Beiträge von Waldläufer70

    Das verstehe ich nicht. Warum verlierst du weniger Länge als beim normalen Warbonnet Whip?

    Ich dachte, das sei selbsterklärend.

    Du schreibst ja selber weiter oben:

    Durch den Whip verlierst du locker noch einmal mindestens 20cm, wenn nicht mehr.

    Beim Warbonnet Whip geht man ja – wenn ich das richtig verstanden habe – mit der Kordel durch den Zugtunnel und schlingt diese anschliessend etwas vom Ende der Hängematte entfernt um den Stoff, so dass ein Knubbel entsteht. Warbonnet selbst lässt da ja locker ein paar Zentimeter Raum. Am dadurch entstandenen Knubbel wird – so wie ich die diversen Fotos deute – ja auch das eine oder andere eingehängt.

    Bei meiner «Methode» sitzt die Wicklung direkt hinter dem Hängemattenende und drückt unmittelbar auf den Stoff mit dem AmSteel drin am äussersten Ende der Hängematte. Da gibt es keine Lücke und fast keinen Knubbel. Bei meinem «Knubbel» könnte man jedenfalls nichts einhängen, weil da nichts vorhanden ist, an dem man etwas einhängen könnte. Mein «Knubbel» ist nur unwesentlich dicker als das AmSteel, welches durch den Zugtunnel geht.

    Klar, wenn du keinen Tunnelzug machst und die Hängematte von Anfang an auf die Nutzung mit Warbonnet Whip anlegst, kannst du beim Zugtunnel etwas Stoff sparen, indem du diesen schmaler machst und nur eine Naht setzt. Aber selbst dann kannst du dir mit meiner «Methode» noch immer den Knubbel sparen.

    Der Nachteil ist tatsächlich, dass sich verschiedene Methoden nicht alle gleich leicht wieder öffnen lassen. Deshalb auch meine Suche nach der besten Möglichkeit.

    Seit einigen Tagen spiele ich mit einer Abwandlung des Warbonnet-Whip, bei dem ich auf die Schnur im Endkanal verzichte und stattdessen den Dogbone durch den Kanal ziehe und anschliessend ein paar Windungen um das Hängemattenende mache. Der Vorteil davon wäre, dass ich mehr von der Hängematte habe, also weniger Länge für das Whipping verloren geht.

    Aktuell suche ich nach einer Variante, bei der einerseits der Teil des Dogbones im Kanal möglichst senkrecht zur Zugrichtung zu liegen kommt, andererseits sich die Wicklung auch gut wieder öffnen lässt.

    So ein Whipping kann beispielsweise so aussehen:

     

    Tendenziell funktioniert das mit dem senkrecht stehenden Ende des Zugtunnels besser, je mehr Wicklungen man macht. Allerdings braucht man dann einen etwas längeren Dogbone und man verliert wieder etwas mehr an effektiver Hängemattenlänge.

    Hat das schon mal jemand ausprobiert? Wenn sich das längerfristig bewähren sollte, könnte man den Kanal für den Dogbone sehr schmal machen und hätte einen ähnlich bequemes Whipping wie beim Warbonnet-Whip.

    Heute einen kleinen Zwei-Personen-Group-Hang mit meiner Prinzessin gemacht :)

    Habe mir das schon gestern überlegt: Ist das eine Ulme, an der du da deine Hängematte aufgehängt hast?

    Heute wollte es der Zufall, dass ich meine Hängematte auf der Kopfseite an einem Feldahorn und auf Seiten der Füsse auch an einer Ulme festgemacht habe:

     

    Allerdings bin ich mir bei der Ulme gar nicht sicher. Wer kennt sich da aus?

    Eigentlich möchte ich schon wissen, von welchen Bäumen ich jeweils so hänge. :/

    Ja, ich finde die Evo-Loops auch eine sehr praktische Weiterentwicklung! – Die Nutzung als einfache Einhängemöglichkeit für Hängematten gefällt mir auch gut: einfach, zuverlässig, leicht und günstig.

    Ich hatte das schon richtig verstanden und ja auch umgehend auf deinen Post reagiert. In diesem Zusammenhang hatte ich auch auf die Verwendung der Titanium Cinch Buckle mit dem normalen (kleineren) «Button Knot» hingewiesen, wie ich sie hier bereits gezeigt hatte (siehe oben).

