Wenn der TQ breit genug geschnitten ist und idealerweise Befestigungsösen oder -schlaufen hat, um mittels (zusätzlicher) Bänder o.ä. an der Isomatte befestigt zu werden, dann spricht eigentlich nichts grundsätzlich gegen einen TQ auch als Bodenschläfer. Man spart noch dazu Gewicht und Platz. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man dann direkt auf der Isomatte schläft (also entweder auf ein bequemes Material achten oder einen Liner verwenden). Ebenfalls muss man beachten, dass man bei TQs normalerweise keine Kapuze hat, man also im Kopf Bereich mit etwas anderem ggf. für Wärme sorgen muss. Schläft man sehr unruhig, dann kann es sein, dass man den TQ etwas verzieht und es zu Zugluft und damit Wärmeverlust kommen kann.
Die Cumulus Quilts sind mit lediglich 77cm Breite im Schulterbereich angegeben. Das kann nur im geschlossenen Zustand gemeint sein (also mehr oder weniger doppelt gelegt) und wird wohl das Außenmaß sein. Vielleicht kann hier ja jemand mal nachmessen. Wenn die 77cm wirklich so gemessen sind, sollte das mit der Nutzung am Boden auch klappen. Bei weniger als 130cm in ausgebreitetem Zustand wird das ganz schön knapp und schnell auch zugig.
Ich persönlich würde (wieder) eine zipped Footbox wählen, da der TQ dann auch als Decke nutzbar ist. Der Nachteil ist hier, dass man sich ggf. um das kleine Loch am Ende kümmern muss (da kann man Kleidung reinpropfen z.B.). Diese Variante wiegt auch ein paar (wenige) Gramm mehr. Diese Option gibt es allerdings m.W. nicht bei Cumulus. Hier ist die Footbox m.W. immer vernäht, was gegen eine Nutzung als Decke spricht.
Ein UQ ist deutlich spezieller wird aber den Komfort in der Hängematte am meisten beeinflussen. Beim TQ wirst du in erster Linie Gewicht im Rucksack sparen.
Eine wirkliche Auswahl hast du bei Cumulus nicht für UQ, denn die Modelle unterscheiden sich in erster Linie im Fill Weight, also wie viel Daune verwendet wurde und damit mehr oder weniger analog dem Temperatur-Rating. Vielleicht kann dir ja jemand was zum Unterschied zwischen den Quilt und Taiga Modellen sagen. Auffallend ist direkt, dass die Taiga Quilts etwa 1 Stufe wärmer bewertet sind bezogen aufs Fill Weight.
Frühling bis Herbst ist weit gefasst. Die Temperaturen in Süddeutschland werden in diesen Jahreszeiten anders sein als die in Skandinavien oder Schottland oder Italien. Weiter nördlich ist im Herbst durchaus mit Nachttemperaturen bis 5°C zu rechnen, womit dein System mindestens bis 0°C, besser -5°C ausgelegt sein sollte. Das ist natürlich dann knackig warm im Sommer. Man kann beim UQ etwas mit der Aufhängung spielen und beim TQ streckt man dann vielleicht ein Bein mal raus zur Temperaturregelung. Bei 25-30°C wird's trotzdem extrem warm. Je nachdem wie warm oder kalt du schläfst, kann da vielleicht sogar ein Schlafsack Liner ausreichen.
Warum bist du so sicher, dass du bei Cumulus einkaufen möchtest? Nicht, dass Cumulus schlecht wäre, aber die Quilts sind am Ende auch nicht übermäßig günstig und insgesamt eher auf der schwereren Seite. Der Import aus den USA ist teilweise auch nicht teurer. Und es gibt auch einige hiesige Importeure.
In wie weit hast du Erfahrungen mit Daunenschlafsäcken? Die "Anfälligkeit" für Nässe bei nicht DWR-behandelter Daune sind dir bewusst/bekannt? Cumulus behandelt m.W. die Daune nicht (allerdings die Stoffe), sodass sie das klassische "Nässeproblem" haben: wenn nass dann kaum Isolation. Du solltest dann also gut darauf aufpassen, dass dein Schlafsystem trocken bleibt. Muss man nicht überdramatisieren und in Panik verfallen, aber man sollte es bedenken und dafür sorgen (ordentlicher Packliner oder Dry Bags), dass sie trocken bleiben.