Ich habe fast alle meiner Hängematten mit Evo-Loops ausgerüstet, nutze sie aber zu Hause quasi täglich mit Karabiner, da ich hier eine deutlich schwerer aber schnellere Aufhängung bevorzuge als unterwegs.
Wie genau nutzt du denn die Evo-Loops an der Hängematte. VIelleicht kannst du das mal mit ein, zwei Fotos illustrieren. Es gibt ja ganz viele Möglichkeiten, diese Schlaufen zu verwenden.
Kann so ein Evo-Loop auch ganz normal als "Continuus-Loop" z.B. mit einem Karabiner verwendet werden?
Oder kann der Knoten dabei "kaputt" gehen bzw. sich auflösen?
Ich würde in dem Fall einen gewöhnlichen Continuous Loop bevorzugen. Ich glaube zwar nicht, dass der Knoten sich irgendwie auflösen oder umstülpen würde, wenn er bei der Herstellung gut festgezogen worden ist. Dennoch scheint es mir am besten, wenn der Knoten in Längsrichtung, also mit parallel ausgerichteten und nicht gespreizten Schenkeln, belastet wird.
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Wenn er rutscht, versuchst du es mit noch mehr Windungen.
Eine ganz tolle Kombination ist Ewenken-Knoten / Sibirischer Knoten auf der einen Seite und Fuhrmannsknoten (Trucker's Hitch) auf der anderen:
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Allenfalls kannst du auch versuchen, den Topsegelschotstek mal umgekehrt zu machen:
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Sorry für die Videos in Schweizerdeutsch... Ich denke aber, dass man das Vorgehen gut verstehen kann, auch wenn man nicht jedes Wort versteht.
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Ich mache das bisweilen so.
Bei meinem Haupt-Tarp (Hex-Tarp) lasse ich die Leinen mit Leinenspannern fix am Tarp und alles verschwindet – auch in einer Acht aufgewickelt – in der «Schlangenhaut». Die Gummischlaufen habe ich dort am unteren Ende der Leinen fix dran. Wenn ich Heringe benötige, nehme ich sie raus, sonst nutze ich auch mal eine Wurzel oder einen Busch zum Abspannen des Tarps.
Aber auch die Lösung mit den Whoopie Slings ist natürlich gut.
Für sehr dehnbare Stoffe kann eine Kurve in den Enden der Hängematte eine Lösung sein. Der Stoff fühlt sich dann etwas «härter» an. Siehe hier. Wenn du zum Ende des Fadens scrollst, finden sich auch Möglichkeiten, eine Kurve zu whippen statt zu nähen. Somit liesse sich das auch einfach mal ausprobieren.
Brückenhängematten werden aber in einem flacheren Winkel aufgehängt.
Ich meine mich zu erinnern, dass dendronaut seine Koma mit der Zeit immer mehr in Richtung 30° aufgehängt hat. Damit bildet er aber vermutlich eher eine Ausnahme. Die grosse Mehrheit spannt ihre Brücken-Hängematten in einem flacheren Winkel ab (wie weiter oben ja auch bereits erörtert).
Heißt "anders" besser, schlechter oder nur anders?
Schwierig zu beschreiben. Anders als ein "normales" Feuer. Ich persönlich mag's... Interessant ist jedenfalls: Sobald die Zweitverbrennung zündet, ändert sich der Geruch, jedenfalls in meiner Nase.
Ich sehe das auch so wie Mittagsfrost: Zwar kann ein kürzerer Stab am Kopfende zu einer flacheren Liegeposition führen und auch die Querbelastung des Stoffes wird deutlich herabgesetzt (=> dadurch nimmt der Druck auf die Schultern ein wenig ab), dafür wird der Winkel, in welchem der Stoff auf die Schultern drückt, aber deutlich ungünstiger (steiler). Aus meiner Erfahrung sollte das Verhältnis von Stoffbreite und Stab nicht über 1,2 steigen, sondern besser so um 1,15 rum liegen. Ich denke, das ist auch der Grund, weshalb die Warbonnet Ridgerunner und die Dendronaut Koma am Kopfende einen deutlich breiteren Spreizstab verwenden. Bei den Modellen, bei denen man praktisch unter dem Stab liegt, sieht das wieder anders aus; man muss ja auch noch unter dem Stab durchkommen.
Das wäre tatsächlich seltsam, wenn sie mir mehrmals die falschen Gurte geschickt hätten. Ich habe in diesen Gurten auch in der gewöhnlichen Hängematte ein etwas federndes Gefühl, aber bei gut passenden Baumabständen natürlich nur wenig Dehnung. Deutlich spürbar wird die erst, wenn ich auf jeder Seite einen Meter oder mehr Gurtband habe. Mit der Brücken-Hängematte kann ich auch 7 Meter Baumabstand gut überbrücken (deshalb der Name? ), ohne dass ich die Gurte ausgesprochen weit oben anbringen müsste.
Ja, genau, die mit 500 daN Bruchlast meine ich. (Die anderen sind ja wirklich sehr dick und fest und geben kaum nach.)
Ich denke, dass der grössere Baumabstand (ca. 6-7m) mit der Brücken-Hängematte in der Situation im zweiten Video den Unterschied ausmachen könnte.
