Erfahrungen mit Cumulus?

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  • Hallo,

    Ich habe zwei Underquilts von Cumulus, einen Selva 600 und einen Selva 120...

    Offstep, kannst du mir vielleicht sagen wie die Daunenkammern des Selva 120 konstruiert sind. Sind die Kammern einfach durchgesteppt, also Ober-und Unterseite des UQ direkt miteinander vernäht? Oder sind es richtige Kammern mit einer Wand zwischen den Kammern? Ich überlege gerade ob ich mir demnächst doch mal einen Sommer UQ nähe und ob ich mir den Aufwand mit Zwischenwänden bei einem Sommer UQ sparen kann. Danke und Grüße.

  • Bei mir sind das H-Kammern bei meinem Cumulus Underquilt.

    Ich habe mir jetzt einen Wooki-Style Sommerunderquilt aus einem Schlafsack genäht. Die ersten Testnächte waren ganz gut. :)

    Kann ich nur empfehlen. (Auch wenn es Fummelkram ist und die Optik nicht 100% ist) ;)

  • Den Sommerunderquilt habe ich aus einem Daunenschlafsack mit ca. 280g Füllung genäht.

    Wenn du schonmal eine Hängematte genäht hast ist das die Basis. Darauf dann im Wooki-Style der Schlafsack.

    Was das Nähen angeht ist es in der Theorie recht einfach. Ich fand es etwas tricky als ich durch die Kammern durchgenäht habe. Das ist einfach mehr Stoff als man braucht. ;)

    Carsten


    P.s.: Aber vielleicht sollten wir das Quilt basteln in einem anderen Thread diskutieren. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Carsten (6. Juli 2019 um 13:27)

  • MacStorch

    Sorry für die späte Antowrt...

    Beim Selva 120 sind die Kammern einfach durchgenäht.

    Meiner Meinung nach ist das bei einem derart sommerlichen Underquilt auch mehr als ausreichend;-) (und platz- und gewichtssparend, das Ding ist zusammengequetscht nicht wesentlich größer als ein Apfel...)

  • Mein Quilt ist heute angekommen 🙂

    Jetzt muss es nur wieder kalt werden

    Gut, dass ich den in 22cm breiter geordert habe, so passt er perfekt. Danke Konradsky für den Tipp!

    Macht auf den ersten Blick schonmal nen super Eindruck.

    Mfg,

    der Hillbilly

    Einmal editiert, zuletzt von Hillbilly 89 (31. Juli 2019 um 09:45)

  • Seit etwas über 1,5 Jahren kann ich auch etwas mitreden:


    Um was für Ausrüstung handelt es sich?

    Selva 600 & Taiga 360

    Wie lange, oft und unter welchen Bedingungen wurde die Ausrüstung genutzt?Habe die Nächte nicht genau gezählt, dürften aber schon ~3-4 Wochen draußen gewesen sein. Von Schnee bei -10°C bis +15°C war eigentlich alles dabei.

    Gab es Probleme? Wie sahen die konkret aus?

    Problem ist Ansichtssache, es war teilweise einfach deutlich zu warm von unten^^Richtige Aufhängung Underquilt-typisch etwas kompliziert, das kann man aber weniger Cumulus selbst ankreiden.

    Gibt es positives zu berichten?

    Netter Kundenservice, schneller Versand, gute Verarbeitung

    Würdet ihr nochmal etwas von Cumulus kaufen?

    Ja, etwas leichtes für den Frühjahr/Herbst steht schon auf der Liste.

    Einmal editiert, zuletzt von DerHänger (31. Juli 2019 um 00:19)

  • Moin,

    habe meinen Cumulus Selva600 mittlerweile etwas tiefergehend getestet, und werde davon in einem anderen Faden bald berichten.

    Aber erst mal Antworten auf deine alten Fragen:

    • Wer nutzt Ausrüstung von Cumulus?

    (Hiermit schon beantwortet.)

    • Um was für Ausrüstung handelt es sich?

    Cumulus Selva600 Underquilt.

    • Wie lange, oft und unter welchen Bedingungen wurde die Ausrüstung genutzt?

    Freizeit-Geniesser mit Winter-Anspruch, bisher mehrere Nächte im Wald und vorm Haus bei bis zu -3Grad und Morgentau, teilweise starker Wind. Stärkeren Frost habe ich noch nicht testen können, das mache ich nächsten Winter. Die kritischste Komponenta dazu ist aber sicher nicht der Selva600 sondern mein momentaner Schlafsack.

    • Gab es Probleme? Wie sahen die konkret aus?

