Beiträge von Hammock Fairy

    Multi-use funktioniert nur dann, wenn du den Gegenstand nicht gleichzeitig brauchst. Es ist durchaus möglich, einen UQP auch als Groundsheet zu benutzen - obwohl ich den UQP eigentlich benutze um Dreck und Feuchtigkeit von meinem Underquilt fern zu halten und ein Groundsheet naturgemäß dreckig und feucht wird - aber du hast dann im Camp nur entweder ein Groundsheet oder einen UQP.

    Wenn dir es dir der Dreck nichts aus macht, könntest du ein Groundsheet eher als Rucksack Regenschutz verwenden.

    Abbinden macht für 2,10 m Baumabstand meiner Meinung nach keinen Sinn. Eine 2 m lange Hängematte bildet eher eine Art Tasche, in die kleine Kinder nur noch mühsam einsteigen können. Da müsste man auch die Breite anpassen.

    Beim Kinderturnen werden häufig Hängematten verwendet, die wie Schaukeln aufgehängt werden. Wenn ich es richtig sehe, werden diese Hängematten "Therapieschaukeln" genannt. Ich sehe keinen Grund, warum man eine normale Hängematte nicht ähnlich nutzen kann.

    Wenn die Hängematte nur zum spielen von Kindern genutzt wird, besorg dir einfach irgendeine billige Tuchhängematte (ohne Stäbe o.ä.) und hange sie mit großem Durchhang so auf, dass das Kind gefahrlos ein- und aussteigen kann. Der Abstand ist definitiv zu kurz für alle Hängematten - außer einer Querhängematte. Die eignet sich aber nicht als Spielhängematte.

    Und noch gerne eine Frage: Wir hörten, dass sich viele Kinder in Hängematte immer durchdrehen und rauskippen. Wird sowas verhindert, wenn man so eine Matte mit einem Stock/Leiste an den Enden nimmt?

    Das Risiko herauszufallen wird minimiert, indem man die Hängematte nicht straff spannt und den Kindern gleich beibringt, dass man in einer Hängematte nicht steht oder herumhüpft. Es geht darum, den Schwerpunkt möglichst tief zu halten. Meiner Erfahrung nach lernen das Kinder sehr schnell. Bei den ersten Versuchen ist es wichtig, die Hängematte so tief wie möglich über weichem Boden aufzuhängen, und die Kinder nach einer kurzen Einweisung selbst machen zu lassen.

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    Und jetzt zurück zum eigentlichen Thema.

    Ob das nun gut oder schlecht ist: wenn das Budget gering ist, ist Onewind derzeit vermutlich tatsächlich die beste Option. Ich habe bisher noch keine Onewind-Ausrüstung in der Hand gehabt, aber auf dem Papier sehen die Daten brauchbar aus.

    Liegekomfort ist äußerst subjektiv. Es gibt 2 m Menschen, die mit einer 335 cm x 150 cm Hängematte zufrieden sind - und es gibt 1,70 m Menschen, die es nicht unter 365 cm x 180 cm tun. Ähnliches gilt für die Dehnbarkeit. Selbst wenn du jemanden findest, bei dem du mal Probeliegen kannst, wirst du verschiedene Hängematten mehrere Nächte beschlafen müssen, um herauszufinden was dir liegt. Je weniger Erfahrung du hast, desto länger wird es dauern bis du die Unterschiede zwischen verschiedenen Stoffen wahrnimmst. Das Schöne am DIY ist es aber, dass man mit einer kleineren Investition mehr ausprobieren kann. Es wird vermutlich nicht bei einer DIY-Matte bleiben. Deshalb such dir einen Stoff aus, der dich anspricht und fang einfach an. Es ist ja nicht kompliziert, eine netzlose Hängematte zu nähen.

