Beiträge von Haengman

    Man nehme: Einen blutigen Hammock Anfänger, ein Stück Wald und eine Hängematte.
    Sprich: Ich habe heute die Regenpause benutzt, um meine brandneue Gillis mal im nahen Wald testweise aufzuhängen. Ich konnte einfach nicht mehr länger warten.

    Erkenntnis Nummer eins: Mir ist bewusst geworden, wie unheimlich doof die Frage war, die ich noch vor dem Kauf an euch gestellt habe: "Braucht die HM ein Moskitonetz?" Unserem Hauswald hier mangelt es wahrlich nicht an Feuchtgebieten. Doch die Art und Menge an Moskitos, die da rumschwirren, habe ich zu meinen Pfadizeiten noch nicht gesehen. Das müssen wohl diese neumodischen, südostasiatischen, invasiven Neuankömmlinge sein. Wäre ich nicht entsprechend vorbereitet gewesen, mit langer stichfester Kleidung und Hoodie, die völlig ausgehungerten Viecher hätten mich wohl erledigt. Eine Zecke war ausserdem auch mit von der Partie, ebenso erfolglos.

    Auf der Suche nach zwei passenden Bäumen habe ich mich dann ans Manual gehalten: Da steht 5-7m. Meine Bäume waren eher 7 als 6m auseinander. Trotzdem konnte ich die Whoopies an beiden Enden nicht so kurz machen, dass die HM genügend über Boden kam. Die Baumschlingen noch höher anbringen wäre wohl eine Lösung gewesen. Habe dann aber an der einen Seite einen Cocoon UL Tree Straps, den ich auch noch mitnahm, statt der NFT Aufhängung benutzt. Der ist grundsätzlicher kürzer und man kann ihn auch besser kürzen machen, so scheint es mir zumindest. Das hat dann geklappt mit der Höhe. Allerdings musste ich nach ein paar Minuten hängen notfallmässig die Matte wieder verlassen. Sie war schon zu Anfang recht knapp über dem Boden und dann hat sich das Ganze natürlich noch etwas ausgeweitet. Fazit: Die Aufhängung von NFT scheint mir eher für 8-9m konzipiert zu sein. Aber vielleicht war ich ja auch einfach zu blöd, die Strapse richtig anzumachen. Das werdet ihr mir bestimmt gleich sagen ;)

    Aufhängung: Schwarz oben mit dem Autosicherheitsgurt ist NFT. Weiss unten ist die Cocooon Strap. Den Soft-Schäkel habe ich von der NFT Aufhängung genommen.

    -Ganz an den Enden ist das Netz an einer kurzen Stelle (überlagert) offen habe ich gesehen. Ich hoffe nur, dass die Viecher es nicht schaffen, da reinzukrabbeln.

    -Die Ridgeline kann man glaube ich auch mehr oder weniger spannen. Keine Ahnung warum ;). Was hat es damit auf sich?

    -Das mit dem Stopf-Sack ist schon eine super Sache. Das ist die Matte ganz schnell wieder verpackt. Das "Larvensystem" ist dann wohl noch der nächste Schritt: Ziemlich cool, einfach alles zusammen in den Rucksack stopfen und weg.

    -Die Reissverschlüsse sind schon etwas "klimperig". Kann man das irgendwie beheben?

    Der Jungfernhäng hat sich also schon mal sehr wohlig angefühlt.

    Hängen schööön...

    Damit war ich dann schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis meiner Übung. Tarp und UQ kommen dann beim nächsten Test zum Einsatz. Man soll immer dann aufhören, wenns am schönsten ist ;)

    Dummie-Frage zum Schluss: Die 4 D-Ringe an den Seiten sind zum Abspannen der Matte oder für den UQ?

    Da ich seit noch nicht so langem eine WBK besitze, die ich immer auch zum campen mitnehme (Tiere in der Nacht beobachten ist damit wirklich kinderleicht), kann ich hierzu beisteuern, dass man keine Wärme sieht, solange sie von etwas anderem verdeckt wird. D.h. man sieht durch nichts "hindurch" (nur direkte Sichtlinie). Die Sichtweite im Wald ist dadurch von Natur aus beschränkt. Im lichten Wald sieht man unter Umständen 100m weit, im dichten aber nur 10m. Auf einem Feld sieht man z.B. Rehe aber locker, je nach Kamera, kilometerweit. Je nach Beobachtungsdistanz ist auch noch die verbaute Linse und das entsprechende Sehfeld entscheidend.

    Grade kürzlich habe ich morgens um halb zwei, zwei Dachse beim nächtlichen Festmahl unterm Kirschbaum beobachtet. Die liessen sich überhaupt nicht durch mich stören. Ich weiss nicht, ob die einfach keine Angst hatten oder blind und taub sind. Wahrscheinlich ersteres, da sie keine Feinde kennen. Die Fluchtdistanz beträgt jedenfalls unter 10m. Ohne WBK hätte ich die nie entdeckt, wenn ich vielleicht auch aus Versehen auf sie draufgetreten wäre.

    Es ist wirklich so: Du siehst ein Leben lang nichts (im dunkeln). Dann gehst du einmal des Nachts mit der WBK raus und es ist plötzlicher mehr los als im Zoo.

    Achtung weitverbreiteter Irrtum: eine WBK ist keine IR-Kamera (die Dinger, die flächendeckend für die statische Wildbeobachtung genutzt werden), sondern echtes Wärmebild ohne Infrarot. Sie sind darum auch schweineteuer. Falls jemand Interesse an Techtalk hat, oder froh um Beratung ist, ich bin grade einigermassen gut im Bild über die aktuelle Nachtsichttechnik.

    Ein Gewitter hat mir erstmal ein Strich durch die Rechnung gemacht, was den Waldspaziergang angeht.

