Beiträge von Gironimo

    Dann probiere es aus und erstatte Bericht. Ich musste meine Isolierung jedenfalls festnähen, um sie am Verrutschen zu hindern. Aber vielleicht funktioniert es ja für dich.

    Das kommt darauf an, wie warm oder kalt du schläfst, und bis zu welcher Temperatur du es noch warm haben willst. 200 g Apex funktioniert für durchschnittliche Schläfer wohl bis zu einer Temperatur von ca. 0°C.

    Du hast Recht, dass man zusätzliche Schichten nur auflegen muss, und das ausreicht.

    Ein Fach wäre meiner Meinung nach sinnvoll wenn man eine dünne Matte aus EVA oder anderem Kunststoff einschiebt, die mit einer wärmereflektierenden Folie beklebt ist. Dadurch hätte man als unterste Schicht eine richtige "Wand" die den Loft stark isoliert.

    Du musst kein schweres Material verwenden. Es gibt auch winddichtes Ripstop mit 35g/qm . Ich wollte ein Fleece mit Membran, um auch noch mehr Wärme zu bekommen.

    Wenn Du ein wenig Erfahrung hast mit Nähmaschine, dann kriegst Du einen Daunen UQ schon hin, allerdings würde ich dann ganz behutsam vorgehen. Nichts überstürzen. Lieber sich regelmäßig 60-90 Min. hinsetzen und sich dann zwingen aufzuhören, und an einem anderen Tag weitermachen. Dadurch vermeide zumindest ich Flüchtigkeitsfehler. Unbedingt vermeiden irgendeine Frist einzuhalten und sich zwingen das Teil an einem Wochenende fertigzunähen. Der kleinste Fehler kann dann schnell zu einem echten Problem ausarten, weil die Konzentration schwindet.

    Ich mache mittlerweile auch nicht länger als 45 Min. an der Maschine und mache dann eine Pause, komme auf andere Gedanken und setze mich später wieder ran. Dadurch gelingt mir vieles viel besser, als wenn ich mich zwinge weiterzumachen.

    Das betrifft aber denke ich auch professionelle Schneider. Schneidert man neue unbekannte Produkte mit unbekannten Materialien, dann passieren einfach Fehler. Machst Du immer wieder gleiche Näharbeiten, z.B. eine Hose mit einem Schnitt und einem Stoff, dann kannst Du es irgendwann im Schlaf.

    Ich habe vor 3 Jahren (auch im September) an der Wupper geschlafen, d.h. direkt am Ufer. Ab 23.00 Uhr zog ein feuchter Kaltluftstrom unaufhörlich genau längsseitig durch mein Tarp. Flüße u. Bäche treiben kalte Luft vor sich her.

    Ich hing genau in diesem Kaltluftstrom. Damals habe ich noch mit Decken experimentiert. Gott sei Dank hatte ich noch die BW-Faltmatte dabei. Damit ging es dann, ansonsten hätte ich abbrechen müssen.

    Danach habe ich mir mein Material für mein DIY-UQ-Projekt zusammengestellt und habe noch extra ein schweres winddichtes Microfleece als unterste Schicht verwendet. Das schützt den Kufa-Loft nochmal extra gegen kalte Luftströme. Das Klima von unten ist jetzt super, egal ob kalter Wind durchs Tarp zieht. Ist aber natürlich für die meisten hier viel zu schwer. Mir war erstmal nur wichtig eine robuste Allzweckwaffe bis ca. 0C° zu haben. Gewicht u. Packmaß war mir fürs erste Projekt egal.

    Daher würde ich definitiv ein winddichtes Material ganz unten standardmäßig einbauen.

    Das DIY Thema macht wirklich viel Spaß, aber wenn auch Du bei Frost gerne und häufig draußen schläfst, dann vergiß Kufa und widme Dich direkt dem Thema Daunen.

    Das wäre wirklich genial. Dann war es bestimmt in deinem Thread, in dem ich gelesen habe, dass Climashield auch noch ganz gut funktioniert, wenn es ein bisschen zusammengedrückt wird. Kann man das generell auf Kunstfaserisolation verallgemeinern?

    Es drückt sich leicht zusammen. Man muss halt den Dreh raus haben mit der Einstellung der bzw. des Gummis. Es soll sich der UQ nur leicht anschmiegen, dann hat man unter sich eine richtige aufgebauschte "Decke" wie man sie üblicherweise kennt. Ich gehe davon aus, dass wenn man einen x-beliebigen Kufa-Schlafsack einspannt der genauso wärmt. Je mehr Kufa desto wärmer.

    Ein wilder Mix geht. Der Loft sollte natürlich gleichmäßig bauschen können. Wichtig ist, dass die unterste Schicht winddicht ist, im besten Fall sogar Wärme mach innen reflektiert z.B. mit einer Rettungsdecke. Damit ist schon viel gewonnen. Der Vorteil liegt aber eher in der Versatilität und ggf. dem Aussehen. Das Problem mit dem großen Packmaß und Gewicht ab einer Komfortanforderung von ca. 3C° bleibt bestehen.

    Die Möglichkeit zusätzliche Decken einzuschieben ist klasse, aber Du hast definitiv keine Lust Kufa-Schlafsack + Kufa-UQ + 2 extra Decken auf Deinem Fahrrad oder Motorrad zu transportieren. Das ist zu sperrig.

    Sowas in der Art habe ich mir auch bereits überlegt und die Umsetzung ist relativ einfach, wenn man den Sookie o. Wookie so näht dass die Isofläche "innen" liegt.

    Man müsste sich einfach nur den Aufwand sparen die Kopf u. Fuß-Seite der Isofläche auf den Trägerstoff zu nähen (2. HM die von unten die Isofläche hält) d.h. man vernäht nur die Längsseiten der Isofläche auf der Trägerstoff.

