Beiträge von Hammock Fairy

    Ist das denn nicht so, dass mit UQP o. Windsocke einem nur noch mehr um die Ohren flattert, d.h. störende Windgeräusche?

    Flattern tun ja nur leichte, lose Teile. Mein UQP liegt gut an und kann nicht flattern wenn ich in der Hängematte liege. Beim Windsocke müsste der Einstieg offen sein - was er bei starkem Wind eher nicht ist. Da Netzfenster aus meiner Sicht kontraproduktiv sind (da könnte ich auch einen großen UQP verwenden), habe ich keine in meinen Windsocken und kann daher nicht sagen, ob Windsocken mit Fenstern flattern.

    Ich hatte dieses Jahr schon wieder 5 Zeckenstiche. Alle Zecken habe ich mir im Garten geholt, weil ich leichtsinnigerweise darauf verzichtet habe, meine Schuhe, Socken und Hosenbeine (wenn ich lange Hosen trage - ansonsten Schuhe, Füße und Beine) mit (P)Icaridin-haltigem Moskitospray einzusprühen. Wenn ich gesprüht habe, habe ich bisher selbst in den schlimmsten Zeckengebieten noch keine Zeckenstiche gehabt.

    Kokosöl hilft auch gegen Zeckenbefall - ist aber nicht so toll auf der Haut. Vor allem wenn es ohnehin warm ist und man natürlicherweise ölt X/

    Wie hoch die Zeckendichte und die Zeckenaktivität ist, hängt vor allem von den Temperaturen und der Bodenfeuchtigkeit ab. Und von der Mäusepopulation. Mäuse sind gute Wirte für Zeckennymphen, vor allem, wenn sie in Massen vorkommen.

    Für mich macht es einen Unterschied, ob die Ridgeline so stramm gespannt ist, dass ich sie nicht mehr knicken kann, oder nur so gespannt ist, dass ich sie um 45° knicken kann. Ich finde es auch unbequem, wenn die Aufhängung nicht nachgeben kann, weil die Hängematte so dicht an der Wand oder im Gestell hängt. Weiterhin konnte ich eine Hängematte ohne Ridgeline nie genauso aufhängen wie eine Hängematte mit leicht gespannter Ridgeline. Das Liegegefühl ist einfach anders.

    Die Dehnung der Ridgeline ist dabei meiner Meinung nach unerheblich. Was sich ändert ist, wieviel Kraft aufgewendet werden muss, um den Winkel der Aufhängung (und damit vermutlich auch die Stoffspannung) zu verändern.

    Das Problem mit einer detaillierten Erklärung, warum die exakte Ridgelinespannung einen Unterschied macht, ist, dass es ein komplexes Zusammenspiel von vielen Faktoren ist. Die Hängematte besteht aus flexiblem Stoff, der von einem 100 kg schweren Nutzer anders gespannt wird als von einem 50 kg schweren Nutzer. Auch die Länge und Dehnbarkeit der Aufhängung hat einen großen Einfluss auf das Verhalten der Ridgeline.

    Ich gehe nicht davon aus, dass dir jemand eine Antwort wie E = mc2 geben kann. Wenn es eine Formel geben sollte, ist sie mit Sicherheit sehr komplex, und auch ziemlich sinnlos. Probier es einfach selbst aus und sammle Erfahrungen.

    Wenn du immer das gleiche Liegegefühl in der Hängematte haben willst, sollte die Ridgelinespannung der betreffenden Hängematte logischerweise immer gleich sein. Die Ridgeline soll es dir ja ermöglichen, die Hängematte unter total verschiedenen Umständen immer gleich aufzuhängen. D.h. wenn du mit dem Liegekomfort zufrieden bist, solltest du dir die Ridgelinespannung merken, um sie beim nächsten mal replizieren zu können. Wenn die Ridgeline locker hängt, merk dir wie locker. Wenn die Ridgeline stramm gespannt ist, merk dir wie stramm.

    Wenn deine Hängematte kein integriertes, von der Ridgeline gespanntes Netz hat, kannst du die Ridgelinelänge so anpassen, dass sie leicht gespannt ist, wenn die Hängematte (für dich) optimal hängt. Das Gefühl einer leichten Spannung kann man sich meist leichter merken als wie weit die Ridgeline durchhängt.

    Nachdem sich ein großer Teil der Kritik auf mich bzw. meinen Shop bezieht, möchte ich abschließend noch einmal Stellung beziehen.

