Beiträge von Waldläufer70

    Mach einfach einen Endspleiss! – Nimm einen steifen Draht (rund 1/3 des Schnurdurchmessers dick), falte ihn in der Mitte und zieh ein Stück des Endes in sich selbst zurück. Dyneema lässt sich nicht gut zusammenschmelzen, ist aber – sofern es sich um ein Hohlgeflecht handelt – sehr leicht spleissbar.

    In der Videobeschreibung und im Video sagt er es gleich zu Beginn: Dyneema lässt sich nicht mit dem Feuerzeug verschmelzen; es wird immer ausfransen («Amsteel [Dyneema] won't fuse when heat or fire added to make the end sound and keep fraying from happening. This is a solution. Fun to do and looks great.»). Deshalb zeigt er wie der «Backsplice» funktioniert:

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    ERGÄNZUNG: Unter dem Schlagwort (Tag) «Spleißen» eröffnet sich dir eine ganz neue Welt, die meiner Meinung nach grossen Spass macht:

    Forum > Schlagwort-Index > Spleißen

    Spleissen braucht keine Kraft. Wenn du Kraft benötigst, dann machst du es falsch. Die wichtigste Regel lautet: Schieben, nicht ziehen! (Ziehen zieht das Hohlgeflecht zusammen: Es klemmt sich fest. Schieben löst es!)

    Wie ist das denn bei Euren gelöst?

    • Variante 1: Das Netz mit seitlichem Reissverschluss umspannt lose die gesamte Hängematte. (abnehmbar)
    • Variante 2: Das Netz ist unten offen und liegt lose an der Hängematte an (Bottom Entry). (abnehmbar)
    • Variante 3: Das Netz ist oben umlaufend mit einem Reissverschluss an der Hängematte befestigt. (abnehmbar)
    • Variante 4: Das Netz ist an der Hängematte festgenäht. Ein Reissverschluss ermöglicht den Ein- und Ausstieg. (nicht abnehmbar)
    • Variante 5: Das Netz ist auf einer Seite an der Hängematte festgenäht und kann über die Ridgeline geschlagen werden.
    • Variante 6: Das Netz schützt nur den Bereich von Kopf und Oberkörper. (Es gibt fixe und abnehmbare Varianten.)

    Es gibt bestimmt noch mehr, nur kommt mir gerade nichts mehr in den Sinn.

    Das wegen dem Durchstechen ist nur ein Problem, wenn man keinen Unterquilt respektive keine Isomatte verwendet.

    alasiesta, du kannst übrigens, wenn du jemanden zitierst, gleich im gleichen Post unter dem Zitatefeld (oder auch darüber) darauf Bezug nehmen. Du kannst Zitate auch kürzen. Noch einfacher geht es, wenn du den gewünschten Abschnitt mit der Maus markierst und dann das Zitat wahlweise zwischenspeicherst oder direkt einfügst. Du wirst über dem markierten Text beide Möglichkeiten angeboten bekommen. So kannst du bei Bedarf mehrere Zitate aufsammeln und dann aus dem Zitate-Dialog unten rechts einfügen und darauf Bezug nehmen.

    Der Hang-Calculator ist ja genial

    Ich habe einen solchen Rechner vor ein paar Jahren mal auf Deutsch und ausschliesslich im metrischen System umgesetzt. Da sieht man auch gleich in einer Grafik den gewählten Hängewinkel und überhaupt die korrekten Längenverhältnisse aller Maße. Zudem verknüpft er die Ridgeline- und Hängemattenlänge nicht fix in einem Verhältnis von 86,6%, sondern kann individuell an die tatsächlichen Maße angepasst werden.

    man will ja nicht von jedem Wildschwein gleich entdeckt werden :)

    Ich denke, die Wildschweine sind da das geringste Problem. Tagsüber sind sie kaum aktiv und nachts sind alle Hängematten grau. Den meisten dürfte es eher darum gehen, in einer rechtlichen Grauzone (Nächtigen im Wald) tendenziell unentdeckt zu bleiben.

    Meine meisten Hängematten sind in dunklen Grün- und Grautönen gehalten. Ich nutze aber auch sehr gerne eine in einem recht kräftigen Orange-Farbton (Burnt Orange): Sie ist einfach eine meiner bisher bequemsten Hängematten. Ich bin wegen der leuchtenden Farbe noch nie in einen Konflikt geraten: Zum einen ist das Übernachten in der Schweiz deutlich legaler als in den meisten deutschen Bundesländern, zum andern sind in der Nacht – wie gesagt – alle Hängematten grau.

    Ich habe auch noch eine knallig gelbgrüne Hängematte (Olive Yellow). Selbst die bereitet mir bei der Nutzung im Wald keinerlei Bauchschmerzen. Manchmal habe ich einfach Lust auf Farbe. Allerdings ist die noch recht unbequem. Ich habe da mit der Kurve beim Zuschnitt experimentiert und weiss jetzt, wie man es nicht machen sollte... ;) Bei der orangenen ist mir das intuitiv gleich beim ersten Versuch viel besser gelungen.

