Beiträge von Tino

    Bezug hätte ich gerne was anders als Nylon.

    Wenn es ein natürliches Material sein soll, würde ich mir Seide näher anschauen. Auch wenn Gewicht nicht die wichtigste Eigenschaft ist: Es schadet auch garantiert nicht, wenn es niedrig ist.
    Beim Hautgefühl scheiden sich allerdings die Geister: Manch einer liebt Bettwäsche aus Seide, andere kommen nicht damit zurecht, weil es ganz anders ist als aufgeraute Baumwolle.

    Mal ehrlich: Wie relevant ist es in der Praxis, wenn das Tarp nicht direkt nach dem Regen trocken ist? Bevor man sich da verrückt macht, würde ich erst einmal abschätzen, wie oft der Nachteil überhaupt ins Gewicht fällt.
    Wenn ich den kanadischen Regenwald durchqueren würde, wäre das Wasser wahrscheinlich schon nervig — aber als Schönwettercamper will ich von vorn herein eigentlich gar nicht, dass mein Urlaub von Niederschlägen geprägt ist...

    Isomatten funktionieren aber nur in der Hängematte - nicht unter der Hängematte.

    Sie funktionieren da, wo sie sind — deswegen der Hinweis auf die Flügel.
    Der Streifen in der Mitte hat meist guten Kontakt und isoliert gut, aber an den Seiten drückt die Hängematte den Overquilt zusammen, und sorgt gleichzeitig für einen Luftspalt unten.

    Durch niedrigeren Druck als normal (also Einsatz am Boden) schmiegt sich eine Luftmatratze vielleicht etwas besser an, aber mit der geringen Breite bleiben die Seiten eine Schwachstelle.
    Da fällt mir gerade ein: Als billiges Material für Experimente könnte man Luftpolsterfolie nehmen. Im Garten sollte das Packmaß ja nicht stören 🤓.

    Ich würde mich auf Luftmatratzen konzentrieren, und an den Seiten mit etwas Überlappung eine andere Isolierung anstückeln (asymmetrisch).

    Isomatten haben abgesehen von der schlechten Eignung für Hängematten signifikante Vorteile, die imo selbst ein paar Gramm mehr rechtfertigen würden.

    Habt ihr manchmal Begegnungen mit Wildtieren in Schweden?

    Viele Leute haben falsche Vorstellungen von Skandinavien: Die Wildnis gibt es nur, weil Nahrung knapp ist — und deshalb ist auch die Tierdichte gering.
    Mein persönliches Highlight ist eine Kreuzotter, die ich am Rand ihres Ausbreitungsgebietes überhaupt nicht erwartet habe. Elche sind wohl vergleichsweise zutraulich, aber man braucht halt Glück, dass zufällig einer vorbeikommt.

    Zu weich ist viel schlimmer als harter (ebener) Untergrund.

    Im Freibad liege ich auch gerne mal auf schön durchgewärmten Waschbeton... überhaupt liegt es sich neben Badestellen meistens bequem 🤔.

    Der wesentliche Komfortgewinn bei der Hängematte ist für mich, dass man nicht am Boden rumkriechen muss — um in eine Dackelgarage zu robben oder vier Steine und zwölf Tannenzapfen unter der Liegefläche zu finden.

    Man sollte allerdings echt nicht unterschätzen, wie kalt es wird, wenn der Wind von unten angreift. Ohne Klimaanlage tropische Nächte erträglich machen ist eben das Feature der Hängematte, und die Physik ist leider auch bei zwölf Grad diesselbe.

    Kaffee ist einfach ein Gesundheitrisiko! 😷

    Eine stabile, ebene Unterlage ist draußen aber Goldwert. Im Boot habe ich mindestens eine Kiste dabei, die in Kombination mit einem rollbaren Schneid“brett“ extrem viel Frust beim Kochen erspart.

    Mit Holz würde ich nicht anfangen — wenn man persönliche Vorlieben bei der Optik vernachlässigt, hat das praktisch nur Nachteile gegenüber Alu.

    Ich würde daher eher sowas https://www.motedis.com/de/Aluprofil-40x40L-I-Typ-Nut-8 nehmen. Noch eleganter wäre eine Nummer stabiler, und dann direkt den ganzen Wintergarten draus bauen — aber die Handwerker wollen wahrscheinlich lieber bei bekannten (und zertifizierten) Materialien bleiben.

