Beiträge von Riippumatto-Joerg

    In Finnland tut sich mal wieder was.

    Der Zoll hat endlich mein RBTR-Päckchen freigegeben. Mit lindgrünem Inhalt, passend zur knallroten Chilischote (wie angekündigt).

    Im Prinzip kennen wir die Herangehensweise schon vom Wintertarp, aber diesmal ist das SilPoly ja UL also noch mal ein ganzes Stück dünner und dehnbarer.

    Die Dachkante habe ich wieder als Flat felled Seam genäht, also drei Nähte mit umgeklapptem Wulst, wie bekannt. Dieses Mal sind die Nähte schon fast parallel geworden.

    Für die Zugentlastungs-Kreisausschnitte habe ich noch auf der Webseite von RBTR bemerkt, dass es bei dem dünnen Stoff leicht zu Nahtloch-Dehnung v.a. an den Ridgelineverstärkungen kommen kann. Also bin ich Harry's Vorbild gefolgt und habe die Patches erst mal mit Silikon angeklebt. Leider hatte ich nur hochviskoses Silikon in der Tube, musste mit den Fingern kräftig drüberziehen, kann das Produkt vom Aussehen her also maximal noch als "Made In Finland" promovieren.

    Ich hoffe v.a das wird morgen trocken genug sein, um meine Nähmaschine nicht zu versauen.

    Hier die ersten Bilderchen.

    (Was es mit der Blitzentfaltung auf sich hat? Schön neugierig bleiben! ;) Evtl. erahnt es ja der/die eine oder andere schon anhand des Indizienmaterials...)

    Danke Euch!

    Nächste kurze Frage:

    Auf der RBTR-Seite habe ich bemerkt, dass der dünne UL Tarpstoff v.a. an den Ridgeline-Entlastungspatches gern Löcher aufdehnt. Deshalb nun radiale Stücke ähnlichen Materials/Dehnung (ok) und ausserdem wird zum Kleben statt radialen Nähen geraten. Weiss jetzt nicht, ob ich mir das Kleben vor dem Weiternähen antun will, SilNet hab ich jetzt nicht da, nur stark viskosen Silikon.

    Hatte jemand hier im Forum schon mal mit anderen Nähten und Richtungen Erfahrungen gemacht, also zB am Radial-Bogen der Ridgelineentlastung statt Flachnaht Zickzacknaht? Oder statt Naht entlang des Bogens mehrere zB Zickzack-Nähte in Normalrichtung dazu (also in Längsrichtung strahlenförmig von der Ecke zum Bogen hin)?

    Auf meine Frage, ob beim UL Silpoly die Seiten eine Rolle spielen:

    Im RBTR-Supportforum heisst es:

    "On standard Silnylon / Silpoly there is no difference between the sides."

    Also egal.

    Wenn man keinem Unterschied erkennen bzw. erfühlen kann, gibts eben offenbar auch keinen.

    (Kenne ja die Beschichtungsmaschine nicht. Offenbar ist die SIL-Beschichtung beidseitig...)

    Bedava ich meine Wind macht da große Unterschiede aus, und sicher auch die Luftfeuchtigkeit und die Aufhängung. Wibei du diese sicher bestmöglich beeinflusst hast, denke ich mal.

    Mit meinem DD UQ hatte ich schon gute -1 Grad Nächte auf dem Balkon ohne Wind, hatte aber bei ca. 8 Grad und Wind im Freien auch schon beim Mittagsschlaf mal gefröstelt.

    RBTR 12ft Hex Silpoly UL Tarp Kit limegreen: weiß jemand, ob die Seiten (oben/unten) irgendwie zu unterscheiden sind? Ich kann keinen Unterschied erkennen oder erfühlen. Falls es Unterschiede zB in der Stärke der Beschichtung gibt, will ich die natürlich nicht erst nach dem Zusammennähen bemerken. (Anfrage an RBTR auch schon gesendet aber evtl. ist ja hier jemand schon weiter...(?)

    Wow! Da werde ich ja ganz neidisch...

    War das beabsichtigt? Aber klar doch! :D

    Tatsächlich wars aber so: Die Vögel haben mich kaum schlafen lassen, die Wärme auch nicht. Am Morgen wars immer noch so warm, dass ich mir die Morgensauna dann doch nicht antun wollte und stattdessen nur baden war vorm Frühstück.

    Aber staun staun: in der Nacht, trotz bzw. dank nur kaum untergegangener Sonne konnte ich einen schönen orangenen Mond bewundern...

