Beiträge von Hammock Fairy

    Zum Thema Reißverschluss bin ich noch auf folgende interessante Seite für Reißverschlusssonderbestellungen gestoßen.


    http://www.der-reissverschluss.de/reissver-nach-wunsch.html

    Meiner Erfahrung nach gibt es bei Reissverschlüssen sehr große Qualitätsunterschiede. Ich habe zum Beispiel sehr schlechte Erfahrungen mit Opti gemacht. YKK hält dagegen Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte. Der einzige Schwachpunkt scheint der Einschub zu sein. Das ist aber für Hängematten eher nebensächlich, weil man das Netz kaum so oft auf- und abzippt wie eine Jacke.

    Vielleicht kann Cross Hammock ein paar Erfahrungswerte beisteuern. Soweit ich weiss hat(te?) er - wie so ziemlich alle Hängemattenhersteller - das Problem, einen von der Länge her passenden, trennbaren Reissverschluss zu finden.

    Man müsste halt Massenproduzent sein. Dann stellt YKK mit Sicherheit auch nach Maß her.

    Falls es dich interessiert ist hier eine interessante Diskussion zum Thema, in der sich auch Warbonnetguy selbst zu Wort meldet. Was mich betrifft: ich benutze mittlerweile seit einem dreiviertel Jahr eine XLC/Eldorado und die Reissverschlüsse haben mich positiv überrascht. Bisher funktionieren sie einwandfrei und ohne zu hakeln. Aber es steht keine Marke drauf, deshalb kann man den Hersteller nicht ermitteln und anfragen, ob sie auch kleine Aufträge machen. Es müsste vermutlich ohnehin ein chinesischer Hersteller sein, denn europäische und amerikanische Hersteller geben sich mit Kleinvieh meist nicht ab. Vielleicht ein Job für Wendländer ?

    Von der Beschreibung her spricht grundsätzlich nichts gegen den Einsatz an der Hängematte. Aber...

    ... 500cm reichen nur für eine 250cm lange Hängematte. :thumbdown:

    ... es gibt nur einen Schlitten. Heisst, dass der Schlitten immer an einer bestimmten Stelle sitzen muss wenn das Netz geschlossen ist. Kann man machen - Warbonnet hatte eine ähnlich Lösung am letzten XLC-Modell. Mir hat das nicht gefallen. Das lag aber auch an der Positionierung.

    Der einzige Grund, warum man das Netz abnehmen können sollte ist ohnehin nur, wenn man stattdessen ein Topcover anzippen möchte. Ansonsten reicht es vollkommen, wenn das Netz an der Hängematte fest ist (wie bei der Dream Hammock DangerBird). Dann könntest du problemlos einen Endloszipper verwenden. Wenn du unterwegs bist bringt es dir nichts, wenn du das Netz komplett abnehmen kannst, denn du musst es ja weiterhin mitschleppen. Und wenn du das Netz vor der Tour abnimmst, kannst du genauso gut eine netzlose Hängematte mitnehmen. Das spart Gewicht, Konstruktionszeit und vielleicht sogar etwas Geld.

    Therm-a-Rest hatte (hat?) auch ein Problem mit delaminierenden Luftmatten. Allerdings habe ich gelesen, dass sie sehr kulant sind (waren?), und delaminierte Matten anstandslos umtauschen. Ich denke es liegt in der Natur der Sache: um Gewicht zu sparen muss man immer leichterere Materialien einsetzen und am Limit des Machbaren arbeiten. Aber für den Nutzer ist es ärgerlich.

    Ich vertraue den Luftmatratzen nicht besonders, vor allem wenn sie anders belastet werden als vom Hersteller vorgesehen. Deshalb verwende ich immer noch eine bewährte "selbstaufblasende". Da scheint mir die Technik ausgereifter zu sein, nachdem es die ja mittlerweile schon ein paar Jahrzehnte gibt. Allerdings kam meine neue Amok Draumr mit einer Luftmatte von Amok. Ich bin gespannt wie die sich schlägt.

    https://www.extremtextil.de/ykk-5vs-profil…-meterware.html


    Zum Beispiel. Gibt aber auch alle anderen Formen und Varianten...

    Ja, das ist Endlosreissverschluss. Aber den kannst du nicht komplett trennen. Man kann da was zusammen schustern, mit Zähne abschneiden - aber ich denke nicht, dass das dauerhaft hält. Ganz abgesehen von der Frickelei beim an- und abzippen.

