Beiträge von Hammock Fairy

    Ich bin dabei einen Wooki-Klon mit Climashield zu nähen. Es lief alles gut, bis ich das Climashield vernähen wollte.

    Zuerst habe ich versucht, das Climashield mit dem unteren Stoff zu vernähen. Ich habe es auf den Stoff gelegt, und den Stoff an den Rändern um das Climashield gefaltet. Mir erschienen Heftstiche als die beste Herangehensweise. Aber beim nähen mit der Nähmaschine haben sich Stoff und Climashield stark gegeneinander verschoben - die Kanten haben sich total verdreht. Ich dachte es liegt daran, dass sich die Heftstiche beim nähen gelockert haben. Also habe ich es mit Wonder Clips versucht. Die hatten aber nicht genug Reichweite. Das Climashield hat sich immer wieder aus der Klammer gezogen. Also habe ich die guten, alten Stecknadeln ausgegraben. Leider verschieben die die Lagen schon beim heften. Allerdings haben sie das Climashield noch am besten fixiert. Die Kanten haben sich beim nähen aber weiter verdreht.

    Als nächstes habe ich versucht, das Climashield gleich in die Hülle zu heften. Aber das hat nicht geholfen. Der Stoff verdreht sich so stark, dass nach einem halben Meter oder so Falten entstehen, die übernäht werden. Selbst wenn ich meinen Perfektionsdrang abschalten könnte: ich kann mir nicht vorstellen, dass der Quilt am Ende gut funktioniert.

    Nachdem hier ja schon einige Climashield Quilts und sogar Wookis genäht haben: habt ihr einen Tipp für mich? Die Methode "auf links nähen und dann auf rechts drehen" funktioniert beim Wooki leider nicht.

    Und falls es wichtig ist - das Climashield ist 200cm x 150cm groß. Es läuft also über die ganze Stoffbreite. Ich wollte keine Liegerichtung vorgeben. Die Climashield-Stärke ist 100g/qm bzw. 3oz/sqy.

    Nein, ich habe Balken an die Wände geschraubt. Da ich eine Ytong-Wand habe, und nicht herausfinden konnte welche Art von Ytong es ist, habe ich die "Wandbalken" mit insgesamt 32 Porenbeton-Dübel (die größten die es gibt) befestigt. An den Wandbalken ist der Hängebalken angeschraubt. Gute Bilder habe ich leider nicht.

    Die Käfigkonstruktion würde ich immer abhängig von den Gegebenheiten machen. Oben würde ich versuchen, die Balken zu verbinden, sonst ist es schwierig die Stabilität zu erreichen. Obwohl man auch so etwas bauen könnte:

    I\ ________ /I

    Also ein senkrechter, mit der Wand verschraubter Balken, der von einem zweiten, schrägen Balken in Zugrichtung gestützt wird. Wenn die Balken vom Boden bis zur Decke reichen, und fest miteinander verbunden sind, sollte es unmöglich sein, dass sie in Zugrichtung kippen. Die Schrauben in der Wand würden nur verhindern, dass sie seitlich umfallen. Wenn die Wand so wenig vertrauenswürdig ist, dass sie selbst das nicht aushält, könnte man die Konstruktion in die Ecken bauen - oder an beiden Seiten noch einmal schräge Balken anbringen. Das fängt dann halt an wie ein Fachwerkhaus auszusehen ^^

    -> PERMANENT WEBBING WRAPPED TIGHTLY AROUND TREE---WILL IT HARM IT?

    Da die Gurte permanent an derselben Stelle um dieselben Bäume gespannt bleiben sollen, dürften die Gurte mehr Schaden anrichten als ein paar Haken. Vor allem wenn die daran aufgehängte Hängematte zum toben und schaukeln verwendet wird. Wir reden hier über zwei unterschiedliche Anwendungen.

    Wenn man unterwegs ist, und seine Hängematte regelmäßig an andere Bäume hängt, würde es mehr Schaden anrichten, wenn man in jeden Baum Haken schraubt. Abgesehen davon, dass man vermutlich kein Werkzeug mitschleppen möchte.

    Wenn eine Hängematte permanent an derselben Stelle verwendet wird, richten Haken einen viel kleineren Schaden an. Ich habe bereits nach einer Woche an denselben Bäumen unschöne Spuren hinterlassen. Das wird nach einem Jahr nicht besser aussehen.

