Beiträge von bowrilla

    schöner, langer Text. Aber mal ganz knapp zusammen gefasst: warum sollte man sich was aus Übersee bestellen, Wochen drauf warten, zum Zoll rennen und sich noch mit Papierkram rum ärgern um 10€ zu sparen???

    Ich hab doch gar nicht gesagt, dass Cumulus schlecht ist und man etwas anderes kaufen soll. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass man andere Hersteller nicht einfach abhaken sollte, nur weil sie nicht aus Europa kommen. Cumulus gehört am Ende nicht unbedingt zu den leichtgewichtigsten Quilts. Das ist alles, was ich sagen wollte. Wenn das jetzt zu viel Info war, dann tuts mir leid.

    Gegen Aufpreis füllt Cumulus die Quilts auch mit hydrophobierten Daunen. Das hat mich damals pro Quilt 20€ Extra gekostet.

    Gut zu wissen. Ich nehme mal an, dass man bei Cumulus dafür anfragen muss? Die 20€ extra sind sicherlich gut angelegt.

    Ich habe von Cumulus ledliglich richtig gute Sachen gelesen. Wenn es da natürlich noch bessere Sachen für den selbigen Preis (teurer möchte ich nicht werden) gibt, bin ich da auch offen.

    Die Sachen von Cumulus sind ordentlich und erfüllen sicherlich voll und ganz ihren Zweck. Man hat nur imho wenig Vorteile, sich darauf zu beschränken. Cumulus hat zuletzt die Preise wohl angehoben. Bei Hammock Gear gibt's die DWR-Daune direkt bei Economy und Premium Quilts dazu und man kann sich das ganze mehr konfigurieren (nur ein Beispiel). Preistechnisch reden wir hier bei TQ für -6°C (das war das Segment, das ich mir angeschaut habe für 3-Jahreszeiten in Nordeuropa, daher die Zahlen als Beispiel) über ~300€. Der Unterschied zu HG ist preislich praktisch nicht da (insb. wenn man die 20€ Aufpreis für DWR bei Cumulus bezahlt). Bei Enlightened Equipment (nicht custom) reden wir dann über ca. 25€ Differenz, im Vergleich zu Cedar Ridge über um 45€ Differenz. Merklich schwerer aber auch deutlich günstiger wäre z.B. Gramxpert (Synthetik). Letztlich spiegeln die Preise Cumulus das wieder, was nach den ganzen Abgaben auch bei Importware anfällt - was ja auch völlig i.O. ist.

    Nur um das noch einmal zu betonen: ich will Cumulus nicht schlecht reden oder behaupten, dass die Quilts nicht gut seien. Das soll nur ein wertfreier Hinweis sein, dass ein Import aus den USA nicht unbedingt teurer sein muss. Ein Blick kann sich lohnen. Ich würde hier einfach mal schauen, ob du ggf. warten kannst mit der Lieferung (bei mir hat es inkl Versandweg ca. 6 Wochen gedauert mit der Bestellung von HG, davon 5 Tage Versand) und ob andere Quilts dir ggf. etwas bieten könnten, dass dir wichtig ist. Das musst letztlich du allein wissen, was du willst und was dir wichtig ist.

    Als grober Anhaltspunkt bei der Abschätzung von Kosten: Versand kann meist im Shop herausgefunden werden (meist 30-40€), auf die Gesamtsumme fällt Einfuhr-USt an (19%). Dazu kommt dann noch Zoll - das hängt von der Deklaration ab - sowohl was auf der Rechnung steht als auch was der jeweilige Zollbeamte am Ende dazu sagt. Daunenschlafsäcke (darunter würden Quilts wahrscheinlich auch fallen) sollten eigentlich mit 3,7% verzollt werden. Nun kann es aber sein, dass da vielleicht jemand großzügig ist und einfach irgendwas mit Outdoor o.ä. draufschreibt oder du bestellt noch etwas anderes mit dabei und dann steht da einfach irgendwas anderes. Da kann dann u.U. auch ein Zollsatz von 12% da stehen (das wären Zelte aus Synthetikstoffen). Soll heißen: (Warenwert + Versand) x 1,227 + Handlingpauschale im besten Fall, schlechtesten Falls (Warenwert + Versand) x 1,31 + Handlingpauschale. Da ich kein Zollbeamter bin keine Garantie auf die Angaben.

