Beiträge von Waldläufer70

    Viele halten es wahrscheinlich für einen Fehler, aber die ersten Schritte werde ich mit meiner sowieso vorhandenen Exped Downmat und meinem Ajungilak Kompakt unternehmen, weil ich erstmal genug Geld ausgegeben habe.

    Verstehe ich total. Ich habe auch mit Isomatten angefangen.

    In einer Hängematte wird die Isomatte stark um deinen Körper herum gewölbt. Die Belastung der Längsstege nimmt dadurch zu, v.a. in den Bereichen, wo du die Isomatte nicht belastest. Du wärst nicht der erste, dem es die Stege abreisst. Mir ist das (bei einer zugegebenermassen nicht mehr ganz neuen UL-Matte von Exped) nach zweimaligem Gebrauch in der Brücken-Hängematte passiert.

    Vielleicht nutzt du besser eine selbstaufblasende Isomatte, doch selbst bei jenen ist es bei der Nutzung in der Hängematte schon zu Schäden gekommen. (Frag mal DL1JPH.)

    EDIT: Hier noch ein Faden zum Thema «Isomatten in Hängematten», damit du dir selber ein Bild machen kannst. Die Faktenlage ist wohl nicht ganz so eindeutig, wie ich sie oben dargestellt habe.

    Der Herr Wohlleben ist in der Forstbranche allgemein nicht sehr beliebt.

    Das ist mir nicht entgangen, deshalb meine Frage. ;)

    Das mit den Rückegassen, auf denen sich der Druck konzentriert, ist mir vorhin bei einer kurzen Recherche auch aufgefallen.

    Beim Druck auf den Boden habe ich die Vermutung, dass man zwischen der Kompression an der Oberfläche (Kraft pro Fläche) und der Übertragung derselben auf tiefere Lagen unterscheiden muss. In tieferen Lagen gewinnt der absolute Lasteintrag an Bedeutung. Ich denke, dass eine schwere Maschine den Boden deutlich mehr verdichtet als ein Wanderer, auch wenn die Schuhsohle punktuell einen höheren Druck auf den Boden ausüben kann als eine schwere Maschine mit breiten Reifen auf Reisigmatten. Wie gesagt: eine Vermutung.

    Danke für deine Einschätzung!

    Gibt es aus forstwirtschaftlicher Sicht allenfalls noch etwas zur Gefahr, von herabfallenden Ästen getroffen zu werden, zu sagen? (siehe unsere Gedanken und Vermutungen oben)

    Über den Daumen gepeilt solltest du die Mammock bei einem Baumabstand von 7m mindestens 240cm über dem Boden am Baum befestigen. Bei grösseren Baumabständen wächst diese Höhe weiter an. Zudem musst du den Stoff so stark vorspannen, dass ihr nicht bis zum Boden sinkt, wenn ihr euch reinsetzt. Sie dürfte unbelastet also unpraktisch hoch hängen, so dass der Ein- und Ausstieg nicht ganz einfach sind.

    Ich glaube, @Bernd Odenwald hatte seine mal mit auf einem Treffen... auch zur allgemeinen Bespassung. Wie waren denn da die Erfahrungen?

    Ich fürchte, eine Hängematte kann auch zu lang sein, um (unterwegs) sinnvoll nutzbar zu sein...

    Peter Wohlleben ("Das geheime Leben der Bäume") vertritt ja auch die These, dass der Waldboden durch die schweren Forstmaschinen zunehmend verdichtet werde. Wo das Wurzelwerk vor einigen Jahrzehnten noch viele Kubikmeter Wasser habe speichern können, sei der Boden heute oft dermassen komprimiert, dass nur noch für wenige Kubikmeter des kostbaren Nass' Raum sei.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das die Problematik noch verschärfen könnte.

    Wenn dann noch ein grosser Teil des Totholzes aus dem Wald entfernt wird (dieses wirkt u.a. ebenfalls als Wasserspeicher), so verschärft sich das Problem noch weiter.

    dawoidler, was ist von Wohllebens diesbezüglichen Aussagen zu halten?

    Ich weiß nicht, welche Baumarten alle dazugehören, aber bei mir waren es jeweils Eichen.

    Ich weiss es auch nicht, könnte mir aber vorstellen, dass die Buche auch dazugehört.