    Mit dem grösseren Knoten vom «Improved Soft Shackle» sehe ich absolut kein Problem für die Verwendung des schwarzen Ovalrings. Wie schon oben gesagt, bin ich mir ziemlich sicher, dass sogar der normale «Button Knot» halten würde, denn die Spitze des Dreiecks ist dermassen eng:

    Aber wie du auch sagst: Im Zusammenhang mit dem Ovalring ziehe ich den grösseren Knoten des «Improved Soft Shackle» vor. Der ist für diese Anwendung vom Gefühl her sicherer.

    Ein Evo-Loop sollte eigentlich problemlos halten. Damit das «Knopfloch» sich öffnen und der Knoten rausrutschen kann, müsste sich das ganze Konstrukt ja entgegen der Zugrichtung verkürzen: Nur dann könnte sich das «Knopfloch» öffnen. Das ist höchst unwahrscheinlich:

    Der Knoten sitzt an der engsten Stelle des «Knopflochs», welches unter der gleich grossen Spannung steht wie die Aufhängung. Der «Knopf» selbst hingegen zieht nur mit der halben Last.

    Ich nutze die Evo-Loops inzwischen schon einige Zeit für die Hängematten-Aufhängung (hier in einem Titanium Cinch Buckle), aber habe sie auch schon als Ersatz für den Dutch-Clip oder die Tarp-Aufhängung genutzt.

    Ich konnte nie auch nur das geringste Anzeichen dafür erkennen, dass der Knoten rausrutschen könnte.

    Ich überprüfe aber vor jeder Belastung, ob der Knoten wirklich ganz durch die Öffnung gesteckt ist; das ist essentiell.

    Wer sich dennoch unsicher fühlt, kann den doppelten Überhandknoten des «Improved Soft Shackle» nutzen. Der braucht einiges mehr an AmSteel, ist dafür aber deutlich grösser. In der Regel muss man dann fürs «Knopfloch» einen Ankerstich mehr legen, damit der Knoten ohne Last leicht durchgeht.

    Danke fürs Ausprobieren und deine Hinweise!

    Interessanterweise habe ich da auch öfters ein grösseres Loch, was auch mich anfangs etwas irritiert hat.

    So wie ich das sehe, verhält es sich so, dass sich jeweils ein Gleichgewicht zwischen der Grösse des Lochs und der Länge der herausschauenden Schlaufe einstellt. Solange die herausschauende Schlaufe (also der auf Slip gelegte Teil des Knotens) lang genug ist, dürfte es keine Rolle spielen, wenn da ein «Loch» ist. Ich würde aber trotzdem versuchen, das «Loch» so klein wie möglich zu halten.

    Ich ziehe die Schlaufe jeweils soweit wie nötig durch, fixiere sie mit der Hand und ziehe den Knoten fest, indem ich die Schlaufe vom Baum wegziehe. Dann ziehe / schiebe ich den Knoten an den Baum und platziere ihn dort, wo ich ihn haben möchte. Bevor ich ihn belaste, fixiere ich die Schlaufe nochmals und ziehe sie kräftig vom Baum weg, so dass der Knoten sich so stark wie möglich zuzieht und das «Loch» möglichst klein wird. Dann verrutscht der Baumgurt auch weniger am Stamm nach unten.

    Gut zu wissen, dass der Ewenkenknoten (Sibirische Knoten) besser hält als der Anbindeknoten. Erstaunlich, was so ein «Twist» um 180° ausmacht.

    PS: Du kannst deine Beiträge optisch verschönern, indem du die Bilder nach dem Hochladen jeweils noch als Vorschau oder im Original am gewünschten Ort im Text einfügst. Der Unterschied ist nur optischer Natur, an der Qualität des Bildes ändert sich dadurch nichts. In beiden Fällen kannst du das Bild anklicken und es in voller Auflösung anschauen.

    Wasserbett ist super. Wenn du dir das unterwegs an einem Bach auffüllst und morgens wieder ablaufen lässt, ist es halbwegs transportabel. :)

    Aber du hast es richtig erkannt – die Quintessenz ist: Es führt kein Weg am Ausprobieren vorbei. Nutze doch die Chance und kontaktiere mal die Berliner. Ausprobieren hilft mehr als die widersprüchlichen Meinungen und Erfahrungen anderer. Jeder empfindet anders.

