Hallo Zusammen,
gibt es hier jemanden der Erfahrungen mit der WB Ridgerunner hat? Wenn ja, was waeren Eurer Meinung nach die pros und cons? Ich bin am ueberlegen die eventuell mal auszuprobieren, dachte aber ich frag erstmal nach, bevor ich eine Anschaffung taetige....
Warbonnet Ridgerunner
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Erfahrungen mit der Ridgerunner hat wohl nur [USER="46"]TreeGirl[/USER], aber Erfahrungen mit Brückenhängematten generell können hier einige beisteuern.
Vorteile einer Brückenhängematte:
- Man liegt flach.
- Es lassen sich sowohl Underquilts als auch Isomatten bequem! (ohne Verrutschen) verwenden.
- Fehlende Abspannmöglichkeiten sind weniger tragisch, da man mit Isomatte auch "zu Boden gehen" kann.Nachteile einer Brückenhängematte:
- Man benötigt gegenüber der Reisehängematte einen größeren Baumabstand.
- Durch die Spreizstäbe ist das Gewicht und Packmaß größer.
- Brückenhängematten sind kippeliger.
- Das Anstoßen der Spreizstäbe an ein steil abgespanntes Tarp kann problematisch sein.Es ist eben (wie meist) eine Geschmackssache, ob man sich eine Brückenhängematte zulegt. Zur Firma Warbonnet läßt sich eigentlich nur Gutes sagen. Wenn Du also brückenhängemattengeeignet bist, ist die Ridgerunner eine gute Wahl.
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Es ist eben (wie meist) eine Geschmackssache, ob man sich eine Brückenhängematte zulegt. Zur Firma Warbonnet läßt sich eigentlich nur Gutes sagen. Wenn Du also brückenhängemattengeeignet bist, ist die Ridgerunner eine gute Wahl.Gibt es denn derzeit überhaupt andere Hersteller?
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Gibt es denn derzeit überhaupt andere Hersteller?
Die Frage hat sich auch schon mal jemand auf hammockforums.net gestellt. Hier der Faden. -
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Es gibt einige Brückenhängematten. Die älteste ist die Bear Mountain Bridge von JRB. Und die Eureka Chrysalis ist auch schon sehr viel länger auf dem Markt als die Ridgerunner. REI hat letztes Jahr den Quarter Dome raus gebracht. Und auf Hammockforums gibt es noch ein oder zwei Leute, die Brückenhängematten nähen; einer glaube ich speziell für schwerere Nutzer, denn die meisten Brückenhängematten haben nur eine Kapazität von um die 113kg.
Ich habe die Ridgerunner und die Chrysalis, habe aber nur wenig Erfahrung damit, weil ich sie eher unbequemer fand. Ich hatte mir die Ridgerunner auch geholt, weil so viele Leute davon geschwärmt haben, und ich dachte, dass sie nochmal bequemer als die Blackbird ist. Man liegt auf jeden Fall sehr flach. Ich finde Brückenhängematten fast wie schwebende Feldbetten. Leider haben sie auch die harten Kanten wie ein Feldbett. Für eine stabile Seitenlage winkele ich beispielsweise ein Bein an - das andere ist ausgestreckt. Bei meinen Brückenhängematten komme ich dabei mit dem Knie auf dem Seitengurt zu liegen, was ich extrem unangenehm finde. Deshalb habe ich dann doch wieder auf dem Rücken geschlafen. Abgesehen davon fand ich die Hängematten auch recht kippelig. Man gewöhnt sich daran, und es wäre für mich kein Deal Breaker gewesen, wenn ich ansonsten 100% zufrieden gewesen wäre. Aber zu diesen Nachteilen kommen auch noch der höhere Platzbedarf, das größere Gewicht, das größere Tarp (wenn man einen ähnlich guten Wetterschutz wie mit einer Gathered End Hängematte haben will), und die größere Windanfälligkeit. Deshalb bin ich bei meinen Gathered Ends geblieben.
Empfehlen würde ich eine Brückenhängematte wenn...
