Beiträge von Hammock Fairy

    Schade, das angegebene Gewicht von 2,27 g stimmt nicht. Ein Roperoller wiegt 0.8 oz statt 0.08 oz - also 22,6 g. Um ehrlich zu sein hatte ich mich schon etwas gewundert, wie sie es schaffen, einen Roperoller leichter zu machen als eine Nama Claw. Ich schätze bei diesem Gewicht besteht kein Interesse mehr.

    Ich selber gebe sehr wenig Wärme ab. Deshalb war es für mich immer schon ein Problem in einem Bett zu schlafen, weil ich kalt war bevor die Matratze warm war. Deshalb habe ich 30 Jahre lang jeden Abend das Bett (und mich) mit einem Heizlüfter angewärmt. In der HM ist das besser, weil das Anwärmen der Isolierung einfach leichter ist als das einer Matratze. (Ich kenne das aber auch von Stühlen: wenn ich mich auf einen setze, auf dem direkt vorher jemand anderes saß, fühlt er sich warm an. Wenn ich drauf saß nicht....)

    Das geht mir ähnlich (aber im Gegensatz zu dir kann ich selbst bei hochsommerlichen Nachttemperaturen nicht ohne Underquilt schlafen), aber das erklärt trotzdem nicht, warum du keinen Unterschied zwischen dem 20° und dem 0° Wooki merkst. Der 0° Wooki ist deutlich wärmer - er hat ja auch knapp 100 g mehr Daune. Wenn er nicht besser wärmt als der 20° Wooki gibt es irgendwo ein Problem. Sitzen beide Wookis gleich fest? Hast du mal versucht, den 0° Wooki kürzer zu whippen oder auf andere Weise fester zu spannen? Wenn das auch keine deutliche Verbesserung zur Folge hat, würde ich mich fragen, ob du evtl. einen 20° Wooki mit 0° Schild bekommen hast.

    Ich habe beide Wookis, merke aber eigentlich kaum einen Temperaturunterschied zwischen beiden und beim 0-Wooki friere ich unter +10 Grad. Allerdings bin ich auch nicht bereit mehrere Lagen Klamotten übereinander zu ziehen, weil ich das extrem unbequem finde. Da fühle ich mich total eingeengt.

    Das hattest du ja schon mal geschrieben und es hat mich damals schon sehr gewundert, da du deutlich wärmer schläfst als ich, und ich den 20°F Wooki gerade mal bis ca. 19°C verwenden kann, bevor ich anfange zu frösteln. Der 0°F Wooki funktioniert für mich aber bis mindestens 0°C. Tiefere Temperaturen hatte ich bisher noch nicht. Hast die Daune mal aufgeschüttelt bzw. darauf geachtet, dass ausreichend Daune in den wichtigen Bereichen ist? Daune sammelt sich am tiefsten Punkt, wenn man sie nicht gelegentlich aufschüttelt, und dann fängt man natürlich früher an zu frieren.

    Handelt es sich beim 0°F Wooki evtl. um den Quilt, der gerissen ist und repariert wurde?

    Bei meinen Townsend Brückenhängematten, bei denen eine verstellbare Ridgeline mitgeliefert wird, sorgt ein Verkürzen der Ridgeline dafür, dass die Mitte absackt und die Hängematte nachgiebig wird. Das Liegegefühl ist näher an eine GE Hängematte dran und eignet sich für Rückenschläfer. Verlängert man die Ridgeline, wird die Mitte angehoben und die Hängematte wird wie Waldläufer70 schon geschrieben hat härter. Diese Einstellung eignet sich gut für Bauchschläfer. Als Seiten-/Rückenschläfer stelle ich die Ridgeline irgendwo dazwischen ein. Allerdings sind die Townsend Hängematten so geschnitten, dass sie auf diese Weise reagieren. Bei meiner ENO SkyLite konnte ich z.B. keine großen Änderungen feststellen.

    Nein, es gibt keine Formel. Brückenhängematten unterscheiden sich extrem: je nachdem wie lang das Aufhängedreieck ist, wie lang die Spreizstäbe sind, wie lang und breit der Stoffkörper ist, wie tief die Kettenlinien sind muss die Brückenhängematte ganz anders aufgehängt werden. Ich habe mittlerweile 7 verschiedene Brückenhängematten, und jede hat einen anderen Aufhängewinkel. Es bleibt dir also nur Versuch und Irrtum.

