Ich hatte am Anfang auch Schwierigkeiten. Nachdem es mit 3mm Dyneema dann gut klappte habe ich immer dünneres Dyneema genommen. Als letztes habe ich 12 Dogbonnes für mein Tarp gemacht aus 1,0 mm Dynemma mit 0,3 mm Draht. Das geht auch ganz gut wenn man etwas Übung hat.
Überlegungen zum Aufhängungssystem - Hängematte und Tarp - Weitere Ideen?
Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
-
-
In dem Youtube Video waren 20 cm vorgegeben. Habe ich jetzt letztlich aber auch nicht gemacht, sondern exakt die 10-12 cm genommen, von denen auch du sprichst. Sowohl für die Ridgeline, als auch für die Dog Bones. Insb. bei der Ridgeline sollte es ja dicke genügen aufgrund der geringeren Belastung.
Achtung: Man muss zwischen dem Spleiss für das fixe Auge und dem Spleiss des verstellbaren Loops unterscheiden. Zudem kommt es auch auf den Durchmesser des Seils an.
Samson Rope empfiehlt die folgenden Masse:
- fixes Auge: 2 fids * 21 * Durchmesser in Inch => ergibt für 7/64"er-Amsteel 11,7cm
- verstellbarer Loop: 3.5 fids * 21 * Durchmesser in Inch => ergibt für 7/64"er-Amsteel 20,4cm (Dieser Spleiss wird dann etwas kürzer, weil der Mantel sich durch die Füllung verkürzt.)
Für Lash-It (1.75mm) ergäbe das entsprechend:
- fixes Auge: 2 fids * 21 * 1/16'' (1.75mm) => 6,7cm
- verstellbarer Loop: 3.5 fids * 21 * 1/16'' (1.75mm) => 11,7cm
-
Ich habe gestern das Spleissen von Zing-It (1.75mm) mit einem 0,5mm dicken Blumendraht ausprobiert. Der Draht, den ich erwischt habe, ist leider sehr leicht verbiegbar und bietet wenig Stabilität - vielleicht ist das der Fehler. Das funktioniert leider nicht so gut; da arbeite ich viel lieber mit der oben erwähnten Nadel (Grösse #16).
Ich vermute, mit einer Gitarrensaite aus Stahl (für Western-Gitarren), die bekanntlich sehr steif sind, würde es deutlich besser funktionieren: Die zweithöchste, eine B-2nd (ca. 0,36mm), oder sogar die höchste, eine E-1st (ca. 0,25mm), dürften beide deutlich besser funktionieren als der sehr biegsame Blumendraht, den ich da erwischt habe. Ich muss das unbedingt bei Gelegenheit mal ausprobieren.
Von der G-3rd (ca. 0,58mm) an abwärts werden die Saiten zunehmend dicker und vor allem sind sie umsponnen: Ich vermute, dass die sich fürs Spleissen nicht gut eignen: Die Rillen der Wicklung dürften sich eher kontraproduktiv auswirken.
-
Hmm... Bei mir ging es trotz leicht biegbarem Draht echt gut damit. Aber vielleicht ist deiner ja noch schlabberiger.
Die Gitarrensaiten sind ja auch nicht wirklich steif. Oder? -
Die Gitarrensaiten sind ja auch nicht wirklich steif. Oder?
Gitarrensaiten sind sehr steif, jedenfalls im Vergleich zu meinem Blumendraht! Damit kannst du, wenn sie durchs Abzwicken mit der Zange scharfkantig geworden sind, problemlos durch die Haut der Fingerbeeren bis auf den Knochen stechen. Das habe ich zum Glück noch nicht erlebt, ich habe mich aber schon ein paarmal beim Saitenwechsel aus Versehen damit in den Finger gestochen, so dass dieser blutete. Ob sie fürs Spleissen steif genug sind (d.h. so, wie ich es mag), muss ich aber auch erst ausprobieren. Ich kann nur sagen, dass ich die erwähnte Nadel gegenüber dem Blumendraht um ein Vielfaches vorziehe.
-
Okay dann wäre das auch noch eine Option. Dann brauch ich wohl ne neue Western Gitarre. Bin aktuell nur auf Nylon unterwegs.

Berichte mal, wie du damit klar kommst. -
Hab mal ein kleines Spleiss-Werkzeug aus einer 0.46mm dicken Gitarren-Stahlsaite (B-2nd) vorbereitet. Falls es sich bewähren sollte, raue ich die beiden Enden etwas auf und klebe es mit Araldit in den Holzgriff ein.
Die Drahtschlaufe ist rund 12cm* lang, der Holzgriff 11cm
*Der längste Spleiss, den man mit 1.5mm dickem Dyneema braucht, ist 11cm lang.
Ich editiere dann gleich diesen Post, sobald ich ein paar Eindrücke gesammelt habe:
* * * * * * *
Schon mal soviel: Die Gitarrensaite scheint recht steif und doch ausreichend elastisch zu sein, wie das folgende Bild zeigt:
Der Stahl der Gitarrensaite ist steif und elastisch zugleich
* * * * * * *
Habe nun mal ein Paar kleine Dog Bones aus Zing-It (1/16") gespleisst (kann man immer brauchen):
Kleine Dog Bones aus Zing-It (1.75mm)
Das ging recht gut, allerdings habe ich zum neuen Werkzeug noch nicht so recht Vertrauen gefasst. Ich wollte es ja nicht beim ersten Gebrauch gleich kaputt machen. Ich kann also noch nicht wirklich sagen, ob nun eine Gitarren-Saite besser fürs Spleissen von dünnem Dyneema geeignet ist als der Blumendraht oder die erwähnte Nadel.
Ich habe auf dem Weg zu den fertigen Dog Bones die Draht-Schlaufe noch etwas mit der Zange zugedrückt, um sie leichter in den Kern des Seils einführen zu können. Damit sie mir sicher nicht bricht, habe ich etwas Zing-It in die Schlaufe gelegt: So konnte die Schlaufe sicher nicht zu klein und damit brüchig werden.
* * * * * * *
Noch einmal habe ich ein Paar solcher kleiner Dog Bones gespleisst und dabei fleissig zwischen Nadel (Grösse #16), Blumendraht (0,5mm) und dem Spleiss-Werkzeug aus einer Gitarrensaite (0,46mm) abgewechselt. Meine aktuelle Reihenfolge, was die Nutzerfreundlichkeit anbelangt ist:
1. Nadel
2. Spleiss-Werkzeug (Gitarrensaite mit Griff)
3. BlumendrahtSpleiss-Werkzeuge: Messer, Ahle, Schreiber, Nadel, Gitarrensaite mit Griff, Blumendraht
Beim Blumendraht ist bei mir die Hauptschwierigkeit, dass ich die Schlaufe nur sehr schwer in den Kern des Dyneema einführen kann, ohne dass sie sich dauernd verbiegt. Das geht im Vergleich mit der Nadel sehr gut und mit dem Spleiss-Werkzeug ebenfalls deutlich besser als mit dem Blumendraht.
Die Ahle hilft beim Ausdünnen der Faserbündel und beim Ausweiten des Gewebes. Ein gut gespitzter Bleistift erfüllt den selben Zweck.
EDIT: Mein persönliches Ranking gilt für Zing-It / Lash-It 1/16", was knapp 1,6mm Durchmesser entspricht (offiziell als 1,75mm angegeben). Dünneres Dyneema habe ich bisher noch nicht gespleisst. Kann gut sein, dass ich da eine andere Reihenfolge hätte oder eine dünnere Nadel bräuchte.
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!