Posts by short_handed_norse

    Alleine die Option, das Tarp beim Aus- und Einpacken als erstes aufzubauen bzw. als letztes abbauen zu können, wenn das Wetter schlecht ist, ist mir es wert.

    Das ist für mich das Hauptargument für eine seperate Aufhängung beim Tarp.


    Andererseits weiß ich mangels Erfahrung nicht, was bei einer durchgehenden Tarp-RL beim mittig Ausrichten und spannen des Tarp die am Baum entlang scheuernde Leine der RL anrichtet. Das ist mein Antrieb, da eine rindenschonende Lösung zu finden.


    Vieleicht Baumgurte für das Tarp? Oder ist das Overkill?

    Ich denke, je länger die Aufhängung der HM, umso mehr wird sich die Spannung eines direkt an den Karabinern der HM aufgehangenes Tarp beim reinlegen lösen.

    Anders herum wird wohl ein Schuh draus: einer Tarp-RL die direkt am Baumgurt der HM eingehangen wird ist die Belastung der HM relativ wurscht - bleibt immer gespannt.

    Ist das quasi nur ein Schlitz im Topcover in den du den Reißverschluss eingenäht hast?

    Genau. Der waagerechte 200cm lange Schlitz macht am Kopfende einen 90° Bogen nach unten. Dadurch klappt das Topcover unter dem Reißverschluss beim öffnen automatisch nach unten. Mache ich beim Bogen nur etwas nach unten auf (2 Schieber RV), klappt es nur etwas auf. Lässt sich dadurch super regulieren.

    Danke für eure tollen Kommentare!!!


    Der reverse-pole-mod ist wirklich klasse geworden. Ein echtes Raumwunder....


    Das Cover unter dem Netz war für mich die einzige Lösung, die Sinn machte. Nur so kann ich aus der HM das Cover regulieren: Reißverschlüsse auf/zu, cover hochklappen, Sonnenschutz, Windschutz.....


    Ich habe bislang eine Nacht mit wirklich übler Luftfeuchtigkeit draußen geschlafen. Von aussen waren morgens kleine Pfützen auf dem Cover. Innen war etwas Feuchtigkeit, aber nichts, was Wassertropfen bildete. War ich wirklich positiv überrascht. Wichtig ist die gute Belüftung.


    Tarp wird kommende Woche umgesetzt. Die Bestellung von ExTex ist unterwegs.

    Wird eine RL von 360cm, halbe Türen, Silnylon mit cut-outs und ein pole-mod innen.

    Bei der Aufhängung grübel ich noch. Durchgehende RL ist geplant, aber wo ich die Aufhänge weiß ich noch nicht. Mir spukt so was wie direkt am Baumgurt am Baum vor. Mal sehen was mein "Denkteich" noch produziert.

    Jemand noch mit Anregungen?

    Moin,


    wie angekündigt mal ein paar Bilder und Erklärungen zu meinem Protektor.



    Fangen wir bei der Idee an: eigentlich plante ich eine HM mit Footbox, Bugnet und Topcover wie der Warbonnet XLC, dazu Daunen UQ und Protektor. Ich wollte damit auf meinen Motorradtouren schnell mal übernachten können und dabei auf ein komplettes Setup zurückgreifen können. Kein Getüdel, ein Paket mit allem drin und dran, möglichst in einem Catchall-Sack. Das Gewicht ist dabei nicht sooo wichtig, das Volumen schon eher. 500g mehr oder weniger merke ich auf dem Motorrad nicht, nur verstauen muss ich es können.


    Die Recherche und Gespräche mit einigen von euch haben mir dann schnell gezeigt, das ein angenähtes Moskitonetz inklusive Footbox und Topcover doch erheblichen Einfluss auf die Geometrie der HM nimmt. Da sollte man schon mit viel Erfahrung und Wissen um den eigenen Sweet-Spot ausgestattet sein, sonst wird es Sweat-Spot. Beides bei mir leider Fehlanzeige, ich fange ja gerade erst an.

