Beiträge von Cross Hammock

    Ich nehme den Faden hier mal zum Anlass, mein Bikepacking Setup vorzustellen. Den Hintergrund bildet eine Tour vom letzten Wochenende durchs wilde Brandenburg, auf der neben dem kompletten Übernachtungsgepäck, incl. Tarp auch ein Zelt plus Zeltofen mit an Bord war.

    So sah das Bike voll aufgeriggt aus. Schwere Teile wie der Zeltofen (obwohl 600 g nicht wirklich schwer sind) kamen in die Rahmentasche, Hängematte, Isomatte, Zelt und Kocher steckten in den Gabeltaschen, Schlafsack und Klamotten hinten.

    Kurz hinter der Stadtgrenze waren wir fast ausschließlich auf Wegen unterwegs, die auch mal etwas enger wurden.

    Der eigentlich spannende Teil ist aber das aufgebaute Lager.

    Wir hatten beide Cross Hammocks mit dabei, der Freund eine 2 in 1 aus Hexon 2.4, ich eine Standardmatte aus Cloud 71, die nicht wirklich schwer ist. Diese Matte biete ich aber regulär nicht an, weil die meisten Leute die wahrscheinlich in kürzester Zeit kaputt kriegen würden.

    Das DCF-Tarp fiel da schon etwas mehr ins Gewicht.

    Auf der Thermarest X-Therm würde ich auch bei zweistelligen Minustemperatur noch aushalten.

    Aber die entscheidenden Ausrüstungsteile sind das Zelt und der Ofen.

    Zusammen wiegen beide nicht viel mehr als ein Kilo -

    - verbreiten an kühlen Abenden eine sehr anheimelnde Atmosphäre - und sie passen eben ans Bike!

    Und man kann damit einen anständigen Schnitt fahren, auch wenn es durchs Gelände geht. Ich bin gespannt, was damit noch für Touren möglich sein werden!

    Bei dem Post auf dem amerikanischen Forum ist die Diskussion ein bißchen mü´ßig, das es da ja dann wahrscheinlich stark auf Anzahl, Material und Länge der Abspannleinen ankommt.

    Das finde ich auch und möchte noch auf einen weiteren Vergleich hinweisen. Anfang des Jahres war ich mit Moch bei Schneefall unterwegs. Am nächsten Morgen hatten sich das Silpolytarp und das Hot Tent richtig mit dem nassen Schnee vollgesaugt. Gegen das DCF Tarp klopft man einmal dagegen und der Schnee rutscht als Fläche ab. Das DCF Tarp war beim Einpacken nahezu trocken. (Das Hot Tent allerdings auch, weil wir nochmal eingeheizt haben).

    Alternativ gäbe es noch einen 40D mit 45g/m², imprägniert statt silikonbeschichtet. Der ist sehr günstig, aber schon wieder so günstig das ich Sorge habe am falschen Ende zu sparen.

    Ich kann diesen Soff empfehlen. Daraus besteht mein Hot Tent, das sich seit drei Jahren im Wintereinsatz bewährt hat. Es hat mittlerweile lediglich ein paar Brandlöcher, die ich mal flicken müsste. Wasserdicht ist es bisher (abgesehen von den Löchern) zuverlässig.

    Weil der Spätsommer in den letzten Tagen die Temperaturen noch mal deutlich über die 20°-Marke geschraubt hat, sind Moch und ich mit Kajak und Kanu für drei Tage ins Havelland aufgebrochen.

    Hängplätze zu finden war eigentlich nicht schwer, aber in dem Fall musste ich vom ufernahen Platz noch mal hierher umziehen,

    weil das Buchenpaar hinter Moch zu dick und die Böschung zu steil war.

    Der Platz hier sollte Omorotschka und noodles was sagen.

    Die zweite Campstelle hatte nicht nur einen schönen Heidekrautbewuchs zu bieten,

    sondern hielt auch alles parat, was man sonst noch so braucht.

