Hängemattenständer aus Carbonrohren

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  • Wenn man die Rohre zusammenpackt (siehe Bild oben), hat man ein Paket von 14 cm Durchmesser und 57 cm Länge, das (neben etlichem anderen Gepäck) locker in eine Fahrradtasche von Ortlieb passt. Bei einem Modell mit zusammenschiebbaren Rohren ließe sich natürlich noch weiter Platz sparen. Allerdings plane ich sowas erst mal nicht. Mir reicht der Ständer wie er jetzt ist, völlig aus.

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    [USER="170"]Seitenschläfer[/USER] - nachdem du das Gestell ja mittlerweile recht häufig genutzt hast: wenn du nochmal eines bauen würdest, würdest du etwas anders machen? Zum Beispiel andere Rohrdurchmesser, Wandstärke, Längen o.ä.? Hattest du auch mal eine Gathered End Hängematte rein gehängt - sind die Maße dafür ausreichend? Ich möchte mir auch ein Carbon-Gestell bauen und würde Verbesserungsvorschläge einbeziehen.

  • Ich bin mit dem Ständer wirklich sehr zufrieden. Nachdem ich letztes Wochenende damit zusammengeklappt bin, habe ich natürlich nachgesehen, ob der Sturz Schäden hinterlassen hat, aber es ist alles im grünen Bereich. Die Stäbe sind vollkommen heil und fühlen sich nach wie vor sehr stabil an. Da ich damit noch ein DIY Zelt abstütze, sind sie sogar multifunktional. Ich würde den Ständer genau so wie oben beschrieben wieder bauen. Vielleicht könnte man mit dem Durchmesser noch ein paar Millimeter runtergehen, aber ich würde nicht unter 25 mm gehen. Gewicht spart man damit kaum noch. Da die Segmente je 50 cm lang sind, kommt man bei 5 Segmenten auf 2,50 m pro Stange. Für die Cross Hammock reicht das, ob das auch für die GE gilt, weiß ich leider nicht. Auch die Materialquelle ist top. Ich habe mir eben für ein anderes Projekt wiederum Carbonrohre über AliExpress bestellt und kann die Chinaware nur empfehlen.

  • [USER="349"]Omorotschka[/USER] hatte mal eine ge bei seinem Ständer probiert, wenn auch nicht aus Carbon, aber das ist ja für die Frage nach der Länge egal.

    OT: Die Diskussion über Ständer muss für außenstehende schon eigenartig klingen. Das Gesicht des unbeteiligten Anwesenden, als [USER="170"]Seitenschläfer[/USER] in's Telefon posaunte, dass er gut geschlafen hat, aber ein Mal mit dem Ständer umgefallen ist, war jedenfalls priceless! :lol:

  • [USER="170"]Seitenschläfer[/USER] Was mich bei den Carbonrohren interessieren würde: wenn man das Gestell auf hartem Boden aufbaut also z.B. in Innenräumen mit Parkettboden: die Stangenenden berühren den Boden ja nur mit einer sehr kleinen Fläche, auf der dann der ganze Druck lastet: macht das a, den Rohren nichts aus und wie ist es b, mit dem Parkett? [USER="4271"]Schaumkuppel[/USER] hat am tensa4 ja dicke Gummifüße, die sich allerdings recht schnell abnützen, weil sie eher weich sind, dafür aber nichts so leicht wegrutschen. Die Alustangen halten gut den Druck auf der kleinen Fläche.
    Hast du dein Gestell schon in Innenräumen aufgestellt und wie ist dein Eindruck?
    Ich habe gelesen, dass es evt. nützlich ist, auf das Rohrende eine passende Münze oder eine Unterlegscheibe zu legen und dann erst einen Gummifuß drüberzuschieben, damit das Rohr sich nicht so leicht durchdrückt. Was denkst du?

  • Ich habe meinen Hängemattenständer nicht für die Benutzung in Innenräumen konzipiert und glaube auch nicht, dass er mit den Endkappen aus Hartplastik dafür geeignet wäre. Ich benutze ihn draußen auf Waldboden, Wiese oder ähnlichen weichen Untergründen. Für die Innenraumnutzung müsste man eine ähnliche Lösung finden wie beim Original. Was mir bei meinem Tensahedron gefällt, ist, dass die Endkappen bislang sogut wie keinen Verschleiß aufweisen. Aber das kommt natürlich daher, dass ich ihn nur auf weichem Boden einsetze. Möglicherweise könntest du aber diesen Effekt erzielen, wenn du ein Stück hochwertigen Schaumstoff (Evazote) als Unterlage auf hartem Innenraumboden benutzt.

