Beiträge von Hammock Fairy

    am wichtigsten ist wohl das Füllgewicht, also die Masse an Isolierung mit der der Schlafsack befüllt ist

    Diese Angabe alleine bringt leider nicht viel, es sei denn die Schlafsäcke sind absolut baugleich. Was gut zu wissen wäre, wäre das Füllgewicht im Verhältnis zum befüllten Volumen. Ich habe aber noch nie gesehen, dass ein Hersteller das angibt. Vermutlich auch deshalb, weil sich das Volumen nicht einfach berechnen lässt.

    Meine Frage an Euch wäre jetzt, kann sich das gefühlte Füllvolumen/ cuin derart stark unterscheiden Millet zu Yeti bzw. Mountain Equipment ?

    Cuin bedeutet nicht Füllvolumen sondern Bauschkraft. Daunen mit hoher Bauschkraft plustern sich mehr auf als Daunen mit niedriger Bauschkraft. Um eine bestimmte Isolierwirkung zu erreichen, benötigt man also mehr Material wenn die Daunen eine niedrige Bauschkraft haben.

    Die Unterschiede in den von dir aufgelisteten Schlafsäcken ergeben sich vermutlich aus der Füllmenge. Eventuell sind die bauschigeren Schlafsäcke einfach mit mehr Daune befüllt. Da hat jeder Hersteller seine eigene Formel. Und wenn der Schlafsack günstig sein soll, kann man eher nicht allzu viel Daune einfüllen. Die Daune ist neben dem Arbeitsaufwand einfach der größte Kostenfaktor.

    Meine jetzige Amazonas Traveler XXL ist etwas 3,5 m lang, der auffächerbare Stoff gerade so 3,1 m. Nur glaube ich nicht in dieser HM schlafen zu können. Ich bin 1,78 m groß.

    Mit 1,78m sollte eine ganz normale 11' Campinghängematte ausreichend Platz bieten. Die Amazonas Traveler XXL kenne ich nicht, weiss also nicht wie sie sich z.B. mit der Warbonnet Traveler XL vergleicht. Häufig sind solche Hängematten aber aus einem sehr dehnbaren Stoff genäht, was ich z.B. sehr unbequem finde. Außerdem stimmen die angegebenen Maße häufig nicht mit den tatsächlichen Maßen überein. Viele Hersteller rechnen einen Teil der Aufhängung zur Hängemattenlänge dazu, was Quatsch ist. Wenn du kannst, komm doch einfach mal zu einem unserer Treffen und probiere verschiedene Hängematten aus.

    Im Fokus habe ich gerade eine 3,5 m BaumwollHM. Und die kriege ich da eher nicht ran. Dazu müsste ich eine Konstruktion ausdenken, so dass möglichst kein cm verschwendet wird.

    Wenn du eine traditionelle Hängematte kaufst, dann eine möglichst lange. Die kurzen sind unbequemer als gleich lange Campinghängematten. Laut Rechner braucht eine 350cm lange Hängematte die im 45° Winkel aufgehängt wird 247,5cm Platz. Im 30° Winkel wären es 303.1cm - aber mit so einem flachen Winkel wirst du bei einer Baumwoll-Hängematte vermutlich nicht glücklich.

    welche Nachteile haben die Gestelle, außer den bereits genannten (Verbiegt sich in der Länge, so dass die HM stark vorgespannt eingebaut werden muss)?

    Und ist das so schlimm? Durch die Variabilität der Aufhängehöhe und Länge, müsste sich doch auch eine vernünftige Liegeposition finden lassen?

    Oder mache ich da einen Denkfehler?

    Gestelle mit einer \----/ Form verbiegen sich unter Belastung extrem. Diese Beobachtung haben DL1JPH und barfuß ja auch beschrieben. Bei Hängematten ohne Ridgeline die mit großem Durchhang aufgehängt werden, kann man das Problem vernachlässigen. Aber eine Hängematte mit Ridgeline im 30° Winkel oder flacher aufhängen ist unmöglich.

    Weiterhin hat mich der extreme Platzbedarf gestört. Gerade wenn man nur wenig Fläche zur Verfügung hat, ist es nervig ständig um irgendwelche Teile des Gestells herum zu tanzen.