    Also habe ich mir beim Hammock Fairy einen schönen Stoff für die HM bestellt und diese einzeln genäht. Bei ExTex hab ich dann daunendichten Stoff und Gänsedaune bestellt und mir einen asymmetrischen UQ im bekannten Wooki-Design genäht. Zwei Projekte die klasse klappten.


    Und dann ging es noch mal in den Denkteich: Was ist mit dem Windschutz und dem Schutz vor Feuchtigkeit sowohl von unten als auch in der Luft? Klassisch nimmt man einen UQ-Protektor für die Feuchtigkeit und den Wind von unten. Dazu ein Bugnet gegen die Arachnophobie und bei Bedarf ein Topcover wenn Nebel oder Wind angesagt sind - was bei uns im Norden leider fast immer ist. Nun, was liegt also näher, als die drei Dinge in einem zu vereinen. Und genau das habe ich dann gemacht....


    Mein Protektor besteht zunächst mal aus einem UQ-Protektor in "gathered-end" Form. Plain und Simple.

    An diesem Protektor habe ich an einer Längsseite ein Mückennetz und darunter ein Topcover fest vernäht. Das Topcover unter dem Mückennetz, um dieses aus der gemütlichen Liegeposition auch mitten in der Nacht öffnen oder weiter schließen zu können. Und ganz gleich wie weit ich das Topcover öffne oder schließe, das Mückennetz bietet immer den Schutz gegen Krabbelgetier. Ich sei denn ich öffne auch das Mückennetz, dann kann ich gemütlich ganz oben-ohne liegen.

    Womit wir beim Schließmechanismus auf der Einstiegsseite sind. Ich habe zwei Reißverschlüsse übereinander zusammengenäht. Das Topcover ist am oberen, inneren Reißverschluss vernäht, das Mückennetz am äußeren, unteren Reißverschluss mit dem UQ-Protektor verbunden.

     


    Ich kann also entweder

    1. ganz auf machen und oben ohne Netz oder Cover schlafen oder

    (Die RL ist Provisorium und verstellbar, wird dann durch eine feste ersetzt)

    2. nur das Moskitonetz schließen und


    3. das Topcover teilweise oder ganz schließen.


    Bei geschlossenem Topcover kann auf der fest vernähten Seite ein zusätzlicher Reißverschluss geöffnet werden zur Belüftung.


    Eigentlich wäre ich jetzt nun fertig. HM und UQ hängen frei herum, der Protektor mit Moskitonetz und Topcover außen drumherum ohne zu stören. Zu dem ganzen Ensemble hab ich mir noch einen catch-all Sack genäht, so das alles in sekundenschnelle aufgebaut bzw. abgebaut ist. Inklusive Schlafsack und Teddy.


    Was mich noch störte war der Platz im Protektor. Netz und Topcover hingen einfach über der Ridgeline herum, alles baumelte vor meiner Nase und wie das bei Wind ist, mag ich nicht zu denken. Eine Lösung des Problems wären tie-outs. Einfach das Netz nach außen abspannen, aber dann würde immer noch das Topcover rumhängen.

    Außerdem mag ich ich aus einem nicht rationalem Grund keine tie-outs. Also ergrübelte ich eine andere Lösung: den "reverse-pole-mod"8). (Genau genommen hab ich das von Anfang an geplant und die Details im Entstehungsprozess ausgetüftelt, aber so schreibt es sich besser.)

    Ich habe einen biegsame Alu-Zeltstange installiert, die im Protektor steckt und auf der einen Seite hinter meiner Schulter und auf der anderen Seite hinter meinen Füßen hoch kommt. Einfach am, tiefsten Punkt im Protektor festgegurtet und auf beiden Seiten gegen den Protektor mit Gurtband gespannt. Damit die Stange nun in Form kommt, läuft auf jeder Seite eine zusätzliche Leine, die für die notwendige Biegung sorgt. Das ist Alles.

     


     


    Halt - nicht ganz. Denn in dieser Konfiguration wird die Zeltstange sanft nach oben gedrückt und berührt unten den UQ. Das wollte ich nicht.