    Langer Rede kurzer Sinn: schau dir einfach an, was es so am Markt gibt und überschlage die Kosten für dich.

    Wenn der TQ breit genug geschnitten ist und idealerweise Befestigungsösen oder -schlaufen hat, um mittels (zusätzlicher) Bänder o.ä. an der Isomatte befestigt zu werden, dann spricht eigentlich nichts grundsätzlich gegen einen TQ auch als Bodenschläfer. Man spart noch dazu Gewicht und Platz. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass man dann direkt auf der Isomatte schläft (also entweder auf ein bequemes Material achten oder einen Liner verwenden). Ebenfalls muss man beachten, dass man bei TQs normalerweise keine Kapuze hat, man also im Kopf Bereich mit etwas anderem ggf. für Wärme sorgen muss. Schläft man sehr unruhig, dann kann es sein, dass man den TQ etwas verzieht und es zu Zugluft und damit Wärmeverlust kommen kann.

    Die Cumulus Quilts sind mit lediglich 77cm Breite im Schulterbereich angegeben. Das kann nur im geschlossenen Zustand gemeint sein (also mehr oder weniger doppelt gelegt) und wird wohl das Außenmaß sein. Vielleicht kann hier ja jemand mal nachmessen. Wenn die 77cm wirklich so gemessen sind, sollte das mit der Nutzung am Boden auch klappen. Bei weniger als 130cm in ausgebreitetem Zustand wird das ganz schön knapp und schnell auch zugig.

    Ich persönlich würde (wieder) eine zipped Footbox wählen, da der TQ dann auch als Decke nutzbar ist. Der Nachteil ist hier, dass man sich ggf. um das kleine Loch am Ende kümmern muss (da kann man Kleidung reinpropfen z.B.). Diese Variante wiegt auch ein paar (wenige) Gramm mehr. Diese Option gibt es allerdings m.W. nicht bei Cumulus. Hier ist die Footbox m.W. immer vernäht, was gegen eine Nutzung als Decke spricht.

    Ein UQ ist deutlich spezieller wird aber den Komfort in der Hängematte am meisten beeinflussen. Beim TQ wirst du in erster Linie Gewicht im Rucksack sparen.

    Eine wirkliche Auswahl hast du bei Cumulus nicht für UQ, denn die Modelle unterscheiden sich in erster Linie im Fill Weight, also wie viel Daune verwendet wurde und damit mehr oder weniger analog dem Temperatur-Rating. Vielleicht kann dir ja jemand was zum Unterschied zwischen den Quilt und Taiga Modellen sagen. Auffallend ist direkt, dass die Taiga Quilts etwa 1 Stufe wärmer bewertet sind bezogen aufs Fill Weight.

    Frühling bis Herbst ist weit gefasst. Die Temperaturen in Süddeutschland werden in diesen Jahreszeiten anders sein als die in Skandinavien oder Schottland oder Italien. Weiter nördlich ist im Herbst durchaus mit Nachttemperaturen bis 5°C zu rechnen, womit dein System mindestens bis 0°C, besser -5°C ausgelegt sein sollte. Das ist natürlich dann knackig warm im Sommer. Man kann beim UQ etwas mit der Aufhängung spielen und beim TQ streckt man dann vielleicht ein Bein mal raus zur Temperaturregelung. Bei 25-30°C wird's trotzdem extrem warm. Je nachdem wie warm oder kalt du schläfst, kann da vielleicht sogar ein Schlafsack Liner ausreichen.

    Warum bist du so sicher, dass du bei Cumulus einkaufen möchtest? Nicht, dass Cumulus schlecht wäre, aber die Quilts sind am Ende auch nicht übermäßig günstig und insgesamt eher auf der schwereren Seite. Der Import aus den USA ist teilweise auch nicht teurer. Und es gibt auch einige hiesige Importeure.