    Warbonnet hat deshalb mittlerweile eine Lösung mit 4 maßgefertigten Reissverschlüssen (die gibt es leider nicht zu kaufen); Dutch produziert einen eigenen Reissverschluss, den er auch für seine eigenen Hängematten verwendet. Das Prinzip ist genial für Hängematten, aber er hakelt stark. Und du kannst ihn nicht rundum anbringen, sondern auf jeder Seite einen. Ist alles nicht so einfach wie man sich das vorstellt :(

    Im Übrigen reicht 3mm Reissverschluss. 5mm ist Overkill.

    Aber alles weit jenseits meiner Vorstellung von Preiskategorie. Evtl. vielleicht doch ein MYOG oder ein Kauf mit anschließendem MYOG-Update....

    Sofern du bereits eine minimale DIY-Ausstattung besitzt (z.B. Nähmaschine) und nur eine netzlose Hängematte nähen willst, kannst du unter Umständen tatsächlich etwas Geld sparen. Wobei die Ersparnis wohl im Bereich von maximal 50€ liegen dürfte. Ein Netzsocke ist ebenfalls relativ einfach zu nähen, aber sobald du dich an einer integrierten Hängematte versuchst, wirst du vermutlich feststellen, wie günstig die kommerziellen Hängematten sind :D Denn du kannst davon ausgehen, dass der erste Versuch eines komplexen Nähprojektes selten gelingt. Bis man halbwegs zufrieden ist, hat man meist schon 3 Prototypen genäht. Und stellt immer noch fest, dass man vom gewünschten Ergebnis weit entfernt ist. Insofern: DIY aus Spaß am Experimentieren - ja! DIY um Geld zu sparen - eher nein.

    Nicht vermeiden, sondern die Decke zwischen den Lagen nicht so stark komprimieren, so dass sie quasi die gleiche Funktion von unten wie die Daunen von oben erfüllt. Das merkt man auch sofort wenn man keinen UQ drunter hat.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Selbst wenn die Decke nicht verrutschen bzw. sich zusammenfalten sollte, und nicht ungünstig komprimiert werden sollte, liegst du ja immer noch auf dem Stoff der sich nicht besser an deine Körperkonturen anpasst als eine Matratze. Dort kommt eine Decke zwischen den Lagen nicht hin. Das ist der gleiche Effekt wie bei einem differentiell geschnittenen Underquilt.

    Alles klar, jetzt verstehe ich was du meinst, quasi so etwas wie den Hohlraum unter der Lendenwirbelsäule? Das Problem habe ich so gut wie nicht in der HM, auf der Isomatte nur wenn sie wirklich prall ist, was ich nicht leiden kann und daher nicht mache.

    Die Hohlräume hast du schon - nur reagierst du nicht so hypersensibel darauf wie ich. Den Effekt spürst du vermutlich erst bei wesentlich tieferen Temperaturen.

    Obwohl wir fast immer offene Fenster haben ist es bei uns aber auch im Winter immer über 0°C im Schlafzimmer ;) . Wo schläfst Du denn bei -10°C? Hast Du einen Eiskeller =O ?

    Ich habe meines Wissens noch nie bei -10°C geschlafen. Worauf ich hinaus wollte ist, dass ich bei 5°C anfange, Luftblasen extrem wahrzunehmen. Da du offensichtlich weniger empfindlich bist, bemerkst du den von mir beschriebenen Effekt vermutlich erst bei wesentlich tieferen Temperaturen. Nachdem ich häufig 10°C bis 15°C von der versprochenen Wärmewirkung abziehen muss, habe ich einfach mal auf -10°C getippt.

    Vermutlich verstehe ich nicht so richtig was Du geschrieben hast, denn so wie ich es verstanden habe widerspricht das Deiner Aussage im Beitrag Double Layer Varianten, bzw. bestätigt meine Beobachtungen, die ich dort beschrieben habe. Meinst Du mit Blasen und Löchern die Längsfalten, die durch die Raffung entstehen?

    Ich verstehe nicht, wie die umgedrehten Double Layer Hängematten Luftblasen bzw. Hohlräume vermeiden können sollten. Das Problem besteht im Übrigen ganz genauso wenn man auf dem Boden auf einer Isomatte liegt. Der Körper ist ja nicht flach, sondern hat Kurven. Wenn du auf einem Schlafsack liegst, füllt die Daune die Hohlräume auf. Wenn du auf einer Isomatte oder auf dem Stoff einer Hängematte liegst, bleiben die Hohlräume ungefüllt und die Luft kann zirkulieren. In kalten Nächten habe ich auch im Bett die Bettdecke komplett um mich herum gewickelt. Mit den meist schmal geschnittenen Quilts geht das nicht so gut.

    Mit den Cumulus 250er Quilts haben wir bisher noch nie gefroren, diese haben wir bisher bis 5°C eingesetzt.

