Top-Quilt, Schlafsack oder einfach nur Deckbett

  • Hallo,


    ich schon wieder.


    Ich vermute mal, daß dieses Maß der Bauchumfang ist.
    Aber meine Rechnung passt da irgendwie nicht,.
    Oder sind die Amis so dick?
    Hab es mal kopiert.


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    Danke und Gruss
    Konrad

    • Official Post

    Hier eine Zusammenfassung der drei Seiten.


    http://thunderinthenight.blogs…ra-gear-sleep-system.html
    Der Autor erklärt das Schlafsystem, das er im norwegischen Winter benutzt. Statt eines dicken Winterschlafsacks verwendet er einen Western Mountaineering Ultralite Daunen-Schlafsack (für bis zu -7°C ausgelegt) zusammen mit einem Mountain Laurel Designs Spirit 30 Top Quilt (ich glaube mit "30" ist 30°F also -1°C gemeint). Dabei wird der Synthetik-Quilt über den Daunenschlafsack gelegt. Das Ziel ist, jede Isolierung so einzusetzen, dass sie ihre Stärke ausspielt. Daune ist sehr warm und leicht, aber für Feuchtigkeit anfällig. Synthetik ist schwerer und voluminöser, aber kommt besser mit Feuchtigkeit zurecht. Der Synthetik-Quilt liefert extra Wärme und dient zugleich als Schutzschicht für die Daune. Feuchtigkeit wird vom Körper als Wasserdampf abgegeben und passiert die Daunenschicht um in der Synthetikschicht zu kondensieren. Die Daunen bleiben also trocken(er), und die Synthetik-Schicht wird von der sich über die Nächte hinweg aufbauenden Feuchtigkeit nicht so stark beeinträchtigt. Der Autor hat dieses System mehrere Nächte hintereinander benutzt (er schreibt nicht wie lang sein Trip war), und sagt dass sein Daunenschlafsack nur in Nähe des Gesichts durch die Atemluft etwas feucht war, aber ansonsten aber trocken und geloftet.


    Ein weiterer Vorteil des Schichtprinzips ist, dass beide Teile auch einzeln verwendet werden können.



    http://indefinitelywild.gizmod…-a-frozen-lake-1694953456
    Der Autor hat eine Daunenjacke mit wasserabweisender Daune getestet. Unter der Jacke hat er lediglich eine Baselayer getragen. Für den Test hat er ein Loch in einen zugefrorenen See gehackt, und ist vollbekleidet ins Eiswasser gesprungen. Das Wasser stand ihm dabei bis unter die Achseln. Er hat eine Minute im Wasser verbracht bevor er wieder raus geklettert ist. Dabei konnte er sofort feststellen, dass die Jacke anscheinend nicht viel Wasser aufgenommen hatte und immer noch relativ leicht war. Die Daunen waren nicht verklumpt sondern immer noch aufgeplustert. Auch im nassen Zustand hat die Jacke noch gewärmt. Der Autor hat sich dann durch laufen aufgewärmt. Sein Torso war schnell wieder warm, während seine ungeschützten Beine, Hände und Füße unangenehm kalt waren.


    Nach der Aufwärm-Runde ist er gleich nochmal ins Wasser gesprungen. Die Daune hat weiter durchgehalten. Nach diesem Test ist der Autor der Meinung, dass wasserabweisende Daune die besten Eigenschaften von Daune und Synthetik vereinigt - und seine erste Wahl ist, wenn Geld keine Rolle spielt. Er weist am Ende noch daraufhin, dass behandelte Daune nur dann als "wasserabweisend" verkauft werden darf, wenn sie 40 Minuten lang in einem Glas Wasser durchgeschüttelt werden kann ohne Wasser aufzunehmen.



    http://gearjunkie.com/sierra-designs-dridown-jacket
    Der Autor hat seine neue Jacke mit wasserabweisender Daune unter der Dusche getestet. Dafür hat er die Brause 30 Sekunden lang voll aufgedreht, so dass die Jacke innerhalb kürzester Zeit komplett nass war. Zu seiner Überraschung war die Jacke fast komplett trocken, nachdem das Wasser abgetropft war. Er ist dann mit der abgetropften Jacke nach draussen gegangen. Obwohl die Temperatur bei ca. 5°C lag und der Autor sich nicht bewegt hat, war ihm ausreichend warm.