    Und was den Eindruck betrifft, der den Kindern vermittelt wird: da könnte man eine Lehrstunde über Bäume machen (das würde ich in einem Waldkindergarten ohnehin erwarten) und erklären warum was wann Sinn macht.

    Mehr habe ich zu diesem Thema nicht beizusteuern. Ich bin kein Baumpfleger und habe mir die Informationen auch nur angelesen. Over and out.

    Irgendwie scheint mir das im Widerspruch zum Baumschutz zu stehen. Wäre es nicht besser, breite Gurte aus dem Slackline-Bedarf fix am Baum zu fixieren? Diese Lösung habe ich schon am einen oder anderen Ort gesehen, u.a. am Platz eines Waldkindergartens.

    Das ist nicht meine Idee, sondern stammt wie geschrieben von Hammockforums.net. Der Grund warum Haken besser für den Baum sind ist, dass sie eine minimale Wunde verursachen, die leicht vom Baum geschlossen wird. Wenn man dauerhaft Gurte um den Baum legt ist, wachsen die irgendwann ein. Abgesehen davon, dass Gurte das gleiche Problem wie der Hängemattenstoff haben: die UV-Strahlung schwächt sie auf Dauer.

    Wenn du die Hängematte jedesmal mit neuen Haken aufhängst, ist es schädlicher für den Baum. Ein Paar Haken die dauerhaft genutzt werden sind aber kein Problem. Das klang ziemlich logisch für mich.

    Ich vermute, die Hängematte wird während der überwiegend trockenen Jahreszeiten permanent hängen.


    Von extremtextil wurde mir unbeschichtetes 500er bzw 330er Cordura empfohlen. Die von euch vorgeschlagene Alternative (Hammock Nylon) werde ich mir auf jeden Fall auch anschauen.


    Was die UV-Beständigkeit angeht, gebe ich euch völlig Recht. Direkter Sonneneinstrahlung ist die Hängematte nicht ausgesetzt, sondern hängt schattig (das bringt der Waldplatz einfach mit sich), was natürlich nicht heißt, dass UV-Strahlung nicht doch eine Rolle spielt.


    Gegen einen Hängematte aus einem "wassersaugenden" Material spricht, dass die Hängematte so vermutlich fast dauerhaft feucht sein würde und im Wald zu lange brauchen würde, trocken und nutzbar zu sein. Über möglichen Schimmelbefall mag ich da erst gar nicht nachdenken.

    Es gibt meines Wissens nach keinen Stoff, der es gut verkraftet längere Zeit Wind und Wetter ausgesetzt zu sein. Dafür ist weder das "Hammock Nylon" noch Cordura geeignet. Auch wenn die Hängematte schattig hängt. Und jeder mir bekannte Stoff der für Hängematten halbwegs gut geeignet ist "saugt" Wasser. Ich würde deshalb dringend empfehlen, die Hängematte nach der Nutzung abzuhängen. Es gab diesbezüglich schon mehrere Diskussionen auf Hammockforums.net und der Konsens ist: am Besten ist es, wenn man am permanenten Hängeplatz ausreichend große Haken in die Bäume schraubt, und daran Ketten befestigt. Die Hängematte selbst kann dann einfach mit Karabinern in die Kette eingehängt werden. Dann ist es kein Problem, die Hängematte nur nach Bedarf auf- und abzuhängen - und du kannst den empfohlenen Nylon-Stoff verwenden.

    Tipps für wilde Hängematttenübernachtungen (egal ob die erste, zweite oder hundertste):

