Vielseitiges Tarp

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  • Nabend in die Runde,

    ich bin in den Alpenraum gezogen und viel mit meiner NFT Hängematte unterwegs. Ich probiere so viel es geht, meine Touren so zu planen, um in meiner bequemen Hängematte zu schlafen. Leider geht dies nicht immer und vor allem auf den nächsten Touren stehen einige Gipfelübernachtungen an.

    Um mein derzeit einfaches Tarp zu ersetzen, spielte ich mit dem Gedanken, eines zu kaufen, das man auch gut für das Übernachten am Boden nutzen könnte. Sind euch da Varianten geläufig, die gut passen könnten, bzw. spielen da bestimmte Faktoren eine Rolle?

    Ich find ja das NFT Tarp → Gulf-Tarp eine feine Sache. Wäre sowas auch für den Boden optional oder eher nicht?

    Anreize in die Richtung wären eine feine Sache.

  • Ich hab das Gulf Tarp mittlerweile auch zwei Mal am Boden verwendet und mag es echt gerne so. Ich hab leider keine Bilder davon, deswegen versuche ich mit Worten die Bilder zu malen

    Das eine Ende der Ridgline auf dem Boden, das Andere erhöht an einem Baum oder hochgestellt mit einem Stock. Die Türchen auf der Bodenseite aufgespannt, die oberen Türchen ebenfalls Richtung Boden gespannt. Ergo 5-6 Heringe (Je nach dem ob Baum oder Stock) und genauso viele Schnüre. Das ergibt einen guten Wetterschutz.

    Ansonsten sind 3x3m Tarps immer sehr vielseitig, hier scheint sich das Helikon Tex Supertarp ganz gut zu schlagen, weil es recht leicht ist und schön viele Abspannpunkte hat.

    Manchmal denke ich, ich bin der Einzige der mir nicht zuhört.

    Bündischer Halstuchträger mit Hang zum Hängen

  • Dann nimm dir ein 3x3,5m oder 3x4m Tarp.

    Gibts von DD Hammocks, Aquaquest Waterproof oder auch OneWind Outdoors

    Das kannste super über der Hängematte aufbauen und hast ne sehr gute Überdeckung.

    Und am Boden stehen dir damit auch sehr viele Tarpvarianten offen.

    http://www.outdoor-buddy.de

    Ich bin Youtuber und werde teilweise von Herstellern mit Produkten ausgestattet.

    Dazu zählen u.a. OneWind, Amazonas, TickettotheMoon, Khibu, GrueziBag, Cocoon

  • Würde ich von abraten, daher mein Hinweis oben, eher für den favorisierten Aufbau was optimales zu kaufen, wo der Aufbau dann auch sitzt, erprobt ist und die Erfahrung vorhanden, was der kann.

    Kenne niemanden, der mit so einem riesen Teil ernsthaft unterwegs ist und ständig verschiedenste Aufbauvarianten variiert.

    Wenn ich dann noch Gipfel über der Baumgrenze lese - das dürfte ungeübt mit so einem Monster eher eine Flatternummer werden.

  • Da bin ich anderer Meinung - mit nem größeren Tarp ist es da besser als mit einem zu knapp bemessenen, wo es dann schnell mal reinregnen kann.


    Davon ab sind GIPFEL Übernachtungen außer bei allerbestem Wetter eh das schlechtestes was man machen kann - völlig exponiert im Wind egal von wo er kommt.

    Und zwar egal ob mit Zelt oder Tarp.

    http://www.outdoor-buddy.de

    Ich bin Youtuber und werde teilweise von Herstellern mit Produkten ausgestattet.

    Dazu zählen u.a. OneWind, Amazonas, TickettotheMoon, Khibu, GrueziBag, Cocoon

  • Moin,

    das Gulf Tarp ist dem Warbonnet Mini Fly ja ähnlich und lässt sich zur Not bestimmt auch als Bodentarp verwenden. Ohne die Möglichkeit eine Ridgeline spannen zu können, wirst du aber mindestens einen Trekkingstock, Holzstock oder Tarpstange brauchen um es einigermaßen nutzbar aufzubauen...........

    Ich selbst besitze mehrere größere Tarps mit Maßen von 4x3m, 4x4m, 4,5x3m, 3,5x3,5m oder 3,6x3m und alle lassen sich mehr oder weniger gut als Bodentarp nutzen, was ich auch mit allen Tarps schon ausprobiert habe.