    Fast in jeder grösseren Buche sehe ich abgebrochene / abgeworfene vertrocknete Äste hängen. Entweder stammen sie von der Buche, in der sie hängen, selbst oder aber von einem benachbarten Baum. Da ich die Bäume erst intensiver beobachte, seit ich mit der Hängematte unterwegs bin, und die jeweiligen Sommer oft recht heiss und trocken waren, weiss ich natürlich nicht, ob dieser Umstand mit der Hitze / Trockenheit zu tun hat oder auch sonst typisch für die Buche ist.

    Danke für deinen Bericht zur Tour, die ja zum Glück nochmal gut ausgegangen ist.

    Den Platz ganz ohne dürre Äste gibt es wohl nur ganz selten. Für mich immer schwierig abzuwägen, was ich als «noch in Ordnung» einstufe und was definitiv «nicht geht». Dein Bericht verschiebt wohl meine Grenze wieder ein Stück von der ersten in Richtung zweite Einschätzung. Erschreckend finde ich, dass der Ast bei Windstille heruntergekommen ist. Damit würde man wohl wirklich nicht rechnen.

    Ich hängte meine Hängematte diesen Frühling mal unmittelbar neben einem toten Baum in einer eher dichten Fichtenplantage auf. Den Platz hatte ich auch nur gewählt, weil der Baum definitiv nicht in meine Richtung geneigt war, der einzige sinnvolle Platz vor Ort war, den ich angesichts der einsetzenden Dämmerung finden konnte, und – vor allem – weil es vollkommen windstill war. Windstille scheint aber definitiv kein ausreichendes Argument zu sein.

    Auch wenn ich die Chance, dass ein solcher Baum genau in der Nacht umfällt, in der ich dort hänge, für verschwindend klein halte (die meisten Totständer stehen ja noch Jahre nach dem Absterben und man wundert sich immer wieder, wann er denn endlich umfällt), so war das definitiv keine gute Platzwahl gewesen.

    Willkommen im Forum! – Eine schöne Hängematte hast du da!

    Du wirst sehen, das »wilde Hängen« ist gar keine so wilde Sache. Nach vielen guten Erfahrungen damit bei uns in der Schweiz, habe ich es kürzlich auch kurz in Deutschland ausprobiert. :)

    PS: Wenn du Bilder über den Reiter »Dateianhänge« unter dem Eingabefeld hochlädst, kannst du sie nach persönlichem Gusto im Text platzieren.

    Wir gingen am Samstagabend auch NEOWISE schauen. Im «Oberbaselbiet» (oberer Kanton Basel-Landschaft). Zuerst haben wir den Kometen mit dem Fernglas lange nicht gefunden, doch dann plötzlich war er da und dann sah man ihn sogar von blossem Auge. Beim Jupiter (ca. 180° in die andere Richtung) konnten wir mit dem Fernglas drei bis vier Monde erkennen; zumindest haben wir uns das eingebildet.

    Aber das Fotografieren haben wir gar nicht erst probiert; das überlassen wir gerne anderen, die das besser können. Danke für die Bilder! :)

    Wenn dir die 140cm zu schmal waren, dann auf jeden Fall die Double!

    Ich kenne keine der beiden Hängematten. Einige finden die Nähte bei der TTTM unbequem. Ich selber habe von früher her noch eine ENO DoubleNest (ca. 284cm x 190cm) und fand die Nähte nicht störend. Im Zweifelsfall aber vielleicht besser eine ohne Nähte. Die La Siesta Double scheint zudem 350cm lang zu sein. Das klingt auch schon mal nicht schlecht. Das sind – wenn man sich die Schlaufen wegdenkt – doch immerhin noch 320cm bis 330cm Hängematte. Die Clew-Aufhängung aus den Schnüren zählt auch zur Hängemattenlänge dazu.

    Reminder: Allenfalls könntest du noch eine mexikanische Hängematte in Betracht ziehen. Da könntest du dich – wie weiter oben angeboten – von alasiesta beraten lassen. Aber auch diese Hängematten kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich habe nur schon öfters gelesen, dass sie sehr bequem sein sollen, da sie den Körper sehr angenehm unterstützen.

