Sagt mal, wie markiert ihr eigentlich die Kettenlinie vor dem Zuschnitt, rechnet ihr das in gewissen Abständen mit cosh aus oder druckt ihr euch auch (angereihte A4-?) Schablonen aus (geeigneter Web-Calculator?) Oder einfach die Tiefe der Kurve (zB. 20..25cm) angetragen und den Rest von kunstvoll geschwungener Hand (wohl kaum...)?
A4-Blätter an den kurzen Seiten zusammenkleben und mit einem Faden die Kurve produzieren, dann alle rund 10 Zentimeter einen Punkt und diese dann mit dem Lineal verbinden. Auf den Stoff heften und der Kurve entlang schneiden. So habe ich das bisher gemacht. Wenn man den tiefsten Punkt der Kurve nicht in der Mitte haben möchte, kann man den Papierstreifen an der Wand zum Ermitteln der Punkte entsprechend schief befestigen. – Dieses Vorgehen ist aus meiner Sicht einfach und ergibt tatsächlich eine Kettenlinie.
Hat man mal eine passende Kurve gefunden, die man reproduzieren möchte, so muss man entweder die Schablone aufbewahren oder alle rund 10 Zentimeter den Abstand vom Rand messen und protokollieren.
Gibt es auch +/- Richtlinien für angepasste Kurventiefe je nach Stoffdehnung und Nutzergewicht, oder ist die Kettenkurven-Tiefe rein eine Frage des Längenverhältnisses und Aufhängewinkels?
Insgesamt braucht eine längere Liegefläche auch eine tiefere Kurve. Ansonsten gehe ich davon aus, dass elastischere Stoffe auch eine tiefere Kurve benötigen, weil diese – gerade in Schussrichtung – doch deutlich dehnbarer sind, was den Effekt der Kurve etwas abschwächt.
Höheres Nutzergewicht führt entweder zu weniger dehnbaren Stoffen oder zu tieferer Kurve (oder beides kombiniert).
Wer einen steileren (grösseren) Aufhängewinkel wünscht, wird die Kurve auch eher tiefer machen, als beim Fokus auf einen flacheren Aufbau. Eine tiefere Kurve hilft also auch, die Belastungen insgesamt zu reduzieren.
Ich würde bei einem mittelmässig dehnbaren Stoff für die Tiefe der Kurve rund 10 Prozent der Stofflänge empfehlen.