    Nur 1x Anfängerprobleme: Durch geringe Erfahrung zu lose Abspannung und dadurch leichte Wärmeverluste nach Körperdrehung in der Nacht - die Gummikordel-stopper am Fuss-/ und Kopfende hatten sich leicht geöffnet. Das könnte Cumulus verbessern. (Sicher ich heutzutage mit einfachen Knoten - Problem auch so einfach gelöst, also halb so tragisch.)

    Die Kragen sind letztlich auch bei perfekter Schnürung (und trotz sehr weich) nicht immer 100% in der Lage, starken Wind vorm Eindringen am Kopf- oder Fussende zu stoppen, auch weil dort die Matte selber ja normalerweise zweifingerbreite Spalten offen lässt.

    Für einen Quilt dieser Bauart und Preisklasse (also einer, der nicht wirkich nahe der HM-Aufhängung zusammengeführt wird) eigentlich nicht anders zu erwarten. Naja und dass "Falten" der Hängemattenschnürung Wind reinlassen, müsste man eigentlich der Hängematte ankreiden statt dem Underquilt, andererseits kennen wir auch UQs in einem anderen Preisniveau, die dieses Problem mit länger-geführter Aufhängung in den Griff kriegen.

    Was ich aber mittlerweile mit dem Cumulus zu vermeiden weis: "Viertelsocke" bei stärkerem Wind, oder (wie von Morgenfrost vorgeschlagen) eine Regen- oder Windjacke vorm Fussende über der Firstline verknotet tut's auch. Dieses "Prinzipproblem" bei starkem Wind ist damit also auch gelöst.

    Da für Winter (-14C Comfort) gedacht, also etwas höheres Daunen-Füllgewicht (600g) und auch dichteres Aussenmaterial, ist der UQ natürlich etwas schwerer (870g) und voluminöser als ein Daunen-3-Jahreszeiten-UQ, was aber eigentlich kein Problem sondern halt "meine Wahl" ist. (Hinweis auf einen älteren Kommentar: Dass so leichte und bauschige Daune je nach Ortswetter auch Wasser aus der Luft aufnimmt und damit schwerer sein kann, halte ich für möglich, ich hab das nicht nachgewogen. Ich vertraue hier mal den polnischen Ingenieuren, die sicher kein Gramm teure Daune zuviel rein tun wollen dürfen.)

    • Gibt es positives zu berichten?

    KEINE NEGATIVEN ÜBERRASCHUNGEN. Der UQ hält was er verspricht, ist mollig warm, top Oberflächenmaterial (was ich so kenne und vergleichen kann), gute Verarbeitung, durchdachtes Kammer- und Gesamtdesign (für einen symmetrischen in der Preisklasse finde ich das durchaus!) und eigentlich überraschend gute Winddichtigkeit, wenn Kopf- bzw. Fussende anderweitig gesichert sind. (Ich hatte einmal bei Windstärke 7 mit Viertelsocke getestet und keine Wärmeverluste feststellen können!)

    Viele Befestigungslaschen an den richtigen Plätzen zum asymmetrischen Abspannen an unterschiedlichen (zumindest <3m-Einsteiger-) Hängemattentypen (werde später im separaten Thema davon berichten, viele Bilder gemacht), reichlich Gummikordel zum individuellen Konfigurieren beigefügt, einfache, praktikable Längs-Spanner.

    • Würdet ihr nochmal etwas von Cumulus kaufen?

    Denke jetzt über ein Topquilt nach. Mit meinem bisherigen Setup nutze ich die Winter-Möglichkeiten des Selva600 glaube ich noch nicht aus.

    Allgemein finde ich, es gibt in Europa nur wenige Hersteller von hochwertigen Daunenquilts und Hängematten (gibts überhaupt noch andere?). Sehr viel (unbestritten auch gutes) kommt ja offenbar aus US mit langen Lieferwegen, amerikanischen "AGBs" und wirtschaftlichem Nutzen eben v.a. dort. Einiges verschiebt sich sicher mit der Zeit nach Fernost.

    Hier hingegen bekomme ich eine Lieferung in wenigen Tagen (mit DHL), Zahlungs-, Geschäfts- und Rückgabebedingungen, die in EU geregelt sind, und vom Nachbarn dessen wachsender Wohlstand auch mir längerfristige Vorteile bringt.

    Wenn dann noch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und die Firma offen (und fähig) für Verbesserungsvorschläge* ist, und offenbar auch kulant mit den Kunden umgeht, dann kann man das doch nur unterstützen, oder?

    * Ich hoffe natürlich auch, dass Cumulus bis zum Kauf meiner nächsten (längeren) Hängematte noch weiterentwickelte zB. asymmetrische UQs im Angebot hat. ;)

    Gruss Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

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