    Ich schrieb ja, dass ich extrem kalt schlafe. Was für normale Nutzer ein Winter Underquilt ist, ist für mich ein 3-Jahreszeiten-Underquilt. Probiert eure Top Quilts bei -10°C aus, dann könnt ihr evtl. nachvollziehen wovon ich rede.

    Allerdings spannen wir die Hängematte auch nicht seitlich ab wenn es kalt ist und schließen den Clip am Kragen.

    Die Hängemattenabspannung sollte keinen Effekt auf die Isolierung haben.

    OK, aber das Problem mit der Isomatte bleibt bestehen. Ich glaube jeder Gathered End Hängemattennutzer hier im Forum hat die Isomatten-Phase hinter sich. Langfristig steigen 99% auf einen Underquilt um. Isomatten sind einfach nicht für die Nutzung in der Hängematte konstruiert, sondern für Bodenschläfer. Es gibt Versuche Isomatten für Hängematten zu designen (z.B. Klymit Hammock V oder DD Inflatable Mat - XL) , die aber das Problem mit dem Verrutschen oder der Dampfsperre nicht lösen.

    Ansonsten sind die Warbonnet-Hängematten meiner Meinung nach die besten Hängematten überhaupt. Aber billiger als die Crosshammock ist die XLC auch nicht - abhängig von der Ausstattung, natürlich. Wenn du nicht so viel ausgeben willst, schau dir die Warbonnet Eldorado Hängematten an. Bis auf die fehlende Ablage (das "Shelf") sind die baugleich und kompatibel mit den XLC Hängematten. Das heisst sie liegen sich genauso bequem, und du kannst das gesamte XLC-Zubehör auch mit einer Eldorado verwenden, oder die Eldorado mit einem XLC-Netz bzw. Topcover zu einer XLC upgraden.

    Ob die Warbonnet Hängematten zu deinen Bedürfnissen passen kannst du nur herausfinden indem du sie ausprobierst. Die Treffen wurden dir ja glaube ich bereits nahe gelegt. Da könntest du sogar testweise in einer Warbonnet Hängematte schlafen.

    Es klingt, als ob die beste Hängematte für deine Anforderungen ein Crosshammock-Modell wäre. Gathered End Hängematten wie die Warbonnet XLC funktionieren nicht sonderlich gut mit Isomatten und sind für Bauchschläfer auch ziemlich ungeeignet. Abhängig von der genauen Haltung geht auf der Seite schlafen - aber in einer 90°-Hängematte geht es definitiv besser.

    Oder die Chameleon.

    Ist halt schon ne ganz andere Preiskategorie wie die letzten 40€. (Soll im Falle fehlender Alternativen aber nicht daran scheitern. Nur schmerzen...). Auch finde ich da keine wirklichen deutsche Bezugsquellen.

    Klickst du hier. Die Chameleon eignet sich aber auch nicht besser für die Isomattennutzung und das Bauchschlafen.

    Na dann Willkommen bei den aktiven Forenmitgliedern ;)

    Ich wusste gar nicht, dass Amok eine neue Segl-Version hat. Und noch dazu XL! Anscheinend war der Robic-Stoff wohl doch nicht das Gelbe vom Ei. Eine Hängematte aus 70D-Nylon dürfte auch viel besser als Betthängematte taugen. Nur 305cm sind immer noch etwas kurz. Ich warte dann mal auf die XXL-Version :P

    Ich habe eben nochmal den alten Thread mit meiner Frage bzgl. der Hängemattenlänge heraus gesucht. Ich hatte nur noch 13'-14' in Erinnerung, aber 3,50m gehen wohl auch - siehe hier. Vermutlich kommt es auf das Material und die Verarbeitungsweise an. Bei Campinghängematten weiss ich mittlerweile genau, worauf ich achten muss. Mit traditionellen Hängematten habe ich mich nur oberflächlich beschäftigt.

    Ja, da bin ich Deiner Meinung, die Gestelle sind echt groß, nur sind es 2 Clickverschlüsse, dann sind es nur 3 Teile, die sicherlich noch groß und schwer sind. Nur, es ist möglich und zwar ohne Werkzeug.

    Wenn du die Möglichkeit hast, schau dir so ein Gestell mal im Laden an. Größere Outdoor-Läden die Hängematten im Angebot haben, präsentieren sie häufig in ähnlichen Gestellen. Dann hast du mal eine Vorstellung davon, wie groß und sperrig so ein Teil in der Realität ist. Umstellen geht natürlich, aber ich denke das machst du nicht mal eben nur um ein oder zwei Stunden in einem anderen Raum zu chillen.

    Das ist auch das Problem vom Pipe-Stand. Wenn der aufgebaut ist, steht er da und steht halt da und ist da und ist da.

