[Q] Hennessy Hammock Backpacker vs Explorer bei 183 cm Körpergröße

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  • [Q] Hennessy Hammock Backpacker vs Explorer bei 183 cm Körpergröße

    Hallo zusammen,

    ich steige gerade in das Hängematten-Campen ein. Ich habe eine sehr konkrete Frage zur Neuanschaffung. Ich überlege mir eine der beiden oben genannten Hängematten von Hennessy Hammock zuzulegen. Die "Ultralite Backpacker Asym Zip" ist bis zur Körpergröße von 180cm ausgelegt und die Explorer bis zu 213 cm. Jetzt bin ich ganz knapp über 180 cm, ich bin ca. 183 cm lang und schlank gebaut.

    • Ist einer von euch auch knapp an 180 cm und hat bereits in einer der Hängematten probegelegen oder sogar geschlafen? Ich würde gerne wissen ob die Backpacker für meine Körpergröße noch ausreichend dimensioniert ist. Könnt ihr eure Erfahrungen mittteilen, ob die Hängematte bei der Körpergröße noch komfortabel ist oder bereits einengend, oder ob genug Platz für einen Winterschlafsack bis ca. -20 C vorhanden ist?


    Und ja bei meinen Touren spare ich 100 g wenn möglich ein.

    Unten noch die Daten von der Hennessy Hammock HP.

    • Hennessy Hammock führt noch die „Hyperlite Asym Zip“ als leichtestes Modell. Weiß einer von euch einen Händler in Deutschland, der die führt oder ohne horrende Versandkosten nach Deutschland liefert?




    Ultralite Backpacker Asym Zip
    Height limit: 180 cm
    Packed Weight: 907 g
    Rainfly weight: 266g
    Hammock+Rainfly weight: 1173 g
    Hammock fabric: 70D nylon taffeta


    Explorer Ultralite Asym Zip
    Height limit: 213 cm
    Packed Weight: 1020 g
    Rainfly weight: 300g
    Hammock+Rainfly weight: 1320 g
    Hammock fabric: 70D nylon taffeta


    Hyperlite Asym Zip
    Height limit: 180 cm
    Packed Weight: 793 g
    Rainfly weight: 211 g
    Hammock+Rainfly weight: 1004 g
    Hammock fabric: 30D high tenacity, high thread count nylon taffeta with heavy duty ripstop


    * Da ich keinen Kaufberatungsthread gefunden habe, habe ich erstmal hier gepostet

    • Offizieller Beitrag

    Hi, erstmal wär's nett, wenn du dich kurz vorstellen würdest...

    Was deine Fragen betrifft: Die Erfahrung zeigt, dass es generell besser ist, Hängematten eher länger als kürzer zu verwenden. Die Hennessy Hammocks werden übrigens innerhalb Europas aus Irland verschickt, du brauchst also keine Zollgebühren zahlen...

    Ein Schlafsack in der Hängematte ist immer etwas problematisch, da du die Isolation unter dir zusammendrückst und damit praktisch wirkungslos machst. Für Extremtouren solltest du also entweder auf eine Over/Underquilt-Kombination zurückgreifen oder eine Bridgehammock mit Isomattenfach (Beispielsweise die Koma von [USER="17"]dendronaut[/USER]) verwenden.

    Bezüglich deiner Hängemattenwahl würde ich aber doch 'mal die Frage stellen: Fändest du es nicht sinnvoller, für den Anfang eine günstigere Hängematte zu verwenden bis du weißt, ob dir das Hängemattenschlafen gefällt? Ich denke da an die DD Hammocks (die DD Camping Hammock ist leicht und günstig) oder so. Ich habe die erwähnte Camping Hammock und die Hennessy Explorer, letztere würde ich mir - einfach wegen dem Preis/Leistungsverhältnis - nicht wieder kaufen.

    EDIT: Nur um das klarzustellen: Ich habe absolut nichts gegen die Hennessy Hammocks - ich freu' mich gerade auf eine Nacht meiner... Nur finde ich, dass man für den gleichen Preis besseres bekommt bzw. vergleichbares für deutlich weniger Geld. Die Hängematten sind aber definitiv nicht schlecht.