    In wie weit hast du Erfahrungen mit Daunenschlafsäcken? Die "Anfälligkeit" für Nässe bei nicht DWR-behandelter Daune sind dir bewusst/bekannt? Cumulus behandelt m.W. die Daune nicht (allerdings die Stoffe), sodass sie das klassische "Nässeproblem" haben: wenn nass dann kaum Isolation. Du solltest dann also gut darauf aufpassen, dass dein Schlafsystem trocken bleibt. Muss man nicht überdramatisieren und in Panik verfallen, aber man sollte es bedenken und dafür sorgen (ordentlicher Packliner oder Dry Bags), dass sie trocken bleiben.

    Die Gear Storage Hammock/Chair Hammock wiegt mit 9,8oz (278g) deutlich mehr als das Backpack Cover/Gear Hammock in Größe L mit 6,8oz (195g). Die dedizierte Gear Storage Hammock ist halt größer mit 62"x54" aber die Frage ist halt, ob man das auch wirklich braucht?

    Ich habe weder die eine noch die andere (wusste nichts von den beiden bislang) aber finde die Backpack Raincover Variante sehr charmant: spart einfach einen weiteren Ausrüstungsgegenstand und braucht es wirklich mehr als etwas in der Größe des Rucksacks? Ob ich denen (beiden) als Stuhl trauen würde, weiß ich allerdings so nicht. Ich hatte ja bislang auf entweder die die Gear Sling von DD Hammocks oder SeaToSummit geschielt, aber das ist doch eine charmante Variante.

    Bin gespannt, ob da jemand schon einmal Erfahrungen zu hat.

    Danke für deinen Kommentar, hast du Erfahrung bzgl. der Onewind Quilts?

    Noch nie was von Onewind in der Hand gehabt. Übermäßig viel Erfahrungen mit den verschiedenen Herstellern im Hammock Bereich habe ich allgemein nicht und die HG Quilts sind meine ersten Quilts. Habe noch eine DD Hammock, mit der ich nicht wirklich warm geworden bin allgemein und bin ansonsten mit Zelt unterwegs gewesen. Ich hatte aber keine Lust darauf, am Ende binnen ein oder zwei Jahren zweimal zu kaufen und habe daher lieber direkt was hochwertiges genommen. Das Angebot war einfach zu interessant mit dem Jahresbeginn-Rabatt.

    Also vom Gewicht her wäre eine Lesovik Draka auch eine Option. Mit Ridgeline, Packsack, Side Pullouts, Aufhängung (original Karabiner durch DIY Soft Shackles ersetzt) und dem Ridgeline Organizer aber noch ohne die Tree Hugger wiegt meine 681g (nachgewogen). Hat ebenfalls ein verbautes Moskitonetz, beidseitig zu öffnen ist knapp 11ft lang. Alleine Aufhängung, Side Pullouts und Ridgeline Organizer machen ~80-100g aus. Preislich liegst du aber dabei natürlich über der Amazonas und über der Onewind. Effektiv kommt der Preis v. 179€ zzgl Versand ungefähr aufs Gleiche raus, als wenn du eine Hängematte von Dutchware, Warbonnet & Co aus den USA selbst importieren würdest (da kommen dann schließlich Zoll und Steuern drauf und der Versand ist teurer), bzw. ggf. auch bis ~50€ weniger.

    Bei den Quilts könnte es sich lohnen, auf eine Rabattaktion bei den einschlägigen US Cottage Herstellern zu warten und dann dort zu ordern. Meine Hammock Gear Custom Premium Quilts sind heute aus den USA angekommen nach 5-6 Wochen (recht normale Warte- und Produktionszeit, dazu 5 Tage Versandweg) und haben mich nach Steuern, Zoll und Versand kaum mehr gekostet, als äquivalente Cumulus Quilts. Die Economy Quilts wären sogar günstiger gewesen. Ein Cumulus Quilt in Größe Large wäre sogar auf den gleichen Preis gekommen, wie die HG Premium Quilts (nur 200g schwerer). Bei den TQ würde man dafür etwas mehr zahlen ggf.

