Carinthia Defence 6 + Exped Downmat HL Winter?

  • Hi Leute ich bin neu hier und bräuchte mal eure Meinung. Bin der Daniel, 37 Jahre und komme aus Aschaffenburg. Ich möchte diesen Winter auch mit Hängematte draußen nächtigen da ich lieber etwas vom Waldboden weg bin. Jetzt meine Überlegung: ich kaufe mir dafür den Defence 6 und die Exped Winter Downmat bis -32°C. Kann das funktionieren oder eher nicht? Ich denke da wo keine Isolation von der Matte besteht müsste doch der Schlafsack seine Stärke ausspielen oder irre ich mich da vllt und werde frieren? Ich danke euch schon mal und wünsche noch einen schönen Abend.

  • Was für eine Hängematte benutzt Du? In einer Brücken- oder 90°-Hängematte ist eine Isomatte okay, in einer gewöhnlichen "gathered end"-Hängematte jedoch nur eine Notlösung. Hier ist ein Underquilt die erste Wahl. Was ein Underquilt ist? Stell Dir einen Schlafsack vor, der längs in zwei Teile zerschnitten wurde. Der obere Teil, der auf Dir liegt, ist dann der sogenannte Topquilt und der untere Teil, auf dem Du liegst, ist der Underquilt.
    Da nun die Isolierende Schicht durch Dein Körpergewicht zusammengedrückt wird und nicht mehr so gut "wärmt", hängt man sie direkt unter die Hängematte. Hier kann sie jetzt unkomprimiert ihre volle Isolationsleistung erbringen.
    Verstehst Du jetzt, daß Schlafsack und Hängematte nicht das perfekte Traumpaar sind? Viele Hänge bevorzugen die Kombination Underquilt + Topquilt auch deswegen, weil man sich mit einem Topquilt, der ja wie eine Decke auf einem liegt, in der Hängematte viel besser bewegen kann. Das Finden der bequemsten Position, des sogenannten "sweet spot", ist eine Besonderheit des Hängemattenschlafens, die Bodenschläfern gewöhnlich unbekannt ist.
    Klar kann man auch einen Schlafsack in der Hängematte verwenden. Es ist nur eben etwas unbequemer.

    Faultier müsste man sein! Da könnte man den ganzen Tag einfach nur rumhängen. :)

  • Mittagsfrost danke dir, ich nutze eine DD Frontline, die ganz normale mit Moskitonetz und dem Fach für die Isomatte. War letzte Nacht mit dem Zelt draußen, war auch ok aber Hängematte ist viel angenehmer finde ich. Der DD Underquilt geht laut Hersteller bis -5 °C, ist das realistisch und reicht da nur der UQ oder muss da noch was zwischen den UQ und den Schlafsack?

  • Wenn Du mit der Frontline klarkommst, dann ist alles gut. (Ich komme damit leider nicht zurecht.) Dann funktioniert wohl auch die Isomatte.


    Die -5°C für das DD Underblanket kann ich für Leute, die ein ähnliches Wärmeempfinden wie ich haben, bestätigen. Voraussetzung ist das richtige Aufhängen des UQ. Wie die Frontline mit dem Underblanket harmoniert, weiß ich allerdings nicht, da ich es nur mit gewöhnlichen gathered end Hängematten verwendet habe. Aber der Hersteller meint, es geht.

    Faultier müsste man sein! Da könnte man den ganzen Tag einfach nur rumhängen. :)

  • Ich sondere gerade meine Frontline aus gegen eine richtige Hängematte.


    Grundsätzlich wirst Du immer das Feedback zum Thema Isomatte in Hängematte bekommen, wie von Mittagsfrost.


    Das sind zwei nicht füreinander bestimmte Dinge. Egal ob der Hersteller da ein Fach eingebaut hat oder net.


    Underquilt ist die beste Wahl.


    Die Kufa UQ wie von DD, Carinthia oder TTTM sind halt begrenzt was die Temperatur angeht.
    Klar hat da jeder ein etwas anderes Temperaturempfinden. Ich lag schon mit Carinthia Def4 und Carinthia HUQ 180 bei -12° auf einem Berg.
    Das geht mit Merino Unterwäsche ganz gut.


    Ist es aber noch kälter, führt garkein Weg an einem Daunen UQ vorbei.
    So eine fette Penntüte wie ein Def6 brauchst Du da nicht. Der ist ja irre groß und schwer.
    Ein Def4 reicht für obenrum auch, WENN es untenrum gut isoliert ist.
    Oder passend zum Daunen UQ, ein Daunen Topquilt oder Schlafsack mit Daune.


    Aber die angestrebte Kombi, mit der kleinen Frontline, dem fetten Def6 und einer Downmat... neee neee. Lass das sein.

  • In Sinne der Meinungsvielfalt möchte ich darauf hinweisen, dass man das Thema Isomatte plus Hängematte keineswegs grundsätzlich abhaken muss und hier auch ganz andere Informationen dazu bekommen kann. Für die normale Gathered End Hängematte mag zwar zutreffen, dass man darin auf der Isomatte nicht glücklich wird, aber damit ist noch lange nicht alles gesagt. Wenn du dich für Querhängematten interessieren solltest, wirst du feststellen, dass eine gute Isomatte geradezu die Voraussetzung bildet, um damit auch mal bei -20°C zu übernachten. Ich habe letzten Winter bei solchen Temperaturen draußen geschlafen und hatte dabei genau die Exped-Isomatte dabei, die du vermutlich meinst. Mein Schlafsack ist ein DIY-Projekt und hat mich von oben kuschelwarm gehalten. Der große Vorteil besteht darin, dass man mit dieser Kombination flexibel ist und auch mal ohne Hängematte übernachten kann. Denn wenn es mal keine Bäume gibt, nützt dir der wärmste UQ gar nichts.

  • Also, mein Senf.... DD Frontline + DD UQ + Def 4 bis -10° getestet. Mir war kuschelig warm und wollte gar nicht raus, wenn man nicht morgens pinkeln müsste ...