    • Offizieller Beitrag

    Leider wird dir hier niemand sagen können, welche Hängematte die richtige für dich ist. Da hilft dummerweise nur Probeschlafen. Trotzdem gibt es ein paar Anhaltspunkte, die vielleicht dazu beitragen dass die erste Hängematte kein Reinfall wird.

    Zunächst einmal gibt es in Europa leider keine besonders große Auswahl an (guten) Camping-Hängematten, insofern ist Hennessy keine allzu schlechte Wahl. Die Preise sind meiner Meinung nach akzeptabel, und als Anfänger kann man sich für ein Komplettpaket entscheiden, was den Einstieg erleichtert. Allerdings sind Hennessy Hängematten keine Leichtgewichte - auch wenn sie "ultralight" etc. heissen.

    Ich selbst bin wesentlich kleiner, und habe ein anderes Hennessy Modell - insofern beruhen meine Empfehlungen einfach auf den Angaben die Hennessy macht, und dem was andere Nutzer darüber schreiben. Die meisten Leute deiner Größe bevorzugen 11' (335cm) lange Hängematten - aber einige sind auch mit 10' (305cm) zufrieden. Die Ultralite Backpacker Asym Zip und die Hyperlite Asym Zip haben eine Ridgeline von 100", dürften also 10' lang sein; die Explorer Ultralite Asym Zip hat eine Ridgeline von 108", ist also vermutlich 11' lang. Ich würde dir raten 3,5m robusten Nylonstoff zu kaufen, und die Enden zusammen zu binden um zu testen, welche Länge dir am besten liegt.

    Platz für einen Winterschlafsack sollte auch in der kleinsten Hängematte sein, aber wie DL1JPH schon sagte, wirst du zusätzliche Isolierung von unten brauchen. Für den Anfang geht eine Isomatte - wenn du beim Hängematten-Camping bleibst, wirst du dir vermutlich irgendwann einen Underquilt (eine Decke die unter der Hängematte hängt, damit die Isolierung nicht zusammengedrückt wird) anschaffen. Wenn du erstmal eine Isomatte verwenden willst, würde ich dir eine doppellagige Hängematte empfehlen. Die Matte kann man zwischen die Lagen schieben - so rutscht sie nicht so stark. Die Hennessy Deep Jungle Asym Zip XL hätte bspw. zwei Lagen und ist ca. 11' lang, würde also rein von den Daten her vermutlich für dich funktionieren.

    Von DD Hammocks würde ich dir auf Grund deiner Größe eher abraten. Bis auf die Frontline XL sind die Hängematten meines Wissens alle nur 270cm - also 8.8' lang. Das halte ich bei 183cm Körpergröße für eher zu klein. Die XL ist immerhin 300cm lang, also knapp 10'.

    Die besten Camping-Hängematten gibt es in den USA - aber das kostet natürlich internationales Porto und Zoll.

    • Offizieller Beitrag

    Achja - wenn du dich für Hennessy entscheidest, dann nimm nicht das minimalistische Diamant-Tarp, sondern ein Hex-Tarp. Und wenn es finanziell möglich ist, ist Silnylon die beste Wahl - nicht die PU beschichteten Tarps. Also z.B. das Hex Rainfly 30D Silnylon.

    • Offizieller Beitrag

    Ich hatte mal eine Hennessy Expedition Asym Classic. Bin genauso groß wie Du und hatte keine Probleme mit der Länge. Was mich dann zu einem Umstieg veranlasst hat, war das Problem der Wärmeisolation von unten. Isomatte mit in die Hängematte reinnehmen war ziemlich umständlich wegen des Einstieges von unten und das von HH angebotene System (Supershelter) war mir zu teuer.
    Die Hennessy-Hängematten sind von guter Qualität, ebenso die DD Hammocks. Für den Einstieg und zum Erfahrungen sammeln würde ich Dir aber ein Billigmodell empfehlen.
    Meine Lieblingshängematte ist von ASMC und kostet nur 16,99€. Falls Du damit zufrieden bist: prima, da hast Du Geld gespart. Falls nicht, kannst Du Dir Beutel daraus nähen oder sie als Gear-Hammock verwenden und weißt nun schon mehr über Deine Bedürfnisse bei Hängematten (Länge, Breite, Dehnbarkeit des Stoffes, ...)