    Daraufhin hat der Autor den Test wiederholt, allerdings hat er sich diesmal 5 Minuten unter die Dusche gestellt, und nach 3 Minuten angefangen, das Wasser in die Jacke zu reiben. Dadurch hat er sicher gestellt, dass das Wasser wirklich mit der Daune in Kontakt kam. Nach 5 Minuten konnte er feststellen, dass seine Schultern feucht wurden, und das Wasser bis zum T-Shirt drang. Mit feuchten Schultern ist der Autor wieder nach draussen gegangen. Die Jacke war definitiv feucht, behielt aber den Loft zum größten Teil bei. Die Daune isolierte zwar nicht mehr so effektiv wie im trockenen Zustand, lieferte aber immer noch Wärme. Er hat die Jacke dann über den Stuhl gehängt, und sie war nach 2 Stunden komplett trocken.

  • [USER="21"]Konradsky[/USER] eine Eigenproduktion mit Climashield Apex kommt nicht in Frage? Im Gegensatz zu Primaloft muss dieser Stoff nicht bis wenig gequiltet werden und hat sonst ähnliche Merkmale.

    "Jedes Gramm zählt, wenn der Rücken sich schon quält"

  • Hallo Treegirl,


    in diesem Link vom Hängematz wird für den Innenstoff eine Membrane benutzt.


    http://www.undergroundquilts.com/0tq/default.html#HD800


    Kannst du das bestätigen?Soll ja verhindern, daß die Daune nicht zu feucht von innen
    heraus wird.


    Wuppitom hat mir mal erzählt, daß er einen Daunentüte hat, wo der Außenstoff
    imprägniert, also Wasserabweisend sein soll. Oder ist das bei sämtlichen Außenstoffen
    für Daunensäcke?


    Danke und Gruss
    Konrad

  • Hallo Leichter,


    Climashild ist stabiler als Primaloft, isoliert jedoch nicht ganz so gut.
    Das Volumen ist dann eher das Problem und natürlich das Gewicht.


    Gruss
    Konrad

  • Moin Moin,
    hatte selbst mal einen Schlafsack mit Nocar-Daunen und Nylon Außenhülle.Wenn ich in dem im Winter bei sehr feuchten Außenbedingungen(z.B. Nebel)übernachtet habe hat die Wärmeleistung der Füllung gefühlt eher nachgelassen als in meinen Winterschlafsack mit Gore Dryloft Außenhülle.Meiner Meinung nach ist es unter feuchtkalten Bedingungen wichtiger eine sehr stark Wasserabweisende und Winddichte Außenhülle zuhaben.Die Daunen in diesem Schlafsack(TNF Solarflare Dryloft bis -25 Celsius)sind nicht behandelt.Trotzdem bleiben die Daunen(800 cuin)länger trocken.Das Problem mit der Feuchtigkeit von innen kann man nach meiner Erfahrung nur mit einem VBL lösen.Persönlich mag ich diese Dinger aber vom Schlafkomfort garnicht.Ich habe meist jede Gelegenheit genutzt den Schlafsack zu lüften und zu trocknen.Ich würde bei einer Neuanschaffung eines TQ,UQ oder Schlafsacks darauf achten das halt eine Winddichte und stark Wasserabweisende Außenhülle vorhanden ist.
    Spielen Packmaß und Gewicht keine große Rolle würde ich auf jeden Fall was mit Kunstfaser nehmen.Die ist einfach unempfindlicher bei Nässe und trocknet schneller.Dafür schwerer und mehr Packmaß.Ich benutze auch keine TQ,sondern meinen Schlafsack wie einen TQ.Ich lasse den Reißverschluss 3/4 offen und stopfe ihn seitlich unter mich.Man sollte aber kein rumwälz Schläfer sein.
    Mein Winterset für sehr kalte Tage besteht aus:Clark NX 250,Hammock Gear UQ 0.F,den oben genannten Schlafsack und wenn sehr kalt dann noch Therm a Rest Matte und Fleece Liner.Diese Kombi habe ich bis -22 Grad in Kanada getestet.
    In den wärmeren Monaten(bis ca. +10 Grad)benutze ich keinen Schlafsack sondern einen so genannten Bedchair Cover aus der Karpfenangelszene in Verbindung mit SnugPak Underblanket oder Alu-Luftfolie.Der Bedchair Cover ist eine meist leicht mit Kunstfaser gefütterte Fleecedecke mit sehr stark Wasserabweisender Oberseite(meine sind von Chub und Trakker).
    Übrigens spielt ab so ca. -15 Grad die Feuchtigkeit keine große Rolle mehr.Dann gibt es keine große Luftfeuchtigkeit mehr.
    LG wuppitom