    Im Übrigen ist es immer möglich, eine breite Hängematte schmaler zu schneiden - oder eine lange Hängematte zu kürzen. Umgekehrt ist es deutlich schwieriger ;)

    Sofern sich die Befestigung nicht gelöst hat bzw. verrutscht ist, tippe ich darauf, dass deine Gurte aus Nylon / Polyamid sind. Nylon dehnt sich stark. Besorg dir Polyestergurte - das löst dein Problem vermutlich.

    Ich habe einen Wooki-Klon aus 6 oz / 200 g Climashield schon häufiger verliehen, und das Feedback war, dass die Isolierung für die meisten Nutzer bis etwa 10°C ausreichend war. Einige wenige konnten den Quilt auch bis um die 0°C verwenden - aber kuschelig warm war das nicht mehr. Wie weit dir die Isolierung reicht hängt von deinem Wärme- bzw. Kälteempfinden ab. Gewicht sparen wirst du auch mit einem DIY-Quilt nicht großartig. Natürlich kannst du statt 40D Stoff auch 15D Stoff verwenden, aber bei ca. 5m2 Stoff sparst du damit nur knapp 150 g. Besser als nichts, aber das meiste Gewicht geht nun mal für die KuFa-Isolierung drauf. Wobei du den Quilt natürlich perfekt an deine Körpergröße und deine Wärmebedürfnisse anpassen kannst, und damit u.U. noch etwas Gewicht an Stellen sparen kannst, wo du weniger oder keine Isolierung brauchst.

    Außerdem: Wenn ich zum Beispiel einen UQ habe der gut bis 10°C isoliert, muss mein Schlafsack dann auch bis 10°C isolieren oder übernimmt der Underquilt schon zum Teil "die Aufgabe" vom Schlafsack?

    Wenn du Gewicht sparen willst, solltest du den Schlafsack durch einen Top Quilt ersetzen. Für die meisten Hänger ist die Isolierung von unten aber wichtiger als die Isolierung von oben. Ich verwende beispielsweise einen 0°F Underquilt zusammen mit einem 20°F Schlafsack. Weil ich extrem kalt schlafe, komme ich damit auf um die 0°C.

    Ja, da hast in vielen Dingen Recht. Aber ich habe von mindestens einem Zeltplatz mit Plattformen gelesen (in den USA?), dass die Abspannung komplett auf der Plattform erfolgen muss. Vielleicht will man damit verhindern, dass die Leute die Vegetation zertrampeln oder anderweitig zerstören (z.B. indem sie an Wurzeln abspannen). Wenn schon der Aufwand getrieben wird, extra Pfosten für Hängematten zu installieren, wäre es doof, wenn man am Ende nur bei schönem Wetter hängen kann, weil nicht an die Tarpabspannung gedacht wurde.

    Aus dem Grund würde ich zu 4 Pfosten in der Seitenmitte der Plattformen tendieren:

    ┌──────o──────┐

    │─────────────

    o─────────────o

    │─────────────│

    └──────o──────┘

    Das würde zwar die Anzahl der Hängematten pro Plattform auf maximal 2 Stück (mit Spreizstab zwischen den Kopfenden) beschränken - aber ich denke, auf 4 m x 5 m will man ohnehin nicht mit mehr als 2 Leuten hängen. Und normalerweise braucht ja auch jeder ein Tarp, was den Platzbedarf erhöht.

    Mit einem Abstand von wahlweise 5 m, 4 m oder 3,20 m sollte sich jede Hängematte aufhängen lassen.

    Ich hätte da noch was: Natron-Wasser (Kaiser-Natron aus der Drogerie).

    1/2 TL Natronpulver in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen und in eine Sprühflasche geben. Schlafsack leicht einsprühen, trocknen und auslüften lassen.

    Alternativ oder zusätzlich: dasselbe mit Essig.

    Mit Outdoorausrüstung habe ich das nicht versucht, aber bei der mehrmaligen Verwendung von Natron mit Baumwollshirts bleicht der Stoff doch stärker aus. Ob er auch mürber wird weiß ich nicht, aber ich würde es schon aus dem Grund nicht für teurere Ausrüstung verwenden.