    Furchtbar, nicht? :)
    Du stellst eine konkrete Frage und bekommst sich widersprechende Empfehlungen. Lass Dich aber davon nicht entmutigen. Hängematten sind etwas ganz individuelles. Was dem einen gefällt findet der andere furchtbar. Welche Hängematte zu Dir passt, kannst leider nur Du allein herausfinden.
    Vielleicht hast Du ja Zeit und Lust, am Hängemattentreffen Ende August teilzunehmen? Da gibt es jede Menge unterschiedlicher Hängematten zu sehen, Du kannst sie betrachten, anfassen, probeliegen und Dir die Vorzüge und Nachteile zeigen und erklären lassen.

  • Vielen Dank für die Antworten. Meine wichtigste Frage ist auf jeden Fall beantwortet.

    Es war natürlich klar das wenn man im Forum fragt jeder eine andere Meinung hat, aber dafür frage ich ja auch. Ich habe einige Denkanstöße bekommen die ich mitgenommen habe.

    Mir war schon klar dass man in einer Hängematte für zusätzliche Isolation sorgen muss. Das Argument das sich der Schlafsack in der Hängematte zusammenpresst und deshalb nicht funktioniert verstehe ich einfach nicht. Ist doch klar das 'ne Decke, 'nen Schlafsack oder sonst ein Isolierungsmaterial sich zusammenpresst wenn man sich drauflegt. Das ist auf dem Boden und im Zelt nicht anders. Im Gegenteil an die Hängematte kann man halt noch was drunterhängen, das sich dann nicht zusammenpresst, das geht im Zelt/auf dem Boden nicht. Warum das immer wieder betont werden muss verstehe ich nicht. Ich meine im Winter lege ich mich doch auch nicht mit meinen Schlafsack auf den tiefgefrorenen Boden.

    Ich habe auch nicht vor direkt eine Wintertour zu planen, nur finde ich es gut zu wissen wenn die Option vorhanden ist und ich nicht direkt ein neues Modell brauche.

    Mir ist sehr wichtig einen passgerechten Moskitoschutz zu haben und keine separate Lösung, ein Tarp hätte ich eh dazu kaufen müssen.

    Bei meinen Touren habe ich auf jeden Fall gelernt das es sich lohnt Geld in Equipement zu investieren. Mit faulen Kompromissen oder schlechten Equipment auf Backpacking- oder Bikepacking-Touren zu gehen nervt und dann verliert man nur die Lust weiterzumachen. Von daher lieber gleich voll einsteigen. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen warum das mit einer Hängematte nicht mein Ding sein sollte. Sieht doch super aus! Ist alles dran was man braucht: Tarp, Mückenschutz, man liegt nicht in 'ner Pfütze und alle sagen das wäre ein super komfortables Schlafgefühl. Selbst wenn es nicht toll wäre zum schlafen, schlimmer als auf 'nem steinigen Abhang in Schräglage mit Rinnsalen unterm Zeltboden kann es doch gar nicht werden. Und das hat mich bisher auch nicht abgehalten wieder loszuziehen. Wichtig ist nur das das Setup mit meinem Solozelt mithalten kann.

    Allerdings habe ich mich in der Tat dann doch für eine Matte mit doppeltem Boden entschieden, es ist jetzt die „Deep Jungle Asym Zip“ von Hennessy Hammocks geworden. Das zusätzliche Gewicht schmeckt mir zwar nicht, aber ich hoffe, dass ich so noch meine Therm-a-Rest weiternutzen kann. Das wird wahrscheinlich auch ein Balanceakt in der Hängematte aber mal sehen. Zumindest muss ich nicht direkt in ein underquilt investieren.