- ... du nicht gut auf dem Rücken schlafen kannst
- ... du beim auf-der-Seite-liegen die Knie nicht zu stark anziehst
- ... du nur auf dem Bauch schlafen kannst (allerdings gibt es immer noch eine leichte Biegung - insofern wäre eine 90° Hängematte vermutlich besser geeignet)
- ... du auf einen relativ freien Rundumblick Wert legst
- ... du nicht allzu empfindlich auf Zug reagierst
- ... du damit rechnen musst, häufiger auf dem Boden schlafen zu müssen (denn die Isomatte funktioniert in der BH sehr gut - im Gegensatz zur GEH)
- ... dir das etwas höhere Gewicht egal ist
- ... du dir die Verwendung eines Underquilts offen halten möchtest (für die 90° Hängematte gibt es keinen Underquilt)
Ich rate dir nicht vom Kauf der Ridgerunner ab, aber glaub nicht alles was die Leute über den achso tollen Komfort erzählen. Ich habe den Eindruck, dass sehr viele Brückenhängemattennutzer nie in einer für sie passenden Gathered End Hängematte geschlafen haben.
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Mir wurde auf Hammockforums im Übrigen geraten, bei Gelegenheit mal die Bear Mountain Bridge auszuprobieren, weil sie deutlich tiefer als die meisten anderen Brückenhängematten ist. Evtl. könnte das mein Knieproblem lösen, und weniger kippelig wäre sie auch. Natürlich ist der Rundumblick durch die hohen Seitenwände eingeschränkter. Wenn ich mal wieder in die USA komme, würde ich mir vermutlich eine BMB bestellen.
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hmmm....decisions, decisions. Ok, erstmal Vielen Dank fuer die ausfuehrliche Antwort! Da muss ich mir dann wohl noch etwas mehr research betreiben und mir nochmal die Karten legen, wenn es soweit ist.
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Empfehlen würde ich eine Brückenhängematte wenn...- ... du nicht gut auf dem Rücken schlafen kannst
Das verstehe ich nicht. Brückenhängematte für Nichtrückenschläfer?
Ich kann in der Brücke nur auf dem Rücken gut schlafen. Seitenlage funktioniert wegen des Knieeinziehproblems bei mir weniger gut. -
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Das verstehe ich nicht. Brückenhängematte für Nichtrückenschläfer?
Ich kann in der Brücke nur auf dem Rücken gut schlafen. Seitenlage funktioniert wegen des Knieeinziehproblems bei mir weniger gut.Das ist doch der einzige wirkliche Vorteil der Brückenhängematte. Die flachere Liegeposition erlaubt es auf der Seite oder auf dem Bauch zu schlafen, was in Gathered End Hängematten schwierig (aber nicht unmöglich) ist. Auf dem Rücken schläft man doch in der GE Hängematte am besten, es sei denn man hat besonders empfindliche Knie. Ich finde ja die höher gelagerten Beine extrem angenehm. Auf HF schreiben viele Brückenhängemattennutzer, dass die Liegeposition der Hauptgrund war, warum sie umgestiegen sind. Vermutlich liegen sie anders auf der Seite.
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Ich schlafe in der Regel in der Brücke auch auf dem Rücken. Aus meiner Sicht ist der größte Nachteil das "abhängen" im Lager. Eine GE hat einfach mehrere bequeme Liegepositionen. Gerade wenn der Regen einen unter das Tarp zwingt kann in der GE halb aufrecht/quer schön unter dem Tarp raus schauen.... In der Brücke ist das nicht so bequem zumindest auf längere Zeit.
Auch ist das mit den Spreizen ist wirklich ein Problem. Aber eines das sich schnell lösen lässt. Kork, Styropor, leerer Packsack.
Allerdings finde ich das man eine Bridge besser im StormMode unterm Tarp nutzen kann, da man nicht diagonal liegt und somit näher unter die Ridge kann ohne dass das Tarp immer an die HM schlägt (Sturm).Eine tiefe Bridge gefällt mir nicht so gut. Die Seiten drücken einfach an den Schultern. Ich habe mir extra um flexiebler zu sein eine EXPED Hyperlite in xl gekauft. Die ist sehr breit an den Schultern aber damit sind meine tiefen Schnittmuster auch nicht so überragend. Eine flache Bridge mit UQ hat da die Nase vorne. Klar sie ist kipplig aber rausgeflogen bin ich noch nie.
Die Bridge hat aber noch 2 Vorteile:
- bedingt durch die Bauweise der Brücke kann man den UQ immer gleich aufhängen und da bleibt er auch. Einmal eingestellt zieht nie irgendwo Luft rein. Egal wie oft man sich umdreht, für Pinguine geht oder sonst was. Während bei der GE man schon mal zurechtzupfen muss (gerade im Winter merkt man das).