    Langer Rede kurzer Sinn: Import kann sich lohnen, wenn man ggf. etwas warten kann und eine Rabattaktion abpasst. Wir reden hier aber natürlich von durchaus schon stolzen Summen, die man da investiert.

    Ist trozdem nicht das was man in dem Bereich vorzieht. Wie gesagt, wer in dem Hobby nicht drin ist, wird es nicht verstehen.

    Ich hinterfrage ja genau das. Das Argument "wer in dem Hobby nicht drin ist, wird es nicht verstehen." ist halt ein anderer Ausdruck für "Ich find's cool". Das ist ja auch okay. Ich find halt, dass man diese Präferenz auch mal hinterfragen kann, denn letztlich ist es eine Art self-fulfilling prophecy: neue Leute kommen rein ins Hobby, sehen überall den Kram, denken, dass sie es auch brauchen und sind dann die nächsten, die das auch herumtragen und den nächsten Neueinsteigern vormachen.

    Dieses Verhalten gibt es in vielen Bereichen und gefühlt wurde es in den letzten 10, 15 Jahren eher deutlicher analog zur Popularität von Youtube & Co: was große Namen vormachen, machen Neueinsteiger gerne nach. Sei das nun Outdoor/Bushcrafting, Fotografie, Astronomie, Gaming, Autos, Heimwerken, etc. Es wäre halt eine schöne und begrüßenswerte Entwicklung, wenn sich Leute häufiger die Frage stellen würden, welche Werkzeuge für sie selbst sinnvoll sind und sich weniger an dem "blind" orientieren, was namenhafte Influencer gerade mal wieder vorführen - was natürlich gegen deren Geschäftsmodell läuft.

    Das soll jetzt auch kein Angriff sein gegen dich oder andere, die solche Rucksäcke/Ausrüstung generell bevorzugen. Soll jeder machen wie er/sie lustig ist. Und natürlich ist es völlig ausreichend als Begründung "weil ich's cool find" anzubringen. Nichts anderes wird ein "Autonarr" sagen, wenn es um den M5 oder C63 AMG in der Garage geht. Es wäre halt gut, wenn man dann auch so ehrlich ist und das dann auch so sagt (womit ich nicht sagen will, dass du oder irgendwer anders hier nicht ehrlich ist, bitte nicht falsch verstehen).

    Ein quitschbunter Trekkingrucksack passt einfach nicht ins Bild zu sonst eher robust uriger Ausrüstung. Wer nicht in dem Hobby drin ist wird das nicht verstehen.

    Es gibt auch genügend neutrale Rucksäcke in Schwarz/Anthrazit/Grau oder in Khaki/Sandtönen. Haben Osprey, Bergans, etc auch im Angebot. Selbst bei Vaude, die ja sehr gerne auf quietschig-neon-farbene Stoffe setzen, gibt es solche Sachen. Interessanterweise ist es nur bei Regenhüllen teilweise schwieriger, etwas neutraleres zu finden, wobei hier ggf. eine Signalfarbe manchmal auch nicht blöd ist.

    Ich finde persönlich ja Militärausrüstung immer sehr unnötig schwer und pseudo-martialisch. Ja, die sind teilweise verdammt praktisch gehalten, aber für die zivile Nutzung braucht es sowas halt größtenteils nicht. Man muss ja nicht gleich auf UL Rucksäcke aus Dyneema und 30D Ripstop gehen. Gibt ja auch genug aus 100D-200D. Der Osprey Kestel 58l (~1,8kg) ist aus 210D und 630D Nylon Dobby gefertigt. Den bekommt man sicherlich auch nicht so schnell kaputt. Oder der Osprey Rook 50 (~1,6kg) aus 600D Polyester. In der 65l Version wiegt der wohl keine 100g mehr. Gibt's alle in gedeckten Farben bzw Anthrazit/Schwarz.