    Ich sehe nicht wie man das sinnvoll machen kann. Egal ob du das Apex "stauchst", faltest oder steppst, es entstehen immer Falten und damit Hohlräume. Schneide die überstehende Isolierung ab und hefte sie über besonders kälteempfindliche Bereiche (z.B. Torso) für mehr Isolierung. Oder stopfe damit ein Hängemattenkissen. Oder hebe es auf, bis sich eine Anwendung ergibt.

    Ich nutze im Moment die Cocoon Ultralight Mosquito (325cm lang) oder die TTM King size (320cm lang) mit TTM Tarp oder alternativ Rab-Tarp... Wie gesagt, bisher noch ohne Underquilt.


    Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:


    - Wooki XL oder doch der normale Wooki? -> hier bin ich eigentlich schon beim XL, aber der ist ja eher für die Backbird mit 335cm ausgelegt... wobei ich da sicher was basteln kann um die 10-15cm zu überbrücken...

    Grundsätzlich passt der Wooki nicht ohne Anpassung der Aufhängung unter Hängematten anderer Hersteller. Und man sollte sich nie blind auf die Längenangaben der Hersteller verlassen. Meiner Erfahrung nach stimmen die selten. Die Ticket to the Moon Hängematten sind z.B. in der Realität nur zwischen 285 cm und 295 cm lang. Auf 320 cm kommt man nur, wenn man die Seilschlaufen und die Metallhaken mitrechnet. Über die Cocoon kann ich nichts sagen. Aber wenn sie tatsächlich 325 cm lang ist, ist der Wooki XL vermutlich schon etwas zu lang. Wenn du bei diesen Hängematten bleiben möchtest, empfiehlt es sich, einen regulären Wooki anzuschaffen. Wenn du langfristig mit längeren Hängematten liebäugelst, nimm den Wooki XL und whippe ihn kürzer.

    - welchen Wooki XL... direkt der Scandinavian? Oder doch "erstmal" den bis -16°C oder nen ganz anderen?? Ich hab jetzt (im Moment und noch) nicht vor bei Minusgraden draußen im Wald zu hängen... aber man weiß ja nie...

    Wenn du das ganze Jahr über draußen hängen möchtest, und nicht mehr Gewicht als nötig mitschleppen möchtest, brauchst du ohnehin 2 Underquilts. Wenn du nur von Frühjahr bis Herbst draußen schläfst, und nicht auf 100 g mehr oder weniger achtest, reicht ein Underquilt. Persönlich wähle ich einen Underquilt, der mich auch bei der tiefsten zu erwartenden Temperatur noch ausreichend wärmt. Da ich extrem kalt schlafe, und bei unter 0°C nicht mehr draußen schlafe, heißt das für mich ein 0°F Wooki. Ein wärmerer Schläfer kommt beim gleichen Temperaturbereich noch locker mit einem 20°F Wooki aus. Du musst dich also selbst einschätzen.

    Ich habe mit dem Design von Klymit Isomatten in der Hängematte schlechte Erfahrungen gemacht. Durch die durchgeschweißten Kammern wurde die Wärme schnell abtransportiert. In einer lauen Juninacht habe ich mit der Insulated Static V Lite™ Isomatte (wurde damals mit einem r-Wert von 4.4 beworben) gefroren und bin zur Therm-a-Rest ProLite Plus (r-Wert 3.2) gewechselt. Ich denke, dass die Klymit Isomatten am besten auf dem Boden funktionieren, weil die Luft unter der Isomatte dann nicht zirkulieren kann.

    Wenn du auf eine Isomatte in der Frontline XL bestehst, würde ich dir eine extra breite Evazote Matte empfehlen. Bei Extex kann man 1 m breite Platten kaufen und sie dann auf die gewünschte Größe zurechtschneiden.

    Ich habe einige Brückenhängematten und bin nicht der Meinung, dass eine Liegefläche aus mehreren Stücken den Liegekomfort erhöht. Mit Isomatte und Underquilt war die ENO SkyLite allerdings tatsächlich eine der für mich bequemsten Brückenhängematten. Riemen o.ä. zum Fixieren der Isomatte oder des Underquilts habe ich nicht benötigt. Mein kurzer Hammock Gear Incubator hat ziemlich perfekt darunter gepasst. Besser als unter sämtliche GE Hängematten.

    Hammock Fairy ist die Eno Skylite Hängematte, deiner Meinung nach, überhaupt bequem genug, dass eine Anschaffung Sinnvoll ist?

    Ob sie bequem genug für dich ist, kann ich nicht sagen. Die SkyLite gehört zu den Tiefliegern, d.h. die Aussicht wird zum großen Teil von den Wänden verdeckt. Ich fand das (mit Underquilt!) ganz kuschelig, aber es gibt genug Leute, die das nicht mögen.

    Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Sprich: du wirst immer Kompromisse machen müssen. Was spricht dagegen, das passende Setup mitzunehmen? Wenn du nicht monatelang unterwegs bist, kannst du doch von Fall zu Fall entscheiden.

    Grundsätzlich funktioniert eine Isomatte in der Brückenhängematte besser als in der Gathered End Hängematte. Allerdings wird sie dich nicht so gut wärmen wie auf dem Boden, weil durch die Luftzirkulation unter der Hängematte sehr viel Wärme verloren geht. Insbesondere Luftisomatten (z.B. NeoAir) funktionieren gar nicht mehr gut in der Hängematte. Nach sehr schlechten Erfahrungen verwende ich deshalb nur noch mit Schaumstoff isolierte Isomatten.

    Und auch in einer Brückenhängematte sinkst du tiefer ein als auf dem Boden, d.h. du brauchst auf jeden Fall eine breitere Isomatte sofern du warme Schultern und Hüften haben möchtest.

    Ich habe einige G.E.-Hängematten und ein paar DIY Quilts probiert. Ja, das klappt gut, sehr gut sogar, aber ich mag es nicht keine Isomatte dabei zu haben

    Es gibt auch die Möglichkeit eine Kombination z.B. aus einer dünnen Evazote Isomatte und einem 3/4 Underquilt. Das wäre vermutlich meine Lösung für Langwanderungen mit einem gewissen Risiko gelegentlich mal auf dem Boden schlafen zu müssen.

    Wie ist es in einer Bridgehammock mit Isomatte? Braucht man undbedignt Dual Layer? Geht single layer?

    Brückenhängematten unterscheiden sich teilweise gewaltig voneinander. Dementsprechend kann es sein, dass die eine Brückenhängematte gut mit Isomatte funktioniert, die andere jedoch nicht. Eine doppelte Lage hilft dabei, die Isomatte zu fixieren wenn man sich viel dreht. Eine schmalere Brückenhängematte verhindert aber auch das Verrutschen.

    Wie anders ist eine Brückenhängematte als eine G.E.? Liegt man wirklich flach?

    Wie anders ist ein Liegerad im Vergleich zu einem normalen Fahrrad? In beiden Hängematten hängst du - aber da endet die Ähnlichkeit auch schon. Und die Liegeeigenschaften sind auch von Brückenhängematte zu Brückenhängematte extrem unterschiedlich. So flach wie im Bett liegst du in keiner Hängematte.

    Ist das Gefühlt überhaupt noch wie in einer G.E.?

    Nein. Es ist definitiv anders.

    Kennt jemand die SL ENO SkyLite Hammock, wäre diese eine Ordentliche?

    Ja, habe ich und habe ca. 1 Monat drin geschlafen. Diese Brückenhängematte würde ich übrigens wirklich nur mit Isomatte nutzen, weil der Schnitt (es gehen mehrere Nähte mitten durch die Liegefläche) ohne Druckverteilung unbequem ist. Meine Therm-a-Rest ProLite Plus blieb sogar einigermaßen gut liegen, weil die SkyLite einen sehr großen Querdurchhang hat (ähnlich wie eine Badewanne). Allerdings war die Isomattenbreite mangelhaft, so dass ich zusätzlich einen Underquilt unter die Hängematte gehängt habe. Damit hatte ich dann auch warme Seiten. Die Netzkonstruktion ist allerdings furchtbar. Der Reißverschluss wird stark belastet und lässt sich kaum schließen. Und klaustrophobisch sollte man auch nicht sein. Ich habe es deshalb offen gelassen und würde das Netz entweder umnähen oder komplett abtrennen und einen Netzsocken verwenden.

    Ich wollte die Shell mit Klettverschluss öffnen u. verschließen, so dass man zusätzliche Schichten Apex einlegen kann, je nach Außentemperatur. Das ist eine Idee. Ich weiß nicht ob es praktikabel ist. Das Apex erscheint dafür ausreichend formstabil zu sein.

    Ich habe mit Klettband sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Vor allem auf großen Flächen ist es schwer zu kontrollieren und heftet sich gerne dort an, wo es nicht heften soll. Ich habe zwei Hängematten mit der Häkchenseite beschädigt.

    Weiterhin ist Apex wie weiches Klettband und haftet sehr stark aneinander. Eine zusätzliche Schicht einschieben dürfte sehr viel Nerven kosten. Warum machst du es nicht wie Simply Light Designs und nähst "Einlagen", die du dann mit Hilfe von Druckknöpfen im Sooki anbringst? Ich würde die Grundisolierung außen anbringen, und die Einlagen innen.