-keine calf ridgeUnterm Strich ist die GE (richtige Proportionen vorrausgesezt) am besten zum Abhängen. Garten, Baggersee, zu Hause ----ganz klar GE.
Aber auf Tour ist ne Bridge dabei. Nicht nur weil sie durch die Trekkingstöcke als Spreizen leichter ist als all meine GE. Der normale Schlaf ist nen Tick besser und ich habe das Gefühl (wenn auch nur subjektiv) eine größere Sicherheitsreserve zu haben weil ich aus UQ und TQ mehr wärme raushole.... aber das sind Haarspaltereien. -
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Allerdings finde ich das man eine Bridge besser im StormMode unterm Tarp nutzen kann, da man nicht diagonal liegt und somit näher unter die Ridge kann ohne dass das Tarp immer an die HM schlägt (Sturm).
Hat dein Tarp keine Pull-Outs? Ich finde den Wetterschutz bei der GE viel besser, weil man das Tarp viel dichter über die Hängematte hängen kann, ohne es flacher abspannen zu müssen. Bei viel Wind benutze ich einfach die Pull-Outs.
- bedingt durch die Bauweise der Brücke kann man den UQ immer gleich aufhängen und da bleibt er auch. Einmal eingestellt zieht nie irgendwo Luft rein. Egal wie oft man sich umdreht, für Pinguine geht oder sonst was. Während bei der GE man schon mal zurechtzupfen muss (gerade im Winter merkt man das).
Ich klinge vermutlich schon wie eine Schallplatte mit Sprung - aber mit dem Wooki sind so ziemlich alle GE Underquiltprobleme Schnee von Gestern. Der Wooki bleibt auch wo man ihn hin gehängt hat, und nirgendwo zieht Luft rein.
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Ich klinge vermutlich schon wie eine Schallplatte mit Sprung - aber mit dem Wooki sind so ziemlich alle GE Underquiltprobleme Schnee von Gestern. Der Wooki bleibt auch wo man ihn hin gehängt hat, und nirgendwo zieht Luft rein.
Das liegt sicher an der unterschiedlichen Definition des Begriffes "Underquilt" bzw. der Frage, ob man den Wooki als einen Underquilt oder etwas ganz eigenes betrachtet. Stesch bezieht sich auf den herkömmlichen Underquilt, also nicht den Wooki.Ja wie ist das nun mit der Isolation nach unten? Gibt es drei Möglichkeiten (Isomatte, UQ und Wooki) oder nur zwei (Isomatte und Underquilt einschließlich Wooki)?
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Der Wooki ist ein Underquilt, denn er ist ja ein Quilt der unter der Hängematte hängt. Das Funktionsprinzip unterscheidet sich nicht von anderen Underquilts.
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Hat dein Tarp keine Pull-Outs? Ich finde den Wetterschutz bei der GE viel besser, weil man das Tarp viel dichter über die Hängematte hängen kann, ohne es flacher abspannen zu müssen. Bei viel Wind benutze ich einfach die Pull-Outs..
Doch natürlich. Bei Sturm gehe ich mit dem Tarp und Hm immer Recht weit runter. Eben flacher aufbauen. Und bedingt durch den geringeren Hängewinkel einer Bridge komme ich näher von unten ans Tarp.
Klar kann man mit einer GE Nähe ans Tarp. Aber wenn es zu nah wird drückt der Wind meist an einer Stelle zumindest gelegentlich das Tarp und an die Footbox. Mit Kondens auf der Innenseite wird die dann nass. Bei der Bridge bekommen es die Spreizen ab. Das meinte ich.Wenn's aussieht als würde es bald richtig rumpeln mag ich es halt kuschelig eng. Bei so einem Aufbau bilde ich mir ein vor dem Sprühregen etwas besser geschützt zu sein. Und da ich keinen UQ Protektor verwende könnte das dann doch einen Unterschied machen.
Naja wir gehn OT
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Ich war das Wochenende so genervt von der Draumr, ich hätte mir jetzt direkt eine Ridgerunner geordert. Leider keinen deutschen bzw. europäischen Shop gefunden
[USER="46"]TreeGirl[/USER] ist es bald soweit?
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