Beiträge von Waldläufer70

    Ich bin nicht so der Knotenkenner, kenne einfach die drei, vier Knoten, die ich regelmässig verwende...

    Könnte der mehrfache Überhandknoten etwas sein? Der wird auch für Strickleitern verwendet, dürfte also nicht allzu leicht rutschen. So wie es aussieht, kann man da beliebig viele Wicklungen machen. Je mehr Windungen der Knoten hat, desto weiter dürfte er auch wandern, bis er sich vollständig festgezogen hat. Die ideale Anzahl Windungen müsstest du ausprobieren. Den Achterknoten könntest du ja noch als zusätzliche Sicherung verwenden.

    Ansonsten würde auch ich das Ende weit genug herausschauen lassen und es immer wieder beobachten, wie du das ja auch gemacht hast.

    Vielen Dank, hangloose. Da hat es tolle Ideen dabei! Scheint auch ein tolles Forum zu sein. Der letzte Link ist nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar.

    Ich denke, für den Anfang bleibe ich mal bei einer möglichst einfachen Idee. Die Erfahrungen kann ich später für etwas Ausgeklügelteres nutzen, wenn Bedarf aufkommen sollte und ich besser weiss, was ich wirklich brauche.

    Von diesen Mini-Karabinern habe ich noch sieben Stück vom 10er-Set. Wiegen gut 4g das Stück. Zwei Stück sind seit Jahren an meinem kleinen Trekkingrucksack. Sie funktionieren eigentlich gut, haben aber am Schnapper eine etwas scharfe Kante (im geschlossenen Zustand kein Problem). Bei einem ist mir mal ohne ersichtlichen Grund der Schnapper davongespickt. Seither habe ich etwas das Vertrauen zu ihnen verloren. Wenn dir zwei solche für den Zweck dienen würden, @Bernd Odenwald, dann schreibe mir eine PN mit deiner Adresse und ich schicke sie dir zu. Und falls du mehr als zwei Stück davon brauchen kannst, lass mich auch das wissen.

    Freut mich, dass es bei dir auch geklappt hat und nichts verrutscht ist. Das ermutigt mich darin, dass meine Idee doch ganz brauchbar sein könnte.

    Mein Eindruck bezüglich Schaukeln war bisher: Ist das Tarp nahe am Baum befestigt, so kann die Hängematte frei schaukeln, während das Tarp an seinem Platz bleibt und auch nicht zusätzlich belastet wird. Ist das Tarp nahe an der Hängematte befestigt, so schaukelt das Tarp mit der Hängematte mit (Hennessy-Stil), das Schaukeln der Hängematte wird aber durch das abgespannte Tarp schnell beendet. Zudem kann relativ viel zusätzlicher Zug auf den First des Tarps kommen, wenn man sich in die Hängematte setzt / legt. Ist das auch deine Erfahrung? Für mich klang es beim Lesen teilweise so, teilweise aber genau gegenteilig.

    Ich verwende bei mir diese Mini-Karabiner. Diese hier müssten auch gut funktionieren, sind etwas grösser (einfacher zu bedienen?), dafür etwas schwerer.

    Schönes braunes Tarp übrigens und schöner Hängplatz!

    Für den Palstek (Bowline) gibt es eine schöne Knüpfvariante, die ich erst vor kurzer Zeit in diesem Video zufällig entdeckt habe:

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    Wenn du das Tarp nicht zuerst voll zwischen den Bäumen spannst, sondern leicht lose aufhängst und erst durchs Nach-unten-Ziehen beim Abspannen Spannung auf die Firstlinie des Tarps gibst, ist der Zug am Baum schon mal viel schwächer. Es verhält sich hier nicht anders als beim Hängewinkel der Hängematte: Je flacher der Winkel, desto höher sind die Kräfte. Probiere mal aus, ob dir das Tarp, wenn du den First weniger vorspannst, immer noch stabil genug hängt. Das wäre der erste Schritt zum Baumschutz: Reduktion der Spannung am Baum. – Der zweite Schritt wäre, von der dünnen Schnur direkt am Baum wegzukommen.

    Zu deinen Fragen:

    Der Baumgurt rollt sich zusammen, der Prusik klammert sich drum rum. Wenn etwas ein wenig verknautscht ist, dann eher das Gurtband im Dutch Clip. Ich rolle die Baumgurte vor dem Versorgen immer schön auf. Beim nächsten Aufbau, fallen mir die «Knautschzonen» bereits nicht mehr auf. Auch beim Dutch Clip kann man dem Problem vorbeugen, indem man das Band etwas rollt und dann so im Clip positioniert, dass es sich schön mit der gerollten Fläche an diesen anschmiegt. Kurz, ich hatte noch nie ein Problem mit verknautschtem Gurtband.