    Wie macht ihr das denn in der Übergangszeit oder wenn es wie bei uns im Sommer in der Nacht 10° C wird? Habt da direkt nen Quilt unter der Matte oder nehmt ihr Isolation mit in die Matte?

    Mit dem Treffen finde ich eine gute Idee und habe auch richtig Bock zu kommen. Ich muss aber noch ein paar Sachen auf der Arbeit klären um zu wissen wann ich kann. Den [USER="17"]dendronaut[/USER] kenne ich ja eh schon (allerdings aus 'ner anderen Ecke).

    So, Gute Nacht allerseits und fröhliches abhängen.

    • Offizieller Beitrag


    Das Argument das sich der Schlafsack in der Hängematte zusammenpresst und deshalb nicht funktioniert verstehe ich einfach nicht. Ist doch klar ...
    Warum das immer wieder betont werden muss verstehe ich nicht. Ich meine im Winter lege ich mich doch auch nicht mit meinen Schlafsack auf den tiefgefrorenen Boden.


    Du hast es erfasst, Gratulation! Leider muss man es den meisten lange und aufwendig erklären, bis sie es wirklich verstanden haben. Sieh es uns deshalb bitte nach, wenn wir bei Dir schon vorhandenes Wissen noch mal zu vermitteln versucht haben.

    Ich ertappe mich übrigens selbst immer wieder dabei, über diesen Effekt zu staunen, obwohl ich ihn doch schon lange kenne. Im dicken Anorak ist es gemütlich warm, aber sobald ich mich (während das Kaffeewasser auf dem Spiritusbrenner heißgemacht wird) in die unisolierte Hängematte lege, wird es kalt am Rücken.


    Wie macht ihr das denn in der Übergangszeit oder wenn es wie bei uns im Sommer in der Nacht 10° C wird? Habt da direkt nen Quilt unter der Matte oder nehmt ihr Isolation mit in die Matte?


    Verschieden. Wenn das Packmaß keine Rolle spielt, nehme ich den Underquilt mit. Damit liegt es sich am bequemsten in der Hängematte.
    Bei weniger Platz im Rucksack kommt die Therm-a-Rest ProLite zum Einsatz, was aber in einer einlagigen Hängematte ein ziemliches Gefummel ist. Ständig verrutscht das Teil und liegt nicht da wo es soll. Eine Isomatte mit Flügeln (siehe hier) ist da schon angenehmer. Bei doppellagigen Hängematten besteht das Problem des Verrutschens eher nicht.
    Ja, und wenn gar kein Platz für eine Isolation im Rucksack ist, dann muss man sich eben vor Ort mit trockenem Laub oder Gras behelfen. Ich hab's einmal probiert und ziemlich gefroren. Das geht dann schon in Richtung Survival und macht nicht so richtig Spaß.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe für mein "Unterwegs-Setup" mehrere Schlafsäcke ineinander, mit einer doppellagigen DD Camping Hammock als innere Lage, sodass ich bei Bedarf einfach weniger Isolation mitnehmen kann. Mückenschutz erledigt sich dann auch, da man einfach zwischen die Stofflagen schlüpfen und den Reißverschluss zumachen kann...

    • Offizieller Beitrag

    Mir war schon klar dass man in einer Hängematte für zusätzliche Isolation sorgen muss. Das Argument das sich der Schlafsack in der Hängematte zusammenpresst und deshalb nicht funktioniert verstehe ich einfach nicht. Ist doch klar das 'ne Decke, 'nen Schlafsack oder sonst ein Isolierungsmaterial sich zusammenpresst wenn man sich drauflegt. Das ist auf dem Boden und im Zelt nicht anders. Im Gegenteil an die Hängematte kann man halt noch was drunterhängen, das sich dann nicht zusammenpresst, das geht im Zelt/auf dem Boden nicht. Warum das immer wieder betont werden muss verstehe ich nicht. Ich meine im Winter lege ich mich doch auch nicht mit meinen Schlafsack auf den tiefgefrorenen Boden.

