Beiträge von Sundance

    Den Silverleden bin ich wie du vor einigen Jahren gegangen: Silverleden im Oktober 2023

    Den Höga Küsten Leden ebenfalls. Einen Bericht habe ich nicht geschrieben. Anreise mit Zug und Bus, Rückfahrt dann von Övik, kurz vor Tourende noch einen Abstecher zum Fjällräven Outlet. Recht viele Forstwege, richtig schön ist der Mittelteil. Hier gibt es weitere Rundwege; aber bitte nicht am Wochenende, da beliebt und nicht sehr remote.

    Empfehlen kann ich einen Abschnitt des Berglagsleden. Ist aber kein Rundweg, dafür sind die Busse recht verlässlich. Den bin ich ebenfalls gegangen.

    Ich antworte mal für wuppitom: Der LK35 ist eines der Modelle, welches von seiner Modifizierung lebt. Im Laufe der Jahre sind verschiedene Videos auf YT erschienen, in denen Menschen ihre Variante vorstellen.

    Das Modell ist von seiner Größe her (knapp 40 Liter) beim schwedischen Militär mehr so das gewesen, was bei uns unter Tagesrucksack laufen würde. Daher verfügt er über keinen eigenen Hüftgurt und auch die Schultergurte sind Massenware (breit, aber ohne Polsterung). Trotzdem ist der Rucksack genial simpel und auch das Außengestell funktioniert gut (Lastverteilung).

    Er war (?) mal in Bushcraft-Kreisen sehr gehyped. Da er schon länger nicht mehr hergestellt wird (übrigens wurde er von verschiedenen Herstellern für das Militär produziert) und die Restbestände abverkauft sind, sind die Preise inzwischen deutlich nach oben gegangen. Vor 25 Jahren konnte man ihn noch für kleines Geld kaufen, inzwischen nur noch selten.

    Neben der Standardvariante mit dem größeren Sack, ließ sich sich am selben Gestell auch ein Funkgerät befestigen. Und ich meine, dass es auch eine Variante beim Sanitätsdienst gab. Der große Bruder vom LK35 ist der LK70. Letzteren habe ich nie in den Händen gehabt, aber jetzt jemanden beim Dänischen Outdoor Festival gesehen, der damit unterwegs war.

    Dann brauchst du vermutlich auch einen Underquilt und ein Tarp?

    Ab und an gibt es auch Hängemattentreffen, aber vermutlich nicht so weit im Süden? Aber möglicherweise finden sich auch einige Münchener, denen du dich anschließen kannst? Oder die dir was ausleihen.

    Wenn du in Kiel wohnen würdest, dann hättest du heute gleich die Chance mit Hängematte in den Mai zu schlafen.

    Ihr könntet auch einen Teil des Sörmlandledens gehen und dann mit dem Zug zurück zur Ausgangsstation fahren. Muss man planen, geht aber ganz gut. Ist aber auch schon eine Strecke bis dahin.

    Der Arnäsleden ist jedoch noch viiiel weiter im Norden. Solltet ihr den doch gehen, dann würde ich den Nationalpark Skuleskogen mitnehmen, allerdings nur unter der Woche und nicht am Wochenende. Der ist Teil des Höga Kusten Wegs.

    Oder in der Nähe von Skövde gibt es einen Rundweg, der sollte auch passen; der ist aber eher zivilisationsnah. Ein großer Parkplatz von wo man starten könnte, ist aber vorhanden.

    Waffeleisen haben wir auch hier am Start. Braucht einiges an Fett, damit sich die Waffel gut löst. Und man braucht etwas Fingerspitzengefühl für Temperatur und Zeit, aber sonst richtig gut.

    Das Eisen war ein Geburtstaggeschenk für unseren Sohn...für Kinder, auch für schon sehr große, eine schöne Möglichkeit.

    Ich suche aber nach einer FeuerBox / Hobo, den ich darunter stellen kann...

    Ein Produkt, welches ich ebenfalls spannend fand, waren große Hobos / Fireboxes. Die gab es an verschiedenen Ständen in einer Größe von ca. 50x50cm. Sie standen in einer Feuerschale. Als Material wurde hier Stahl verwendet, allerdings dick, bestimmt 3mm. Stecksystem.

    Bei manchen Ständen konnte man Waffeln in diesen Petromax Waffeleisen machen, Marshmallows grillen, usw. Die fand ich genial für den Garten.

    Fotos habe ich leider nicht gemacht. Vielleicht hat OutdoorBuddy welche davon?

