Isolation für Hennessy Survivor

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  • Eine Frage ans Schwarmhirn,

    Ich bin absoluter Anfänger im Hängematten Sektor und bin günstig an ein Hennessy Survivor Zip mit SuperShelter und Radiant Double Bubble Pad gekommen. Ich würde die Hängematte gerne Anfang April für eine Tour nutzen und erwarte Temperaturen bis minimal 0 Grad Celsius. Die Isolation von oben wird aus einem Daunenschlafsack bestehen. Von unten bin ich unsicher ob das Pad ausreicht. Ich denke eher nicht. Ich könnte für ein UQ momentan 100€ erübrigen. Was denkt Ihr und was würdet ihr empfehlen?

    • Offizieller Beitrag

    Hi Philmo,

    aufgrund der kurzen Planungszeit könnten Bestellungen aus dem internationalen Ausland knapp werden. Daher - und da es deine erste Hängematte ist - würde ich mir drei UQs anschauen, die du hier in Deutschland recht schnell besorgen kannst:

    1. Snugpak Under Blanket
    2. DD Underblanket
    3. Underquilt/?card=1978">Carinthia HUQ 180

    Die sind zwar alle nicht mit Daunen sondern mit Kunstfasern gefüllt, liegen dafür aber in oder nur knapp über deiner Preisvorstellung. Ich habe keines der o.a. Produkte selbst in Benutzung, aber es gibt im Forum einige Fäden, die sich auf diese UQs beziehen. Bezüglich der Tiefsttemperatur könnte es bei 0°C doch fröstelig werden am Bürzel, so dass ich persönlich eine UQ-Isomatten-Kombination für die Jahreszeit wählen würde.

    Wenn dir das Hängemattencamping weiterhin Spaß macht, kannst du ja über eine Dauneninvestition nachdenken und ggf. den KuFa-UQ wieder veräußern. Wenn die Hängematte doch nichts längefristiges ist, hast du zumindest kein Vermögen investiert.

    Viel Erfolg!

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe das Radiant Double Bubble Pad und mir würde das keinesfalls bis 0°C ausreichen. Allerdings schlafe ich auch extrem kalt. Und das SuperShelter habe ich noch nicht ausprobieren können. Es gibt im US Forum einige Leute, die damit bis 0°C zurecht kommen. Es liefe also auf einen Test hinaus.

    Nachdem Hennessy Hängematten meist nur Einsteiger-Hängematten sind, würde ich so wenig Geld wie möglich in eine Lösung investieren, die Hennessy-spezifisch ist. Wenn du dabei bleibst, wirst du in absehbarer Zeit auf ein geräumigeres und bequemeres Modell upgraden. Und in der Folge vermutlich auch auf bessere Isolierung.

    Da du bereits ein komplettes System besitzt, würde ich mich darauf konzentrieren, das Beste daraus zu machen. Besorg dir z.B. eine 3-4mm dicke Evazote Isomatte als zusätzliche Isolierung. So eine Matte wiegt nicht viel und ist auch noch recht handlich - und sie ist vielseitig. Du kannst sie z.B. falten und damit die Isolierung steigern. Mit dem Bubble Pad hast du ohnehin schon eine Dampfsperre, da macht eine weitere keinen Unterschied. Eine Evazote-Matte würde dein Budget nicht ausschöpfen, so dass du auf eine bessere Lösung sparen kannst. Und für so eine leichte Isomatte gibt es immer eine Verwendung. Ich nehme meine häufig als Rückversicherung mit, obwohl ich gute Daunen-Underquilts habe.

    Die von Furbrain empfohlenen synthetischen Underquilts sind alle brauchbar, aber ich glaube, die funktionieren nicht zusammen mit dem SuperShelter. Da bin ich mir aber nicht ganz sicher.

    Als letztes bleibt natürlich noch DIY. Mit 100€ könntest du dir einen sehr guten Synthetik-Underquilt bauen; evtl. reicht es sogar für einen kurzen Daunen-Underquilt. Falls das eine Option für dich ist, findest du im Forum einige Anregungen.

  • Hallo TreeGirl,

    danke für deine Expertise. Es ist genau wie du beschreibst für mich mal ein Testlauf ob ein Hammock mir überhaupt liegt. Daher versuche ich die Kosten überschaubar zu halten. Trotzdem bin ich wie du bei zu krasser Kälte empfindlich und schlafe dann schlecht. Daran soll sich die Frage ob Hängematte oder nicht sich aber nicht entscheiden. Ich muss hier also vorbauen.

