Ein Stück auf dem Westweg

  • Letzte Woche war ich mit einem langjährigen Freund ein paar Tage auf dem Westweg durch den Schwarzwald unterwegs. Da wir direkt vor seiner Haustür in Basel gestartet sind, erreichten wir den Schwarzwald genau genommen aber erst am dritten Tag. Zuerst mussten wir den Dinkelberg, ein Karstgebiet, das streng genommen noch nicht zum Schwarzwald gehört, durchqueren. Wir hatten uns für die östliche Variante des Westwegs entschieden, weil es uns auf diesem Weg leichter schien, alle paar Tage unsere Vorräte aufzustocken.


    Wir hatten beide unsere Hängematten dabei: er seine Warbonnet Blackbird XLC und ich mein überarbeitetes Opus 2 aus dem Jahr 2016 (meine erste ganz ohne fremde Hilfe genähte Hängematte) mit dem ebenfalls überarbeiteten Moskitonetz im Fronkey-Style.


    Hier ein paar Impressionen:


    Zweimal der Blick zurück aufs Jura-Gebirge in der Schweiz




    Pause kurz vor Degerfelden






    Die erste Übernachtung hatten wir bald nach Degerfelden an einem wenig spektakulären Ort, der aber seinen Zweck erfüllte. Am Morgen bauten wir unsere Hängematten bei leichtem Regen ab.


    Am zweiten Tag führte uns unser Weg über den Hohen Flum, der mit seinen 536m ü.M. den höchsten Punkt des Dinkelbergs darstellt. Ein ganzes Stück vor Hasel verliessen wir den offiziellen Wegverlauf, um uns ein idyllisches Plätzchen für die Übernachtung zu suchen.





    Am Tag vor dem Aufbruch hatte ich mir noch einen Sonnenhut genäht. :)


  • Der dritte Tag führte uns über die letzten Ausläufer des Dinkelbergs nach Hasel.



    Nach einem Instantkaffee und dem Auffüllen unserer Wasservorräte wagten wir uns an den Aufstieg in den Schwarzwald.



    Ein letztes Mal fiel mein Blick auf den Fernsehturm von St. Chrischona bei Basel.




    Bald hatten wir die Hohe Möhr auf 989m ü.M. erreicht, wo wir eine ausgiebige Pause machten. Der Weg hatte es in sich und unsere schweren Rucksäcke waren durchaus zu spüren. Doch immer wieder konnten wir uns an schönen Ausblicken in die Ferne erfreuen.




    Da und dort machten wir eine Pause, um etwas durchzuatmen, uns an einem Brunnen zu erfrischen oder uns sonst etwas Gutes zu tun.



    Kurz vor dem Dietenschwander Kopf machten wir uns an den Abstieg in Richtung Todtmoos. Dort wollten wir am nächsten Tag unsere Vorräte auffüllen. Ziemlich erschlagen von den vielen Höhenmetern fanden wir bald einen wunderbaren Platz für die Nacht. Zum zweiten Mal spannte ich mein Tarp in der Schlangenhaut über die Hängematte, liess es aber in der «Verpackung», da ich den Blick in die Baumwipfel geniessen wollte.



  • Hier noch ein paar Fotospielereien vom dritten Abend:





    Der nächste Morgen empfing uns erneut mit viel Sonnenschein.




    Der sanfte Abstieg nach Todtmoos war sehr schön.




    Da mein Wanderfreund doch einige Blasen mehr als erwünscht hatte und aus unerfindlichen Gründen mein linker Fuss stechend schmerzte, beendeten wir unsere Tour in Todtmoos und liessen es uns dort (auch kulinarisch) gut gehen, bevor wir wieder nach Basel zurückreisten.


    Zum ersten Mal seit dem Sommer 2015 habe ich wieder einmal drei Nächte am Stück in der Hängematte geschlafen. Die erste Nacht war für mich nicht besonders erholsam, doch die beiden folgenden konnte ich geniessen und schlief erstaunlich gut! :)

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