    Je größer das Tarp, je windanfälliger wird es i.d.R. natürlich ............muss es aber nicht unbedingt da viele Abspanneschlaufen auch gute Aufbaumöglichkeiten für starke Winde bieten. Dazu würde ich dir raten, auf jeden Fall noch 10-15cm lange Gummischnur Schlaufen an den Abspannpunkten zu montieren ( bei Onewind z.B. vom Werk aus schon vormontiert 👍)

    Je mehr Abspanneschlaufen/Punkte ein Tarp besitzt desto mehr Möglichkeiten hast du natürlich auch um es in verschiedenen Varianten auch als Bodentarp aufzubauen.

    Das Gulf Tarp hat leider nicht soviele Abspanneschlaufen wie z.B. ein Aqua Quest, Helikon Tex oder DD Tarp und dadurch bist du ein wenig eingeschränkter in den Aufbauvarianten was bei starkem Wind an ungeschützten Stellen zum Problem werden könnte........

    Mehrere Aufbauvarianten zu kennen und das Aufbauen zu üben beschleunigt bei schlechtem Wetter den Aufbau erheblich 🙂

    Grundsätzlich finde ich, bringt eine favorisierte Aufbauform nicht immer das erwünschte Ergebnis: nämlich 100%er Wetterschutz.

    Die Finger würde ich, ohne die zusätzliche Verwendung von einem wasserdichten und atmungsaktivem Biwaksack, von sogenannten Poncho Tarps oder zu kleinen UL Tarps lassen..........ich habe sie bei Starkregen und heftigen Wind schon zu oft versagen sehen. Außerdem kannst du solche Tarps eher schlecht zur gleichzeitigen Nutzung für Hm nutzen da sie meist zu klein sind.

    Beim Aufbau des Tarps passt du die Aufbauvarianten und Platzwahl vielmehr dem zu erwartenden Wetter an und nicht deiner "Lieblings Aufbauvariante".

    Da ich hier an der Küste und früher auch auf meinen Reisen oft mit Wind und Regen zu kämpfen hatte, empfehle ich immer robuste Tarps mit möglichst vielen Abspannpunkten in ausreichender Größe, Gummischnur Schlaufen an den Abspannpunkten und etwas längere, stabilere Heringe als diese kurzen UL Alu/Titannägel die du in härteren Böden manchmal kaum in den Boden bekommst. Bei Starkwind halten diese eher Schönwetter-Heringe auch oft nicht im Boden.........und wer möchte bei richtigem Schietwetter Nachts raus müssen um sein Tarp in Ordnung zu bringen oder Stöcke als längere Heringe schnitzen, schwere Steine suchen o.ä.........ich nicht 😊

    Selbst das in der Bushcraft Szene oft hochgelobte British Army Shelter Sheet war mir bei heftigen Wind und Regen zu klein..........robust ist es, aber bei Schietwetter einfach zu klein.

    Mein weit über 20 Jahre altes Hilleberg XP10 Tarp z.B. hat mich schon bei manchem Sturm zuverlässig geschützt und ist immer noch brauchbar 👍 ohne meine Gummischnur Schlaufen und längeren Heringen wäre es wahrscheinlich schon längst auf dem Tarpfriedhof😧🥴

    In diesem Sinne

    Gruß von der Ostsee

  • Viel hilft nicht immer viel - sondern muss man im Zweifel erst mal gestellt und flatterfrei abgespannt bekommen.

    Und wenn ich eh am liebsten in einer Halbpyramide penne, brauche ich dafür kein 3*3 oder sogar größer - es ist dafür vielmehr nervig. Da nehme ich doch lieber was dafür geeignetes, gerne mit catcut, da habe ich auch auf dem high camp mehr leverage als mit einem unförmigen, flatterigen 3*3, bei dem ich die hinteren Ecken nicht vernünftig auf Spannung bekomme und es mir bei ordentlich Wind die Pyramide eindrückt.

    Bei einem A-Frame sieht es auch nicht groß anders aus, auch da wäre mir was schmaleres mit catcut lieber als so ein riesen Segel, dass man nicht ordentlich auf Spannung bekommt. Von Gewicht und Stellfläche ganz abgesehen.