    Da ich sowieso noch das Problem hatte, das mir mein Underquilt nachts etwas verrutschte, habe ich nun die beiden Stangen jeweils mit dem UQ verbunden. Das sind einfache Zelt-Abspanner, die von Kunststoffringen in Position gehalten werden. Ganz leicht einzustellen und zu verstellen.


    Und jetzt stimmt auch die Geometrie: beide Seiten der Stange hängen tiefer, sie berührt den UQ unten nicht mehr, aber hält als zusätzlichen Bonus den UQ immer an der richtigen Stelle. Und im Protektor ist riesig Platz entstanden. Ich fühl mich drin wohl!


       


     


    Was sich jetzt so kompliziert anhört, ist in der Praxis ganz einfach aufgebaut: catch-all-Sack zur Seite schieben, Zeltstange zusammenstecken (die Gummikugeln, Spanner etc. verbleiben immer fest an der Zeltstange) und einmal unter dem UQ und über dem Protektor durch. An beiden Seiten per Klickschnalle einrasten und unter dem UQ einmal festziehen. Ist eine Sache von weniger als einer Minute.


    Braucht man so einen Protektor mit Netz, Cover und reverse-pole-mod? Nö, ein UQP ist fein, ein Bugnet kann auch an der HM oder einzeln sein und wer ein Tarp nimmt braucht eh kein Cover (das ja nur bei gutem Wetter vor Wind und Taufeuchtigkeit schützt). Und tie-outs ersetzen den Pole-mod und sind dabei leichter.

    Aber für mich ist es echt super geworden. Kleines Packmaß, alles dabei, gemütlich mit Platz und über meine Idee des reverse-pole-mod freue ich mich einfach. Der Innenraum wird dadurch wirklich sehr groß.


    Falls jemand so etwas auch umsetzen will: der untere Protektor ist eine 150cm breite Stoffbahn mit whippings an den Enden. Dann den reverse-pole-mod installieren und mit den Leinen einmalig einstellen und spannen. Dadurch findet der Protektor seine Form - sieht von oben dann wie ein Parallelogramm aus. Dann eine 150cm breite Bahn für das Cover und gleichzeitig das Bugnet an "der längeren Seite des Parallelogramms" annähen. (1) Reissverschluss doppelt vernähen und an einer kompletten Seite - also eine lange und kurze Seite des Paralelogramms (2) - am Protekor festnähen. Dann Netz und Cover an den jeweiligen Reißverschluss anpassen und annähen. Als letztes die noch offenen Kurze Seite vernähen. (3) Dann den Pole an den UQ clipsen und die einmalig die richtige Höhe einstellen.

    Viel Spaß und verreißt meine Nähte auf den Bildern nicht so. Nicht schön aber hält. :)

    Das ist bei mir etwas speziell. Das, was du auf dem Bild siehst ist nicht die Matte, sondern der äussere Wetterschutz.

    Mein Setup ist: eine einfache Matte 330x180cm mit Warbonnet-Whippings. Dazu ein leichter asymetrischer Daunen-UQ a la Wooki.

    Draussen ein Wetterschutz bestehend aus einem Protector unten, Netz und Topcover oben und einem umgedrehten Pole-Mod (spart die Tie-outs). Alles in einer Skin - catch all.

    Das Wander-Outfit (sollte ich mich jemals dazu hinreißen lassen) aus Matte und UQ ist sehr leicht. Der Wetterschutz ist nicht gewichtsoptimiert, da mich das auf dem Motorrad nicht juckt.


    Setup mit dem umgekehrten Pole-Mod


    Innen mit viel Platz, UQ wird vom Pole-Mod fixiert


    Topcover optional von innen ganz oder teilweise aufziehbar und mit Reissverschluß an Unterteil fixierbar: gegen Feuchtigkeit, Sonne etc. Das Topcover hat Belüftungsreissverschlüsse, die man von innen öffnen kann.

    Moin Harald,


    herzlich willkommen.

    Bin auch mit dem Motorrad unterwegs und suchte nach 'ner adäquaten Übernachtungsalternative zum Zelt. Nach nur sechs Monaten hab ich jetzt mein ideales Equipment (fast) zusammen. Hier im Forum findest du wirklich fundierte Infos und einen tollen Umgangston.