    Sollte jemand wissen, wer diese herstellt oder wo man solche beziehen kann, würde ich mich über einen Link freuen.

    Sanitäranlagen: Ja, gab es und und auch erstaunlich sauber. Manchmal musste ich anstehen, aber das hielt sich sehr in Grenzen (max. fünf Minunten).

    Es gab mehrere Toilettencontainer, die auf dem Gelände verteilt waren. Jede Toilette war für alle Geschlechter freigegeben. Desinfektionsmittel in jeder Kabine, Händewaschen war im Anschluss an den Toilettengang draußen möglich. Die dazugehörigen Seifenspender waren immer gefüllt.

    Duschen gab es keine (vielleicht Deo einpacken ;) und auch keine Stelle, um dreckiges Geschirr abzuwaschen.

    Hier ein kleiner Reisebericht über unseren Ausflug zur HangCon Europe bzw. zum Dänischen Outdoor Festival.

    Die Anreise erfolgte am Freitag gegen Mittag mit dem Auto bei strahlend blauem Himmel. Nach der Ticketkontrolle konnten wir auf das Gelände fahren, ausladen, aufbauen und anschließend den Wagen zum Parkbereich umparken. Das Outdoorfestival selbst beginnt wohl erst um 14 Uhr (für Tagesbesucher), die HangCon jedoch bereits am Donnerstag gegen 10 Uhr.

    Die Zeltbereiche:


    Unsere Matten hängen:

    Nach dem Aufbau sind wir (meine Tochter und ich) zum Ausstellerbereich geschlendert. Dieser war nach Themen sortiert: Vanlife, Messerhersteller, Kajak & Kanu, Outdoor-Shops, Hersteller und Distributoren, u.a. Dazwischen gab es zwei Bühnen und verschiedene Fressbuden sowie natürlich einen Bereich mit dem Schwerpunkt Hängematten, mit Ausstellern wie Lesovik, Dutchware, SuperiorGear, Ticket to the Moon, Onewind, Schwarze Biene und einigen anderen. Eno und Khibu hatten jeweils eine Matte aufgehängt (Khibu wurde von einem schwedischen Hänger betreut), waren selbst aber nicht vor Ort.

    Pommes zwischendurch:


    Nach einem ersten Rundgang und sehr netten Gesprächen ging es dann zurück zu unseren Matten, um Abendessen zu kochen.

    Dabei und danach haben wir uns mit unseren dänischen Hängnachbarn unterhalten. Diese hatten sogar ein kleines Bild vom „Seemann Theodor“ aufgehängt, das in den 50er-Jahren wohl in jedem zweiten dänischen Wohnzimmer hing. Je dunkler es wurde, desto mehr Lichterketten erstrahlten. Im Wald selbst war Feuer verboten, aber von den Zeltplätzen zog der Rauch unzähliger Lagerfeuer (in Feuerschalen) über den Platz.

    Bilder vom Hängemattenbereich:



    Und auch eine Crosshammock (hier wäre ein Tarp-Aufbau-Workshop angebracht):


    Nach einem kurzen Bummel über das Gelände ging es dann aber auch in Richtung Horizontale. Da der Himmel fast wolkenlos war, wurde es nachts bis auf 5 Grad Celsius kalt.

    Am Samstag war ich früh wach und konnte schon einen leckeren Liter Kaffee trinken, bevor es Spiegelei mit Speck auf Brötchen zum Frühstück gab. Das Wetter war eher bedeckt und gegen Mittag kam etwas Wind auf. Unser Platz war jedoch gut gewählt, sodass uns das nicht sonderlich gestört hat. Es war aber auch nicht viel anders als bei unseren Overnightern in Eckernförde.

    Frühstück:

    An diesem Morgen habe ich auch zwei weitere Hänger kennengelernt, die gar nicht so weit von uns zu Hause entfernt wohnen. Sie waren ebenfalls aus Deutschland zur HangCon angereist – für sie war es bereits das zweite Mal.

    Nach Frühstück und Zähneputzen (das war gegen die Mittagszeit) ging es wieder zurück aufs Festivalgelände. Dort haben wir uns erneut von Stand zu Stand treiben lassen, geschnackt und uns informiert.