    Ich möchte gerne betonen, dass ich den Austausch, gerade auch mit Leuten, die nicht vom Wandern/Trekking/Bushcraft her kommen, sehr schätze. Gerade Leute, die tatsächlich von den klassischen süd- und mittelamerikanischen Hängematten herkommen und sich darin bestens auskennen, finde ich eine echte Bereicherung für unser Forum. Da können wir alle voneinander lernen. Ich nenne so etwas eine Win-Win-Situation. Ich hoffe sehr, dass wir weiterhin voneinander profitieren können!

    Fürs Knoten des Button-Knotens à la Jeff Myers hat sich bei mir die Verwendung eines Bambus-Spiesses, wie man sie in zahlreichen Supermärkten bekommt, bewährt:

    © Bildquelle

    Ich schleife den Spiess zuerst mit einem sehr feinen Schleifpapier, bis er vollständig glatt ist, damit ganz sicher keine Dyneema-Fasern hängen bleiben. Nun dient er als Platzhalter, um den ich den Button-Knoten lege: Wenn der Knoten soweit fertig ist, ziehe ich den Spiess heraus und ziehe dann durch die verbliebene Lücke die beiden Dyneema-Enden von oben nach unten durch den Knoten, wo diese ganz am Schluss – nachdem der Knoten richtig gut festgezogen worden ist – noch in die beiden Schenkel des Loops eingespleisst werden.

    Hängematten [...], die unter 300 g wiegen

    Du kommst mit elastischen Stoffen und somit auch mit etwas kürzeren Hängematten gut zurecht. Glückspilz! :)

    Aber auch ich – der ich lieber etwas festere Stoffe mag – bleibe für die Hängematte selbst (ohne Baumgurte) in der Regel bei unter 600g.

    Jedenfalls empfehlen wir auch, einen alten Fahrradschlauch oder ein Stück Tuch unter das Seil zu legen, um rücksichtsvoll mit dem Baum umzugehen.

    Das ist natürlich auch eine gute Möglichkeit. Ich finde beim Wandern einen Baumgurt praktischer: Einerseits ist damit die Hängematte schneller aufgebaut, andererseits muss ich kein zusätzliches Material mitnehmen und in der Gegend herumtragen.

    Wenn ich die Hängematte an einem Baum mit rauer Borke aufhänge (z.B. Kiefer, Eiche, etc.), dann reisst es mir – selbst mit Baumgurt – immer wieder mal ein paar Borkenstücke weg, wenn ich mich in die Hängematte setze/lege. Insgesamt haben diese Bäume aber eine recht dicke Rinde und es soll nicht allzu leicht zu Schäden kommen.

    Bei Buchen sieht es anders aus: Dort ist die Rinde bei den vergleichsweise jungen Bäumen*, die in unseren bewirtschafteten Wäldern stehen, ziemlich glatt und dünn. Da hat mein Baumgurt noch nie ein Stück Rinde weggerissen. Die Rinde ist hier aber so dünn, dass Buchen auch auf starken Druck einigermassen empfindlich reagieren können.

    Es gibt an Orten, wo viele Leute mit Hängematten unterwegs sind, auch da und dort bereits Hängematten-Verbote (z.B. an einigen Orten in den USA). Aber darüber weiss ich zu wenig, so dass ich mich da lieber nicht auf die Äste hinaus wagen möchte.

    * Bei uns im Jura (Schweiz) haben die Buchen ab einer gewissen Höhe eine sehr raue, flechtenbewachsene Borke und auch die Wuchsform der dort nicht so dicht stehenden Bäume ist anders. Sie wachsen dort deutlich langsamer – so zumindest mein Eindruck.

    Ich glaube, barfuß ging es darum, dass ein Seil der Borke eines Baumes mehr Schaden zufügen kann als ein Gurtband, das eine gewisse Breite hat. Hier im Forum nutzen wir eigentlich fast alle mindestens 25mm breite Baumgurte. Einige überlegen sich sogar, wie sie die Leine des Tarps baumfreundlicher gestalten können.

    Ach ja, übrigens noch herzlich willkommen im Forum. Es ist immer spannend, die Fachleute verschiedener Geschäfte hier im Forum zu haben. Wir haben auch noch ein paar andere hier. :)

    Seit ich die Evo-Loops (auch von Jeff Myers) kennen gelernt habe, bin ich von den Soft-Schäkeln eher wieder weggekommen. Die Evo-Loops finde ich fast vielfältiger verwendbar. Sie funktionieren auch als Soft-Schäkel, aber vor allem mit mehrfachem Ankerstich als vielfältige Befestigungsmöglichkeit für Baumgurte und Hängematten.

    Aber wie auch immer: Das Spleissen macht ohnehin einen Haufen Spass! :)

    Heute habe ich mal meine kürzlich in Betrieb genommen «Titanium Cinch Buckles» fotografiert und auch erstmals ein kurzes Video davon gemacht.