    Am wichtigsten ist mir klarzustellen, dass das Forum nichts mit meinem Shop zu tun hat, und auch negative Meinungen selbstverständlich geäußert werden dürfen. Allerdings wurde die Kritik zum Teil nicht gerade sachlich vorgetragen, was den Ton einiger Antworten hier erklärt.

    Zur Hauptfrage:

    Soweit ich weiß, lässt Warbonnet die gesuchten Klemmschnallen nach eigenem Design selbst herstellen. Deshalb gibt es keine günstigen China-Kopien. Wenn man die Klemmschnallen also anbieten will, muss man sie direkt bei Warbonnet beziehen. Durch die Herstellung in Kleinserie ist die Marge äußerst gering und dazu kommt, dass es ein Nischenprodukt ist. Diese Kombination sorgt dafür, dass große Händler eher kein Interesse am Vertrieb haben. In den letzten 3 Jahren haben sich die Importbedingungen auch so verschlechtert, dass es nicht wahrscheinlich ist, dass andere Shops damit anfangen werden, Warbonnet ins Sortiment aufzunehmen. Eher ist das Gegenteil der Fall. Hier im Thread wurden alle aktuellen Bezugsquellen genannt.

    Zu den Kritikpunkten:

    Mein Laden ist ein Einpersonenunternehmen und war in den letzten zweieinhalb Jahren wegen eines Pflegefalls in meiner Familie oft geschlossen, was ich auch so im Shop kommuniziert habe. Eine Vertretung geben Umsatz und Gewinn nicht her. Daran kann ich nichts ändern - egal wie unangenehm es für den Kunden ist, der jetzt sofort xyz für seine Hängematte braucht.

    Andere Zahlungsmethoden habe ich in der Vergangenheit ausprobiert, mit dem Erfolg, dass ich unter dem Strich vor allem mehr Arbeit und Kosten hatte. Überweisung ist zuverlässig und günstig, und nicht wesentlich langsamer als Paypal, erfordert vom Kunden aber natürlich ein paar Schritte mehr. Momentan plane ich nicht, weitere Bezahlmethoden anzubieten.

    Automatisierte Bestellbestätigungen bzw. Zahlungsinformationen verschicke ich aus rechtlichen Gründen nicht. Ich habe nur ein kleines Lager, und die Shopsoftware erlaubt nur eine sehr begrenzte Lagerverwaltung, die schon häufiger zu Frust geführt hat, wenn der bestellte Artikel doch nicht mehr auf Lager war. Deshalb läuft die Bestellbestätigung manuell. Allerdings hätte eine automatisierte Bestellbestätigung nichts am letzten Problem des OP geändert, denn sie wäre an dieselbe E-Mail-Adresse gegangen wie die manuelle Bestellbestätigung. Eine kurze Rückfrage hätte das Problem schnell behoben. Wenn innerhalb einer Woche keine Zahlung erfolgt, frage ich selbstverständlich nach. Das wäre aber erst am Montag der Fall gewesen.

    So oder so, der Fall ist jetzt hoffentlich abgeschlossen. Die Kritik habe ich zur Kenntnis genommen, werde aber aus den genannten Gründen nichts ändern. Ich hoffe, damit sind jetzt alle Fragen beantwortet.

    Es ist ganz einfach: die Tragkraft der Hängematte ergibt sich aus der Summe der Bruchkraft der belasteten Fäden. Je geringer der Denierwert, desto geringer ist auch die Bruchkraft des einzelnen Fadens. Auf je mehr Fäden das Gewicht verteilt wird, desto mehr Gewicht trägt der Stoff ohne zu reißen. Das ist wie bei dünnem Eis: es trägt den 90 kg Mensch wenn er sich auf das Eis legt und vorsichtig darüber robbt, aber nicht, wenn er versucht darüber zu gehen.

    Die Hängematte im Video hat deshalb so viele Stoffrollen getragen, weil sich das Gewicht auf eine große Fläche verteilt hat. Der gleiche Belastungstest wäre gescheitert, wenn man das Gewicht auf eine kleinere Fläche verteilt hätte, z.B. statt Stoffrollen Hantelscheiben in die Hängematte gelegt hätte.

    Grundsätzlich ist der Schwachpunkt bei Stoffen immer der einzelne Faden. Je geringer die Bruchkraft des Fadens ist, desto leichter reißt er natürlich bei Punktbelastungen. Dann müssen die Nachbarfäden plötzlich mehr Gewicht tragen - und reißen auch. Je größer der Riss, desto weniger Fäden müssen das Gewicht tragen. Deshalb reißen dünne Hängemattenstoffe so plötzlich. Eine Mikrobeschädigung setzt die Dominokette in Gang.