    Dadurch hätte man automatisch ein Einschubfach unter der Isofläche wo man alles möglich an Isolierfaser noch zusätzlich einschieben könnte.

    Was man dort einschiebt sollte auch "ok" in Position bleiben ohne Hilfsmittel, weil das Körpergewicht es bereits fixiert. 2 - 3 Stoffklammern könnten es dann komplett verrutschungssicher machen.

    Nächster Vorteil wäre, dass man von außen die hässliche rote Karo-Wolldecke von 1965 auch nicht sehen würde. Sie würde unter dem Trägerstoff und der Isolierfläche verschwinden. Ich glaube viele achten doch verstärkt auf das Aussehen des Setups.

    Ich habe das Fußende an meinem UQ markiert wo ich es einfach offen lassen würde, d.h. ab wo ich nicht mehr festnähen würde.

    Ich habe das Onewind BE-Netz. Das lasse ich halb offen und ziehe da nichts mehr fest. Kann wunderbar rein und rausschlüpfen. Das Gummi arbeitet gut. Das Netz schmiegt sich gut an meinen relativ voluminösen UQ.

    Von der Höhe hänge ich meine HM ca. bis zur Hüfte d.h. ohne mein Körpergewicht. Das Netz baumelt dann so ca. 10cm über dem Boden, wenn ich in der HM liege. Mich stört es nicht.

    Das einzige was mich stört sind Broombeeren in Netznähe, aber das Onewind BE-Netz ist relativ stabil. Es gibt auch von Dutch ein BE-Netz das unten knapp geschnitten ist, d.h es liegt direkt an und hat nicht diesen "Einstiegs-Tunnel" der so häßlich herunterbaumelt. Wird aber auch bestimmt 3 x so teuer sein wie Onewind.

    Ich brauche das Netz auch wirklich nur wenn es ganz schlimm ist mit den Mücken. Ein paar vereinzelte Mücken stören mich nicht.

    Gerne formuliere ich das um oder nehme das raus. Ich finde es bedeutend einfacher, insbesondere nachts wenn man aufs Klo muss, mal eben die Flüße durch den Boden zu stecken und auszusteigen. Für 4 Nächte hatte ich mal einen Reißverschluß und Ein u. Ausstieg nachts im dunkeln fand ich umständlich. Ich will aber auch grundsätzlich kein Netz haben, deshalb ist meine Einschätzung vielleicht nicht repräsentativ.

    Hallo,

    weil das Thema immer wieder aufkommt, und Einsteiger bei den verschiedenen Kommentaren der erfahrenen Nutzer den Überblick verlieren können, hier die Möglichkeit alle Vor u. Nachteile der beiden Moskitonetz-Varianten aufzuschlüsseln.

    Ich fange mal mit einer Tabelle an, die vervollständigt werden kann. Ich verzichte gerne auf Anglizismen, bin mit der Begriffsfindung für die deutsche Sprache aber größtenteils überfordert.


    Integriertes MoskitonetzBottom Entry Moskitonetz
    Vorteile:Nachteile:Vorteile:Nachteile:

    + Schützt davor, dass Gegenstände aus der HM herausfallen

    + Mückenschutz auch beim loungen bzw. Kaffeekochen

    + Windschutz

    + Tie-Outs können verwendet werden

    - Läßt sich zum Teil nicht abmontieren. Der Reißverschluß an den Längseiten der HM bleibt bestehen

    - Bei Beschädigung ist Austausch teuer bzw. aufwändig

    - Ein u. Ausstieg benötigt Eingewöhnung. Je nach Reißverschluß zum Teil Fummelei.

    - Hänger können nicht schnell in ihren Underquilt greifen. Bei einer fest vernähtem Seite des Netzes, gar nicht

    + Läßt sich bei Bedarf abmontieren

    + Bei Beschädigung ist Austausch unkompliziert u. günstig

    + Ein u. Ausstieg eher anspruchslos

    + Hänger können in ihren Underquilt greifen (zurechtrücken)

    + Windschutz-Option

    - Einige Modelle schleifen zum Teil über den Boden u. werden dreckig.

    - Größeres Packmaß/Volumen als integr. Netz

    - Bisweilen keine Möglichkeit Tie-Outs zu verwenden


    Vielleicht sollten wir mal eine pro u. contra Tabelle erstellen. Das Argument, dass das Netz das Herausfallen von TQ u. Kopfkissen verhindert ist valide. Das mit dem Kochen ist speziell, aber nicht uninteressant. Das sind Bereiche die nur ein Profi-Daueranwender ermitteln kann.

    Der große Pro u. Contra BE-Moskitonetz Faden, oder so...^^

    Würden das die anderen hier auch unterstreichen? Die Angabe ist ja 20F = -6°C.

    Schläfst Du grundsätzlich gerne draußen an der frischen Luft, dann ist ein Daunen UQ der auch noch bei -1, -2 C° warm hält schon Hammer. Die Möglichkeiten irgendwo spontan zu übernachten steigen damit an.

    Ich bin mit meinem Kufa bei 3C° am Komfortlimit. Es geht auch kühler aber Spaß macht das nicht mehr. Ich nutze meine HM auch um nachts nicht mehr nach Hause fahren zu müssen, wenn ich bei Freunden abends was trinke. Ich hänge mich dann in den Garten ober in das nächste Waldstück. Genau dafür will ich auch in absehbarer Zeit einen Daunen-UQ haben , weil ich dann nicht mehr so penibel nach dem Wetterbericht gehen muss um zu prüfen wie weit die Temperaturen runter gehen.

    Bist Du aber nur ein paar mal pro Saison von Frühjahr bis Früh-Herbst mit dem Fahrrad unterwegs, dann brauchst Du diese Option nicht zwingend.