    Du glaubst nicht wieviele Leute der Meinung sind, in der Hängematte bräuchte es nur einen Schlafsack. Selbige tröten dann in diversen Foren herum, dass man in einer Hängematte nur im absoluten Hochsommer schlafen kann, und versuchen anderen auszureden, mit einer Hängematte campen zu gehen... Insofern bist du schon mal 10 Schritte weiter :)

    Bei meinen Touren habe ich auf jeden Fall gelernt das es sich lohnt Geld in Equipement zu investieren. Mit faulen Kompromissen oder schlechten Equipment auf Backpacking- oder Bikepacking-Touren zu gehen nervt und dann verliert man nur die Lust weiterzumachen. Von daher lieber gleich voll einsteigen.

    Auch mit dieser Erkenntnis bist du deutlich weiter als sehr viele Einsteiger. Die meisten müssen erst schmerzhaft lernen, dass billig kaufen häufig deutlich mehr kostet als gleich in etwas anständiges zu investieren.

    Ich kann mir auch gar nicht vorstellen warum das mit einer Hängematte nicht mein Ding sein sollte. Sieht doch super aus!

    Mir ging es am Anfang ähnlich, aber trotzdem hat es etwas gedauert bis ich mich an das Schlafen in der Hängematte gewöhnt hatte. Wenn man sein Leben lang nur auf Matratzen oder Matten geschlafen hat, ist der Körper darauf konditioniert und findet es schwierig abzuschalten. Aber mit etwas Geduld und Übung (man muss auch erstmal lernen, so eine Hängematte richtig aufzuhängen und richtig darin zu liegen) wird es meist.


    Allerdings habe ich mich in der Tat dann doch für eine Matte mit doppeltem Boden entschieden, es ist jetzt die „Deep Jungle Asym Zip“ von Hennessy Hammocks geworden. Das zusätzliche Gewicht schmeckt mir zwar nicht, aber ich hoffe, dass ich so noch meine Therm-a-Rest weiternutzen kann. Das wird wahrscheinlich auch ein Balanceakt in der Hängematte aber mal sehen. Zumindest muss ich nicht direkt in ein underquilt investieren.

    Hast du die XL-Version (11') oder die normale Version (10') bestellt?

    Die Deep Jungle bekommt von den meisten sehr gute Kritiken und steht auch bei mir noch auf der Wunschliste. Ich denke du wirst zufrieden damit sein. Und wenn du die Aufhängung austauschst, kannst du auch noch ein wenig Gewicht sparen.


    Wie macht ihr das denn in der Übergangszeit oder wenn es wie bei uns im Sommer in der Nacht 10° C wird? Habt da direkt nen Quilt unter der Matte oder nehmt ihr Isolation mit in die Matte?

    Ich verwende eigentlich nur noch einen guten Daunen-Underquilt. Bis 0°C kann ich meinen Hammock Gear 20°F Incubator verwenden; allerdings lohnt es sich da zusätzlich noch einen Underquilt Protector (ein Stück winddichtes Ripstop dass über den Underquilt gehängt wird) oder einen Socken (eine Hülle aus Ripstop das die ganze Hängematte umschließt und die warme Luft hält) zu verwenden. Falls ich wirklich mal im Winter hängen will, habe ich noch einen 0°F Daunen-Underquilt. Falls das alles nicht ausreicht, oder mal eine Nacht kühler ist als erwartet, stopfe ich mir einfach mein Sit Pad (ich habe immer ein Stück Reflectix dabei = Luftpolsterfolie mit reflektierender Beschichtung auf beiden Seiten) zwischen die Lagen. Eine doppellagige Hängematte ist auch dabei von Vorteil.

  • Hast du die XL-Version (11') oder die normale Version (10') bestellt?

    Die Deep Jungle bekommt von den meisten sehr gute Kritiken und steht auch bei mir noch auf der Wunschliste. Ich denke du wirst zufrieden damit sein. Und wenn du die Aufhängung austauschst, kannst du auch noch ein wenig Gewicht sparen.