    Richtig, der Pipe Stand ist nicht in 30 Sekunden abbaubar. Das anschrauben der Teile ist etwas umständlich, aber man könnte das Gestell vermutlich auch mit Relingverbindern bauen.

    Das geht in meiner Wohnung nicht. Entweder wegräumbar oder unter der Decke.

    Ich denke, dann wäre eine Balken-Konstruktion die beste Lösung. Gestelle lassen sich allgemein nicht besonders gut abbauen und verstauen. Der Aufbau jeden Abend und der Abbau jeden Morgen wird schnell alt...

    Kannst Du mir kurz erklären, warum die brasilianischen Stoffhängematten (z.B. LaSiesta) so viel mehr Länge brauchen?

    Nicht wirklich. Den Rat habe ich damals von einem langjährigen Nutzer von allen möglichen traditionellen Hängematten bekommen und mich daran gehalten. Meine Erfahrung mit solchen Hängematten ist überschaubar, weil ich sie als Bettersatz zu unbequem fand. Vielleicht kann alasiesta etwas dazu erzählen.

    Ein LaSiesta Gestell hätte zB den Charm, dass ich es auch mal ins Wohnzimmer stellen kann zum Chillen und lesen.

    ^^ Das machst du nicht mal eben so... Ich glaube du unterschätzt das Gewicht und die Sperrigkeit.

    Hast du dir den Pipe Stand angesehen? Den kann man für unter 100€ und ohne Werkzeuge bauen. Von allen Gestellen die ich ausprobiert habe, ist er am platzsparensten - und das beste: er hat keinen Flex.

    Und gerne in Baumwolle, weil das angenehmer auf der Haut ist, als Nylon und Konsorten.

    Schläfst du ohne Klamotten? Auch wenn sich Baumwolle netter anfasst, merke ich beim liegen keinen Unterschied. Du solltest dir mal Hängematten aus Hexon Ripstop Nylon anschauen wenn du Gelegenheit hast. Die sind sehr baumwollig.

    Dann 3,5m oder doch gleich 4m?

    Wenn es eine traditionelle Hängematte sein soll: so lang wie irgend möglich. Mindestens aber 4m.

    --> ja, ausprobieren wäre schon klasse!


    [...]

    Und leider ist Kassel sehr weit weg....

    Vielleicht ist das zweite Treffen im Juni näher an deinem Wohnort?

    Du kannst auch gerne mal in Deggendorf vorbei schauen, wenn das für dich besser erreichbar ist.

    Wenn du vom oberen Balken hängen willst, kann der tragende Balken auch etwas dünner sein. Allerdings kann ich nicht empfehlen, die Hängematte auf beiden Seiten von oben aufzuhängen, weil das die Justierung des "Neigungswinkels" der Hängematte sehr schwierig macht. Und wenn die Hängematte nur ganz knapp zwischen die Aufhängepunkte passt, kannst du die Neigung gar nicht einstellen.

    Meine Konstruktion hatte am Anfang auch nur zwei horizontale Balken - wobei ich ca. 4m Abstand habe, und deshalb die Neigung mit Hilfe der Länge der Aufhängung einstellen kann. Aber ich bin damit nicht gut zurecht gekommen. Deshalb habe ich nach ein paar Wochen am Kopfende einen senkrechten Balken angebracht, der wie ein Baumstamm agiert. Damit konnte ich bisher jede Gathered End Hängematte gut einstellen. Aber flexibler ist man mit zwei senkrechten Balken.

    Zudem verwenden wir nur noch Quilts, auch wenn wir mal als Bodenschläfer unterwegs sind. Die Bodenseite wird bei Schlafsäcken ohnehin platt und ist dadurch nahezu nutzlos - auch im Winter. Schade um die Daunen die an den Seiten und der Oberseite isolieren würden.

    Es wird bei Quilts häufig das Thema der Luftspalte angebracht, das ist unserer Erfahrung nach aber ein reiner Nutzungsfehler.

    Als extrem kalter Schläfer kann ich dir sagen, dass die Daune auf der man liegt nicht komplett nutzlos ist. Natürlich hat sie nicht die gleiche Isolierwirkung wie die Daune, die sich ungehindert aufplustern kann. Aber die Wärme wird (für mich deutlich spürbar) besser zurück gehalten. Bis um die 5°C ziehe ich Top Quilts vor, aber darunter verwende ich aus eben diesem Grund nur noch Schlafsäcke.

    Im Übrigen hilft die Daune auf der man in der Hängematte liegt kleine Luftblasen zu eliminieren, die eigentlich bei allen differenziell geschnittenen Underquilts entstehen. Ich habe schon überlegt, ob ich aus diesem Grund eine Schicht Climashield in den Underquilt nähe... Aber der Schlafsack füllt die Löcher ganz gut auf.