Ersteindruck Onewind Daunen-Underquilt

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  • So dann probier ich es Mal......Fotos sind leider ziemlich bescheiden.

    Jeder sollte sich bewusst sein wir bewegen uns am unteren, wenn nicht unterstem Rande der Preisrange für nen Daunen-Underquilt.

    Zum Vergleich kann ich nur den Onewind-Kufa-UQ und nen Wookie XL 20F heranziehen, meine Hängeerfahrung besteht aus ca 25 Nächten seit Februar diesen Jahres

    Heute hat DHL es endlich geschafft den Onewind Daunen-Underquilt zu liefern, Lieferung von Onewind ( Bestellung über Homepage) gewohnt zügig, Bestellbutton am 05.10. gedrückt.

    Der Underquilt kommt im unkomprimierten Kompressionssack, von der Kompression vergleichbar mit dem Wookie im mitgelieferten Packsack. Ein Sack zur Lagerung ist nicht enthalten.

    Hier nochmal komprimiert, bissel mehr wäre noch gegangen, aber muss ja nicht sein...

    Der Kompressionssack ist zumindest Standard mit vier einzeln verstellbaren Riemen. Er ist einseitig zu öffnen und hat auf der anderen Seite eine druckknopfgroße Metallöse.

    Beim Öffnen schaute mich dann gleich eine Daune an....

    Der Rest sah aber anständig aus.

    Scheint aber kein Loch im Gewebe sondern eher ne eingenähte Daune mit etwas ausgefranstem Nähgarn.

    Der Außenstoff ist eher glatt und raschlig, definitiv wasserabweisend und winddicht. Er fühlt sich Recht dünn an.

    Maße sind korrekt, 2,10m x 1,20.

    Nichts stinkt....

    Die Daunen sind in 8 Längskammern, diese sind nicht durchgesteppt, so daß Kältebrücken vermieden werden. Die jeweils äußeren Kammern haben 10 cm Breite, die restlichen 15 cm.

    An den Stirnseiten gibt es jeweils 3 Längenverstellbare Aufhängepunke welche mit Shockcord zu einem Karabiner führen.

    Das könnte etwas wenig sein, der Kufa-UQ hat jeweils 5. Ein Upgraden mittels Klammern sollte aber Recht problemlos möglich sein.

    Hinter der Aufhängung schließt sich noch ein ca. 6 cm breiter Wärmekragen an.

    Hier die Verbindung vom Shockcord des Tunnelzuges der Seite zum seitlichen Aufhängepunkt:

    Die Seiten haben jeweils 2 Plaste- (OT: jetzt weiß jeder aus welchem Dtl. ich stamme) D-Ringe und in der Mitte jeweils noch eine Öffnung im Tunnel an der sich ein Zugspanner befindet:

    Bevor die Daunenkammern beginnen gibt es noch ein ca. 5 cm breites Band, auf dem Druckknöpfe sitzen. Dieses Band scheint auch innen verstärkt zu sein um ein ausreißen zu verhindern.

    Ich vermute an diesen Knöpfen kann man perfekt das Onewind Blanket befestigen, bin aber Grad zu faul....

    Der Loft ist ca 5 cm, beim Wookie 20 F ca. 4,5 cm.

    Messungenauigkeiten liegen in der Natur der Sache aber theoretisch ist die Temperaturangabe des Onewind-UQ realistisch......

    aber die Kammern wirken etwas zu groß, vermutlich weil auch genug Daune für die kältere Version reinpassen muss. Dies könnte theoretisch eher zum Verrutschen der Daune führen. Das muss die Praxis zeigen.

    Ich glaub wenn man sich nicht aus ethischen Gründen gegen chinesische Daune ( laut Hersteller RDS-zertifiziert) sträubt hat man einen guten Deal mit leichten Schwächen.

    Gewicht mit Packsack: 830 gr.

    Nur Packsack : 60 gr. (Gewogen mit Küchenwaage)

    Hier jetzt noch ein paar Vergleichsfotos verpackt mit dem Wookie XL 20F (unkomprimiert)

    Einmal editiert, zuletzt von Sandtreter (19. Oktober 2022 um 18:01)

  • Ich hab jetzt doch Mal mit dem Onewind-KuFa-Blanket verbunden, passt von der Länge, in der Breite evtl. nicht ganz, die Decke ist ja etwas breiter als der Underquilt und dann innen. Ist mit dem Kufa-Underquilt etwas stimmiger. Kann sich in hängendem Zustand evtl. noch etwas ausgehen, Krieg ich aber am WE nicht mehr mit.

