Was nimmt der Mensch doch alles tapfer an Unbill auf sich für die Bildung! Am Freitag bin ich gemeinsam mit unserer fünfköpfigen Reisegruppe aus Vietnam zurückgekehrt. Hinter uns liegen vier Wochen intensivster Studien zum Thema Hängematte. Und um möglichst viele akademische Disziplinen mit an Board zu haben, hatten meine Frau und ich uns entschieden, die Kosten für die ganze Gruppe zu übernehmen.
Im Folgenden beschreibe ich unsere Beobachtungen und dokumentiere anhand von ausgewähltem Bildmaterial
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die gemeine Hammock vietnamensis deutlich kleiner ausfällt. Von der Größe her kann sich ein 13jähriger Junge in ihr gerade noch ausstrecken.
Beobachten ließ sich weiterhin, dass der durchschnittliche Hängemattennutzer durchaus ein Gespür für geeignete Hängeplätze hat.
Darüber hinaus scheint den Einheimischen der Begriff "UL" unvertraut zu sein, da viele der Ständer aus massiven Stahlrohren hergestellt werden. Dafür jedoch mit hoher Handwerkskunst und grandioser Finesse.
Auch der Fernfahrer weiß den Komfort einer Hängematte durchaus zu schätzen. So gibt an den Ein- und Ausfallstraßen vieler Städte unzählige Hängematten-Motels. Diese bieten dem ermüdeteten Fernfahrer die verdiente Ruhepause, bevor er wieder mit seinem Fahrzeug die unzähligen Motorroller weghupen muss.
Und in Sai Gon gibt es sogar ein Hängematten-Hotel. Leider hatte ich aus Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten bereits ein andere Übernachtungsörtlichkeit gebucht.
Das mag als kleiner Forschungsbericht genügen. Andere mögen meine wissenschaftliche Erkenntissse genre kommentieren und ergänzen!