Bei mir liegt das Gewicht wohl grob zwischen 80-85kg (wenn ich nicht auch noch das Gepäck mit in die Hängematte nehme). Dazu kommt dann noch der flachere Aufhängewinkel:
30° => auf jeder Seite zieht die Hängemattenlast (das eigene Gewicht)
25° => auf jeder Seite kommen rund 18% dazu
20° => auf jeder Seite kommen rund 46% dazu
Wenn die Brücken-Hängematte gerade so zwischen die Bäume passt (wie im ersten Video oben), dann senkt sich die Hängematte deutlich weniger.
Oder sie haben mir die falschen Baumgurte geschickt. Allerdings habe ich sicher schon viermal von diesen Gurten bestellt...
bist du sicher das deine Gurte aus Polyester sind?
Ja, klar. Ich habe soeben alle meine Gurtband-Bestellungen bei Extremtextil durchgeschaut. Das war immer Polyester. Sie müssten sonst die falschen geliefert haben.
Was ist denn dein üblicher Baumabstand? Und bei welchem Hängewinkel und welchem ungefähren Gewicht?
Waldläufer70 Was mir bei deinem 2. Video auffällt ist, dass die Matte im unbelasteten Zustand bei dir ca. auf Hüfthöhe hängt und dann, wenn du dich reinsetzt, auf etwas unter Kniehöhe nachgibt.
Liegt das an den nachgebenden Baumgurten, ist der HM Stoff so elastisch oder ist das brückenhängemattenspezifisch?
Ich habe das eben mal bei meiner Traveler probiert: der Höhenunterschied zwischen unbelastet und belastet liegt bei ungefähr 10 cm.
Das ist eine gute Frage, die ich mir auch schon gestellt hatte. – Aus meiner Sicht sind die folgenden vier Gründe dafür verantwortlich:
Der Baumabstand: Je grösser der Baumabstand, desto mehr senkt sich die Hängematte. Auch eine Gathered-End-Hängematte senkt sich etwas mehr, wenn der Baumabstand grösser ist. Bei acht Metern waren das bei mir (auch mit dem elastischen Gurtband) – wenn ich mich richtig erinnere – um die 50cm Absenkung; also ganz ähnlich wie mit der Brücken-Hängematte hier im Video bei vielleicht 6 Metern Baumabstand.
Für die eingenähten Gurtbänder habe ich das gleiche Gurtband in 15mm Breite verwendet. Da der Hängemattenstoff recht elastisch ist (leider), gibt auch der Hängemattenkörper relativ stark nach. Das sieht man daran, dass die Distanz zur Firstleine unter Last noch ein ganzes Stück zunimmt. Da würde ich bei meiner Brücken-Hängematte Nummer 3 wohl ein Dyneema-Band verwenden. (z.B. dieses hier).
Der Hängewinkel ist flacher als bei einer Gathered-End-Hängematte. Dadurch ist die Belastung höher, was mehr Vorspannung erfordert, um auf Sitzhöhe einsteigen zu können. (Das ist der explizit brücken-hängematten-spezifische Grund.)
Punkte 1, 2 und 4 sind aus meiner Sicht die entscheidenden Gründe für die starke Absenkung. Es kann aber natürlich sein, dass auch die Hängematte selbst sich ein ganzes Stück dehnt.
Dank dem flacheren Hängewinkel brauche ich die Hängematte dafür am Baum nicht so weit oben festzumachen wie eine Gathered-End-Hängematte, so dass sich dieser «Nachteil» wieder ein Stück weit ausgleicht. Zudem sorgt die Elastizität des Gurtbands, das ich für die Aufhängung verwende, für einen gewissen Schutz der Hängematte selbst bei allfälligen harten Bewegungen; die werden schön aufgefangen.
Mit diesem Gurtband von DutchWare (das ich sehr gerne mag) ist das Phänomen des Absinkens unter Last weniger ausgeprägt. Das Band gibt deutlich weniger nach, ist aber immer noch relativ elastisch (verglichen mit Dyneema).
Die Winkel unter Last kann ich leider nicht ohne weiteres messen, kann dazu jemand was sagen?
Vermutlich nicht, da es kein Foto deiner Hängematte von der Seite gibt. Stell doch mal deine Kamera exakt auf die Seite und nutze den Selbstauslöser (falls die Zeit zum gemütlichen Reinliegen reicht) oder filme ein wenig: Davon kannst du anschliessend einen Screenshot machen und die Winkel am Bildschirm recht genau messen. Schau' hier.
Bei meiner ersten Brücken-Hängematte bin ich bei etwa 23° gelandet, bei der zweiten habe ich bisher noch nicht gemessen (kein Foto genau von der Seite), aber ich schätze sie mal auf gut 25° ein.
Beim Einsetzen der Stäbe hebt sich die Hängematte stark an, der Abstand zur Firstleine nimmt stark ab. Beim Reinsetzen / Reinlegen nimmt der Abstand zur Firstleine wieder etwas zu. Vermutlich, weil die Firstleine aus Dyneema, die seitlich in die Hängematte eingearbeiteten Gurtbänder aber aus Polyester bestehen, also deutlich dehnbarer sind. Zudem erfährt die Hängematte viel mehr Belastung als die Firstleine. Die Firstleine ist immer weniger belastet als die Hängematte, meist nur um einen Bruchteil der Hängematte.