    Das verwendete Gummiseil ist das stärkste von Dutch (1/8", ca. 3mm Durchmesser), aus dem ich auf jeder Seite eine doppelt geführte, rund zehn Zentimeter lange Schlaufe eingebunden habe (also etwa 40cm bis 50cm pro Seite, vierfach geführt). In erster Linie geht es mir darum, das System elastisch zu behalten (z.B. für den Fall eines Sturmes, bei dem der Wind am Tarp rupft und auch Bäume schwanken können).

    PS: Ich habe alle meine fotografierten Baumgurte schon oft benutzt (mit Dutch Clips und in letzter Zeit auch mit den Prusikknoten aus Amsteel und neuerdings Zing-It / Lash-It). Wenn es ein Knautschproblem gäbe, müsstest du da und dort auf den Fotos bereits völlig zerknautschte Stellen sehen können.

    asym tarp

    Ein asymmetrisches Tarp ist in der Regel ein Rechteck, welches über die Diagonale aufgespannt wird. Kopf und Füsse liegen dann unter dem kurzen Flügel des Rechtecks. Wenn du meine Skizze im Startpost anschaust, weisst du auch warum: Man liegt dann quasi "exakt" längs unter dem Rechteck (das von oben betrachtet allerdings kein Rechteck mehr ist).

    Beim asymmetrisch aufgehängten Quadrat (es könnte auch ein Rechteck sein) wird das Tarp von oben betrachtet ebenfalls in Liegerichtung gedreht, einfach nicht bis zur Diagonalen. Kopf und Füsse liegen unter der längeren Seite des Rechtecks oder Quadrats, die über den First geht (wie ja TreeGirl bereits angemerkt hat).

    Ich habe bisher auch stets zwischen den Liegerichtungen abgewechselt. Gerade wenn ich nicht einschlafen kann, hilft ein Wechsel der Richtung bei mir manchmal. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Jedenfalls bin auch ich froh, wenn ich mir diese Freiheit – wenn immer möglich – nehmen kann.

    Im Moment laufen alle Hinweise zur Ridgeline unter «Ridgeline (Tarp Ridge)» zusammen. Das finde ich absurd, denn die Ridgeline der Hängematte, um die es meistens geht, hat nichts mit der Ridgeline des Tarps zu tun. Mein Beitrag zur «Tarp Ridge» hat wiederum nichts mit der Ridgeline des Tarps zu tun, sondern nur mit dem First des Tarps selber und ob der gerade geschnitten sein soll oder ob man besser einen Catcut verwenden sollte.

    Einmal existiert noch ein falsch geschriebenes Tag «Ridgline».

    Vor längerer Zeit hatte ich mir mal so nebenbei bei DutchWare zehn «Mini Squeeze Hooks» mitbestellt. Es lohnt sich ja, bei Dutch immer wieder mal die Abteilung «Hardware» zu durchforsten: Da gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

    Einen «Mini Squeeze Hook» werde ich eventuell demnächst dafür nutzen, ein halbes Moskitonetz für den Sommer verschiebbar an der Firstleine zu befestigen.

    Wenn der Haken auf der der Belastung abgewandten Seite offen ist, lässt sich damit gut etwas an einer Leine festspannen. Allzu viel Gewicht hält der Haken nicht, aber für etwas in der Art «Moskitonetz» reicht es allemal, selbst bei einer Leine aus Dyneema (UHMWPE):


    Weil eine gewöhnliche Gathered-End-Hängematte nichts Aussergewöhnliches ist, stelle ich sie zu meiner eigenen Dokumentation nur hier kurz vor:

    Ein paar technische Daten:

    • geschneidert aus «1.6 oz HyperD Diamond Ripstop Nylon» in Olive Drab
    • etwa 344cm lang
    • etwa 180cm breit
    • rund 400g schwer (mit Hängetäschchen an der Ridgeline und Packsack)
    • an jedem Ende eine 2,4cm tiefe konkave Kurve
    • Kopf- und Fussende mit einem abgewandelten Warbonnet-Whipping gerafft
    • und mit der gleichen Kordel ein Tackling angebracht
    • überlappend gespleisste Dogbones aus Amsteel (grau)
    • verstellbare Firstleine aus Lash-It (2,2mm)

    Es fehlt noch der Packsack aus laubgrünem, silikonisiertem Ripstop-Nylon.