    • Fang ausreichend früh an, dir einen geeigneten Hängeplatz zu suchen.
      Das ist um so wichtiger, je weniger Erfahrung du hast.
    • Prüfe, ob über deiner Hängematte tote Äste sind.
    • Schau dir auch die direkte Umgebung genauer an: ein dicker, alter, toter Baum 10m weiter ist keine gute Idee.
    • Hänge nie über Dingen, auf oder in die zu fallen du nicht bereit bist.
    • Hänge nicht dort, wo du mit Tieren in Konflikt kommen könntest.
      Der Klassiker ist ein Wildwechsel oder auch die einzige Wasserstelle weit und breit.
    • Hänge nicht dort, wo du mit Menschen in Konflikt kommen könntest.
      Ich würde z.B. nicht in der Nähe eines Hochsitzes hängen.
    • Hänge nicht dort, wo es ein Problem sein könnte, wenn du Nachts aufwachst und nicht sofort weisst wo du bist.
      Ich versuche z.B. nicht direkt an sehr steilen Abhängen zu hängen. Ich möchte mir nicht das Genick oder andere Körperteile brechen, weil ich in der Nacht dringend raus muss. So etwas passiert häufiger, als man glaubt (nicht hängemattenspezifisch).
    • Höre auf dein Bauchgefühl.
      Für mich einer der wichtigsten Punkte. Egal wie toll ein Hängeplatz aussieht: wenn du kein gutes Gefühl hast, zieh weiter.

    Tipps für die erste Nacht in der Hängematte:

    • Such dir einen Ort an dem du dich wohl und sicher fühlst.
      Wenn man noch nie in der Hängematte geschlafen hat, ist es häufig schon eine Herausforderung sich so weit zu entspannen, dass Schlaf überhaupt möglich ist - siehe dazu auch hier.
    • Informiere dich im Vorfeld ausreichend darüber, wie die Hängematte aufgehängt wird und sorge dafür, dass du alle Informationen zur Hand hast, wenn es nicht gleich klappt und du Details nachlesen musst.
    • Es kann helfen einen Plan B zu haben. Was machst du, wenn du um 3 Uhr Morgens immer noch nicht oder nicht mehr schlafen kannst?
      Ich fand es allerdings hilfreich, wenn Plan B nicht zu bequem ist, damit man nicht vorschnell aufgibt. Ich habe z.B. nie aufgegeben, wenn die Alternative eine Isomatte auf dem Boden war.
    • Hab Geduld mit dir selbst, und erwarte nicht, dass sofort alles klappt.
      Wenn du am nächsten Tag einen wichtigen Termin hast, und ausgeschlafen sein musst, verschiebe deinen Test auf eine andere Nacht.
    • Nimm ausreichend Isolierung mit, selbst wenn du nicht glaubst, sie zu brauchen.
      Als Anfänger unterschätzt man häufig, wie kalt es in einer Hängematte werden kann. Wenn du nicht extrem heißblütig bist, und/oder die Nächte nicht verlässlich warm bis heiß sind, brauchst du auf jeden Fall Isolierung von unten (Isomattte oder Underquilt). Ein Schlafsack ist im Allgemeinen nicht ausreichend.
    • Sorge für ausreichend Wetterschutz.

    Ich habe meine ersten Nächte in der Hängematte unter kontrollierten Bedingungen zu Hause verbracht. Das würde ich auch jedem Einsteiger empfehlen. Wenn das nicht möglich ist, würde ich die Hängematte dort testen, wo ich den Test jederzeit problemlos beenden kann - z.B. auf einem offiziellen Campingplatz, wo ich neben der Hängematte ein Zelt aufbauen kann. Ich würde nicht gleich wild campen, weil ich mir den Test dann unnötig erschwere. Statt nur darauf achten zu müssen, wie ich die Hängematte selbst am besten benutze, muss ich gleich auch noch einen versteckten und sicheren Hängeplatz finden, und mich um alles andere kümmern, was eine wilde Übernachtung so mit sich bringt.

    Im Übrigen wende ich diese Regel auch für andere neue Ausrüstung an, bei der ich mir nicht sicher bin ob und wie sie genau funktioniert. Zumindest wenn das Versagen unangenehm oder im schlimmsten Fall lebensbedrohlich wäre. Damit meine ich also keinen neuen Hering, sondern z.B. einen neuen Winter-Underquilt.

    Zudem sind die Kinder dort beaufsichtigt.

    Wenn das so ist, liegt die Entscheidung beim Erzieher. Dann ist ja alles gut. Aber du hattest ja die Frage gestellt, ob die Hängematte permanent hängen soll. Das ist dann eine ganz andere Geschichte.

    Die Matten werden auch nicht hoch hängen. Da ist jedes Klettergerüst, wie sie auf Spielplätzen stehen, gefährlicher. Und die sind alle zugelassen.