    Bin letzten Sommer so 400+km Hochroute der Westalpen gelaufen - und war praktisch dauerhaft zwischen 2 und 3000m Höhe unterwegs.

  • Viel hilft nicht immer viel - sondern muss man im Zweifel erst mal gestellt und flatterfrei abgespannt bekommen.

    Dank der Gummischnur Schlaufen bleiben auch größere Tarps richtig abgespannt flatterfrei.........siehe auf zahlreichen Fotos von mir.

    Und wenn ich eh am liebsten in einer Halbpyramide penne, brauche ich dafür kein 3*3 oder sogar größer - es ist dafür vielmehr nervig. Da nehme ich doch lieber was dafür geeignetes, gerne mit catcut, da habe ich auch auf dem high camp mehr leverage als mit einem unförmigen, flatterigen 3*3, bei dem ich die hinteren Ecken nicht vernünftig auf Spannung bekomme und es mir bei ordentlich Wind die Pyramide eindrückt.

    Bei einer Halbpyramide, egal wie groß sie ist, kannst du dann hoffen das der Wind nicht über Nacht dreht..........habe ich auch schon mehr als einmal erlebt.

    Manche Tarps (wie die weiter oben von mir genannten z.B.) besitzen zusätzliche Abspanneschlaufen entlang der Ridge , so das man sie abspannen kann ohne dass sie großartig von Windböen eingedrückt werden.


    Bei einem A-Frame sieht es auch nicht groß anders aus, auch da wäre mir was schmaleres mit catcut lieber als so ein riesen Segel, dass man nicht ordentlich auf Spannung bekommt. Von Gewicht und Stellfläche ganz abgesehen.

    Wenn man mehr Aufbauvarianten als A-Frame oder 3-seitige Pyramide kennt und mit seinem Tarp die Möglichkeit hat diese zu verwirklichen und dann auch noch die von mir empfohlenen Gummischnur Schlaufen verwendet braucht man sich auch bei starkem Wind keinen Kopf über ein flatterndes Tarp machen...........meine größeren Tarps halten halten bis jetzt auch starkem Wind am Strand flatterfrei stand 👍😊

    Auf Stellfläche würde ich persönlich eher Rücksicht nehmen als aufs Gewicht.............mir ist ein absolut zuverlässiger Wetterschutz wichtiger als vielleicht 200g mehr an Gewicht. Zur Not würde ich meine Zahnbürste nicht absägen sondern auf sie verzichten........spart dann auch die Zahnpasta😄

    Wie schon so oft hier erwähnt........nicht jeder ist so Ultralight und vielleicht hauptsächlich bei schönem Wetter unterwegs wie du hangloose ..........und legt auch bei schlechtesten Wetter Wert auf absolute Zuverlässigkeit und die gibt es bei vielen UL Ausrüstungsgegenständen leider oft nicht.....egal wie teuer sie vielleicht waren.

    Neben meiner persönlichen seehr langjärigen Erfahrung habe ich auch einige Jahre in einem Angel-und Outdoorshop als Fachverkäufer gejobt und kenne die Probleme mancher (hochwertigen) UL Ausrüstung bei richtig schlechtem Wetter durch die Reklamationen und Erfahrungen einiger Kunden. Gewicht ist auf vielen Touren nun mal nicht das Nonplusultra! Sondern Zuverlässigkeit!

    Aus u.a. diesen Gründen besitze ich z.B. auch kein Dyneema Tarp oder Zelt mehr. Auf Grund der fehlenden Dehnung, der geringeren Weiterreißfestigkeit gegenüber hochwertigen Silnylon Tarps oder Zelten bin ich meine recht schnell wieder losgeworden.

    Bin letzten Sommer so 400+km Hochroute der Westalpen gelaufen - und war praktisch dauerhaft zwischen 2 und 3000m Höhe unterwegs.

    Kilometerleistung und Höhenmeter sagen überhaupt nichts über die Leistungsfähigkeit der Ausrüstung aus........sondern das tun z.B. eher die Art des Materials und dessen Verarbeitung, das zu erwartende Wetter und die Temperaturen, Dauer der Benutzung und Umgang mit der Ausrüstung u.ä. Faktoren..........

    Gruß von der Ostsee

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