Da sich die Gelegenheit bot, habe ich am Wochenende kurz entschlossen Freunde besucht, die in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt ein renovierungsbedürftiges Rittergut übernommen haben, und daraus ein Kulturzentrum machen wollen. Das ließ sich mit einer Radtour an der Elbe verbinden, die ich ja vor zwei Jahren abgepaddelt bin. Los ging es an der Mittelelbe durch eine urwüchsige und nicht überall mit Wegen versehene Flussauenlandschaft.
Dann musste ich die Elbe auf der Autobahnbrücke überqueren und hatte einen spektakulären Blick elbaufwärts.
Wenig später kam ich an meinem Ziel an, das schon in der Kreuzfahrerzeit bebaut wurde und heute ebenso pittoresk wie baufällig wirkt.
Das Rittergut wurde seinerzeit direkt an die Kirche gebaut und man hat von innen einen direkten Zugang zur Empore der Kirche.
Innen wie außen gibt es an dem Gebäude unendlich viel zu tun. Mein Job war es, Lehm anzurühren,
der dann an den Wänden aufgetragen...
...und verspachtelt werden musste. Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Projekt weitergehen wird und wann dort Kulturveranstaltungen stattfinden werden. Geplant sind die ersten schon im August.
Aber ich bin nicht nur zum Arbeiten dort gewesen, sondern habe in dem herrlich verwilderten Garten in einer mexikanischen Hängematte angemessen relaxt.
Für die Nacht habe ich allerdings auf eine bewährtere Lösung zurückgegriffen.
So sah das Ganze von außen aus.
Heute bin ich dann mit dem Rad auf dem Elberadweg weiter gefahren. Ganz hinten am Horizont liegt mein Ziel: Wittenberg.
Hier ist mein Equipment. Hängematte, Isomatte und Schlafsack passen in die Arschrakete, deshalb waren die anderen Taschen halb leer.
Und so sieht es im Regionalzug aus, wenn man antizyklisch reist.
Hat alles in allem viel Spaß gemacht!