    Stimmt, du hast ja bereits welche. Aber die im anderen Forum sind vielleicht froh um den Tipp. Das Gurtband von Extremtextil kann sich jetzt wirklich (fast) jeder leisten. Man kann auch mit Knoten arbeiten, muss also nicht mal nähen können. Zuschneiden (zweimal 3,5-4m), Enden mit dem Feuerzeug verschweissen und dann den Ewenkenknoten / Sibirischer Knoten (baumseitig) und den Schotstek / Becket Bend / Becket Hitch (hängemattenseitig) lernen. Das schafft jeder! ;)

    Die meisten nutzen 25mm, es gibt aber auch solche, die 35mm oder gar 50mm breite Gurte (z.B. Sicherheitsgurte fürs Auto) nutzen, um die Borke noch etwas besser zu schonen. – Ich denke, das ist das, was ich in diesem Forum in den letzten vier Jahren in etwa gelesen habe. Ich selber nutze 25mm breite Gurtbänder. Günstig und relativ leicht wäre dieses hier (18g/m); wenn du keine 100kg wiegst, reicht das gut aus. Leichter kommst du nur, wenn du Dyneema-Bänder oder ein Mischgewebe mit Dyneema verwendest.

    Achte darauf, dass du keine Nylonbänder (Polyamid) erwischst; das dehnt sich viel zu stark und bei Nässe sogar noch zusätzlich. Polyester oder Dyneema ist das Material der Wahl. Dyneema dehnt sich nochmal deutlich weniger, aber Polyester ist durchaus zu empfehlen

    Eine Breite von 1,50 m reicht für die meisten aus.

    Ich mit meinen 184cm Grösse mag es schon gerne etwas breiter. Mir reichen die 150cm (respektive die 146cm, die nach dem Säumen übrig bleiben) gut, wenn ich auf dem Rücken liege, ohne mich zu bewegen. Sobald ich mich aber auch mal auf die Seite oder von einer Seite auf die andere drehe, sind mir etwas mehr Breite sehr lieb. Meine Lieblingshängematten sind alle um die 180cm breit, was daher kommt, dass ich die extrabreiten Stoffe nur ungern zurechtschneide. Aber so rund 175cm hätte ich schon gerne. Anders würde es wohl mit einem integrierten Moskitonetz aussehen; da wäre ich wohl auch mit etwa 160cm Breite zufrieden.

    PS: Unter Tags lege ich mir auch gerne mal ein Stück Stoff übers Gesicht, um das Gesicht etwas abzuschatten; ungewollt ist mir das aber bisher noch nie passiert.

    Eine Hängematte von »Ticket to the Moon« ist rund 290cm lang. Die ist sicher nicht zu lang für 172cm, sondern eher auf der kurzen Seite. Eine Hängematte wird dann zu lang, wenn das Aufhängen umständlich wird, weil du immer sehr grosse Baumabstände brauchst. Aus meiner Sicht setzt dieses Problem aber erst etwa ein, wenn sie doppelt so lang ist wie du gross. – Wichtig ist natürlich, dass das Tarp zur Länge der Hängematte passt.

    Für 172cm Körpergrösse würde ich tendenziell eine Hängematte im Bereich von 305cm bis 335cm empfehlen (10 bis 11 Fuss). Vielleicht findest du aber auch eine Ticket to the Moon bequem; das müsstest du mal ausprobieren. Rein für die Wohnung könntest du aber selbst mit einer 12-Fuss-Hängematte nicht viel falsch machen, wenn sie von den Maßen her reinpasst. Die wäre unter Umständen sogar noch einen Tick bequemer.

    Die Menge 1000g an Apex Isolationsmaterial ist mehr als doppelt zu dem, was ich in meiner Thermomatte verwendet habe, sodass die Temperatur-Angabe m.E. realistisch ist. Wobei man die selbe sicher auch oberhalb 15 Grad gut benutzen kann.

    Die 300cm lange Hängematte (Standard) ist mit 1000g Apex gefüllt, die 330cm lange Hängematte (XL) mit 1100g Apex. Die Frage, die für die Isolationswirkung entscheidend ist: Wie viele g pro Quadratmeter sind da verwendet worden. Nur daraus kann man zu schliessen versuchen, wie gut die Hängematte isoliert.

    PS: Ich bin immer um eure Erfahrungswerte froh. Siehe hier.

    Danke für das Angebot deine DIY Hängematten auszuprobieren! Wenn ich wüsste worauf es ankommt würde ich meine Frau bitten, mir eine zu nähen, die ist Schneidermeisterin. Vielleicht lese ich mich da mal ein.

    Ich möchte im Vorstellungsfaden das Thema nicht vertiefen. Deshalb nur zwei Hinweise:

    • Du solltest herausfinden, welcher Stoff dir von der Dehnbarkeit her gefällt.
    • Du benötigst eine ausreichend lange Hängematte.* Als Breite sind 90% bis 95% deiner Körpergrösse meistens ideal, aber auch die gängigen 150cm breiten Stoffe können ausreichen.