    Ich habe die normale Version bestellt. Vor allem aufgrund von [USER="14"]Mittagsfrost[/USER]s Aussage über die Hennessy Expedition, die normalen sind lt. Hennessy HP für Körpergrößen bis zu 6 Fuß, bei denen steht dann 180 cm, 6 Fuß sind aber 182.88 cm und ich bin je nach Tagesform ~183 cm, vielleicht auch 184 cm. Die 220 g Unterschied zur XL Version waren mir dann doch zu viel. Nun, ich werd's sehen wenn sie da ist. Das mit den guten Kritiken höre ich gerne. :D Ich werde die Matte ja dann hoffentlich zum Treffen mitbringen können.

    Klar Suspension wird auf jeden Fall gemodded. Ich habe u. a. diese schöne Video gefunden wo das Modding der Aufhängung gezeigt wir: Installing whoopie slings on a Hennessy hammock

    Die Order Bestätigung habe ich, jetzt muss das Teil nur noch in den Versand gehen.:clapping:


    Zum Thema Isolation möchte ich noch eine andere Frage stellen:

    Es gibt doch Zeiten/Temperaturen wo ihr ohne zusätzliche Isolierung in der Hängematte schlaft. Halt im richtigen Sommer wenn es Nachts auch wärmer ist. Ich schätze dann reicht auch ein normaler Schlafsack oder vielleicht einfach eine Fleecedecke unten drunter. Was macht ihr da, habt ihr da speziellere Lösungen oder stelle ich mir das falsch vor?

    Und vor allem wo hört für euch der Temperaturbereich auf? Ab welchen Temperaturen/Witterungen muss man sich Gedanken machen den Rücken zusätzlich zu isolieren?

    Mir ist schon klar das jeder ein anderes Temperatur Empfinden und einen anderen Komfort-Bereich hat, mir geht es nur darum Meinungen und Erfahrungen mitzubekommen. Jetzt ist ja auch Sommer ich möchte abchecken was ich für meine ersten abHäng-Versuche einplanen muss.


    Lieben Gruß, jetzt geht's zur Arbeit

    • Offizieller Beitrag

    Ohne zusätzliche Isolation VON UNTEN kann ich nur ruhig durchschlafen, wenn die Temperatur nicht unter vielleicht 30°C fällt. Das ist in unseren Breiten nachts wohl nie der Fall. Weil der Körper direkt an den dünnen Hängemattenstoff gepresst wird, gibt es hier im Gegensatz zu oben keine wärmende Luftschicht. Deswegen nehme ich mir auch in lauen Sommernächten mindestens ein dickes Badehandtuch, eine Fleecedecke oder so ein Silberdingens für die Autofrontscheibe mit rein.
    In einer dicken Baumwollhängematte geht es vielleicht auch ohne.

    Was die Isolation VON OBEN betrifft, so funktioniert es in einer warmen Nacht anfangs auch ohne. In der kältesten Stunde, so kurz vor Morgengrauen, muss ich dann mindestens mit einem Laken, einer Kufiya oder ähnlichem bedeckt sein, um ruhig weiterschlafen zu können. Isolierung nach oben ist weniger wichtig als nach unten.
    Ich hab mal bei 8° mit T-Shirt, Jeans und Jeansjacke in der Hängematte übernachtet. Von oben war ich mit einer Rettungsdecke zugedeckt und mir war von oben wohlig warm. Wenn die Dinger nicht direkt am Körper anliegen, wärmen sie erstaunlich gut.
    Was man im Sommer vielleicht mal probieren könnte: einen dicken Pullover mit in die Hängematte nehmen. Anfangs als Kopfkissen und später, wenn man vor Kälte aufwacht, einfach anziehen.