    Das mit der Evazote klingt gut, das werde ich im Vorfeld mal austesten. Gibt es Shops die du empfehlen kannst bzw. hab gelesen du hast einen eigenen. Mach doch mal Werbung und schick mir den Link ????

    Wovon wäre es abhängig ob ein UQ selbstgemacht oder gekauft mit dem SuperShelter kombinierbar ist? Hab gelesen das der UQ gut anliegen soll um “Luftlöcher” und damit Kältebrücken zu vermeiden. Ist das ein Kriterium?

    • Offizieller Beitrag

    Das mit der Evazote klingt gut, das werde ich im Vorfeld mal austesten. Gibt es Shops die du empfehlen kannst bzw. hab gelesen du hast einen eigenen.

    Ich habe leider keine Evazote-Matten in meinem Shop, sorry. Meine eigene habe ich damals im Trekking Lite Store gekauft. ExTex verkauft Plattenware 100cm x 200cm, was für die Hängematte eigentlich besser ist, da man die Matte auf die speziellen Bedürfnisse zuschneiden kann. 50cm sind im Torsobereich etwas knapp, wenn man keine zusätzliche Isolierung hat. Allerdings ist die dünnste ExTex-Matte 4mm dick. Das geht aber auch.

    Ist deine Hängematte doppellagig? Evazote ist ziemlich rutschfest. Wenn du da direkt drauf liegst, könnte das evtl. Probleme geben, da sich gerade eine dünne Isomatte gerne zusammen knautscht. Zwischen den Lagen geht es etwas besser. Wenn du auf das Bubble Pad verzichtest, könntest du auch eine dickere Matte verwenden. Hast du vielleicht aus Bodenbrüter-Tagen noch irgendwelche Matten? Mit denen würde ich zuerst experimentieren. Mit meiner alten Therm-a-Rest ProLite Plus bin ich in der Hängematte eigentlich sehr gut zurecht gekommen. Das größte Problem war, dass sie an den Schultern nicht breit genug war.

    Wovon wäre es abhängig ob ein UQ selbstgemacht oder gekauft mit dem SuperShelter kombinierbar ist?

    Ich kenne das SuperShelter nicht aus erster Hand sondern nur aus Videos. Von der Konstruktion her scheint es einem Underquilt Protector ähnlich zu sein - aber die Frage ist, ob es lose genug unter der Hängematte hängt, so dass ein Underquilt dazwischen passen würde ohne (zu stark) komprimiert zu werden. Wenn der Stoff wasserdicht ist, kommt ohnehin nur ein Synthetik-Underquilt in Frage, weil Daune bei zuviel Kondensation nicht mehr so gut isoliert. Synthetik ist nicht nur weniger wasserempfindlich, sondern isoliert auch komprimiert besser als Daune.

    Ein Problem das ich mit meiner Hennessy Hängematte und meinem Hammock Gear Incubator Daunen-Underquilt hatte war, dass ich die seitlichen Tie-Outs nicht nutzen konnte ohne dass Luftkanäle entstanden sind. Deshalb bieten einige Underquilt-Hersteller spezielle Underquilt-Designs an, die auf Hennessy Hängematten abgestimmt sind. Das könnte man bei einem DIY-UQ sicherlich kopieren.

    Hab gelesen das der UQ gut anliegen soll um “Luftlöcher” und damit Kältebrücken zu vermeiden. Ist das ein Kriterium?

    Ja. Luftlöcher und Luftkanäle sorgen für einen guten Wärmeaustausch - und das ist nicht erwünscht. Am besten funktionieren Underquilts, wenn sie an jeder Stelle unter dem Nutzer eng mit der Hängematte abschließen. Trotzdem darf die Isolierung nicht komprimiert werden, deshalb werden alle Daunen-Underquilts differential geschnitten. Auch bei einigen Synthetik-Underquilts ist das der Fall, insbesondere wenn die Isolierung sehr dick ist (z.B. Climashield über 6oz).

    Wenn du mit dem Gedanken spielst, selbst einen Quilt zu nähen, bau ihn am besten nach dem Wooki-Vorbild. Dazu gibt es im Forum einige Bauanleitungen. Ein Sooki (Synthetik-Wooki-Klon) sollte nicht allzu schwer nachzubauen sein.

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