    Natürlich ist so ein 1000D Cordura Militärrucksack von Berghaus oder TT wahrscheinlich noch eine Nummer robuster, aber wozu? Es muss doch keiner von uns mit Feindkontakt rechnen, sich durch die Wälder schlagen, in Gräben hechten, durch Dornenbüsche kriechen oder mit vollem Gepäck einen Felsspalt hinunter seilen. Beim Militär gibt es logischerweise viele Situationen, in denen man keine Rücksicht aufs Material nehmen kann - oder eben auf den Zustand von Armen und Schienbeinen. Wir sind aber doch nicht unterwegs hinter feindlichen Linien auf Leben und Tod.

    Hey, jeder wie er/sie mag, aber es gibt keinen stichhaltigen Grund für den ganzen Militärkram außer "hö hö, sieht cool aus." (Edith: und das ist nicht abwertend gemeint, die Meisten haben Hobbys, bei denen das als Begründung ausreicht) Wem das wichtig ist: nur zu, viel Spaß. Logisch ist das aber nicht zu begründen. Das ist in etwa so wie Autotuning mit extremer Tieferlegung etc. Kann man machen, wenn man's mag, aber es gibt keinen Grund dafür außer eben Geschmack/Optik. Oder eine G-Klasse, Landrover, Unimog, Hummer etc im Alltag: klar, sieht cool aus, mag auch in bestimmten Situationen vorteilhaft sein, aber kommt man auch in diese Situationen?

    Bei 30 Grad mit einem mit 20kg beladenen TT Ranger 60 los gezogen. Ende vom Lied: Tourabbruch am nächsten Tag wegen völliger Erschöpfung

    Ha, das klingt bekannt. Den Fehler haben wohl die Meisten mal am Anfang der Outdoor-Karriere gemacht. Ich hab mal naiv versucht mit ~23kg Gesamtgewicht auf dem Rücken meine erste Mehrtagestour in den schottischen Highlands zu machen - am 4. Tag wurde umdisponiert, denn mit all dem Kram waren nicht mehr als 10-12km zzgl. ein paar Hundert Höhenmeter pro Tag drin. War völlig fertig. Gegen Ende von Tag 1 (da waren 3-4km Querfeldein durch Moor dabei auf 200-300m) hab ich den Rucksack kaum mehr übern Kopf heben können, um ihn über ein mannshohes Metallgatter zu bekommen. Für 3 Tage kommt mein Rucksack jetzt auf ~9kg weniger. Das ist mehr Einsparung als mein Daypack wiegt.

    Mein jetziger mit ca. 45l wiegt mit Isomatte als Rückenteil (ohne die er meiner Meinung nach gar nichts taugt) 1,8kg.

    Mein Bergans Helium v5 55l wiegt nachgewogen inkl der 2 zusätzlichen Gear Straps 1kg und er hat ein Gestellchen. Mein noch vorhandener und bald wohl abgestoßener Berghaus Cyclops 2 Atlas 90l+10l+10l Rucksack, der ein gefühlt unkaputtbares Gestell hat, wiegt mit seinen insg. 110l Volumen 2,55kg. Mal so als Orientierung.

    Der TT Modular ist an sich eine geniale Idee aber eben TT typisch sau schwer (und ganz schön teuer). Ich kann allerdings verstehen, dass das Klett-Ordnungssystem im Inneren recht attraktiv ist.

    Wenn du kein Problem mit dem Gewicht hast, dann nur zu, warum nicht. Aber das Gewicht ist eher unnormal hoch und für die meisten Leute ein NoGo.

    Grundsätzlich würde ich als Faustregel eh sagen: Wer (Ausnahme Winter) für eine Tour mehr als 45 Liter braucht, hat zuviel eingepackt.

    Nana, zu viel ist immer relativ. Manch einer möchte vielleicht etwas extra Komfort/Luxus mitnehmen. :D Der 45-60l Bereich ist aber in der Tat so das, was man normalerweise benötigen wird, wenn man nicht völlig absurde Dinge einpacken will.

