Cumulus Selva 600 Differenzialschnitt nachträglich verstärken

  • Gedenke, meinen Selva 600 Winter-UQ etwas differenzieller zu modifizieren. Aufgrund seines etwas konservativen Schnitts und relativ hohen Gewichts hängt er entweder zu locker oder der Hintern drückt durch. Schade um die viele schöne Daune.


    Dass es besser gehen kann, zeigen meine DIY Isolier-Chilischote und offenbar auch einschlägige Produkte aus Colorado.


    Hier ein paar Bilder, die das Verbesserungspotential zeigen sollen.


    Locker hängend...

    ...ist aussen alles schön bauchig...

    ...aber innen auch...

    ...sobald punktuelle Last (zB Allerwertester)...

    ...wird der Fluff dort lokal zusammengedrückt.

    Kurzum: Der Innenstoff ist zu reichlich bemessen bzw. der Aussenstoff nicht ausreichend überdimensioniert. Was ich gern ändern will.


    Aber wie immer zum Anfang möchte ich meine Unentschlossenheit und Fragen auf allen euren Schultern gleichmäßig verteilen. Denn wozu hat man Hängemattenfreunde denn sonst?!


    Wie würdet ihr vorgehen? Aussenhaut auftrennen und erweitern? (Also ich weiss nicht...)

    Innenhaut falten und verengt umnähen? (Ich zögere, zu prall gefüllt, schwierig zu bewerkstelligen.)

    Mit dünnem, etwas elastischen Klebeband die Innenhaut enger falzen und kleben? Diese Variante halte ich momentan für vielversprechend. Aber welches Klebeband, das Dyneema-Reparier-Zeugs?

    Entleeren, Umnähen und neu füllen?

    Oder alles so lassen und die exakte Kompromisslänge finden und fixieren? (Merke an, dass mein Cumulus bereits auf diagonalisierte Stoffaufhängung abgeändert ist, also keine langen Gummikordeln primär zur Aufhängung mehr. Das war m.M. schon ein guter Schritt vorwärts.)


    Einzig, verkaufen und stattdessen Wooki kaufen gilt nicht. Schon eher abändern, dabei versagen und dann "vom Kratz auf" neu nähen, aber damit fiele der Herbst im Wald ins Wasser.


    Bin gespannt!

    Hat schon mal jemand einen dünnen Daunenquilt mit Klebeband erfolgreich repariert?

  • Also mit gutem Klebeband wie Tear Aid scheint es ja gut zu halten...


    Habe heute erst mal mit Malerkrepp experimentiert, v.a., um das Stöffle etwas zu befühlen und eine machbare Technik zu entwickeln. Auch, um herauszufinden, in welcher Richtung Stoffverkürzung am meisten "Hinternbausch" bringt. Das Malerkrepp kostet fast nichts, hält ziemlich gut (notfalls auch mal eine Nacht) und ist leicht wieder entfernbar.


    Und zwar scheint mir zunächst Innenverkürzung in Längsrichtung am sinnvollsten.


    Ich habe dazu den UQ ungefähr in der Mitte gefaltet, Innenseite nach aussen, und dann die Daune nach unten zu den Enden hin geschüttelt.

    Das ging recht gut, konnte danach mehrere cm leeren Innenstoff fassen und falten.


    (Genau genommen würde ich diesen leeren Falz auch ohne weiteres unter den Nähfuss bekommen. Dann nähte ich aber u.U. auch die Stege mit an.:/:/ Was meint ihr?)


    Dann habe ich erst mal das Malerkrepp mittig (also im angenommen Bereich des Hintern) angeklebt zum lockeren Probehängen an meiner Testwand. Beim zweiten Anlauf ging das Kleben und festdrücken schon recht gut.

    Beim Hängen sieht und spürt man deutlich, wie trotz lokaler Last von oben ein ordentlicher Bausch unterhalb verbleibt.

    Die Form ist auch von aussen jetzt klar arschlastig.


    Natürlich muss man die Klebenaht sehr gleichmäßig anbringen und auslaufen lassen, um lokale Überlastungen zu vermeiden. Das habe ich hier noch nicht getan.

    Aber letztlich entlasten ja auch die kurzen Gummis an den Enden, ähnlich wie vorher ja auch. Nur ist die größte Zuglast jetzt klar auf der Innen- bzw. Oberseite, also dort wo ich sie eigentlich hin haben will.

    Bei ungleichmäßiger Verklebung (oder Vernähung) im Zweifelsfalle aber genau dort...


    Naja, erst mal noch darüber schlafen und morgen weiter experimentieren ...

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