    Hab noch 2-3 unsauber verarbeitete Stellen mit herausstehenden/losen Fäden entdeckt.....

  • So dann hier der Test unter Realbedingungen:

    Der Onewind Down-Underquilt wurde an einer Onewind 11Fuß Zipper-Hammock installiert. Sprich vorn und hinten mit einem Karabiner an den Mattenenden befestigt.

    Da die Onewind Zipper noch kleine Häkchen (3 pro Seite) extra zur UQ-Befestigung hat wurden diese auch benutzt. Hier und da nochmal die Gummiseile kürzer eingestellt.

    Da die Temperatur nicht unter 10 Grad fallen sollte verzichtete ich doch auf UQ-Protektor und ließ das Moskitonetz offen.

    Topquilt war Taiga 360, Bekleidung lange 200er Merinowäsche, Auf Mütze hab ich verzichtet.

    Es war fast windstill und bodenneblig aber Sternenklar.

    Nach dem reinlegen erstmal nicht gefroren, doch nach ner Weile 2 kalte Spots verspürt.

    Isolation an tiefster Stelle fühlte sich nicht so fluffig an, hab dann versucht n bissel von oben und unten Daune Richtung tiefste Stelle zu streichen.

    Erstmal gut funktioniert und gepennt.

    Musste dann aus anderen Gründen aufstehen, als ich wieder in der Matte lag wieder kalte Spots. Beim vom außen abfühlen (im Liegen) festgestellt dass im oberen Rückenbereich und Beinbereich (aber da wo die Beine nicht lagen) ziemlich viel Luft zwischen Matte und UQ war.

    Also Schnüre alle etwas nachgezogen, wieder gepennt.

    Morgens gegen 5 nochmal wachgeworden, beim Wiedereinstieg wieder irgendwie kalt, wieder bissel alles hin- und hergerückt und gezuppelt.

    Hatte wieder das Gefühl die Isolierung am tiefsten Punkt plattzudrücken, aber Tiefstemperatur war 10,3 Grad also alles handelbar.

    Dann ging's, bis um 8 gepennt.

    Fazit: Vermutlich sind die 3 Aufhängepunkte wirklich zu wenig, durch die Falten kann viel kalte Luft einströmen.

    Die Kammern sind für die Daunenmenge etwas zu groß, daher kann diese wandern. Auch wenn ich mehr Loft als beim Wookie gemessen habe, in der Praxis relativiert sich das.

    Vermutlich wird die Daune auch etwas plattgedrückt oder zur Seite gedrückt weil im Gegensatz zum Wookie der DaunenSack nicht auf ein Trägermaterial aufgenäht.

    Ich möchte noch betonen ich hab relativ wenig Erfahrung und kann nur mit dem Wookie im Daunenbereich vergleichen.

    Die Erstnutzung erfolgte ohne große Einstellorgie und 10x Probeliegen.

    Ich denke bis 5 Grad kommt man bestimmt (mit UQ-Protektor), -6 kann ich mir schwer vorstellen.

    Ich hab auch das Gefühl die Schnurverkürzer neigen sich am Shockcord zum lösen, evtl weil durch Schwingungen kurzzeitig der Zug weg ist. Am Tarp an den statischen Leinen sind die selben und arbeiten ohne Probleme...

    Die Matte ist 1,40 breit, viel breiter ginge glaub ich nicht. Von der Länge war der abgedeckte Bereich für mich mit 1,80 mehr als ausreichend.

    Hier noch part Fotos ohne und mit Mensch, für Fagorian auch extra ein ausgebreiteten...

    Nach dem ich die Fotos angesehen hatte, hab ich Mal den Wärmekragen vorn und hinten ordentlich rausgezuppelt.

    Während meiner Mittagspause bei 15 Grad, Sonne und leichter Brise war alles warm und comfy. Ich war aber warm von körperlicher Arbeit (aber gleichzeitig erschöpft) und noch ne Jacke und Hose an ( Taiga war schon eingepackt)

    I

  • Super, vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die Fotos! Damit kann man sich gut eine Meinung bilden. Es scheint mir, dass für UQs nur das Wookieprinzip (sozusagen auf einer leichten "TrägerHM" aufgenäht, wie der Wookie oder Trailwinder) oder die "Clew-suspension" (Fächeraufhängung) wirklich gute Wärmeleistung erbringen kann, und das auf einfache Art (ohne viel Herumstellen).

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