    Ich seh das - mittlerweile - auch so. Das Netz an der HM bringt für mich keine direkten Vorteile.


    Ich habe UQP, Socke, Topcover und Netz in ein externes Teil integriert. Das ist jetzt wunderbar modular und kann der Witterung angepasst weggelassen, nur als UQP, mit Netz oder mit teilweisem (Windschutz) oder ganzem Topcover (Wärme und Kondensationsschutz) genutzt werden.

    HM und UQ sind darin völlig frei aufgehangen.


    Drauf gebracht hat mich Hammock Fairy, die mir abriet ein Netz mit Footbox an die HM zu nähen, da das die Geometrie der HM beeinflußen kann und damit für einen Anfänger wie mich ein kniffliges Unterfangen ist.


    Also ich bin von den Vorteilen des separaten Bugnetzes, erweitert um einen darin integrierten UQP und Topcover/Socke, mittlerweile überzeugt.


    Aber am Ende ist es wieder wie bei allen Hängematten-Dingen: jeder wie er mag.

    Nun - da es keine Vorschrift darüber gibt, wie ein Schiffsname zu lauten hat, müssen die Beamten das wohl akzeptieren.


    Sonst läßt du dir einen internationalen Bootsschein mit dem Namen und Kennzeichen beim ADAC ausstellen.

    Oder du kannst das Bundesamt für Schiffahrt und Hydrografie überzeugen, dein Schiff sei zur Seefahrt bestimmt. Dann gibt es ein Flaggenzertifikat und die offizielle Erlaubnis, unter deutscher Flagge zu fahren.

    Auch eine Möglichkeit wäre die Eintragung ins deutsche Schiffsregister. In Register eins können Seeschiffe unter 15m Länge eingetragen werden, wenn es der Eigner wünscht. Damit wäre dein Seeschiff im Falle einer Scheidung auch vor dem Zugriff deiner Frau (erstmal) sicher.


    Dann brauchst du als nicht ausrüstungspflichtiges Seeschiff übrigens kein Seefunkgerät mitführen.

    Du könntest dann auch beim Zoll eine "freie Grenzerlaubnis" beantragen. Damit müstest du bei der Ein- und Ausreise mit dem Boot aus deutschen Hoheitsgewässern keinen Zollhafen als letzten/ersten Hafen anlaufen.

    Mit einem Zollanschreibebuch an Bord könntest du dir zollfreie Waren an Bord liefern lassen, wenn du danach ausläufst und die deutschen Hiheitsgewässer verlässt.


    Willkommen in der christlichen Seefahrt.

    Zugegeben - ich hab noch keine doppellage HM gebaut, dafür aber Projekte mit ähnlichen Herausforderungen: Tunnel für Gestänge im Dach eines Auto-Dachzeltes haben die gleiche Herausforderung.

    Berichtigt mich, im Grunde geht es doch darum den Stoff doppelt zu nehmen und an der Falz einen schönen Tunnelsaum zu nähen. Würde ich wie folgt machen: Stoff auslegen und Falz anzeichnen. Dann in schöner geraden Linie in "Tunnelzugabe-Abstand" Klebeband aufkleben. Dann Stoff umlegen und die Falz glatt streichen. Jetzt Stoff soweit zurückschlagen, das das Kleband wieder zum Vorschein kommt. Papierträger sektionsweise abziehen und Stoff glatt aufkleben. Dann vernähen.


    Aber es gibt bestimmt viele Methoden zum Ziel, das wäre meine.


    Beispiel - nicht das Gleiche aber ähnliche Hersausforderung - HM-Socke mit Netz. Unterteil = 1. Stoffbahn, Oberteil aus 2. Stoffbahn umd zusätzlich Moskitonetz.

    Zuerst mit Tape Moskitonetz an 2. Bahn, dann Bahnen zusammengeklebt und vernäht.

    (Nein, ich werde nicht über meine schiefen Nähte diskutieren. Lacht nur.... 😎)


    Aussen


    Innen