    Ich mag auch keine Gegenstände unter der Hängematte. Auch keine Gestellteile. Es ist immer möglich, dass man aus welchen Gründen auch immer zu Boden geht. Da möchte ich nicht auf Rohre fallen.

    Außerdem habe ich kein extra Schlafzimmer. Ich brauche den Platz tagsüber zum arbeiten. Ein Gestell lässt sich nicht einfach verräumen, und nimmt immer Platz weg. Die Balken an den Wänden nehmen so gut wie keinen Platz weg. Morgens hänge ich die Hängematte einfach auf eine Seite, und kann den Schlafplatz anderweitig nutzen.

    Es ist so oder so Aufwand. Deshalb habe ich auch ein paar Jahre gebraucht, bis ich Balken in meinem Hängezimmer installiert habe. Auf der Fußseite musste ich auch eine H-Konstruktion über die Tür bauen. Für den Bau habe ich einen Tag gebraucht - aber das war gut investierte Zeit. Die Gestelle hatten alle zu viele Nachteile.

    3,10m sind zwar etwas knapp, sollten aber gerade noch so für eine 11' Hängematte funktionieren. Wenn du die Balken etwas versetzt montierst, kannst du vielleicht noch ein paar Zentimeter heraus schinden. Falls es eine lange, traditionelle Hängematte werden soll, hängt der Platzbedarf vom gewünschten Durchhang ab. Traditionelle Hängematten werden meist mit einem sehr großen Durchhang aufgehängt und benötigen erstaunlich wenig Platz in der Länge. Dafür mehr Höhe. Gib deine Daten einfach mal in den Hammock Hang Calculator ein und schau was dabei heraus kommt.

    na dann würde ich sagen zwei 80x80mm Balken senkrecht gegenüberliegend von der Decke bis zum Boden. Verbunden mit einem 4000er (-2x80) 50x50mm Balken an der Decke als Strebe zur Kraftübertragung, nicht als Aufhängung. Dann kannst Du deine Ösen usw. in die 80er reinschrauben. Das kannst du dir wie den vorderen Rahmen eines Fußballtores vorstellen.

    Die Wände nehmen außer vom Schwingen keine Kraft auf, senkrecht wird sie über die 80er abgeleitet, dazwischen über den 50er.


    [...]


    Übrigens: Die Schienen lassen sich auch sehr gut an Balken montieren ;)

    Wenn man ohnehin schon Balken hat - warum sich dann mit Ösen oder Schienen beschränken? Ich lege einfach meine Aufhängung (meist Gurte) direkt um den Balken. Der Vorteil ist, dass ich die Aufhängung einfach in der Höhe verschieben kann. Das ist nicht nur hilfreich wenn man verschiedene Hängematten aufhängen will, sondern auch wenn man die idealen Aufhängepunkte für eine Hängematte noch nicht gefunden hat.

    Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

    Mir persönlich ist es wichtiger die Bäume zu schonen, da kommt es mir auf 50g (ein Mund voll Wasser) mehr oder weniger pro Meter Gurt nicht an.

    Natürlich lässt sich das nicht gegen Beckett-Straps, Spiderwebbing&Co. vergleichen. Das Thema UL ist aus meiner Sicht bei der Hängematte ohnehin schwierig beziehungsweise bei entsprechendem Komfort eher Makulatur.

    Ich glaube nicht, dass die Gurte nur 50g mehr auf die Waage bringen. Und ich bin mit einem Packgewicht von über 13kg im Sommer und über 14kg in den Übergangsjahreszeiten ohnehin schon weit über dem "Idealgewicht". Letztendlich ist es aber eine Kombination aus Faktoren die mich davon abhält, solche Gurte zu verwenden. Ich benutze unterwegs eine Klemmschnallen-Gurtaufhängung, bin also ohnehin schon alles andere als UL unterwegs. Und die Klemmschnallen sind für 25mm breite Gurte, d.h. wenn ich dabei bleiben will, wird die Aufhängung deutlich komplexer. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass die Bäume unter dem Systemgewicht von maximal 75kg auf 25mm breiten Gurten besonders leiden. Wenn ich aus Baumschutzgründen breitere Gurte verwenden würde, würde ich meinen Knien zuliebe ein leichteres Material wählen.