  • [USER="21"]Konradsky[/USER]


    Phagomir hat im BCD einen Link gepostet (Video), wo er so ein bissel über Bushcraft erzählt. Ab Minute 10:20 ist die Moderatorin in einem künstlichen Schwimmbecken und legt einen Daunenschlafsack rein, der kaum Nässe aufnimmt. Vielleicht interessant für dich.


    http://ondemand-ww.wdr.de/medstdp/fs...83_8699477.mp4


    Allerdings gibt es keine näheren Info dazu. Hier müsste man den Aussteller des Schlafsacks herausfinden, um dann mehr Infos zu dem Schlafsack zu bekommen.

    Hang the Whoopie Sling on the knot, not on the toggle!


    Hammocks and Tents. These two worlds can live together in peace and harmony. ;)

  • Hier noch nicht erwähnt: die Quilts von AsTucas, eine spanische Cottage-Schmiede. Dort wird ausdrücklich damit geworben auch nach Kundenwunsch zu schneiden. Standardmàßig alles mit Climashield, aber auf Wunsch wohl auch Daune. Ich selbst habe nix von dort, bin nur mal drüber gestolpert.
    AsTucas.com

  • HALLO?! :stars:


    bei dem Preis erübrigt sich doch die Frage nach dem Selbermachen gänzlich?!


    Oder?

  • Hallo,


    habe mit einem Profi auch eine Konversation laufen.
    Cumulus ist wohl der letzte Müll.
    Habe am WE einen begutachtet.
    Fußteil viel zu eng, Topquilt viel zu kurz.
    Daune stinkt.


    Dies Firma hat mir der Profi genannt.
    http://www.undergroundquilts.com/0tq/default.html#HD850
    Wäre fast das Beste was man auf dem Markt bekommen kann.
    Da ich jemanden in Amiland kenne, kann der das Ding als
    Geschenk schicken.
    Dann spare ich Einfuhrumsatzsteuer und Zoll.
    Allerdings muß mir jemand noch die ganzen Parameter übersetzten.
    Ich bin dann mit meinen Parametern bei 399Dollar incl. Porto.
    Davon sind 3 oz. Overfill.


    Gruss
    Konrad

  • Hallo Treegirl,


    sind sind um einiges preiswerter als Cumulus.


    Kannst du mir vielleicht sagen was Illume und HyperD Stoff bei UGK ist?
    Und wäre Membrane als Innenstoff sinnvoll?
    Klar physiklisch ist eine Membrane sinnvoll, aber wie fühlt sich die an?
    Wenn ich richtig gelesen habe, verwendet UGK nur hydrophobierte Daune?
    Ist das Overfill(2oz für den Body und 1oz. für das Fußteil sinnvoll?
    Ich würde den nicht verjüngend nehmen und mit zuziehbarem Fußteil,
    so daß ich ihn als decke machen kann.
    Wäre das sinnvoll?


    Danke und Gruss
    Konrad

    • Official Post

    sind sind um einiges preiswerter als Cumulus.


    Ja, aber Hammock Gear ist bspw. günstiger. Und Enlightened Equipment ist zwar teurer aber auch leichter, und bietet noch mehr Auswahl an Größen und Daunen an. Ich sehe außerdem, dass sie ab Oktober ein neues Top Quilt-Modell anbieten: einen Top Quilt-Schlafsack-Hybrid. Das könnte gerade für die Verwendung bei tiefen Temperaturen interessant sein, weil Top Quilts einfach immer etwas kälter sind als Schlafsäcke.


    Zum Vergleich:


    UGQ Flight Jacket / 0°F / 850FP HyperDry
    55" wide, 72" long
    16.87 oz fill / 24.30 oz total (= 689g Gesamtgewicht)
    $319.95 USD


    HG Burrow / 0°F / 850FP water-resistant goose down
    55" wide, 73" long (Wide / Short)
    16.5oz fill / 23.95oz total (= 679g Gesamtgewicht)
    $286.00 USD


    EE Revelation - 0°F, 850FP DownTek Water-Repellent Down
    54" wide, 72" long (Regular / Short)
    16.84 fill / 22.67 total (= 643g Gesamtgewicht)
    $320.00 USD


    Kannst du mir vielleicht sagen was Illume und HyperD Stoff bei UGK ist?