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    Heute habe ich mir den Tensa4 im Zimmer aufgebaut (das ist Millimeterarbeit), um zum ersten mal eine ganze Nacht in der HammockTent 90° Beta Hängematte zu schlafen. Ich hatte den Tensa4 bisher nur einmal probeweise aufgebaut, und da ist mir das Gestell beim Aussteigen prompt zusammen geklappt. Ich kämpfe noch damit, die Physik zu verstehen. Diesmal habe ich die Aufhängung auf einer Seite etwas länger gemacht, in der Hoffnung den Kipppunkt dorthin zu verlagern, wo er nicht stört. Viele Möglichkeiten habe ich allerdings nicht. Und beim heutigen Testliegen und Umdrehen in der Beta saß ich gleich wieder in der Venusfalle :/

    [USER="170"]Seitenschläfer[/USER] - wie verhinderst du, dass dir das Gestell über der Cross Hammock zusammen klappt? Bei der Gathered End muss man nur beim Aus- und Einsteigen aufpassen, weil der kritische Punkt auf der Längsliegeachse sitzt. Bei der 90° Hängematte sitzt er aber auf der Querliegeachse. Da wird die Gewichtsverlagerung beim Umdrehen zum Problem :ohmy:

  • Ich glaube, der Besenstiel würde nicht viel nützen, wenn die ganze Konstruktion auf die unabgestützte Seite kippt. Aber dem baue ich ja vor, indem ich nach beiden Seiten abspanne. Auf dem Wiese-See-Berg-Bild oben sieht man ganz gut, dass die Abspannschnüre von beiden Seiten zum Boden gehen. Dabei muss man nur aufpassen, dass die Spannung nach beiden Seiten recht locker ist, d.h. das Ganze schlackert etwas hin und her, solange niemand in der Hängematte liegt. Wenn du zu stark abspannst, geht es dir wie mir auf dem UL-Treffen.

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    Also hängst du deine Hängematte mittig auf, und lebst damit, dass das Gestell beim Umdrehen von einer Seite auf die andere Seite kippt?

    Leider habe ich im Zimmer keine gute Möglichkeit, das Gestell gut abzuspannen. Ein 16kg-Gewicht hat es problemlos nach oben gezogen :/

  • Ja, das Problem mit dem Abspannpunkt hatte ich auch schon oft. Was gut funktioniert ist, die Abspannleine an einer Türangel zu befestigen bzw. hinter einer Tür einzuklemmen, aber das geht natürlich auch nur, wenn wenn man danach viel Platz hat...
    Ich habe auch schon Schrankfüße genommen. (Bei großen Schränken geht das.) Regalen und Heizkörpern vertraue ich nicht so richtig, auch wenn es "nur" um eine Belastung von 10-15 kg (im Extremfall knapp 20 kg) geht...
    Meine Quintessenz war, dass der tensa4 für normale Zimmer doch ziemlich groß ist und dass es oft keine geeignete Abspannmöglichkeit gibt...... leider....

    Für Campingplätze ist er dagegen ideal, weil es oft keine Bäume im richtigen Abstand gibt und man nicht nur im Schatten, sondern auch in der Sonne hängen kann, was in der Übergangszeit sehr angenehm ist.

  • Eigentlich müßte es doch auch mit nur einem Abspannpunkt gehen. Die eine Gestell-Seite ist ja deutlich höher als die andere und wenn man an dieser Seite die HM-Aufhängung recht lang und auf der anderen Seite extrem kurz wählt, müßte die Ridgeline doch waagrecht einstellbar sein. Der Mittelpunkt der HM bzw. der Körperschwerpunkt kommt dann aus der Mitte in Richtung niedrigeres Ende, so dass das Gestell nicht zusammenklappen dürfte. (Stelle ich mir jedenfalls so vor - ohne es ausprobiert zu haben, weil ich keine 90 Grad Matte mehr habe)

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    Ich habe nicht viel Spielraum bei der Beta. Im Vergleich zu einer Gathered End hat die ziemlich viel Durchhang und eben eine kurze Ridgeline. Ich kann sie nicht sehr schräg hängen, weil ich dann auf dem Boden aufsetze. Das andere Problem ist, dass ich mit den Stangen kollidiere. Ich habe sie so schräg wie möglich aufgehängt und werde es jetzt testen :unsure:

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    Der Tensa4 kann nicht komplett zusammenklappen, weil die Decke zu niedrig ist :rolleye: Aber trotz Nachjustierung habe ich die Beta nicht so aufgehängt bekommen, dass ich mich in der Hängematte umdrehen konnte ohne die Venusfalle zu aktivieren. Das war einem erholsamen Schlaf nicht zuträglich. Dazu kommt, dass ich wieder ein schwitziges Gefühl hatte, obwohl ich über die Isomatte noch eine Daunendecke gezogen habe. Gegen 5 Uhr habe ich aufgegeben und bin in die Eldorado zurück gewechselt, um noch etwas guten Schlaf zu kriegen.