    Und beim Frühstück gabs dann noch allerlei Qietsche-Entchen im Sixpack:

    Hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt. :)

    Heute kam endlich mein limettengrünes Sommertarp in Einzelteilen an. Das wird (nach etwas surr surr) mit meiner knallroten Chilischote sicher ausgezeichnet harmonieren! (Hoffentlich regnet es dann also bald mal wieder!)

    Bis dahin hänge ich noch etwas im Schutze des Sauna-Vordaches.

    Heute Nacht wird es windig vom See her wehen aber vermutlich nicht merklich unter 20 Grad abkühlen. Auch eine feine Testnacht. Das Brennholz liegt zündbereit für eine Morgensauna im Saunaofen...:P

    Dann morgen noch arbeiten dürfte mir schwer fallen. Aber was soll man machen, hier an der finnischen Riviera...

    Hmm ja vielleicht.

    Aber rein technisch ist der Rucksack schon in Ordnung.

    Und auch das Marketing hat ja völlig prinzipientreu gearbeitet: "Vermittle dem Kunden niemals direkt das Gefühl, dass er manipulierbar, kurzsichtig oder gar dumm wäre. Und vergiss nie, dass er es ist."

    Muss dazu sagen, dass das vorherige 2019 Modell von einem Finnischen Trekking-Magazin als Testsieger hervorging und das Teil im Laden auch damit ausdrücklich beworben wurde. Was sicher auch Anteil an meiner Kaufentscheidung hatte.

    Das 2019-Modell (finde ich nun heraus) war aber 10Eur günstiger und v.a wog nur 1.1kg statt fast 1.4kg heute.

    Etwas enttäuschend, dass manche Unternehmen mit super Spezifikationen gute Reviews einholen (um damit zu werben) und kurz danach eines wenn nicht DAS wichtigste Kriterium dieser Produktkategorie Gewicht (pro Volumen und Preis) durch einen geänderten schwereren also sicher billigeren aber natürlich teurer verkauften Stoff zu ersetzen, ohne dabei den Namen zu ändern, aber dennoch mit alten Erfolgen werben, als das Produkt an sich noch ein ganz anderes war. Die Gewichtserhöhung ist ja nicht nur minimal sondern erheblich für einen Rucksack, der als besonders leicht angepriesen wird.

    Dabei werden die Preiserhöhungen in letzter Zeit oft mit gestiegenen Kosten erklärt.

    Ich werde den Rucksack natürlich trotzdem behalten und sicher auch schätzen lernen, wusste das Gewicht ja als ich ihn kaufte, aber irgendwie bleibt da ein blödes Gefühl, verarscht worden zu sein.

    Woran ich mich das nächste Mal auch erinnern werde.

    Schade Osprey und Scandinavian Outdoor!

    Ich hab mir (v.a. bei dünnen, rutschigen und unterschiedlich kombinerten Stoffen) einen Nähstil angewöhnt, immer den Stoff/Falz zwischen die Finger BEIDER Hände zu nehmen und mit SANFTEM Zug stückweise durchzuführen und regelmäßig nachzufassen (aber Stretch vermeiden!), anstatt dem Transportmechanismus der Maschine/Stoff-Konstellation zu vertrauen. Ist natürlich etwas langsamer aber ich spare mir mittlerweile das Umbügeln.

    Habe keinen Obertransportfuss und auch sonst eine einfache Nähmaschine. Bei guten Maschinen und mehr Kenntnis zur besten Einstellung wäre die beste Herangehensweise vermutlich genau andersrum ("Lass die Maschine ihren Job tun")?

    Dass sich die Rand-Einfassungen dann manchmal wegen Dehnung kräuseln, habe ich dann in Kauf genommen, ist reine Kosmetik und strafft sich unter Last wieder. Wurde mit der Zeit und Erfahrung aber auch besser.

    Bei Dicken Dingen wie Gurten opfert meine Maschine aber gern auch die Nadeln. V.a. im Rückwärtsgang.

    Das Verknäueln der Fadenanfänge habe ich mittlerweile in den Griff bekommen, indem ich die ersten zwei Umdrehungen komplett am Drehrad von Hand ausführe, dabei das lose Ende beim ersten Anziehen mit den Fingern etwas bremse und danach sofort abschneide, bevor ich maschinell weiter nähe.

    Reingezogene Anfänge und Enden (bei dünnen Stoffen bis an den Rand genäht) durch untergelegte Papierschnipsel vermeiden ...

    Mittagsfrost : Hmm ja klingt so als hättest du jetzt ein Dauerhängetarp für unterm Kirschbaum.

    (Oder anders ausgedrückt hat die Natur wieder ein Stück Kohlenwasserstoff zurückgewonnen und uns beeindruckend gezeigt, wer hier wirklich der Chef ist. Unter Zuhilfenahme von Vogelkacke und selbstgebranntem Kirschschnaps...)