    Das sind alles kalandrierte Nylon Ripstop Stoffe. Illume ist die Hausmarke von UGQ und ist ein 0.9oz Ripstop. HyperD ist ein Stoff von Ripstopbytheroll und ist ein 1.0oz Ripstop. Illume kenne ich nicht, HyperD empfinde ich als sehr soft.


    Hammock Gear verwendet im Übrigen Stoffe von DutchWare - standardmäßig Argon 67, ein 0.67oz Nylon-Stoff (sollte eigentlich Ripstop sein, aber Dendronaut hatte einen Argon-Stoff bei dem kein Ripstopmuster erkennbar war) und wahlweise auch Argon 90, ein 0.9oz Ripstop wenn man etwas mehr Robustheit will.


    Und wäre Membrane als Innenstoff sinnvoll?


    "Membrane" ist nur der Name - es ist soweit ich weiss keine "Membran" wie z.B. Goretex. Der Stoff ist von Ripstopbytheroll und entspricht Argon 67 - es ist kein Ripstop sondern ein Taffetta Nylon mit einem Gewicht von 0.66oz. Wenn du Gewicht sparen willst nimmst du Membrane - wenn du mehr Robustheit willst Illume oder HyperD. Membrane ist u.U. auch etwas softer.


    Klar physiklisch ist eine Membrane sinnvoll, aber wie fühlt sich die an?


    Physikalisch macht "Membrane" das gleiche wie Illume, HyperD oder Argon: es verhindert dass die Daunen entweichen. Sonst nichts. Wie es sich anfühlt weiss ich nicht, weil ich den Stoff noch nicht in Händen gehalten habe. Ich schätze der Stoff fühlt sich ähnlich weich an wie Argon 67. Hattest du meinen HG oder Dendronauts Underquilt in der Hand? Die sind beide aus Argon.


    Wenn ich richtig gelesen habe, verwendet UGK nur hydrophobierte Daune?


    Sieht so aus. Achte bei der Bestellung drauf, dass du HyperDry auswählst.


    Ist das Overfill(2oz für den Body und 1oz. für das Fußteil sinnvoll?


    Darüber wird immer gerne diskutiert. Fakt ist, dass fast alle Quilt-Hersteller ihre Quilts standardmäßig 20% überfüllen um die Daunen am Verrutschen zu hindern. Das heisst, die 20% dienen hauptsächlich zur Fixierung und können ihre Isolierung nicht komplett ausspielen, weil ihnen dazu einfach der Platz fehlt. Mehr Daunen machen den Schlafsack etwas wärmer, aber nicht so sehr wie wenn die Kammern höher wären. Ich glaube 1-2oz Overfill halten noch viele für halbwegs sinnvoll; aber dann sollte man das nächst-wärmere Modell wählen, weil das einfach größere Kammern hat.


    Wenn du nur im Fußbereich mehr Power willst, würde ich an deiner Stelle über Booties nachdenken.


    Ich würde den nicht verjüngend nehmen und mit zuziehbarem Fußteil, so daß ich ihn als decke machen kann. Wäre das sinnvoll?


    Im Prinzip ja, vor allem wenn du den Quilt auch bei wärmeren Wetter verwenden willst (aber ist das bei einem 0°F Quilt der Fall? Ich habe einen 10°F WM Schlafsack, der mir bei Temperaturen über 5°C zu heiss ist. Und das will bei so einer Frierkatze wie mir was heissen...). Allerdings verlierst du bei diesem Design deutlich Länge. Ich habe einen EE Top Quilt mit zuziehbarer Footbox, und der verliert im geschlossenen Zustand ordentlich an Länge. Im Zweifelsfall solltest du lieber eine Größe drüber nehmen, damit es auf jeden Fall reicht.

  • Hallo Treegirl,


    puh, danke dir für die viele Arbeit die du dir gemacht hast und auch die vielen Infos.


    Dann schaue ich mir mal Hammockgear an und versuche so wenig wie möglich Fragen zu stellen.


    Danke und Gruss


    Konrad

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