es von Vorteil Kleidung zu tragen, die wenig am Quiltstoff reibt. Gut sind weiche Synthetikstoffe und Wolle, eher schlecht fanden wir Baumwolle, die wir aber ohnehin nicht mehr nutzen. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit dass der Quilt beim Drehen mitwandert.
    • Wenn man es ein wenig übt, dann kann man sich unter dem Quilt drehen ohne ihn anzuheben. Dadurch verringert sich der ausgeübte Druck und er wandert nicht oder zumindest weniger mit. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Isolierung weniger zusammengedrückt wird.
    • Wenn es etwas kühler ist dann bevorzuge ich es ein Schlauchtuch um den Hals zu tagen, wird es noch kälter dann folgen zuerst eine dünne und dann eine dicke Mütze. Einen Kapuzenkragen habe ich bisher noch nicht verwendet, im Winter ist so etwas aber sicher einfacher und sinnvoll.

    Bisher habe ich keine oder nur halbwegs gute Lösungen für folgende Punkte gefunden:

    • Beim Drehen kann es sein, dass man den Übergang zwischen der Fußbox und dem offenen Teil etwas anhebt. Dann zieht es da schlagartig kalte Luft hinein. Außer sich vorsichtig zu drehen oder die Beine in eine dünne Decke zu wickeln ist uns dazu noch nichts eingefallen.
  • Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen.

    Du beschreibst hier ja die Verwendung auf der Isomatte und sprichst von Schlaufen. Nun bin ich etwas unsicher, welche Schlaufen du meinst. – Zu meinem Oberquilt habe ich mir drei Schlaufen aus Gummischnur mitbestellt, die man über die Isomatte ziehen kann. Sie verlaufen dann quer um die Matte herum. An diesen Schlaufen befinden sich jeweils zwei Haken für Handschuhe, die sich frei bewegen können und in die man die D-Ringe des Quilts einhängen kann. Meinst du solche Schlaufen? Nur scheint mir deine Beschreibung nicht so recht zu meinem Produkt zu passen.

    Da meine Isomatte (Exped) Längsrillen hat, habe ich schon mit zwei Gummizügen gearbeitet, die ich der Länge nach um die Isomatte ziehe und davor durch die jeweils drei Ösen auf der Seite des Quilts ziehe. Das hat den Vorteil, dass die Gummizüge nirgends im Weg sind, weil sie den Kerben der Isomatte entlanglaufen. Zudem lässt sich der Quilt dann der Länge nach genau dorthin ziehen, wo ich ihn brauche. Wird es kälter, dann schiebe ich die beiden Gummizüge auf beiden Seiten eine Rille mehr zur Mitte hin: Der Quilt umschliesst den Körper dann etwas mehr und es kann weniger hereinziehen. Trotzdem hebt sich der Quilt beim Drehen aber manchmal etwas an.

    Die gekauften quer zur Isomatte verlaufenden Schlaufen habe ich noch nie verwendet, weil mir davor graute, drei Gummischnüre quer unter meinem Körper zu haben, die dann von Rippe zu Rippe gespannt sind. Zudem fand ich es nicht besonders hilfreich, dass der Quilt dann nicht gegen seitliches Verrutschen gesichert ist, weil sich die Handschuh-Haken frei hin und her bewegen können.

    Ich hoffe, meine Beschreibungen sind anschaulich genug, um verstanden zu werden. (Wenn du auf den Link oben klickst, gibt es noch ein Foto davon.)

    So wie beschrieben, komme ich mit meinen Oberquilt bei der Nutzung auf der Isomatte bis etwa 5°C oder auch etwas darunter. Sobald aber Wind aufkommt, wird es bei diesen Temperaturen schlagartig problematisch.

    Falls eure Konstruktion anders aussieht, könntest du sie dann vielleicht – in Wort oder Bild – noch etwas veranschaulichen?

  • Unsere Schlaufen sind denen sehr ähnlich, sie verlaufen auch quer. Ich mache wenn ich morgen dazu komme Fotos davon.

    Mit den Thermarest Xlite ist das auch kein Problem, für die Exped Downmat hatte ich mir bisher nicht die Mühe gemacht etwas anderes zu basteln, da die Gummischnüre bei den im Winter dickeren Klamotten nicht nennenswert drücken. Manchmal schnappen sie allerdings wenn man hoch oder runter rutscht.

    Deine Längsführung der Schnüre finde ich super! Vor allem die daraus resultierende Verstellbarkeit.

  • Ich hab mir ein Meter Gummikordel ans Fußende des Topquilts oder eines als Topquilt genutzten Schlafsacks gemacht.

    Andere Seite am Ende der HM befestigt.

    Zur Längeneinstellung wird ein Kordelstopper verwendet.

    So rutsch mir der TQ nicht in die Mitte wenn ich mal raus muss.

    Er bleibt damit einfach an Ort und Stelle.

    Falls ich doch mal mit den Füßen zu sehr strample, bleibt er wo er ist und ich kann die Füße, nachdem ich das bemerkt habe,

    einfach wieder drunter verstecken, ohne den TQ nervig wieder in Richtung Fußende zu strampeln.

    Mal ausprobieren, dann wisst ihr was ich meine.

    Damit sich das nicht verdreht, habe ich das mit einem Drehwirbelkarabiner befestigt.

    Wie bei einer Hundeleine, nur aus Acetat.

  • Was bei meinen Quilt für die maximale Wärmedämmung natürlich auch suboptimal ist, ist die Fussbox, die mit Druckknöpfen und einem Kordelzug verschlossen wird. Da bleibt unten immer ein münzgrosses Loch, durch das Wärme entweichen kann.* Das spielt aber erst eine Rolle, wenn ich dem Temperaturlimit nahe komme. Ich schätze daran die Flexibilität, den Quilt im Sommer oder auf Besuch auch mal als Decke nutzen zu können.

    * Für sehr kalte Temperaturen habe ich mir aus drei Rondellen aus Moosgummi (eine münzgrosse in der Mitte und zwei grössere aussen) einen Verschluss für die Öffnung gebastelt, den ich beim Zuziehen der Fussbox einfügen kann.

  • Ich habe letzte Nacht mal mit dem oben verlinkten Befestigungs-Set auf der Exped geschlafen. Grundsätzlich hat das besser funktioniert als erwartet. Die Gummischnüre quer über die Isomatte haben mich nicht gestört. Allerdings habe ich nur noch zwei Gummischlaufen gefunden; die dritte muss ich irgendwo verlegt haben. Aber halb so schlimm: Die oberste Gummischlaufe hätte mich ohnehin gestört; da hätte ich mich eingeengt gefühlt.

    Was ich nun halt nicht weiss, ist, ob ich mit diesem Set ein paar Grad Celsius mehr aus dem System herauskitzeln kann. Wie gesagt: Bisher war immer bei etwa 5°C Schluss, bei Wind schon ein Stück darüber. (Damit es nicht an der Isolation gegen den Boden liegen kann, habe ich mir für die Übergangszeit kürzlich eine wärmere Isomatte gekauft.)

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