    Bei Komoot steht: Trittsicherheit erforderlich Die Grate und Klettersteige der Müggelberge scheinen nicht ohne zu sein^^

    Lol. Ja, diese Infos von Komoot sind manchmal absurd. Auch stehen da einige Abschnitte als Schotter drin, die eindeutig unbefestigte, nicht gerade unsteile Waldboden-Abschnitte sind. Da sind nur Erde und Wurzeln. Ich weiß auch manchmal nicht, wie die das mit der Kondition einteilen. Durchschnitt sollen 3,1km/h anscheinend sein. Läuft man das ganze wird die App aber die Pausen nicht miteinrechnen. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei knapp über 5km/h. Die Route macht aber Spaß und gerade der Bereich um den großen Müggelberg bis hinunter zum Teufelsmoor und vom kleinen Müggelberg hin zum Kanonenberg machen Spaß.

    Edit: falsche Angabe für Durchschnitt korrigiert. Sollen auf der Strecke sogar nur 3,1km/h sein.

    Bergans Helium v5 40 - gibt's auch in einer Version für Frauen, Rückenlänge ist verstellbar. 912g lt. Bergans, Gestell, abnehmbarer Deckel und Beckengurt (können Hüfttaschen zusammen bilden), Trinkblasenfach, Befestigungslaschen vorn mit 2 Gurten (entfernbar), diagonaler Reißverschluss an der Seite, 2 Meshtaschen an den Seiten und links und rechts 2 Kompressionsriemen (oder Riemchen). Die 55l Version wiegt in der Herrenversion inkl. der Straps nur knapp 90g mehr (nachgewogen), würde also rein vom Gewicht her nicht viel aus machen

    Ich hab den 55l Rucksack und find den bequem und verdammt gut durchdacht und verarbeitet.

    Hat der 65L BW Kampfrucksack aber auch nicht, und wenn du ihn neben einen "richtigen" 65L Rucksack stellst, wirst du feststellen das er höchstens 40 Liter hat.

    Heute immer noch? 65l ohne Beckengurt ist halt ne ziemlich unpraktische Sache. Bei der BW gibt's doch mittlerweile neuere Rucksäcke.

    Wer einmal einen Rucksack mit Tragegestell aufhatte, wird nichts anderes mehr wollen.

    Meine Rede. Ohne Gestell und Beckengurt nehm ich nur noch einen Rucksack, um einen Laptop und ein paar Papiere zur Arbeit oder zum Kunden zu tragen.

    Meiner wird irgendwann mal der Bachpack Specialist:

    https://www.bergfreunde.de/bach-specialis…ekkingrucksack/

    Das ist ja mal ein Riesenoschi.

    Also die Berghaus Militärmodelle sind ziemlich gut und solide (hatten eigentlich immer eine lebenslange Garantie auf Nähte o.ä.) aber die sind halt auch nicht gerade leicht. Hat aber schon einen Grund, warum so ein Berghaus Cylcops Atlas bei diversen Einheiten im In- und Ausland verwendet werden. Keine Ahnung aus welchen Gründen, aber Berghaus hat wie es aussieht den Internetauftritt für die Militärlinie eingestellt - wie es mit der Produktion aussieht, kann ich nicht sagen, würde mich aber überraschen. Tasmanian Tiger ist m.W. sehr ähnlich in Sachen Robustheit und Funktionalität aber eben auch in Sachen Gewicht.

    Ich sehe da ehrlich gesagt für Wanderer, Thru-Hiker und Bushcrafter keinen Sinn in den Militärrucksäcken - außer halt persönliche Präferenzen in Sachen Optik. Einer der Gründe, warum ich meine Berghaus Militärrucksäcke auch abstoße. Die Dinger sind tendenziell eher teuer und man ist Gewichtstechnisch eher an der Obergrenze der "zivilen" Rucksäcke angesiedelt. Mein Berghaus Centurio 45 MMPS wiegt gut 1,5-1,55kg ... im Bereich von 1-1,3kg gibt es ne solide Auswahl guter Rucksäcke mit 50-60l Volumen. Warum also ein halbes Kilo mehr auf dem Rücken für weniger Platz? Im Gegensatz zu Soldaten im Einsatz kann man als Wanderer oder Bushcrafter durchaus ein klein wenig mehr auf die eigene Ausrüstung aufpassen.