    Spätestens wenn man dafür in Amerika bestellen muss, würde noch mal ernsthaft über den Nutzen von Flecktarn nachdenken:

    Wenn man Krieg führen will, wird das schon Sinn machen, wenn man Tiere filmen will auch – aber wenn man sich vorm Förster verstecken möchte, kann das imo schnell nach hinten losgehen.

    Ist schon reichlich OT, aber viele wirklich gefährliche Substanzen wirken langfristig, und keine sofortige Reaktion taugt allgemein wenig als Indikator für Unbedenklichkeit. Im Zweifelsfall ist morgen Ausschlag haben weniger schlimm als in zehn Jahren Krebs.

    Bei Stoffen, die nicht vom Staat reglementiert sind, würde ich mir selbst keine großen Sorgen machen, aber ein Mückennetz sollte imo rein mechanisch wirken.

    Na ja - der richtige Paddelschlag dabei ist doch nicht außer acht zu lassen oder?

    Ja — und der beinhaltet idR zumindest beim "Steuermann" eine Phase, in der das Paddel ähnlich wie eine Finne eingesetzt wird.

    Die Wikinger hätten es aber auch nicht bis Amerika geschafft, wenn sie wegen ihrem Seitenruder ständig im Kreis gefahren wären :).

    Ein Beitrag (RE: Mini-Daisychains gespleisst) wurde schon etwas "gekapert", aber imo ist das Thema da auch noch nicht vollständig abgehandelt.

    Konkret frage ich mich, wie Exped sich das mit dem kleinen Knebel am Ende eigentlich gedacht hat.

    Soll man den durch eines der Löcher fädeln? Und dann? Vorher auch durch das Ende Hängematte?

    Sieht nach einer interessanten Gegend aus — falls es da auch noch genug Wasser gibt ;-).

    Kannst du noch ein paar Sätze zur Tour schreiben? (Dauer, Verteilung von Rastplätzen…)

    Im Bild sieht es zwar aus wie angenäht — aber das Kernfeature der Chameleon ist doch der Reisverschluss... vielleicht wird einfach nur das modulare System erweitert?

    Imo sind die Kosten der einzige Grund, warum vernähte Underquilts nicht schon lange Standard sind.

    warum nicht?

    Eher "warum nicht nicht" ;) — es muss ja nicht unbedingt Hennesy sein. Wegen dem komischen Einstieg ist die doppellagige Bauweise sogar eher untypisch für das Fabrikat. Ich will aber trotzdem nicht von Hennesy abraten, sondern nur auf Alternativen hinweisen.

    Ob zwei Lagen Nylon automatisch mückendicht sind... keine Ahnung, aber Jeansstoff sollte noch deutlich dicker sein, und da kommen Mosquitos durch.

    Auch bei anderen 2-lagigen Hängematten würde ich aus den selben Gründen keine Naturmaterialien zwischen die Lagen packen

    Manch einer schläft direkt auf Naturmaterial ;). Aber ich habe ja auch schon geschrieben, dass man sich besser nicht darauf verlassen sollte, überall geeignetes Laub vorzufinden. Andererseits könnte man sich so auch ein paar natürliche Feinde der Stechmücke ins Lager holen 🕷️😆.

    Eine Hennesy würde ich nicht unbedingt nehmen, aber das mit den zwei Lagen ist imo schon der richtige Weg: Wenn die Stoffe fest aneinander gepresst sind, kommen die Mücken wahrscheinlich trotzdem durch — aber bei einer guten Matte sollte die äußere Lage etwas weiter sein als die innere, und ein paar Millimeter Luft sind für die meisten Stechrüssel dann doch zu viel ;).

    Zwischen die Lagen kann man auch alles mögliche packen, und ist nicht auf Luftmatratzen oder Quilts beschränkt: Klamotten, Handtuch, Badespielzeug, Laub... gerade letzteres könnte im richtigen Klima (nicht zu nass) gut funktionieren; jedenfalls wirbt Clark explizit mit dieser "Vor-Ort Isolation". Mit ein paar passenden Packsäcken könnte man sogar ein paar Kompartemente improvisieren, damit die Isolation nicht so schnell zusammenrutscht.