    Das ist natürlich toll, wenn man eine Schneidermeisterin im Haus hat! – Ich habe die Nähgrundlagen von einer ausgebildeten Damenschneiderin lernen dürfen. Dabei entstand meine erste selbst genähte Hängematte. ;)

    * Ich habe meinen Grössenangaben für Hängematten den Faktor 1.9 zur eigenen Körpergrösse vorgeschlagen. Je nach Stoff und persönlichen Vorlieben kann sie aber durchaus auch kürzer sein. Es ging mir im Faden eher um sinnvolle Grössenangaben als Kontrast zu all den unglaublich kurzen XXL-Hängematten, die den Markt aktuell überschwemmen, und weniger darum, wie lange die Hängematte für jede Person zu sein hat.

    Viel Erfolg beim Stöbern, abwägen... würde mich nicht wundern, wenn dir deine Frau deine erste Hängematte näht. Es ist nicht schwierig.

    PS: Und scheue dich nicht, hier im Forum all deine Fragen zu stellen. Wenn es nur eine kleine Frage ist, hilft oft dieser Faden.

    Da hat's ja einige ganz tolle Aufnahmen darunter. Ganz besonders gefallen haben mir die Bilder von euren Lagerplätzen, aber es gab da auch ganz tolle Detailaufnahmen / Stimmungsbilder, die du ganz toll eingefangen hast!

    Die Nacht war super, wenn auch mit 3 Grad recht frisch und ich bin am Naechsten morgen von den Voegeln gegen 5 Uhr geweckt worden. Blöd nur, das mein Kumpel net vor 7 aufsteht 🤣

    Ich war ja letzte Woche im Schwarzwald unterwegs. Mein Wanderkollege, der bei früheren Unternehmungen meist länger schlief als ich, musste dieses Mal jeweils auf mich warten und hat sich schon mal einen Kaffee gekocht. Ich schlafe im Zelt meistens gut, in der Hängematte nicht immer. Dieses Mal ging es aber mit dem Schlafen in der Hängematte recht gut. Ich bin am Morgen meistens nochmal eingeschlafen und wachte erst um 8 Uhr wieder auf.

    Ich hab von 22.00 bis 5 fast durchgepennt.

    Im Zelt ist das ganz anders. Da waelze ich gefuehlt erst ne Stunde bis ich einschlafe.

    Das Durchschlafen kenne ich eher vom Zelt. In der Hängematte konnte ich – anders als du – oft sehr lange nicht richtig einschlafen (und wälzen geht da auch nicht so gut). Im Schwarzwald bin ich meistens recht bald eingeschlafen und hatte gefühlt weniger Wachphasen. Ich glaube fast, ich lerne das mit dem guten Schlaf in der Hängematte noch! ;)

    Danke für deinen (erneuten) Bericht!

    Hallo Christoph

    Dann sage ich als Schweizer dir mal als erster ein herzliches Willkommen! Deine Ecke der Schweiz kenne ich eigentlich nicht so gut, da sie von mir aus nicht gleich um die Ecke ist.

    Ja, es wäre ein Glücksfall, wenn du gleich mit deiner ersten Hängematte rundum glücklich würdest. Immerhin kann ich sagen, dass ich erst gerade mit meiner zweiten selbst genähten Hängematte im Schwarzwald unterwegs war und für meine Begriffe sehr gut darin geschlafen habe. Wenn eine Hängematte kein fest integriertes Mückennetz hat, lässt sich oft noch einiges für sich herausholen, indem man sie verschieden steil aufhängt, dabei mit der Liegerichtung spielt und allenfalls auch verschiedene Möglichkeiten, sie zu raffen (an den Enden zu fixieren), ausprobiert.

    Im Herbst findet in Südwestdeutschland ein Hängematten-Treffen statt. Da könntest du bestimmt so einige Hängematten ausprobieren. Ansonsten hat Hammock Fairy einen Haufen Hängematten zum Ausprobieren. Sie führt auch einen Shop mit zahlreichen Produkten aus Übersee. Und wenn es dich mal in die Gegend von Olten verschlagen sollte, so könntest du einige meiner selbst genähten Hängematten ausprobieren. Da es diese nirgends zu kaufen gibt, würde dir dies aber vielleicht nicht ganz so viel bringen.

    Viel Erfolg beim Stöbern und Ideen sammeln!