    Das wäre wohl schwierig, denn die längere Hängematte aus einem dehnbareren Stoff wäre wohl

    • einerseits angenehmer aufgrund der zusätzlichen Länge (flacheres Liegen)
    • andererseits aber nachgiebiger aufgrund der grösseren Dehnbarkeit auf eine grössere Länge (mehr Durchhängen)

    Ich vermute, dass die Vor- und Nachteile sich da gegenseitig quasi aufheben. Auch wenn es natürlich nicht exakt auf dasselbe herausläuft, wäre es schwierig, aus der Erfahrung einen eindeutigen Schluss zu ziehen.

    Es ist immer besser, bei einem Vergleich nur einen Parameter oder sonst Parameter, die sich (möglichst) nicht gegenseitig beeinflussen, zu verändern.

    Das 1.6oz HyperD XL

    Was mich an diesem Stoff regelmässig zur Verzweiflung treibt, ist das diagonale Ripstop-Muster. Ich kann da nur mit höchster Anstrengung der Augen erkennen, wo ich schneiden muss, da ich nicht einer sichtbaren Linie folgen kann, sondern in Gedanken Punkte verbinden muss, um die «Linie» zu finden.

    Vom Dehnungsverhalten her werde ich aus dem Stoff nicht so recht schlau. Ohne Kurve ist er mir zu elastisch, mit Kurve bin ich aber auch noch nicht zu einem für mich brauchbaren Resultat gelangt. Auf meiner Frühlingstour habe ich ein Whipping mit Kurve ausprobiert, das mich aber auch nicht restlos überzeugt hat. Jedenfalls habe ich keine Rückenschmerzen bekommen. Das ist schon mal ein Erfolg. EDIT: Ich habe die gelbe aus dem HyperD XL Diamond Ripstop Nylon gestern Abend nochmals in Ruhe getestet und finde sie doch sehr angenehm.

    Da scheint das Hexon 1.6 für mich anpassungsfähiger zu sein. Da habe ich schon mit verschiedenen Kurven gearbeitet und alle haben zu für mich sehr angenehmen Hängematten geführt. Eine meiner nach wie vor bequemsten Hängematten ist aus dem Hexon 1.6 gefertigt. Sie nutze ich fast am häufigsten. In ihr hatte ich auch bei meinem Besuch in Berlin geschlafen.

    Bist du nicht auch aus Berlin? Dann könntest du ja mal mit Seitenschläfer Kontakt aufnehmen, um mal in einigen Cross-Hammock-Modellen probezuliegen und zu schauen, ob sich dein Leiden darin positiv verändert.

    Ja, nutze doch die Chance, wenn es sich einrichten lässt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Furbrain dir mal die Möglichkeit zum Probeliegen in einer seiner längeren Hängematten geben würde, wenn du nett fragst? Wenn ich mich richtig erinnere, sind die so – je nach Modell – so um die 320cm bis 338cm lang.

    Sobald man etwas weniger oder mehr diagonal liegt, spürt man den durch die Kurve entstandenen Hügel. Oder jedenfalls ging es mir so.

    Ich habe auch den Eindruck, dass man eine Hängematte mit Kurve sorgfältiger einstellen muss. Wenn die Länge der Ridgeline aber für einen mal passt, ergibt sich die richtige Liegeposition eigentlich von selbst, wenn man sich ein paar mal hin und her räkelt.

    Dann muss mein Becken unnatürlich geformt sein, denn bei mir knickt die Taille zu weit ein. Nur in dehnungsärmeren Hängematten kann ich länger als ein paar Minuten auf der Seite liegen, ohne dass ich das Gefühl habe, der Rücken bricht mir gleich durch.

    Nein, keinesfalls, dein Becken ist bestimmt goldrichtig. Ich wollte damit aussagen, dass deine Problematik sich bei auf der Seite liegenden Männern eher noch verstärkt, ragt das Becken beim durchschnittlichen Mann ja deutlich weniger seitlich nach aussen als bei einer durchschnittlichen Frau. Ein durchschnittlicher Mann hat also – auf der Seite liegend – eher weniger Support als eine durchschnittliche Frau und spürt diesen Knick viel schneller. Jedenfalls kenne ich dieses Einknicken sehr gut und ich habe nicht mal ein besonders schmales Becken.

    Das Problem wird beim durchschnittlichen Mann noch dadurch verstärkt, dass er grösser ist als die durchschnittliche Frau, was in der gleichen Hängematte zu noch mehr Durchbiegung führt.

    Bei der Hängematte im Bild oben handelt es sich übrigens um die 360cm lange Hängematte aus dem Hammock Nylon von Extremtextil mit einem leichten Kurvenschnitt (Einschnitt max. 1,7cm pro Ende).