    150cm lange Baumgurte aus Sitzgurten wiegen ca. 185g.

    150cm lange Baumgurte aus Polypropylen wiegen ca. 145g.

    150cm lange Baumgurte aus UHMWPE wiegen ca. 37g.

    Die Mehrkosten für UHMWPE liegen grob geschätzt bei 30€. Das sind mir 150g weniger auf dem Buckel allemal wert.

    Danke, muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Schweiss wäre mir ehrlich gesagt relativ egal, denn die Gurte kommen ja ohnehin um den Baum und werden da noch wesentlich dreckiger. Unangenehmer ist alter Zigarettenrauch, weil der den ganzen Rucksack verpestet. Aber man kann sich ja Gurte in einem entsprechend guten Zustand raus suchen. Bei dem Gewicht wären die Gurte ohnehin nur für die stationäre Anwendung.

    Der 30° Winkel bzw. die 83% Ridgelinelänge sind lediglich ein Startpunkt. Probiere einfach verschiedene Einstellungen und bleib bei der Einstellung die am bequemsten für dich ist. Ich messe immer erst, wenn ich die optimale Einstellung gefunden habe - mehr aus Neugier. Bei mir lag sie bisher bei 89%-90% Ridgelinelänge, was auf einen flacheren Winkel als 30° hinaus läuft.

    Der Grapplers Hitch ist nach dem Mitglied Phantom Grappler aus dem US-amerikanischen Forum benannt, der ihn "erfunden" bzw. zum ersten mal in diesem Kontext verwendet und vorgestellt hat.

    Ich kenne das Video natürlich, aber habe bisher nicht die Zeit und Energie gefunden, den Grapplers Hitch nach zu knoten. Ich muss auch zugeben, dass ich mir die Anwendung nicht so richtig gut vorstellen konnte, bis ich letztes Jahr ein Paar Baumgurte von Mittagsfrost mit Grapplers Hitch verwendet habe. Überraschenderweise fand ich das praktischer als erwartet. Und genau deshalb kommt man ja zu solchen Treffen ;)

    Re Parkplätze: ich meine mich zu erinnern, dass es in Ausnahmefällen möglich ist auf dem Platz zu parken. Um ehrlich zu sein müsste ich vermutlich direkt am oder auf dem Platz parken, wenn ich viel Ausrüstung mitbringen und zeigen soll. Ich versuche gerade ein Zelt zu organisieren, in dem ich zumindest einen Teil der Vorführausrüstung lagern kann - aber lieber wäre mir vor Tieren und Spaziergängern geschützt im Auto.

    Wer weniger als 1 Reisetasche oder Kiste an Vorführ- oder Kochausrüstung mitbringt muss auf jeden Fall abseits vom Platz parken.

    Für die Köche wäre es gut zu wissen ,wieviel

    Personen an jedem Essen teilnehmen.

    Stand 28.04.2019:

    • Samstag 17 Teilnehmer
    • Sonntag 15 Teilnehmer
    • Montag 10 Teilnehmer

    Bitte auch mitteilen ob Fleischesser oder kein Fleischesser.

    Stand 28.04.2019:

    Wir haben 14 Allesesser, 1 Flexitarier (fleischarm), 1 Vegetarier, 1 Veganer.

    1 x Knoblauchallergie, 1 x Glutenunverträglichkeit.


    Ich gehe davon aus, dass bis zum Treffen noch ein paar Anmeldungen kommen werden, deshalb bitte keine endgültige Planung mit den Zahlen machen.

    Als einfache Wärmereflektion hab Schmier aus einer Rettungsdecke ein Underblanket gebastelt. Aber erst ab Nacht Nr. 3. wo ich meine günstige selbstaufblasende aus Liegematte aus dem Decathlon eingelegt hatte, ging mir ein Licht auf.


    Die bessere Wärmeisolation war sofort spürbar.