    Hier konnte man Paddel bauen in einem Workshop:


    Was die Produkte angeht: Sehr spannend fand ich zum Beispiel, dass die neuen Matten von Exped im Vergleich zu denen von Nemo oder STS recht leise sind. Der Grund liegt darin, dass die Folie in der Matte in der Mitte der Kunstfaser-Isolierung liegt, während andere Hersteller sie wohl direkt auf die Außenhaut laminieren. Recht lange haben wir uns auch am Stand von Black Diamond bzw. dessen Distributor aufgehalten. Dort gab es einen frameless Rucksack mit 30 Litern, der mir gut gefiel, sowie Trekkingstöcke, die neu auf den Markt gekommen sind. Beides hätte ich mit einem 25%-Rabattcode bei Friluftsland (dem dänischen „Globetrotter“) bestellen können. Auch am Stand des Rab-Distributors haben wir länger gestanden und uns unterhalten. Rab hat eine neue Regenjacke aus 2,5-Lagen-Pertex mit einer Wassersäule von 20.000 mm, die in Größe M 116 g wiegt (fällt klein aus). Hier wäre ich ebenfalls fast schwach geworden. Spannenderweise empfahl mir mein Gesprächspartner insbesondere die Jacke, die Hose sei gerade mit Bergstiefeln und den entsprechenden Haken doch zu empfindlich.

    Am Nachmittag haben wir uns einen Vortrag von Johan Skullman über Prioritäten beim Überleben angehört (er arbeitet heute mit verschiedenen Marken als Produktentwickler zusammen).

    Anschließend gab es auf derselben Bühne die große Verlosung. Die Lose konnte man im Vorfeld oder direkt vor Ort kaufen. Wir hatten uns zu einem Investment von 25 € hinreißen lassen und immerhin ein Shelter/Tarp von Onewind gewonnen – gar nicht schlecht bei Losnummern zwischen 0 und 3000.

    Ebenfalls gewonnen haben wir (bzw. unsere Tochter) ein Paar Socken von Smartwool. Hier musste man innerhalb einer Minute aus einem Kasten zehn passende Sockenpaare herausfinden (von vielleicht 50 Paaren). Ich bin leider nur auf acht Paare gekommen, obwohl ich es jeden Tag versucht habe.

    Nach der Verlosung ging es zurück zu den Matten zum Abendessen. Später bin ich noch einmal über das Gelände gegangen. In dieser Nacht wurde es 2 Grad kalt.

    Als ich aufwachte, war der Himmel blau. Dick eingemummelt in meine Daunenjacke gab es erst einmal einen Kaffee. Im Laufe des Vormittags kam einer der Mitarbeiter von Dutchware bei uns vorbei, mit dem ich mich am Freitag schon länger unterhalten hatte. Ich hatte ihm erzählt, dass ich zum ersten Mal in einer Chameleon liegen würde (also in dem Ausstellungsstück). Daraufhin meinte er, ich solle ihm schreiben, wenn ich wieder zu Hause sei – er würde mir dann eine Matte zum Testen zuschicken. Daran erinnerte er sich offenbar, als er bei uns vorbeikam. Kurz darauf kehrte er zurück und gab mir direkt das Ausstellungsstück mit (11-Fuß-Variante). Beim nächsten Overnighter kommt diese also mit. Sie riecht bereits ebenfalls schon etwas nach Rauch, so dass das "Einliegen" bestimmt leicht fällt.

    Auch mit OutdoorBuddy habe ich an diesem Morgen noch einmal länger geschnackt. Er hat mich dann dazu verführt, später noch eine Petroleumlampe am Stand von Petromax zu kaufen (Versandrückläufer, 130 €). Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt, alles ins Auto gebracht und sind noch ein letztes Mal durch den Ausstellerbereich gegangen.

    Gegen 12 Uhr haben wir uns schließlich wieder auf den Weg in Richtung Deutschland gemacht. Zuvor haben wir dem Toilettenwagen noch einen letzten Besuch abgestattet.

    Würde ich wieder hinfahren? Vermutlich ja. Das DOF ist schon richtig groß, aber gerade die Aussteller – insbesondere die Distributoren – hatten Lust und Zeit, über ihre Produkte zu sprechen. Die Atmosphäre war entspannt, die Menschen nett, und es war oft kein Problem, ins Gespräch zu kommen.

    Den Spiritusbrenner im laufenden Betrieb neu zu befüllen, halte ich für eine Schnapsidee. Einmal kurz abkühlen lassen, dann neu befüllen und wieder anzünden ist die bessere Variante. Ich kenne kein Outdoorgericht, welches eine kurze Unterbrechung beim Kochen nicht verträgt. Alternativ kannst du dir zusätzlich einen Pot Cozy basteln - dann bleibt der Topf garantiert warm.