    Aufs Tarp habe ich auch hier verzichtet, aber der Tau hat den Quilt am Morgen ziemlich durchnässt.

    Am dritten Tag ging's wieder zurück. Das war wohl die letzte Tour in diesem Jahr ohne Herbstfarben.

    Nachdem hier so viel Lobendes über die Evo Loops vorgetragen wurde (nicht zuletzt ja auch von mir), muss ich von zwei Erfahrungen berichten, die mein Vertrauen in diese Befestigungslösung etwas erschüttert haben. Der erste Vorfall ereignete sich auf der Hängematteninsel.

    Erst als ich die Hängematte wieder abgebaut habe, bemerkte ich, dass der Knoten durch das Auge durchgerutscht war und die gesamte Aufhängung am Knoten in der Daisy Chain hing. Hier ist ein Foto davon, bei dem allerdings die rechte Aufhängung nicht im Vordergrund stand, weshalb das Problem nur schwer zu erkennen ist.

    De facto hing während vier Tagen, innerhalb derer ich wahrscheinlich 20 Mal ein- und ausgestiegen bin (es gab viel Bier), die gesamte Konstruktion an einem einfach durchgesteckten Knoten!

    Zwar hat das die ganze Zeit gehalten, aber ein wenig fühlte ich mich beim Abbauen schon wie der Reiter über den Bodensee (wenn auch mit anderem Ausgang).

    Anders verlief die Sache vorletzte Woche. Da öffnete sich mit einem Knall, den ich noch vor dem Sturz realisierte, der Evo Loop und ich lag im Sand. Der weiche Untergrund verhinderte, dass da irgendetwas Schlimmeres passierte - weder mit mir, noch mit der Isomatte, noch der Hängematte.

    Auch hier existiert noch ein Foto vom Vorabend, auf dem man erahnen kann, dass der rechte Knoten etwas locker stecken könnte. Am meisten hat mich verwundert, dass sich der Unfall nicht beim Einsteigen oder Aussteigen - Situationen, in denen punktuelle Belastungen auftreten - ereignete, sondern quasi "aus dem Nichts" heraus. Ich kann es mir nur so erklären, dass die Evo Loops mit der Zeit doch ausleiern und man jedenfalls ganz genau kontrollieren muss, dass der Knoten so eng wie irgend möglich im "Knopfloch" steckt.

    Was meint ihr dazu?

    Das Netzzelt ist eine klasse Idee, sowas wäre auf der Insel vermutlich auch ganz hilfreich gewesen.

    Eigentlich sollte da auch Premiere sein, aber das Ding war noch nicht fertig. Wie sich herausgestellt hat, war es auch keine so gute Idee, keinen Eingang vorzusehen, sondern sich unten durchzuzwängen. Vor der nächsten Insel wird es an den Stirnseiten in der Mittelnaht Reißverschlüsse geben.

    Danke, Furbrain ! Am zweiten Segeltag erreichten wir den nördlichsten Punkt der Tour, den Strand von Vit kurz hinter Kap Arkona.

    Bei Windstärke 5 mussten die Kats an einem sehr steinigen Strand an Land gebracht werden (sieht hier nicht so aus, aber die gefährlichen Brocken liegen im Wasser). Bei dem Höllenlärm, den die Wellen machten, war an ein Abhängen zwischen den Masten nicht zu denken - und ich habe tatsächlich das erste Mal seit mindestens vier Jahren eine Nacht im Zelt verbringen müssen. Die halbe Zeit davon habe ich wach gelegen und mit meinem Schicksal gehadert!

    Da am kommenden Tag der Wind von Nordost auf Ost drehte, blieb uns nichts anderes übrig, als mit raumem Wind nach Hiddensee zurückzufliegen. Bei zwei Booten löste sich auf dieser Tour der aufgerollte Gennaker (das vorderste Segel), ließ sich auf See nicht mehr einrollen und schlug während der gesamten Fahrt im Wind - (nie wieder Topcat)!