    Klar, jede Isomatte ist besser als eine Rettungsdecke. Eine Rettungsdecke ist letztendlich nur ein etwas aufgemotzter Windschutz, und würde von der Isolierung her einem Underquiltprotector entsprechen.

    Was ich aber am genialste fand ist, daß der Einstieg in den Schlafsack bei mir deutlich besser klappte. Die Hängematte war irgendwie stabilisiert.

    Bei Mini-Hängematten funktionieren Isomatten auch am besten. Zum einen können sie nicht so schnell verrutschen, zum anderen verringern sie den Druck auf den Körper.

    Das Thema mit dem wasserundurchlässig sein war mir bis jetzt noch nicht so bewusst, ist aber rein physikalisch gesehen einleuchtend. Real hatte ich aber Azubis jetzt nix gemerkt.

    Wie kalt war es denn in der Nacht? Mir ist die Feuchtigkeit am Rücken auch erst so richtig aufgefallen, als die Nächte kühler wurden. Und wenn du zwischen Isomatte und Rücken einen Schlafsack hast, nimmt der auch einiges an Feuchtigkeit auf.

    Zum Thema UL und Einwandzelte, sehen wir mal von den zum Teil horrenden Preisen ab

    Dann solltest du dir die Preise der von der Qualität her vergleichbaren Hängematten besser nicht anschauen :D

    aber man braucht immer etwas um sie aufzustellen. Trekkingstöcke sind da aber leider etwas sperrig am Bike und die passenden Stöcke möchte man auch nicht immer schnitzen.

    Abgesehen davon, dass es Zelte mit verschiedenen Designs gibt (ich fand das Tarptent Rainbow ziemlich gut für Fahrradcamping geeignet, und das wird mit einer dünnen Zeltstange aufgestellt), kann man statt einem Trekkingstock immer auch eine passende Tarpstange verwenden. Das Packmaß mag etwas länger sein, aber bei mir hat die Hängemattenausrüstung - selbst ohne Hängemattengestell - etwas mehr Volumen als die Zeltausrüstung. Auf meiner letzten Fahrradtour hatte ich sogar einen Handy Hammock Stand dabei, aber das fällt natürlich nicht mehr unter Bike Packing.

    Das Thema ist zwar nicht ganz out für mich, aber da ich in der Hängematte gut zurecht komme, tut das erstmal keine Not.

    Davon möchte ich dich auch gar nicht abbringen, aber mein größtes Problem beim legalen Fahrradcamping waren definitiv Aufhängemöglichkeiten, nicht Packvolumen. Ein Zelt wäre die beste Lösung, aber ich bin verrückt genug, stattdessen eben noch ein Gestell mitzuschleppen :) Das ist nur nicht jedermanns Sache. Wenn du wild campst sind mangelnde Aufhängemöglichkeiten eher kein Problem. Abhängig natürlich von der Region.

    Du bist hier die Chefin, wenn ich das richtig gepeilt habe ?

    Nein, nur Vielposterin mit einem Hängemattenproblem. Die Chefs vom Forum sind DL1JPH und @Bernd Odenwald.

    Bin über Euer YT-Video hier gelandet und reiche in dem Zusammenhang auch gleich mal die schon dort gestellte Frage nochmal hier rein. Mit was für einem genial kleinen Teil wird in dem YT-Video der Café gekocht ? Denn neben einer guten Schlafmöglichkeit ist der Espresso am Morgen noch viel essenzieller. Ich denke das versteht Ihr ?

    Ich nehme an, die beziehst dich auf das Video "Hammockfairy | Zu Besuch bei Alissa | Expertin für Hängematten"? Das hat Christian unterwegs gedreht, und ich glaube das Kaffeemaschinchen gehört Hammock Goofy . Ich trinke mein Wasser pur ;)

    Willkommen im Forum!

    Was das Packvolumen betrifft, so muss ich zugeben, dass viele Einwandzelte (siehe z.B. Tarptent) einem Hängematten-Set-Up überlegen sind. Wenn du nicht wild campen willst, ist bei einer Hängematte zusätzlich auch noch ein Gestell von Vorteil, weil die meisten Campingplätze nicht auf Hängematten eingestellt sind. Alternativ muss man vorab gut recherchieren.