Beiträge von Cross Hammock

    Letztes Wochenende herrschten zum ersten Mal im neuen Jahr perfekte Winterbedingungen, die ich für einen Overnighter mit dem Gravelbike genutzt habe. Ein schöner Start in die Outdoorsaison 2025!

    Das Bike ist wahrscheinlich etwas kopflastig bepackt, aber ich hatte einfach nichts mehr, wofür sich die Mitnahme einer Satteltasche gelohnt hätte.

    Es ist immer gut, wenn man noch im Hellen ankommt.

    Als Zelt, Ofen und Hängematte aufgebaut waren,

    war es allerdings schon lange stockdunkel.

    Macht aber nichts, wenn man's trotzdem warm hat.

    Im Zelt war auch viel Platz, weil ich es ganz ohne innere Abstützung aufgebaut habe.

    Gegen 4 Uhr kam der Vollmond raus und hat gerade genügend Licht für dieses Handyfoto gespendet.

    Gegen den Mond musste die Stirnlampe nachhelfen, damit man was erkennt.

    Es blieb auch "wärmer" als mit minus 5 Grad eigentlich angesagt war.

    Aufs Tarp habe ich wie meistens verzichtet...

    ...und hatte freie Sicht auf einen wolkenlosen Tagesanbruch!

    Für einen angenehmen Start in den Morgen habe ich auch den Ofen noch einmal angefeuert.

    Das Trinkwasser war über Nacht zwar etwas dickflüssig geworden, aber nicht durchgefroren.

    Gefrorenes Kondenswasser gab es merkwürdigerweise nur am Fußende der Matte.

    Hier ist alles wieder eingepackt für den Start in die neue Woche!

    Cross Hammock hast Du eigentlich einen Tipp für eine gute pfaff Wartung in Berlin?

    Meine Maschine ist demnächst fällig, und ich werde sie wahrscheinlich zum Nähmaschinenzentrum Charlottenburg in der Wilmersdorfer 130 bringen. Eigentlich wollte ich das selbst machen, aber ich kriege das Gehäuse nicht demontiert…

    Es gibt einige Leute, die in der Cross Hammock mit eingeklapptem Fußteil sitzen können und so diversen Verrichtungen nachgehen, z.B. bieber1 . Ich selber mache das aber nicht und habe deshalb auch kein Video dazu aufgenommen. Mit den Whoopie Slings am Kopfende kannst du im Sitzen vermutlich nicht viel anfangen, der mögliche Verstellweg ist zu klein.

    Beim Bodensetup solltest du bedenken, dass alle Hängemattenstoffe, die ich benutze, unbeschichtet sind, d.h. der Stoff ist gegen mechanischen Abrieb nur wenig geschützt. Einlagig oder doppellagig macht da auch keinen entscheidenden Unterschied. Ich empfehle aus diesem Grund auch kein Bodensetup, aber es ist mit Unterlage prinzipiell möglich.

    Die Aufhängehöhe kann man leider nicht pauschal angeben; sie richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten. Im optimalen Fall braucht man bei 2-3 m Baumabstand nur eine Höhe von unter 2 m, wie heute ich (der Spot dürfte meinem Vorposter bekannt vorkommen):

    Etwas mehr Aufwand muss man bei mehr als 3 m Abstand betreiben, hier muss man etwas über 2 m am Baum hoch, aber das ließ sich (ebenfalls heute) mittels Trittstufen am Fuß des Baums erreichen (der rechte Aufhängepunkt war zu hoch):

    Richtig schwierig wird es bei über 5 m Abstand, dann hilft nur die Zuhilfenahme von Astgabeln, mit denen man die (hier nicht erkennbaren) Schlaufen am Stamm wie beschrieben "hochstochert" (hier habe ich letzte Nacht gehangen):

    Letztlich ist es meistens irgendwie möglich, die Cross Hammock abzuspannen. Den Vorteil gegenüber GE-Hängematten sehe ich darin, dass man auch mit Baumabständen unter 3 m etwas anfangen kann.

    Wenn es nur darum geht, die gerade Linie zu halten, finde ich das nicht sehr hilfreich, zumal es schwer sein dürfte, auf Silnylon zu kleben. Ich nähe die Silnylontarps mit einem Kappnahtfuß, der auch mit rutschigem Material gut funktioniert.

    Da sich die Gelegenheit bot, habe ich am Wochenende kurz entschlossen Freunde besucht, die in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt ein renovierungsbedürftiges Rittergut übernommen haben, und daraus ein Kulturzentrum machen wollen. Das ließ sich mit einer Radtour an der Elbe verbinden, die ich ja vor zwei Jahren abgepaddelt bin. Los ging es an der Mittelelbe durch eine urwüchsige und nicht überall mit Wegen versehene Flussauenlandschaft.

    Dann musste ich die Elbe auf der Autobahnbrücke überqueren und hatte einen spektakulären Blick elbaufwärts.

    Wenig später kam ich an meinem Ziel an, das schon in der Kreuzfahrerzeit bebaut wurde und heute ebenso pittoresk wie baufällig wirkt.

    Das Rittergut wurde seinerzeit direkt an die Kirche gebaut und man hat von innen einen direkten Zugang zur Empore der Kirche.

    Innen wie außen gibt es an dem Gebäude unendlich viel zu tun. Mein Job war es, Lehm anzurühren,

    der dann an den Wänden aufgetragen...

    ...und verspachtelt werden musste. Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Projekt weitergehen wird und wann dort Kulturveranstaltungen stattfinden werden. Geplant sind die ersten schon im August.

    Aber ich bin nicht nur zum Arbeiten dort gewesen, sondern habe in dem herrlich verwilderten Garten in einer mexikanischen Hängematte angemessen relaxt.

    Für die Nacht habe ich allerdings auf eine bewährtere Lösung zurückgegriffen.

    So sah das Ganze von außen aus.

    Heute bin ich dann mit dem Rad auf dem Elberadweg weiter gefahren. Ganz hinten am Horizont liegt mein Ziel: Wittenberg.

    Hier ist mein Equipment. Hängematte, Isomatte und Schlafsack passen in die Arschrakete, deshalb waren die anderen Taschen halb leer.

    Und so sieht es im Regionalzug aus, wenn man antizyklisch reist.

    Hat alles in allem viel Spaß gemacht!

    Falls noch jemand schwankt: das Wetter auf der Insel ist seit zwei Stunden niederschlagsfrei, 6 kg Pizzateig sind angesetzt, wir haben 2 kg Käse und 6 Liter Tomatensauce. Lasst euch von gegenteiligen Wetterberichten nicht abschrecken!