    Auf Hiddensee haben wir es uns dann noch mal zwei Tage bei Flaute gut gehen lassen.

    Eine Nacht habe ich wieder in der Hängematte zugebracht - diesmal löste sich kein Evo-Loop.

    Der letzte Abend hatte noch einmal ein Erlebnis der besonderen Art zu bieten. Da es kaum Wind, aber dafür reichlich Mücken gab, errichteten wir wieder das Mückenzelt. Man hätte eigentlich am Horizont schon erkennen können, dass das keine besonders gute Idee war.


    Aber manchmal ist man einfach blind und will nicht wahrhaben, was auf einen zukommt.

    Etwa zwei Minuten nach diesem Bild waren das Gewitter und der Sturm am Ufer angekommen. Was dann passierte, habe ich so noch nie erlebt. Das Mückenzelt fiel innerhalb einer Sekunde um. In etwa 10 Sekunden stieg der Pegel um 30 cm und die an Land gezogenen Boote standen halb in den Wellen. Die Boote mussten wir als erstes weitere 5 m hochschleppen. Dass dabei meine Hängematte und vor allem das Tarp nicht zerrissen sind, begreife ich bis heute nicht. Die Hängematte flatterte dann auf 4 m Höhe am Mast, an eine Übernachtung darin war nicht zu denken, und so musste ich das zweite Mal auf dieser Tour (inzwischen im Dunkeln) ein Zelt aufbauen.

    Am nächsten Morgen war der Himmel wieder klar, aber der Wind nahm stetig an Stärke zu, sodass wir uns beeilen mussten, nach Altefähr zurückzukommen, um die Tour zu einem guten Ende zu bringen.

    Dafür mussten wir wieder voll gegen den Wind rauskreuzen. Die Gennaker haben wir vorher bei allen Booten abgebaut.

    Die Rückfahrt selbst war dann ein wahrer Höllenritt, bei dem ich mich so manches Mal gefragt habe, was ich hier eigentlich mache. Bei einem der anderen Boote riss in dem Sturm (Windstärke 6) das Hauptsegel, sodass der Kat mit dem Motorboot zurückgeschleppt werden musste.

    Das war die diesjährige Tour - ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

    Wie bereits letztes und vorletztes Jahr habe ich auch in diesem Sommer an einer "Ostseekreuzfahrt" auf Katamaranen teilgenommen. Diesmal hatten wir allerdings im Vergleich zu den Genusstouren der letzten Jahre etwas rauhere Bedingungen. Auch das eigentliche Ziel, die Umrundung Rügens, haben wir diesmal nicht erreicht, weil einfach der Wind nicht mitspielte.

    Los ging es für mich diesmal auf Hiddensee, wo ich mir wieder einen Hängplatz oberhalb des Strandes im Kiefernwald gesucht habe.

    Da uns von den letzten Jahren das Mückenproblem gut in Erinnerung war, habe ich für die diesjährige Unternehmung eine Mückenfestung mit den Maßen 5m x 3m x 2m genäht, die sich als ein wahrer Segen herausstellte. 29 m Moskitonetz, das entspricht knapp 45 m2 Fläche, wurden dafür verarbeitet. Das Gewicht liegt bei ca. 1 kg, aber leider ist das Packmaß recht groß (Wassereimer).

    Darunter kommen ohne Schwierigkeiten 10 Leute unter, aber man braucht auch mindestens 4 Leute, um die Konstruktion aufzustellen.

    Am nächsten Morgen ging es bei anfangs noch gutem Wind los in Richtung Rügen. Die Boote waren diesmal übrigens keine Hobie Cats, sondern Topcats, also etwas kleinere, aber dafür schnellere Modelle. Wie sich herausstellen sollte, waren sie für die zum Teil heftigen Windverhältnisse der kommenden Tage nicht so gut geeignet.