    Es geht nicht darum, was aus deiner Sicht gefährlicher ist. Es geht darum, wer am Ende dafür haftet, wenn etwas passiert. Ich bin da sehr wenig risikofreudig - insbesondere wenn fremde Kinder im Spiel sind. Zumal ich keine Ahnung habe, was aus welchen Gründen passieren kann. Ich würde zumindest hoffen, dass Hersteller von Spielplatzausrüstung sich damit beschäftigen und die Spielgeräte entsprechend designen.

    Diese Spielplatzhängematten sind aber total unbequem. Hier im Wald gibt es so eine auf einem großen Waldspielplatz. Ich habe sie mal ausprobiert: die Seile sind steif, rauh und hart und die Lücken sehr groß. Sowas ist nicht zum Drinliegen gedacht, sondern um mit Schuhen und langer Bekleidung drauf rumzuturnen....

    Ja, das ist richtig. Aber es ist ja eine Hängematte für einen Kindergarten. Die Kinder denen ich Hängematten aufgehängt habe hatten etwas besseres damit zu tun als still drinnen zu liegen :D Und das war ja auch speziell ein Vorschlag dafür, wenn die Hängematte permanent hängen bleiben soll, und die Kinder unbeaufsichtigt damit spielen können. Da steht Bequemlichkeit ganz unten auf der Liste - und Sicherheit und UV-Beständigkeit auf Platz 1 und 2.

    Vielleicht wäre auch eine mexikanische Hängematte von alasiesta eine weitere (käufliche) Möglichkeit für den beschriebenen Einsatzzweck?

    Hatte ich auch erst gedacht. Aber mexikanischen Hängematten bestehen aus einer Menge Fäden. Ich hatte auf den beiden letzten Treffen eine mit, und mindestens zwei Personen haben sich mit Fingern / Zehen / Knöpfen o.ä. verfangen. Das ist eher suboptimal. Ich würde so ein Netz nie unbeaufsichtigt hängen lassen, wenn kleine (und vor allem fremde) Kinder im Spiel sind. Da kann einfach zu schnell zu viel schief gehen.

    Ach so: wenn die Hängematte dauerhaft hängen bleiben soll kommt eigentlich nur noch eine Spielplatz-"Hängematte" in Frage (siehe z.B. hier). Normale Materialien - auch Cordura - halten der konstanten UV-Strahlung nicht gut stand. Da kann es sein, dass die Hängematte schon nach ein oder zwei Jahren recht unvermittelt das Zeitliche segnet. Das würde ich erst recht mit Kindern nicht riskieren.

    Cordura oder die üblichen Stoffe die wir für Campinghängematten verwenden halte ich nicht besonders gut für diesen Zweck geeignet. Wenn ihr selbst nähen wollt, würde ich eher einen robusten Hanf- oder Leinenstoff nehmen. Natürlich müssen auch das Nähgarn und die Aufhängung entsprechend robust sein.

    In diversen Kinderturnstunden habe ich "Tobe-Hängematten" gesehen; es scheint also für solche Anwendungen entsprechend robuste Hängematten zu geben. Ich habe mich noch nicht damit auseinander gesetzt, wo man so etwas bekommt, aber ich würde vielleicht mal bei Turngerätehändlern anfragen. Der Vorteil von so einer Hängematte wäre, dass sie für diesen Zweck zugelassen ist. Ich wäre jedenfalls vorsichtig damit, eine selbstgenähte Hängematte in einem Kindergarten aufzuhängen. Als ich meinen Hängematten-Shop eröffnet habe, habe ich ein wenig recherchiert ob ich evtl. ein TÜV-Siegel brauche. Für Erwachsene konnte ich nichts finden, aber für Kinderhängematten gibt es eine Menge Vorschriften. Wenn ich mich richtig erinnere, waren vor allem Stäbe und Schnüre ein Problem.

    Willkommen im Forum!

    Mit der Amazonas Hängematte kannst du auf jeden Fall Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob Hängematten überhaupt etwas für dich sind. Wenn du größer bist als 150cm wirst du aber auf Dauer wohl etwas geräumigeres anschaffen wollen ;) Leider gibt es keine längeren Hängematten mit integriertem Moskitonetz auf dem deutschen Markt, die ähnlich leicht zu haben und ähnlich billig sind. Momentan muss man auf teurere, amerikanische Modelle zurück greifen - oder selber nähen.