    Früher hatte jeder auf dem Dorf einen BW Rucksack. Lass ihn 20 DM gekostet haben. Vormittags mit in der Schule und Nachmittags zum Bier holen von der Tanke. Ersteres wäre heute wahrscheinlich schon undenkbar ^^

    Der alte klassische Bundeswehrrucksack hat natürlich aber nichts mit den Teilen zu tun. Dieses komische Baumwollding, das in den 80ern und 90ern Mode war, hatte doch nicht einmal ein Gestell oder einen gescheiten Beckengurt.

    Mit wieviel Liter Rucksäcken seit ihr unterwegs bei bis 3 Tagestouren,

    denk da muss man schon 50l aufwärts ne.

    50-60l sind eine solide Größenordnung, bei der man eigentlich keine wirklichen Probleme beim packen haben sollte. Man kann auch mit weniger auskommen, wenn man die richtige Ausrüstung wählt, die möglichst klein zu komprimieren ist (z.B. Daune an Stelle von Synthetik) und wenn man ein paar Abstriche ggf. macht. Es kommen Leute auch mit 40l und weniger aus.

    Effektiv ist es eigentlich relativ egal für die Packliste, ob die Tour nun 2-3 Tage dauert oder 20 Tage. Der Unterschied ist da ja eigentlich nur die Verpflegung, die eigentlich Ausrüstung unterscheidet sich ja bestenfalls marginal. Shelter, Schlafsystem, Kochsystem und Wechselkleidung für die Nacht, Regenschutz ... ist ja eh alles dabei. Das eine Paar Extra-Socken oder der Extra-Schlüppi wird nicht dazu führen, dass der nächst größere Rucksack her muss.

    Ich habe ehrlich keine Ahnung, aber wenn du soooo fragst - wohl eher nicht...

    Ohne Stege/Kammern werden die Daunen einfach verrutschen und sich irgendwo sammeln. Damit geht an allen anderen Stellen logischerweise die Isolation flöten. Climashield Apex ist dagegen eher eine Art Vlies. Daunen müssen hinein gestopft und an Ort und Stelle gehalten werden, Climashield Apex ist eine Isolationslage, die in sich Halt bietet und eingenäht wird. Theoretisch (aber vom Hersteller nicht empfohlen) könnte man hier flächig auf Stütznähte sogar weitestgehend verzichten. Siehe dazu auch die Infos bei Extremtextil.

    ob in diesem Temperaturbereich ein KuFa Quilt auch funktionieren würde. Das liegt weniger am Geld, als viel mehr an Geschichten, dass man Daune um Gottes Willen nicht nass werden lassen darf, ich jedoch zu gewisser Tollpatschigkeit neige

    Im Prinzip gelten hier die gleichen Regeln und Stolpersteine wie bei Schlafsäcken auch. Einzig die mehr exponierte Lage des UQ könnte ihn etwas mehr Nässe aussetzen, dafür gibt's aber auch UQ Protektoren. Das Problem bei Quilts ist eher, dass es noch weniger standardisierte Prozesse gibt als bei Schlafsäcken und die Ratings eigentlich noch stärker schwanken als bei Schlafsäcken in Sachen Zuverlässigkeit.

    Wenn der Synthetik-Quilt für 0°C (besser -5°C oder -10°C als Puffer, also ein solider 3-Jahreszeiten-Quilt) gerated ist, dann ist das ungefähr genauso zuverlässig oder unzuverlässig wie die Angaben bei Daune.

    Daune gibt es auch mit DWR-Imprägnierung, was eine deutliche Verbesserung der Wetterfestigkeit zur Folge hat: es wird immer noch feucht, aber die Wärme bleibt länger erhalten. Ist der Quilt (genauso wie auch Schlafsack) einmal wirklich platsch nass, wirds sowohl mit Synthetik als auch Daune ungemütlich und die Wärmeleistung lässt nach. Der Hauptvorteil (imho) von Synthetik ist, dass es schneller trocknet als Daune (die bekommt man kaum unterwegs trocken es sei denn es ist tagelang trocken, die Sonne scheint, Temperaturen sind gut und man hat eine lange Leine als Wäscheleine dabei).