    Meiner Erfahrung nach ist Climashield Apex sehr unempfindlich was das Zusammendrücken betrifft, weshalb ich es häufig als Zwischenisolierung verwende. Grundsätzlich kannst du einen Sooki auch einfach umdrehen, d.h. ausprobieren, welche Richtung besser für dich besser funktioniert. Es kann dann lediglich sein, dass die Müllsackseite nach Außen zeigt. Das ist aber ein rein kosmetisches Problem.

    Bei einem meiner nächsten Sookis möchte ich im Übrigen zwei Schichten Apex aufnähen. Eine Innen und eine Außen. Die innere Lage soll die Luftlöcher schließen, die bei jedem Underquilt entstehen. Und die äußere Lage soll zusätzliche Isolierung liefern.

    Wie macht ihr das denn mit der Tiefe der Shell, d.h. des Bezugs den man unterhalb annäht? Ich denke 1-2 cm Tiefe sollte das schon haben, weil es sonst auch wieder zu sehr staucht.

    Apex funktioniert auch mit wenig Loft. Ich habe die äußere Hülle um die Apex-Schicht gefaltet und festgeheftet, und das Paket dann auf den Trägerstoff gelegt und festgeheftet. Ich denke es ist besser, wenn das Apex zu stark angedrückt wird, als wenn es zu locker hängt, denn im Gegensatz zu Daune oder KuFa-Flocken bauscht es sich nicht auf und füllt die Hohlräume nicht aus. Der Effekt ist dann ähnlich als wenn du den Underquilt durchhängen lässt, d.h. du verlierst jede Menge Wärme.

    Die originale Frage wurde doch beantwortet. Die meisten versuchen am Anfang, um die Anschaffung eines Underquilts herum zu kommen, und probieren eine ganze Weile herum, bis sie zu dem Schluss kommen, dass es bessere Lösungen gibt. Wie lange man für diese Einsicht braucht, hängt von der Schmerztoleranz ab.

    Ich habe auch ein halbes Jahr mit diversen Isomatten herum experimentiert bis ich klein beigegeben habe, und mir einen Underquilt geholt habe. Aus diesem Grund habe ich mir auch gleich eine doppellagige Hängematte angeschafft, in der Annahme, dass die Isomatte dann fixiert wird. Wurde sie natürlich nicht. Das Rutschproblem konnte ich nie befriedigend lösen. Die Ridgerest habe ich im Übrigen ausprobiert, und die war mir einfach zu unflexibel und damit zu unbequem. Am besten bin ich mit einer Kombination aus der klassischen Therm-a-Rest ProLite Plus (nur halb aufgeblasen) und einer 3 mm Evazote Matte im Torsobereich quer unter die TaR gelegt zurecht gekommen. Würde ich heute nochmal eine Isomatte verwenden wollen, würde ich mir wohl die DD XL Isomatte holen und hoffen, dass 75 cm im Schulterbereich ausreichen. Das Rutschproblem besteht in mindestens 150 cm breiten GE Hängematten aber weiterhin.

    Die einzigen GE Hängematten, in denen Isomatten halbwegs gut funktionieren sind kurze und schmale Hängematten. Die werden straffer aufgehängt, und man liegt weniger diagonal. Die Isomatte kann dann einfach aus Platzmangel nicht verrutschen. Und sie hat den Vorteil, dass sie den Schulterdruck verringert. In GE Hängematten mit den Maßen wie ich sie bevorzuge, erreiche ich die maximale Schlafqualität einfach nur mit einem gut passenden Underquilt.

    Es ist mir unverständlich, warum jemand der gerne eine Hängematte nutzt, und damit auf gesunde Bäume angewiesen ist, nicht bereit ist, minimalste Vorkehrungen zu treffen, um die Bäume von denen er hängt nicht zu schädigen. Gerade UHMWPE Gurtband zieht sich auf Grund des dünnen Materials stark zusammen, und verteilt den Druck schlechter als gleich breites und starkes Polyester Gurtband. An der Gewichtsersparnis kann es doch eigentlich nicht liegen, denn die Bruchkraft hängt von der Anzahl und Dicke der verwendeten Fasern ab. Das 15 mm Gurtband dürfte also dicker sein, aber - wenn überhaupt - unwesentlich leichter. Es sei denn die Bruchkraft liegt ebenfalls unter dem empfohlenen 5-fachen Sicherheitsfaktor.