    • Offizieller Beitrag

    Für mich war es noch nie warm genug, dass ich ohne Unter-Isolierung hätte auskommen können. In sehr warmen/heissen Nächten schiebe ich manchmal meinen Underquilt auf die Seite, aber spätestens nach 30 Minuten fängt es an unangenehm zu werden, und ich muss den Underquilt zurück ziehen. Ein Thermometer habe ich bisher noch nicht verwendet, aber ich würde sagen, in den wärmsten Nächten hatte es so ca. 30°C. Allerdings schlafe ich extrem kalt. Wenn dieses Thema auf Hammockforums diskutiert wurde, meinten sehr viele (männliche) Hänger dass sie ab ca. 20°C keine Isolierung mehr bräuchten. In Florida gibt es wohl sogar Jungs, die sich unter die Hängematte noch einen Ventilator stellen...

    Mit der Isolierung von oben sieht es etwas anders aus. Im Bett könnte ich nie ganz ohne Decke schlafen, weil mir irgendwann kalt wird - aber in der Hängematte hatte ich ein oder zwei Nächte in denen ich tatsächlich "oben ohne" geschlafen habe. Gerade wenn der Underquilt sehr warm ist braucht man oben rum weniger. Insofern auch die Regel: lieber an der Isolierung oben sparen als unten. Umgekehrt funktioniert das nämlich nicht.

  • :yahoo: Wooooot, gerade ist ein Paket von Hennessy angekommen! :yahoo:
    [ATTACH=CONFIG]n5189[/ATTACH]

    In einen Sack verpackt? :crazy:


    Unboxing (unsacking?):

    [ATTACH=CONFIG]n5190[/ATTACH]


    Ich glaub da mach ich mal einen eigenen Unboxing/Testthread auf.

    Verdammt jetzt muss ich zur Arbeit, Spätschicht! :cursing: Ich schaff es bestimmt erst am Wochenende probe zu liegen...:scared:

  • Die Hängematte ist ja eingetroffen, wegen schlechten Wetters und um die Hängematte zu schonen, wollte ich die Matte erst mal nicht draußen aufbauen. Also musste ich noch Wandhaken für mein Zimmer besorgen.

    Am Wochenende waren dann großes Ausprobieren und Probeliegen. Als Vorabeinschätzung: Grundsätzlich eine tolle Hängematte, ich bin ganz begeistert. Der Stoff fühlt sich großartig an und das Liegen ist sehr komfortabel. Allerdings bin ich in der bequemsten Lage immer entweder mit den Füßen oder mit dem Kopf direkt ans Moskitonetz gekommen. Ich habe auch den Eindruck das ich gut noch etwas diagonaler liegen könnte aber dafür der Platz nicht ausreicht. Im direkten Vergleich zu meinen Erfahrungen vom Schlafen beim Trekking mit Matte auf dem Boden würde ich sagen, dass die Hängematte bequemer ist und besser abschneidet, Einschränkungen gibt es allerdings beim auf der Seite Schlafen. Hier fehlt mir allerdings die Erfahrung mit Hängematten allgemein und der Hennessy im Besonderen.

    Nach wirklich langem Überlegen und viel Hin und Her habe ich entschieden mich an Hennessy zu wenden und die Hängematte gegen die XL Version zu tauschen. Der Austausch selber scheint unproblematisch zu sein, leider muss ich dann aber doch diverse E-Mails mit Hennessy hin- und herschreiben. Daher zieht sich der Austausch aufgrund der Zeitverschiebung ziemlich hin. :mad:

    Fazit: Meine Hängematte ist jetzt auf dem Weg zurück nach Großbritannien, ich warte auf die Nachberechnung für das größere Modell und den neuen Versand.


    Daher gibt es jetzt keinen detaillierteren Bericht und leider auch keine Bilder, aber den Bericht werde ich nachholen, wenn die XL Version hier ist und ordentlich ausprobiert wurde. Dann werde ich auch noch meine Einschätzung des Supports mit berichten.

    • Offizieller Beitrag

    Das funktioniert bei den HH-Modellen nur auf der linken Seite, nach rechts kommt dir der Stoff entgegen und verhindert ein bequemes liegen.

    Witzigerweise habe ich das auch schon mehrfach umgekehrt gelesen (auf HF). Ich schlafe allerhöchstens in der 3/4 Seitenlage, kann das aber durchaus in beide Richtungen (ohne die Orientierung zu verändern).

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