    Ein wenig Feuchtigkeit wird aber entsprechend imprägnierte Daunen-Quilts nicht groß in ihrer Funktion beeinflussen. Und die Quilts kann man ja auch in Drybags transportieren. Idealerweise holt man sie ja auch erst raus, wenn Tarp und Hängematte bereits hängen.

    Ich würde mir da mehr Gedanken über Daunen-Puffies machen, denn die hat man unterwegs an und da kann man schon einmal ungünstig vom Regen überrascht werden oder man hat zu lange mit der Hard Shell Jacke gewartet.

    Habt ihr da ein paar Ideen, bzw. Erfahrungen, die ihr mit mir teilen würdet?

    Da ich ja auch gerade erst auf der Suche war und mir einen Überblick verschafft habe, würde ich mal vorschlagen, dass du dich bei folgenden europäischen Herstellern umschaust:

    • gramxpert
    • Cumulus
    • Bushmen
    • Khibu
    • Lesovik

    Eine weitere Option ist der Shop von Hammock Fairy für importierte Sachen hauptsächlich von Warbonnet. Wenn du bereit bist, in den USA zu bestellen und den ganzen Versand-, Zoll- und Steuer-Krams durchzumachen, dann würde ich (aus den zahlreichen US Cottage Herstellern) v.a. Hammock Gear, Cedar Ridge und Enlightened Equipment nennen (zusätzlich zu Warbonnet, was aber ja über den o.g. Shop schon zum Teil abgedeckt wird).

    Du musst am Ende wissen, wie viel du tragen möchtest und wie viel dir ein niedriges Gewicht wert ist. Wenn du bereit bist, auch 1kg UQ zu tragen, dann gibt's sicherlich noch mehr Optionen.

    An Packmonstern habe ich (noch) meinen Berghaus Cyclops II Atlas 90l+10l+10l. Unkaputtbar, riesig, solide gepolstert und für das Volumen auch recht leicht mit ~2,55kg. Die abnehmbaren Seitentaschen können mit 2 Straps zum Daypack umfunktioniert werden. Aber mit dem Ding überpackt man eigentlich grundsätzlich und leidet dann hinterher. Werde ich wohl bei Zeiten abstoßen und verkaufen.

    Auch schon länger im Sortiment: Berghaus Centurio 45 (ca. 1,5kg). Ebenfalls unkaputtbare Berghaus-Qualität, Molle-kompatibel, hat die seitlichen Reißverschlüsse für die gleichen Seitentaschen wie der Cyclops II Atlas. Leider sind die Beckengurte nicht gepolstert, daher auf Dauer nicht der bequemste Rucksack. Hinter dem steht ebenfalls ein Fragezeichen, da der Bergans alles irgendwie besser macht abgesehen von der Robustheit.

    Alltags-Rucksack: Mission Workshop The Sanction (20l, 1,2kg). Begleitet mich seit nun gut 10 Jahren oder so. Super robust, so bequem wie ein Rucksack ohne Beckengurt sein kann (es gibt aber einen als Accessoire), hat einen eingenähten Liner, Laptopfach mit Reißverschluss, große Einschubtasche vorn, weitere Tasche mit Reißverschluss und die große Flap-Tasche vorn mit Reißverschluss. Die elastischen Straps sind leider mittlerweile etwas ausgeleiert und eine Schnalle ist gebrochen und wartet seit Monaten darauf, mal ersetzt zu werden.

    Neueste Anschaffung: Bergans Helium v5 55l (angegeben mit 970g, nachgewogen aber eher 1000g). Habe keinen leichteren Rucksack in dieser Größenordnung mit Frame finden können. Hat/bietet alles, was ich bei einem Tourenrucksack haben möchte: solide Größe, leicht, mit Frame, Wasserreservoir-Tasche, nicht nur Top-Loader, mehrere Befestigungsmöglichkeiten an der Außenseite, abnehmbarer Deckel.

    Auf der Beobachtungsliste als Daypack sind derzeit: Deuter Speed Lite 26, Bergans Vengetind 28, Osprey Hikelite 26, Vaude Rupal Light 28. Mal schauen, was es wird.