Hilfe für Newbie: Luft unter den Beinen

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  • Hallo zusammen,

    ich hab da ein Problem, bei dem ich nicht weiter komm.

    Bei meinem selbstgenähten Underquilt (siehe hier) hab ich ständig eine sehr störende Lufttasche unter den Beinen, ab knapp oberhalb der Knie abwärts. Ich krieg die einfach nicht weg, hab schon alles mögliche ausprobiert (Quer-Zugband am unteren Ende ganz aufmachen, mehr und weniger Spannung auf der Primary Suspension, Abspanndreieck bzw. Haken an der HM Ridgeline, Position des Quilts, Liegeposition in der HM, ...). Mein derzeitiges Workaround ist ein zusätzliches Gummiseil, das ich im unteren Bereich des UQ angebracht habe und welches über die Ridgeline läuft, so dass hier Zug ausgeübt wird, der die Tasche beseitigt. Eine 50 cm EVA für die Beine macht's auch kuschelig, aber das ist auch keine echte Lösung. Und die kalten Stellen zu akzeptieren kommt auch nicht in Frage, das würde meinen Temepraturbereich um mind. 5 Grad nach oben schrauben.

    Wenn ich meinen Quit nicht schon nachgemessen hätte, würde ich sagen, dass ich die Innenfläche irgendwie länger gemacht hab als die kurzen Kanten des UQ. Das würde das Phänomen erklären. Ist aber nicht der Fall.

    Habt ihr eine solches Problem bei einem der professionellen UQs schon mal erlebt? Habt ihr einen Tip für mich?


    Vielen Dank und viele Grüße,

    Roland

  • Die Aufhängung des Quilts ist sehr straff gespannt, oben hab ich Kordelstopper zwischen den Abspannschlaufen und dem Kordelkanal (siehe Beitrag #21 hier). Die halten bombenfest. Der Quilt kann also an der Aufängung nicht zusammenrutschen. Das seh ich auch gut am Einfassband der Kanäle für das Gummiseil, die sind faltenfrei.

    Das Problem entsteht anscheinend weiter unten.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn du an anderen Stellen zwischen Hängematte und Quilt fasst, übt der Underquilt überall ausreichend Druck auf die Hängematte aus? Selbst wenn ich meine sekundäre Aufhänung straff spanne, reicht das häufig nicht. Es ist dann ein minimaler Abstand (1mm?) zwischen Hängematte und Underquilt. In wärmeren Nächten merke ich das nicht - aber wenn es kälter wird fange ich mitten in der Nacht plötzlich an zu frieren. Ich muss dann die Aufhängung so straff spannen, dass ich fast Angst kriege den Quilt zu zerreissen...

    Hast du schonmal versucht eine extra Gummikordel durch die Gurtschlaufen zu ziehen und die Spannung nochmal zu erhöhen? Einen Versuch wäre es vielleicht wert. Ansonsten habe ich keine Idee was das Luftloch verursachen könnte.

    Ich spiele mit dem Gedanken einen Underquilt zu nähen, der nicht ganz differential geschnitten ist. Wenn ich nämlich eine leichte Daunendecke zwischen Underquilt und Hängematte lege, brauche ich bei weitem nicht so viel Spannung, weil die Decke alle Luftlöcher ganz locker füllt. Wenn du also keine bessere Lösung findest könntest du zur Not ein dünnes Daunenkissen (Campingkissen, nicht Bettkissen) nutzen um das Luftloch aufzufüllen. Oder eine Daunenweste, falls du sowas nutzt.

  • Am Hintern und am Rücken liegt der Quilt optimal an, nicht der Hauch eines Spaltes. Ich merk das auch an der wohligen Wärme dort.

    Ich werde mal versuchen, die Spannung noch zu erhöhen, vielleicht hilft das ja. Danke für den Tip. Und die Idee mit dem Kissen hört sich auch gut an, werd ich ausprobieren, falls ich keine andere Lösung finde.

  • Ich hatte mir überlegt mit Transfer-Klebeband von der Cubenfiber verarbeitung nachträglich ein 3D shape zu machen. Eventuell auch mit Patex möglich. Vieleicht könntest du damit die Innenseite etwas anpassen.
    Primaloft könnte auch gut als Kissen funktionieren, da es etwas formstabieler ist als Daune.