    Eine Frage zum Topquilt (Stormshield): Er ist ja unten bis zur Hälfte geschlitzt/offen und mit elastischen Bändern versetzt. Ich weiss jetzt nicht so genau, was ich davon halten soll.

    Von der Hälfte an ist der Quilt ja dann unten auch wieder rundum zu. Ich nehme an die Beine werden vom UQ nicht abgedeckt und der Topquilt muss das übernehmen? Die elastischen Schnüre sind für was genau? Zum enger machen? Es ist schon richtig, man liegt auf diesen Schnüren oder? Sorry, bin bisher nur Schlafsackbenutzer....

    Ich habe nur Erfahrung mit Daunen. Meine Daunenschlafsäcke werden immer unkomprimiert im Keller verstaut. Wie ist das aber mit Climashield Apex? Hat hier eine Langzeitkompression auch negative Folgen? D.h. tut ihr eure Quilts kompriomiert oder unkomprimiert lagern? Danke für euren Rat!

    Glückwunsch zum Kauf und viel Spaß damit! Das ist ja eine ordentliche Menge.

    Danke für die Tipps. Ich werde sicher noch mit mehr Fragen daherkommen, wenn ich dann mehr weiss. Ist das nicht schön? Je mehr man weiss, desto mehr Fragen hat man. Philosophie beiseite: Zur Menge muss ich zu meiner Verteidigung noch sagen, dass meine besste aller Hälften plötzlich und überraschend meinte, dass wenn ich eine HM kriege, dass sie dann auch eine möchte. Nicht dass ich mich noch alleine im Wald damit vergnüge. ;)

    So, meine NFT Packung ist angekommen. Die Kommunikation mit Daumantas hat auch über E-Mail seht gut geklappt. Er ist überaus freundlich und entgegenkommend.

    Der Karton war ziemlich zerdeppert (Gruss an die Post) aber der Inhalt sieht soweit gut aus:


    (Quilts von mir eingepackt, darum etwas zerknautscht...)

    - 2x HM 650g "Gillis"

    - 1x Tarp 350g

    - 2x UQ & TQ spring/autumn (je UQ/TQ zusammen im Kompressionspack 1400 g)

    Dazu gabe es noch Füsslinge, Hoodies, RO und Kissen einfach so dazu. Sehr nett.

    Die beiden Quilts haben naturgemäss auch komprimiert nicht gerade ein kleines Packmass. Ich frage mich derzeit noch, wie man diese wohl am besten an/in einen kleinen Rucksack bekommt.

    Ausserdem muss ich noch herausfinden, wie man das Ding aufhängt - und alles andere und so. Ist ja meine erste HM. UQ montieren? Kein Plan... ;)

    Das heisst dann wohl: Ab in den Wald...

    Hallo,

    entschuldige, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Wenn du den Rucksack willst, kannst du Puck fragen, er schickt ihn an meine deutsche Adresse, und ich bringe ihn im August in die Schweiz und versende ihn an dich (innerhalb Schweiz). Das ist dann wesentlich billiger als ein Päckchen direkt in die Schweiz.
    Das ist ein Angebot, einfach so, falls es dich interessiert.

    Liebe Grüße!

    Fagorian  Puck die Stubenfliege

    Obwohl das Angebot lockt, Puck hat natürlich recht. Ein vernünftiger Aufwand ist das nicht mehr. Nichtsdestotrotz ist es super nett von euch beiden und ich weiss das zu schätzen. Falls es euch einmal an das obere Ende des Zürichsees verschlagen sollte (siehe map), wir haben hier eine sehr schöne Aussicht und viel Natur. Ich würde mich dann mit Gastfreundschaft erkenntlich zeigen. ;)

    Ich habe das Konzept nun zum ersten mal testen können. Es hat grundsätzlich funktioniert. Zumindest genügend gut, dass ich die Versuchsreihe weiterführe. Der Daypack wurde gut gestützt. Das Hüftpack selber wird aber ab ca. 4kg Zuladung und ohne Schultergurte unbequem. Ich hatte leider die Schultergurte nicht dabei und konnte darum keine höhere Zuladung testen. Ich habe dann einfach den Daypack mehr belastet, das hat abgeholfen.

    Ich habe das Hüftpack ausserdem auch erfolgreich in den Bergen für Tageswanderungen und ohne Rucksack einsetzen können. Das reicht mir von der Kapazität völlig aus, und wenn es mal steil wird, beim Klettern, ziehe ich es einem Schulterrucksack vor. Der tiefe Schwerpunkt lässt einen nicht so schnell das Gleichgewicht verlieren.

    Oli Die Bilder aus Norwegen sehen sehr lecker aus!

    Bin grade aus den Ferien im Tessin zurück. Mein Handy ist ziemlich in die Jahre gekommen, macht einfach nicht die gleich schönen Bilder, wie die anderen hier so in diesem Faden (oder habts ihr richtige Kameras?). Naja egal, ich stell doch ein paar ein.

    Ja, ja, ich weiss, Bodenbrüterbehausung... Meine NFT Hängematte habe ich heute von der Post abgeholt und sie konnte noch nicht mit. Mein Bodenschlafsystem verträgt leider überhaupt keine schiefe Ebene, alles sehr rutschig und der Boden war leicht abschüssig, so dass meine Frau ganz schön in Bedrängnis kam ;)

    Das dürfte eine Kreuzotter sein. Ich hab hierzulande und in freier Wildbahn noch nie eine von so nah gesehen. Sieht man nicht alle Tage.

    remorque Ja, das kommt mir sehr bekannt vor. Gruss nach Rapperswil. Ich tippe auf Federispitz oder doch Speer?
    Sehr schöne Photos. Mit dem Handy gemacht?