    Ein paar Detailaufnahmen:


    Am Kopfende habe ich eine zusätzliche Naht eingefügt, um den Tunnelzug zu begrenzen (ca.1,3cm breiter Kanal). Deshalb bildet sich eine gekräuselte Rosette.

    Am Fussende habe ich die zweite Naht weggelassen, um die beiden Verfahren vergleichen zu können:

    Aussicht heute morgen über "mein" Tal:

    Funktioniert auch in der Praxis:

    Allerdings gerät der Prusikknoten aus dem filigraneren Lash-It (links) / Zing-It (rechts) leichter aus der Ordnung als mit Amsteel. Auch hält der viel kleinere Knoten den Dutch Clip viel weniger gut in Position. Falls auch Amsteel auf dem rutschigeren Baumgurt hält, würde ich auf jeden Fall empfehlen, Amsteel zu verwenden. Ausser natürlich, man möchte um jeden Preis ein paar Gramm Gewicht sparen.

    Wenn die Diagonale länger ist als nötig, könntest du das Tarp auch so aufhängen:

    Danke für den Tipp! Auch schon gesehen, aber wieder vergessen...

    Angenommen, ich bleibe bei 258cm x 258cm, dann wäre das eine Ridgeline von 288cm Länge. Da müsste ich wohl grosszügig vergrössern, was bei maximalen 265cm x 265cm (bei einem quadratischen Tarp) nicht allzu viel ausmachen dürfte: Es wären dann 296cm. Hmmm... Und ein paar Schlaufen und Verstärkungspunkte mehr müsste ich auch noch nähen. Hmmm... Vielleicht doch zu früh gefreut... :/

    Aber mal beim Diamond-Tarp weitergedacht: 258cm x 258cm bedeuten:

    • Ridgeline: 365cm
    • Ridgeline der Hängematte ungefähr auf 130cm ab Boden (45cm + 85cm), am Fussende vielleicht 150cm
    • Tarp könnte am Fussende nur wenig überstehen, dafür am Kopfende mehr
    • wodurch der Kopf auch besser geschützt wäre

    Mit meinen «Kurven-Hängematten» liege ich deutlich weniger diagonal, da flacherer Hängewinkel...

    ... Es denkt ...

    Vielen Dank euch beiden!

    Jetzt habe ich zwei Meinungen... und selber noch keine defintive. ;)

    Letzte Nacht habe ich in meiner neuesten Hängematte im Wald geschlafen - die Ridgeline noch nicht optimal eingestellt. Ich habe immer wieder die Liegerichtung geändert - sicher vier oder fünf Mal. Wegen dieser "Freiheit" tendiere ich zum Quadrat / Diamantaufbau. Bei 365cm Firstlänge hätte ich einigen Überstand und auf jeder Seite einen gut 180cm langen "Flügel" zum Abspannen. Der dürfte bis zum Boden reichen.

    Meine Skizze oben zeigt aber: Ein Rechteck würde bei gleich langer Diagonale etwas Stoff sparen und bei fixer Liegerichtung auch etwas besseren Schutz bieten. Aber will ich - wenn es dumm läuft - mehrmals nachts aufstehen und das Tarp drehen? Wenn ich mich am Boden drehe, muss ich deswegen ja auch nicht das Zelt/Tarp umbauen. Ich bräuchte wohl die Quadratur des Kreises... 8o

    Das GoLite Poncho Tarp habe ich auch. Toller Regenschutz. Als Tarp ist es mir eher zu klein. Ein bisschen Luxus muss schon sein, bei aller Gewichtsersparnis. ;)

    Ich werde heute wohl mal den Stoff halbieren und die beiden Stoffbahnen zusammennähen, dann sehe ich weiter...

    Nochmals vielen Dank für eure hilfreichen Inputs!

    #3 Gutes Kartenmaterial erleichtert die Planung und Orientierung.

    Fürs Wandern im unwegsamen Gelände ist ein Maßstab von 1:25'000 meistens hilfreich, oft sogar erforderlich. Bei gut ausgeschilderten Wegen und einfachem Gelände reicht auch ein Kartenmaßstab von 1:50'000. Noch kleinere Maßstäbe reichen in der Regel nur für die grobe Orientierung.