  • So, ich hab jetzt rumproiert. [USER="46"]TreeGirl[/USER], Du hattest recht, durch Anbringung von zwei weiteren Gummikordeln an den Enden und ordentlich mehr Zug hat's das Luftloch rausgebügelt. Mir war durch Shugs UQ-Videos schon klar, dass man sehr streng abspannen muss. Deshalb hatte ich meine eine (!) Gummikordel schon bis kurz vor die Dehnungsgrenze gespannt. Ich hatte aber nicht bedacht, dass die nicht so viel Zug aufbauen kann, wie z.B. die Zwei-Kordel-Aufhängung von JRB.

    Jetzt ist das Loch weg, aber leider offenbart sich nun die fehlende Erfahrung Bau meines DIY Quilts: Durch den starken Zug dehnt sich offenbar das Nylon der Innenseite des Quits so stark, dass von nur noch etwa 1 cm Loft übrig bleibt. Ich hab den Unterschied zwischen der Außen- und Innenseite von vorn herein deutlich zu gering angesetzt. Da hab ich mich ordentlich verhaut - beim nächsten Quilt wird alles besser. ;)

    Hat einer von Euch schonmal die Breite der Innenseite eines Quilts irgendwie korrigiert? Ich denke da daran, Längsfalten reinzunähen. Einfach ein bisschen Stoff greifen und absteppen. Sollte doch eigentlich klappen, oder? Eine 0,5 cm hohe Falte pro Kammer, das wären bei 8 Kammern 8 cm weniger Stoff auf der Innenseite. Ursprünglich hatte ich innen 120 cm Stoffbreite, außen 138 cm. Mit der Anpassung hätte ich also Innen 112, außen nach wie vor 138.

    Meint ihr, das könnte klappen? Wie könnt ich's besser machen?

  • Das ist mir bei den Incubators auch schonmal aufgefallen, aber bevor ich meinen Quilt gebastelt hab. Wenn die das auch mit Abnähern realisieren, dann werd ich das wohl mal probieren. Löst dann gleich zwei Probleme: mehr Loft auch unter Spannung durch Verkürzen der Innenseite, und Beseitigung des Luftsacks unter den Beinen durch stärkeres Abnähen in Bereich der Beine.

    Hab leider noch nie einen professionellen UQ live gesehen, stehen da auf der Innenseite dann Stoffalten nach oben hoch? Ich vermute mal nicht, die machen die Abnäher wohl nach innen zur Daune, oder?

    Und noch eine Frage: Ich sehe beim Incubator D-Ringe oben auf den langen Kanten, sind mir vorher noch nie aufgefallen. Sind die dafür gedacht, zusätzlich über die Ridgeline abzuspannen?

  • Hallo,

    ich habe hier leihweise einen UW von Hammock gear.
    Die Abnäher zeigen nach innenin die Daunenlage.
    Am Kopfteil sind die geschätzt 60cm lang und jede Kammer hat einen
    Und am Fußteil sind die ca. 100cm lang.
    Kann auch sein, daß es andersrum gehört.
    Habe da nicht so die Ahnung.

    Gruss
    Konrad

  • Soderle, Abnäher gemacht, Luftloch weg, und der Quilt hat überall optimalen Loft.

    Der Fehler lag eindeutig in meiner UQ-Konstruktion. Ich hab die Innenseite zu groß gemacht. Ich hab im Bereich der Beine einen Zentimeter abgenäht, den Stoff also (bei 8 Kammern) um 16 Zentimeter (!) enger gemacht. Ab Mitte Oberschenkel hab ich 0,5 cm abgenäht, also insgesamt 8 cm weggenommen.

    Anfängerfehler also. Nächstes mal werd ich also nach der Berechnung noch ordentlich was draufschlagen. Ich hab jetzt innen etwa 105 cm Halbkreisumfang, außen 138 cm. Das wären rein rechnerisch 13 cm Loft. Wenn man den UQ aber schön straff anlegt bleiben davon durch die Dehnung der Innenseite nur etwa 5 cm übrig. Also gerade das, was ich ursprünglich wollte.

    Das Abnähen war keine schöne Sache. Einen befültlten UQ an der Nähmaschine zu bewegen und zu kontrollieren ist echt schwierig. Die Nähte sind sowas von schief geworden, der Quilt schaut jetzt ziemlich verschandelt aus. Aber das ist mir ziemlich wurscht, nachdem nun nach einem 2-stündigen Test bei 5 Grad ohne Unterwäsche und mit einem dünnen Topquilt nicht die kleinste kalte Stelle zu spüren war, egal wie ich mich reingelegt hab.

    Jetzt weiß ich, warum Shug seinen Quilt "Frankenquilt" genannt hat. Eigentlich müsste meiner auch so heißen.

    Und: Respekt für die Profis, so einen Daunen-Underquilt entwerfen und machen ist echt nicht ohne. Haufenweise Details, die man beachten muss.

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