    Jetzt überlege ich schon die ganze Zeit, wie ich ein möglichst platzsparendes Gestell für den Indoor-Gebrauch bauen kann. Der Tensa4 ist bei meinen Zimmerabmessungen leider ungeeignet :(

    Und ich würde die Isomatte so gerne gegen einen Underquilt tauschen. Wenn man erst einmal den Luxus eines Underquilts kennen und schätzen gelernt hat, will man einfach nicht wieder zurück.

  • Ich habe probehalber den Tensa mal im Zimmer aufgestellt - mit untergelegten Isomatten und Abspannung an den Heizkörpern und Möbeln. Das funktioniert so gut wie draußen, ohne zu kippeln.
    Um einiges angenehmer ist für mich aber die Befestigung diagonal im Zimmer, an den Wandhaken.
    Die Frage des Underquilts kann ich für die Cross Hammock nicht befriedigend lösen. Ich habe zwar alle Materialien da, nämlich dünnen daunendichten Stoff und auch die Daunen. Aber ich werde vorerst keinen UQ nähen, weil man, besser gesagt ich, in der Cross Hammock nicht schlafen kann. Die oben abgebildete Matte hat eine Apex 130 g/m2 Isolation fest angenäht. Das reicht für Zimmertemperaturverhältnisse von der Wärmeleistung völlig aus und ist für ein entspanntes Ausruhen und ein kurzes Nickerchen top geeignet. Aber die Versteifung zum Fußbereich hin kommt eben erst durch die Isomatte zustande. Eine ganze Nacht kann ich so nicht schlafen - und deshalb verfolge ich das UQ-Projekt vorerst nicht weiter.

    • Offizieller Beitrag

    Danke für die Bilder. Dann mache ich irgendetwas falsch. Nur was? Auf dem Foto sieht es aus, als ob du ziemlich exakt mittig hängst. Ich dachte, dass das Gestell zusammenklappt, wenn das Gewicht genau in der Mitte hängt. Aber wenn das bei dir nicht der Fall ist, muss ich einen anderen Fehler machen. Wenn es nicht so unangenehm kalt wäre, würde ich draussen experimentieren, weil ich dort mehr Platz habe.

    Wandhaken sind bei meinen Porenbetonwänden leider keine Option :( Ich müsste wieder Balken andübeln; aber diesmal ist es noch komplizierter als für die Gathered End. Ich denke weiter nach.

    • Offizieller Beitrag

    Ich lese gerade nochmal die Antworten durch und stutze nun bei der Aussage:

    Die eine Gestell-Seite ist ja deutlich höher als die andere

    Mein Tensa4 hat 4 gleich lange Stangen. In der Anleitung gibt es auch keinen Hinweis darauf. Ich muss mich wohl auf Hammockforums durch die 184 Seiten lesen :/

  • Ich habe die 184 Seiten gelesen...
    Hier habe ich mal das Aufbau-Video angehängt, wo man gut sehen kann, dass die abgespannte Seite (das Fußende) deutlich höher ist als das Kopfende.
    https://drive.google.com/file/d/1HrE...AuBFvnsuZ/view

    Beim Aufbau ist es hilfreich, am Kopfende eine schwerere Tasche o.ä dranzuhängen, wenn man diese Seite nicht extra abspannen will. (Ich habe ja noch den Prototypen des Gestells, wo diese Abspannung noch gar nicht vorgesehn war. Sie ist auch nicht nötig, aber ein Gewicht am Kopfende erleichtert die Sache und verhindert ein Zusammenklappen recht effektiv)

    [USER="46"]TreeGirl[/USER] "Dazu kommt, dass ich wieder ein schwitziges Gefühl hatte, obwohl ich über die Isomatte noch eine Daunendecke gezogen habe."
    Wenn du die 90 Grad Matte nur zu Hause verwendest könntest du es so machen wie ich: ich hatte eine 5 cm starke Schaumstoffmatte gekauft und ins Mattenfach geschoben. Darauf schwitzt man nicht und die Matte ist nicht so steif wie eine Isomatte (selbst mit relativ wenig Luft drin), so dass ich ein besseres Hängemattengefühl hatte. (Es fühlte sich mehr nach HM als nach Bett an)

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