    Um die Schnallen ganz sicher nicht verlieren zu können, habe ich sie am geraden Ende fix am Baumgurt festgenäht. Das hat den Vorteil, dass das lose Ende immer nur halb so lang ist wie ohne diese Massnahme. Höchst erfreut war ich, als ich feststellte, dass dabei noch ein weiterer Vorteil herausspringt: Die Baumgurte lassen sich nicht nur ganz leicht spannen, sondern auch ganz leicht wieder lösen – je nach dem, an welchem losen Ende man zieht.

    Für die Praxis bedeutet das:

    • Ziehe ich am losen Ende, das dem Baum zugewandt ist, so werden die Baumgurte verkürzt, also gespannt.
    • Ziehe ich am losen Ende, das der Hängematte zugewandt ist, so werden die Baumgurte verlängert, also gelöst.

    Für die Befestigung der Hängematte am Cinch Buckle habe ich einen Evo-Loop in die dafür vorgesehene Kerbe an der Schnalle gehängt. Wem diese Befestigung insgesamt zu lang ist oder nicht möchte, dass Dyneema auf Dyneema scheuert, kann den Evo-Loop direkt als Schlaufe durch den Zugtunnel der Hängematte fädeln und dann den Loop direkt am Cinch Buckle befestigen, wie hier bereits gezeigt.

    Hier erst mal ein paar Fotos:

      Ansicht von schräg oben

      Ansicht von der Seite

    Und hier mein erstes YouTube-Video:

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    Heute bin ich von Olten nach Hause spaziert. Natürlich habe ich meine Hängematte mitgenommen, denn wenn man schon im Wald unterwegs ist, gehört die zur Standard-Ausrüstung – jedenfalls bei mir.

    Überrascht hat mich heute die unglaublich klare Sicht auf die Alpen (Wetterumschwung). Schon von Olten aus waren Eiger und Mönch zu sehen und schienen greifbar nahe:

    Von unterwegs war dann das ganze Dreigestirn (Eiger, Mönch und Jungfrau) zu sehen – auch wieder zum Greifen nahe:

    Ich habe dann die neu installierten «Titanium Cinch Buckles» getestet, die ich vor längerer Zeit mal bei einer grösseren Bestellung bei Dutch mitbestellt, aber noch gar nie ausprobiert hatte. Sie scheinen sehr gut zu funktionieren:

    Natürlich musste im nächsten Schritt überprüft werden, ob die Evo-Loops, die ich für den Übergang von den Schnallen zur Hängematte eingebaut habe, auch wirklich halten. Ich liess meinen Blick über die Kiefern schweifen, die mich umgaben:

    Tatsächlich halten die Evo-Loops wunderbar!

    Schliesslich fiel mein Blick auf den Witwenmacher gleich oberhalb meiner Hängematte:

    Die Gefahr, dass der genau in dem Moment umfällt, in dem man darunter liegt, halte ich zwar für verschwindend klein (bei einer kurzen Pause und ohne jeglichen Wind). Dennoch halte ich für mich wieder einmal fest: «Überprüfe vor dem Aufbau der Hängematte, ob dürre Äste über dir hängen oder ein Totständer in deiner unmittelbaren Umgebung steht.»

    Zum Schluss noch einmal ein Blick in die Alpen:

    Wegen der passenden Länge der Hängematte würde ich dir raten, mal diesen Faden durchzulesen. Das sind Maße, die sich für Hängematten bewährt haben. So bemessene Hängematten werden in der Regel etwa in einem Winkel von 30° aus der Horizontalen nach unten aufgehängt. Mit der Länge ist der Bereich der Hängematte gemeint, der sich ungehindert entfalten kann.

    Natürlich kannst du auch eine kürzere Hängematte nutzen. Sie wird dann aber flacher abgespannt, was die Belastung aufs Material erhöht und damit die Reserve verkleinert. Weiter kannst du dann nicht so stark diagonal liegen, was den Druck auf Schultern und Beine erhöht. Es gibt Leute, die damit gut zurecht kommen.

    Auf der anderen Seite gebe ich aber zu bedenken, dass in Südamerika meistens Hängematten verwendet werden, die deutlich länger sind als die Maße, die ich im verlinkten Faden zur Diskussion gestellt habe. Dabei sind die Leute in Südamerika in der Tendenz sogar weniger gross gewachsen als wir hier in Mitteleuropa. Entsprechend hängen diese Hängematten meistens auch steiler als 30° aus der Horizontalen nach unten. Das können durchaus auch 45° sein. Entsprechend liegt man dort dann noch diagonaler drin und die Belastung des Materials ist vergleichsweise gering – und entsprechend gering ist auch der Druck auf Schultern und Beine.

    Die Therm-a-Rest XTherm ist eine Isomatte mit einem sehr hohen R-Wert (Isolationswert), die sich auch für den Winter eignet. Wenn du die Isolation nur für die wärmere Jahreszeit brauchst, kannst du ein vergleichbares Modell mit einem geringeren R-Wert nehmen. Das ist dann auch nicht ganz so teuer.