    Am ersten Segeltag allerdings schlief der Wind schon bald ein - und wir mit.


    Am Abend haben wir gerade mal Danske erreicht, Hiddensee war hinten noch in Sichtweite. Ich habe wieder die für mich optimalste Hängeposition eingenommen - zwischen den Masten der Katamarane.

    Am nächsten Morgen wachte ich sehr unsanft auf, denn einer der beiden Evo-Loops ging unvermittelt auf - und ich lag mit meiner Matte im Sand. (Davon berichte ich noch in einem gesonderten Faden.)

    Fortsetzung folgt...

    Danke für diese Neuregelung, die mir sehr gelungen erscheint. Ich würde lediglich vorschlagen, die Verhaltensregeln in einem Punkt genauer zu fassen. In den meisten anderen Foren gibt es eine Regelung, die z.B. in der Fassung des UL-Forums so lautet:

    "Konstruktive Kritik an der Art und Weise der Moderation sollte nicht öffentlich in Beiträgen geäußert werden. Besser ist es die Meldefunktion zu verwenden, oder aber das Feedback via PN an den betreffenden Moderator zu geben. In letzterem Fall gestattet der Sender dem Moderator allerdings seine PN an die anderen Moderatoren weiterzuleiten, falls der betreffende Moderator dies für hilfreich hält."

    In letzter Zeit kam es hier häufiger vor, dass sich einzelne Mitglieder veranlasst sahen, Moderatorenentscheidungen öffentlich zu kommentieren. Als jemand, der den Austausch über Hängematten sucht, haben mich diese Kommentare gestört. Sie trugen nichts zum sachlichen Austausch über das jeweilige Thema bei und haben auch die Diskussionskultur insgesamt beeinträchtigt. Daher würde ich es gut finden, wenn solche Kommentare verschwinden - und dafür braucht es eine Regelung.

    Alle, die hier teilnehmen, sollten sich meiner Meinung nach darüber klar sein, dass dieser werbefreie Abhängplatz im Internet nur existiert, weil eine handvoll Leute mit erheblichem Aufwand an eigenem Geld, eigener Zeit und einer Motivation, die ich nicht anders als idealistisch bezeichnen möchte, uns das ermöglicht haben. Und deshalb möchte ich, dass deren Arbeit hier wertgeschätzt und nicht behindert wird.

    Ja, eine Feststoffweste wäre zu voluminös. Ich bin auch sehr positiv überrascht, was alles an ein Rad ohne Gepäckträger ranpasst. Die Rahmentasche nimmt enorm viel Material auf, neben den Paddeln auch noch Werkzeug, Wechselsachen, Tarp und den kleinen Picogrill, den ich gar nicht benutzt habe. Die Ortliebtasche am Lenker hat eine geniale Befestigung mit Schnüren und braucht kein Gegenstück am Lenker. Nur die Tasche selbst werde ich noch umbauen, damit sie noch besser passt. Die Gabeltaschen halten nur mit Magneten an der Gabel.

    Während bei euch im gesegneten Norden die Hängematten vor Trockenheit reißen und die Heringe der Hängemattenständer aus dem knuspertrockenen Boden flutschen, sitze ich hier seit einer Woche im Dauerregen. Was man unter diesen Umständen macht? Man schnallt Hängematte und Boot ans Fahrrad

    radelt den "blauen Lech" hinauf (der unter den aktuellen Gegebenheiten allerdings eher dem schlammigen Mississippi ähnelt),

    verbringt eine Regennacht in der Hängematte,

    und stürzt sich dann am nächsten Morgen in die Fluten, um den Rückweg anzutreten.

    Das war allerdings nur für ein paar Kilometerchen auszuhalten, dann hat einen der Adrenalinpegel wieder zurück ans Ufer getrieben und man ist reumütig aufs Rad zurückgekehrt.